Schlagwort-Archive: Demokratie

Moment! Aufnahme.


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Foto: dpa

 

Eine Demonstrantin kniet vor bewaffneten Einsatzkräften in den Straßen des weißrussischen Minsk – wenn ein Bild mehr zum Ausdruck bringt als viele (nichtsdestotrotz wichtige) Berichte…

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(Angela Yvonne Davis, *1944, US-amerikanische Bürgerrechtlerin, Philosophin, Humanwissenschaftlerin und Schriftstellerin)

 

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Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Be the change that you are waiting for.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Manic Street Preachers – „Freedom Of Speech Won’t Feed My Children“


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Fragt man mich nach dem wohl besten – da vielleicht klarsten, prägnantesten und trefflichsten – Songtitel ever (ever ever ever), so müsste ich wohl kaum lang überlegen und würde unumwunden antworten: „Freedom Of Speech Won’t Feed My Children“ von den Manic Street Preachers.

61Yr+kSMarL._SS500Denn man ehrlich: besser auf den Punkt bringen als die walisische Rockband kann man die janusköpfige Misere des zum Denken befähigten, (selbst)kritischen Individuums in unserer vom globalisierten Kapitalismus teils gebeutelten, teils komplett zerfressenen Welt kaum. Und das ist selbst für James Dean Bradfield (Gitarre, Gesang), Nicky Wire (Bass) und Sean Moore (Schlagzeug), die ja seit jeher offensiv für Sozialismus wie Demokratie eintreten und ihre Überzeugungen dann auch teils recht markig in Bild und Ton vertreten, ein amtliches Kompliment…

Dass der Song selbst – ein dreiminütiger Geradeheraus-Rocker, welcher den Abschluss des 2001 erschienenen sechsten Albums „Know Your Enemy“ bildet (sieht man einmal vom Hidden Track „We Are All Bourgeois Now“ ab) – gar nicht erst versucht, mit dem nicht eben kryptisch hingerotzten Titel und bewusst offensiven Textzeilen wie „We love to kiss the Dalai Lama’s ass / Because he is such a holy man / Free to eat and buy anything / Free to fuck from Paris to Beijing“ in überhöhende Konkurrenz zu treten? Wundert natürlich lediglich all jene, die den Rest des Schaffens des walisischen Rock-Trios nicht kennen. Denn bei aller Liebe für die freilich oftmals vorhandenen musikalischen Finessen stand und steht bei den Manics stets der Inhalt über der Verpackung. Und bei großartigen Textzeilen wie „So we protest about human rights / Worship obesity as our birthright“ kann man eine solche Herangehensweise gar nicht genug feiern…

(Ein paar mehr Infos zum Song findet man hier…)

 

 

„Liberty, sweet liberty
Charitable respectability
Then pacifism killed us all
For all the tourists on the Berlin wall
So we protest about human rights
Worship obesity as our birthright
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing

We love to kiss the Dalai Lama’s ass
Because he is such a holy man
Free to eat and buy anything
Free to fuck from Paris to Beijing

Little boys with dangerous toys
All bow down to the Beastie Boys
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing

Royalty – hereditery – unelected and becalmed
Just like Stalin, just like Stalin
Human and useless

Bomb the Chinese Embassy
The west is free, oh the west is free
Laugh at the hammer and sickle
It is antique, oh it is antique

And see the love in Richard Gere’s eyes
JS Pemberton saved our lives
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing…“

 

Rock and Roll.

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„More Fast Songs About The Apocalypse“ – Moby verschenkt sein neues Album als politisches Statement


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Als MOBY & THE VOID PACIFIC CHOIR hatte der New Yorker Multiinstrumentalist und True-Heart-Electro-Punk Moby im letzten Oktober sein letztes Album „These Systems Are Failing“ heraus gebracht, welches von Punk über New Wave bis hin zu Industrial oder Euphoric Rave alles beinhaltete, was ihm aktuell musikalisch lieb und recht ist (und damit eher als seine Frühphase anknüpfte als an kommerziell erfolgreiche Pop-Evergreens wie „Why Does My Heart Feel So Bad?„, „Extreme Ways“ oder „Porcelain„).

Moby-1497280439Dass sich der 51-jährige DJ, Produzent, Fotograf und Beinahe-Allerkönner-Musiker nach 30 Jahren im Musikgeschäft (s)einen Ruf als überzeugter Demokrat, Tierrechtler und Veganer (noch dazu eröffnete er 2015 in Los Angeles ein eigenes veganes Restaurant namens „Little Pine„, welches er auch selbst betreibt) erarbeitet hat, dürfte den Meisten hinlänglich bekannt sein – ebenso wie die offene Verachtung für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und dessen hinterfotzige Mischpoke. Da sich die Wut, die Richard Melville Hall (Fun fact: Der Künstlername „Moby“ stammt tatsächlich daher, dass dieser mit dem Autor des Buches gleichen Namens verwandt ist) auf das System und die aktuelle Politik seines Landes mit sich herumschleppt, auch 2017 kaum verflüchtigt hat – nein, offenbar ist sie noch viel schlimmer geworden –, hat sich der Musiker entschlossen, noch ein paar Songs als Zugabe nachzulegen und diese nun unter dem treffenden Namen „More Fast Songs About The Apocalypse“ zu veröffentlichen. Das neue Album dockt mit schroffen Gitarren, tightem Schlagzeugspiel und derben Synthies nahtlos an die leicht verqueren Industrial-Punk-Hybriden von 2016 an, während Titel wie „All The Hurts We Made“ oder „There’s Nothing Wrong With The World There’s Something Wrong With Me“ bereits die Topoi verraten.

Besser noch: Da Moby gern jeden an seinem neuen Machwerk (welches wiederum sein nunmehr 14. Studioalbum ist) und seiner unbändigen Wut teilhaben lassen möchte, gibt es das neue Album – gar im Doppel mit dem kaum weniger räudigen Zwillingsbruder „These Systems Are Failing“ – ab sofort als Free Download unter http://mobyandthevoidpacificchoir.com (oder direkt hier)!

Auch wenn die Songs beider Alben kostenfrei sind, so hinterlässt Moby jedoch folgendes Statement:

„The music is free here, but if you want to pay for it just give money to your favorite charity. the issues that i’m personally most concerned about are: animal rights, factory farming, climate change, and women’s rights. oh, and electoral reform here in the usa. but it’s up to you!“

Logischerweise ist es auch ihm nicht möglich, wirkliche Lösungen für die unzähligen gesellschaftlichen wie politischen Probleme anzubieten, doch zumindest weist Moby mit aufrichtigem Engagement darauf hin.

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Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden hier)

 

(Hamed Abdel-Samad, *1972 bei Kairo, ägyptisch-deutscher Politikwissenschaftler und Publizist, der der Öffentlichkeit vor allem als Autor islamkritischer Werke bekannt ist)

 

Rock and Roll.

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