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Fight Off Your Demons – Brand New veröffentlichen ihre „Leaked Demos 2006“


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Wer diesen Blog regelmäßig verfolgen sollte dem dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die vier Herren von Brand New seit ihrem 2003 erschienenen zweiten Werk „Déjà Entendu“ zu meinen persönlichen Playlist-Dauerbrennern zählen, und sich spätestens mit dem grandiosen Nachfolger „The Devil And God Are Raging Inside Me“ sowohl tief in mein Hörerherz als auch in meine All-Time-Top-5 gespielt haben.

Umso härter kommt einem die Wartezeit auf neue Songs der Band aus Long Island, New York vor, liegt doch auch die Veröffentlichung von Album Nummer vier, „Daisy„, beinahe sieben Jahre zurück. Seitdem haben sich Brand New recht rar gemacht. Ein Konzert hier, eine Show da – das musste bislang reichen für all jene, denen die unzähligen Hymnen wie „The Quiet Things That No One Ever Knows“, “Sowing Season (Yeah)“ oder „At The Bottom“ einmal tief gerockt in die Gehörgänge gekrochen sind, um dort viele Winter zu campieren. Und selbst das einzige (neue) Lebenszeichen in der letzten Zeit – der Song „Mene„, den die Band im vergangenen April aufs weltweite Netz losließ – erwies sich als einsamer Hoffnungsschimmer für all jene, die auf ein baldiges Erscheinen des neuen Albums, an dem die Vier nachweislich mal mehr, mal weniger intensiv seit 2014 werkeln, gesetzt hatten. Immerhin planen Brand New, Langspieler Nummer fünf in diesem Jahr in die Regale zu stellen (und eventuell soll es leider sogar das vorerst letzte Werk der Band werden)…

v600_brand_new_leaked_demo_digital_cover_rgbUm ihre Hörer bei Laune zu halten, haben Frontmann Jesse Lacey und Co. wenigstens ein bisschen die Archive geplündert und veröffentlichen nun in remasterter Form ebenjene neun Demo-Aufnahmen, die noch vor zehn Jahren das Grundgerüst zu „The Devil And God…“ bilden sollten, jedoch vorzeitig leakten (also: unautorisiert ins Netz gelangten) und die Band dazu zwangen, in großen Teilen neu anzufangen. Dass genau diese Panne, die Brand New, wie sie im Nachhinein immer wieder äußerten, über alle Maßen ärgerte, dem Album und seiner Intensität zugute kam, dürfte jedem, der „The Devil And God…“ schon einmal intensiv(er) gehört hat, hinlänglich bekannt sein. Nichtsdestotrotz sind die neun Demo-Songs bereits erstaunlich ausgereift, und können im Grunde auch auf sich selbst gestellt überzeugen. Wer’s (noch) nicht glauben mag, der darf sich nun selbst davon überzeugen, denn die Band bietet die 2006er Demos hier wahlweise für lau zum Download an – oder man kann sich das Ganze stilecht als Demo-Kassette ordern (im wahrsten Sinne)…

 

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Wallflower


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Um Brand New, das Alternative-Post Hardcore-Vierergespann aus Long Island, New York, ist es seit deren letzten Album „Daisy“, welches vor gut fünf Jahren das Licht der Plattenläden erblickte, deutlich ruhiger geworden. Hier ein paar Statusmeldungen via Facebook, da mal ein, zwei Konzerte. Trotzdem haben nicht nur bei ihrer Anhängerschaft einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dass sich mittlerweile immer mehr junge Bands am emotionalen Alternative-Post Hardcore-Sound der Band um Frontmann Jesse Lacey orientieren, zeigt auch das englische Quintett Wallflower. Nicht wirklich neu, aber immer noch besser als das Einschienengleis „Pop“. Oder?

Das mag sich zunächst sicherlich wie ein allzu nüchternes Resümee lesen. Nicht nur zuletzt die US-amerikanischen Citizen und die um etwas mehr Kantigkeit bemühten Balance and Composure haben den 90er-angelehnten, grungigen Alternativerock freilich bis in die Gegenwart gerettet. Die Frage ist: Was muss eine noch junge Band mit überdeutlicher Verwandtschaft anstellen, um ihre Daseinsberechtigung zu begründen? Die Londoner Band Wallflower tut ihren Vorbildern vieles gleich, und macht somit natürlich auch vieles richtig. Die vier Songs ihrer im Oktober veröffentlichten Debüt-EP „Summer Daze“ sind eingängig und strotzen vor toller Melodien, in deren Melancholie man sofort versinken kann oder von deren Aufgewühltheit man sich ohne Gegenwehr mitreißen lässt. Ein vertrauter Sound eben – und vielleicht auch etwas zu vertraut? Sieht man über diese Vergleiche, die besonders Brand News ersten kleinen Geniestreich „Déjà Entendu“ ins Gedächtnis rufen, hinweg, so öffnet sich einem ein solides Debüt einer ambitionierten Band, die über diese Kritiken erhaben und mit jugendlich-frischen Wind in den Segeln aus den Startlöchern kommt und deren gitarrenlastiger Sound – drei an der Zahl – von Produzent Lewis Johns (Funeral For A Friend, Gnarwolves, Sharks) druckvoll in Szene gesetzt wurde.
„Summer Daze“ erschien bislang nur digital und ist auf sämtlichen Musikplattformen zu finden – via Bandcamp rückt die Band ihre Debüt-EP gar nach dem „Pay what you want“-Prinzip heraus. Eine limitierte Anzahl von eigenhändig veröffentlichten Tapes verteilen Wallflower auf ihren Konzerten (oder verkaufen sie im Webstore). Hach, riecht schon herrlich nach Neunzigerjahre-DIY…

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