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Das Multitalent im Hintergrund – Richard Swift ist tot.


Photo credit- Alysse Gafkjen:Instagram

Foto: Alysse Gafkjen/Instagram

Bereits die Meldungen von vor einigen Wochen verhießen nichts Gutes, nun ist es traurige Gewissheit: der US-Musiker Richard Ochoa Swift ist tot. Swift, der seit 2014 loser Teil der Band Black Keys war und zeitweise auch als Produzent (unter anderem für Künstler wie Damien Jurado, David Bazan, Foxygen, Nathaniel Rateliff, The Mynabirds, Sharon Van Etten oder Guster), Sänger und Songschreiber für The Shins und The Arcs tätig war, starb am heutigen 3. Juli im Alter von nur 41 Jahren in Tacoma im US-Bundesstaat Washington, wie US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher berichten.

Richard Swift spielte Bass, Keyboard und Schlagzeug, sang aber auch im Background. „Heute hat die Welt einen der talentiertesten Musiker verloren, den ich kenne“, schrieb Black-Keys-Bandkollege Dan Auerbach bei Facebook. „Ich werde dich vermissen, mein Freund.“ (Während auch eine Reihe anderer Kollegen und Musikerfreunde ihr Beileid bekundeten…)

Zwar ist die genaue Todesursache nicht bekannt, im vergangenen Monat war jedoch öffentlich geworden, dass Swift unter einer „lebensbedrohlichen Krankheit“ litt und deshalb in eine Klinik eingeliefert werden musste. Infolge der Berichterstattung wurde von Fans via gofundme.com Geld gesammelt, damit er, der sich in den USA keine entsprechende Krankenversicherung leisten konnte, die Behandlungskosten begleichen kann. Dennoch starb Swift nun offenbar an den Folgen seiner schweren Erkrankung.

Der Musiker, geboren im Jahr 1977, stammte aus Kalifornien. Seine ersten Platten nahm er in den frühen 2000ern auf – darunter „Walking Without Effort“, „Dressed Up For The Letdown„, „The Novelist“ oder „The Atlantic Ocean„. Von 2011 bis 2016 gehörte er der Indierock-Band The Shins an und tourte 2014 außerdem als Bassist mit den Arcs, der Nebenband von Black-Keys-Mastermind Dan Auerbach.

In Cottage Grove im US-Bundesstaat Oregon gründete und leitete der vielseitig talentierte und umtriebige Swift, der stets lieber im Hintergrund die Fäden zog, ein eigenes Aufnahmestudio. Sein letztes eigenes Album erschien 2009 in Zusammenarbeit mit Damien Jurado unter dem Namen „The Atlantic Ocean“ (mit Jurado entstand 2013 außerdem das formidable Cover-Album „Other People’s Songs Vol. 1„). Swift hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Mach’s gut, Richard.

 

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Kye Alfred Hillig


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„My name is Kye Alfred Hillig, and I’m a Tacoma, Washington singer-songwriter. Since the age of twelve, I’ve been the principle songwriter in four different bands that vary in style from punk to surfy indie rock to folk. Under those bands, I recorded eighteen albums and wrote over 1,000 songs.

In 2012, I began playing shows and recording music under my own name. Being a solo artist has allowed me a great deal of flexibility and the ability to put all my creative ideas into action. I quickly released three distinct albums in two years (Aurora, Together Through It All, and Real Snow), and this process has allowed me to grow significantly as a songwriter. Sometimes I perform alone; sometimes I perform with a cellist or pianist accompanying me; and sometimes I play with a full live band, incorporating electronic percussion and samples.“

Band-KyeSo beschrieb sich der aus – wie bereits erwähnt – dem US-amerikanischen Tacoma, Washington stammende Singer/Songwriter Kye Alfred Hillig kürzlich selbst. Einen Künstlernamen oder doppelte Bedeutungsböden sind auch auf seinem neusten, im August veröffentlichten Album „The Buddhist„, welches der 32-jährige Musiker mit der Hilfe seines ihm beim Mix und Backgroundgesang zur Seite stehenden Kumpels Daniel G. Harmann binnen zwei Tagen einspielte, komplett fehl am Platz. Und während Titel wie der Opener „My Young Love Was As Blind As Ray Charles And Half As Cold As Heat“ beim ersten Lesen eventuell noch komisch-verstelzt daher wanken, befällt den Hörer beim Lauschen bereits jene Americana-lastige Schwermut, der auch Größen wie Damien Jurado, Josh Ritter oder – holla, die Waldfee! – dem göttlichen Mark Kozelek (Ex-Red House Painters, Sun Kil Moon, solo) nicht eben fern stehen. Und auch die Texte sind ebenso persönlich wie gehaltvoll, handeln mal von Schuld und Sühne („I’m Alive Because Of Nuclear Bombs“), Kindheitserinnerungen („Licorice The Dog“), Religion („I Want To Be Forgot“), Krankheiten im Familienkreis („Some Good Things Just Have To Die“) oder dem tragischen Schicksal von Freunden („Come Play With Me“).

Welch‘ besseren Soundtrack als die bislang vier Alben des Singer/Songwriters könnte es also geben, um sich bei ausgedehnten Herbstspaziergängen den Regen aufs Schuhwerk plätschern zu lassen, während die Sonne – hoffentlich – ihre letzten paar warmen Strahlen vergießt? Und da Kye Alfred Hillig all seine Werke via Bandcamp freundlicherweise für lau, umme und umsonst unters Hörervolk haut, sollte man gern unverbindlich zuschlagen…

 

 

 

Rock and Roll.

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Mixtape Madness


Da ja für ANEWFRIEND in diesem Jahr die erste Audienz beim Boss überhaupt (für Rockmusik-Atheisten: ich fahre zum Bruce Springsteen-Konzert) ansteht, habe ich nun ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, welches ich schon eine ganze Weile vor mir hergeschoben habe: ich habe ein Mix(tape) der für mich besten Springsteen-Coverversionen zusammengestellt… 

Interesse? Dann hier die Tracklists zum Nachbasteln und (Mit)Hören:

 

Vol. 1

1.  Matthew Ryan – Something In The Night

2.  Town Bike – Radio Nowhere

3.  Deer Tick – Nebraska

4.  The Hold Steady – Atlantic City

5.  The Format – For You

6.  Badly Drawn Boy – Thunder Road

7.  Swati – I’m On Fire

8.  Erik Balkey – Born In The U.S.A.

9.  Junip – The Ghost Of Tom Joad

10. Damien Jurado & Rosie Thomas – Wages Of Sin

11. Cowboy Junkies – You’re Missing

12. Ben Harper – My Father’s House

13. Betty LaVette – Streets Of Philadelphia

14. Lelia Broussard – Dancing In The Dark

15. The National – Mansion On The Hill (live)

16. Josh Ritter – The River (live)

17. Serena Ryder – Racing In The Street

18. Pete Yorn – New York City Serenade

 

Vol. 2

1.  Aimee Mann & Michael Penn – Reason To Believe

2.  John Wesley Harding – Jackson Cage

3.  Patty Griffin – Stolen Car

4.  Hem – Valentine’s Day

5.  Catie Curtis – If I Should Fall Behind

6.  Crooked Fingers – The River

7.  The Tindalls – Factory (live)

8.  David Gray – Streets Of Philadelphia (live)

9.  Jesse Malin – Atlantic City

10. Charlie Horse – Atlantic City

11. A Lull – I’m On Fire

12. Beerjacket – Dancing In The Dark

13. The Winter Blanket – Darkness On The Edge Of Town

14. John Dissed – Prove It All Night

15. Brian Fallon – Backstreets (radio session)

16. Strand Of Oaks – Used Cars (radio session)

Rock and Roll. 
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