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Song des Tages: Phoebe Bridgers – „It’ll All Work Out“


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Dass sich Phoebe Bridgers ganz gut aufs Covern fremder Songfedern versteht, war in diesem Jahr bereits an anderer Stelle zu lesen. Im Zuge des „Deluxe Edition“-Re-releases ihres im vergangenen Jahr erschienenen Debütalbums „Stranger In The Alps“ hat sich die 24-jährige Indierock-Singer/Songwriterin aus dem sonnigen Los Angeles nun eine kleine, oft übersehene Liedperle des vor etwa einem Jahr (viel zu früh) verstorbenen Tom Petty ausgesucht.

It’ll All Work Out“ stammt vom 1987 gemeinsam mit seinen Heartbreakers veröffentlichten Album „Let Me Up (I’ve Had Enough)„, wurde jedoch erst (zumindest war’s bei mir so) durch seinen Verwendung in dem auf immer und ewig tollen Cameron-Crowe-Roadtrip-Schmonzettefilm „Elizabethtown“ populär(er). Phoebe Bridgers, die aktuell auch – unter dem Band-Pseudonym Boygenius – gemeinsame Sache mit ihren Girl-Buddies Julien Baker und Lucy Dacus macht (die ersten drei EP-Vorboten Stücke „Bite The Hand“, „Me & My Dog“ und „Stay Down“ tönen schonmal recht vielversprechend), unterzieht das ohnehin bereits zarte Tom-Petty-Original einer feinen Samthandschuh-Behandlung, welche den Song – soviel sei gespoilert – wohl keineswegs schlechter macht…

 

 

„She wore faded jeans and soft black leather
She had eyes so blue they looked like weather
When she needed me I wasn’t around
That’s the way it goes, it’ll all work out

There were times apart, there were times together
I was pledged to her for worse or better
When it mattered most I let her down
That’s the way it goes, it’ll all work out

It’ll all work out eventually
Better off with him than here with me

It’ll all work out eventually
Maybe better off with him than here with me

Now the wind is high and the rain is heavy
And the water’s rising in the levee
Still I think of her when the sun goes down
It never goes away, but it all works out“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Mad Hatter’s Daughter – „Hurt“


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Natürlich besteht auch auf fastrillionen Jahre hin keinerlei Zweifel daran, dass dem auf ebenso lange Zeit großartigen Nine Inch Nails’sche Original des endzeitlichen Junkie-Abgesangs „Hurt“ nur noch die – im Grunde so andere, jedoch gleichsam die Tränendrüsen bewegende – Version von Johnny Cash entgegen gestellt werden darf (und schlussendlich nur in Verbindung mit dem kompletten, dazugehörigen seelenkaputtgrößenwahnsinnigen Album-Meilenstein „The Downward Spiral“ laufen sollte). Zweifel? Keine? Verbindlichsten Dank!

Trotzdem ist die Variante, die Mad Hatter’s Daughter bereits vor etwa zwei Jahren von Trent Reznors Songvermächtnis abgeliefert haben, durchaus aller Ehren wert und besitzt – Newcomer und die heimatliche Hansestadt Hamburg hin oder her – beileibe internationales Format.

Über das Indiefolk-Duo, das seinen Sound selbst als „Urban Acoustics“ beschreibt, steht hier Folgendes zu lesen:

„Mad Hatter’s Daughter, das sind Kira und Basti, durch und durch Hanseaten, wettererprobt und sturmfest. Kira studierte in Hamburg Modedesign und Basti Tontechnik, denn schon in jungen Jahren wurde erst das Klavier und später die Gitarre sein ständiger Begleiter. Seit über 10 Jahren spielt er in Bands und arbeitet als Engineer und Produzent in den Nemo Studios von Frank Peterson. Während Kira an Stoffen, Schnittmustern und Formen feilte, war die Musik auch bei ihr ein permanenter Gefährte, denn gesungen hat sie schon immer, allerdings niemals vor anderen Leuten. Durch Zufall lernten sie sich über die Musik kennen, denn Bastis damalige Band holte sich Styling-Beratung – von Kira.“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sleeping At Last – „I’m Gonna Be (500 Miles)“


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Schon klar – wer beim Proclaimers-Dauerbrenner „I’m Gonna Be (500 Miles)“ nicht mindestens an ein, zwei erinnerungswürdige Szenen aus „How I Met Your Mother“ denken muss, der hat Sitcoms wohl nie geliebt… Isso? Isso.

Und auch wer all die Geschichten um die New Yorker Großstadtclique um Ted Mosby, Barney Stinson, Robin Scherbatsky, Marshall Eriksen und Lily Aldrin zwischen 2005 und 2014 verschlafen haben sollte (was eigentlich nur der zustande bringt, der nie ein TV-Gerät besessen oder ProSieben schon immer gemieden haben dürfte wie sonst nur der Düsseldorfer das Kölsch), bekommt den Achtziger-Evergreen anschließend für Tage nicht mehr aus den Gehörgängen… Ist ebenfalls so? Jawollja.

51rY5l534ML._SS500Sollte man den Song daher covern? Nun… lieber nicht. Sleeping At Last haben’s vor einiger Zeit trotzdem getan. Hinter dem vermeintlichen Band-Pseudonym verbirgt sich vor allem und – mittlerweile – schlussendlich Singer/Songwriter-Soundtüpftler und Multiinstrumentalist Ryan O’Neal aus dem US-amerikanischen Wheaton, Illinois, der sich unter dem Moniker in den letzten Jahren vornehmlich durch ausschweifend-verspulte Konzeptveröffentlichungen hervor getan hat. Hier jedoch obsiegt die pure, am Piano vorgetragene, heimelige Einfachheit.

Wen’s interessiert: Die Coverversion ist neben vielen anderen auf dem 2014 erschienenen ersten (EP-)Teil „Covers, Vol. 1“ zu finden. Und auch das zweite, zwei Jahre darauf veröffentlichte „Covers, Vol. 2“ (dieses Mal als vollwertiges Album) lohnt sich, da sich O’Neil dort – erneut im gefühligen Gewand der weißen und schwarzen Tasten – Stücke von Snow Patrol über Bob Dylan, Emiliana Torrini, die Backstreet Boys (!), George Michael, INXS bis hin zu Katy Perry vornimmt…

(Aufmerksam bin ich auf die Sleeping At Last’sche Neuinterpretation übrigens durch diese bewegende Geschichte und das dazugehörige Video geworden. Aber Vorsicht – wer nicht ganz aus Stein gemeißelt ist, sollte durchaus Taschentücher parat liegen haben…)

 

 

„When I wake up, well I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who wakes up next to you
When I go out, yeah I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who goes along with you

When I come home, yeah I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s coming home to you
And when I’m dreaming, well I know I’m gonna dream
I’m gonna dream about the time when I’m with you

But I would walk 500 miles
And I would walk 500 more
Just to be the man who walks a thousand miles
To fall down at your door

When I’m working, yeah I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s working hard for you
And when the money comes in for the work I do
I’ll pass along every cent of it to you

And when I’m lonely, well I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s lonely without you
And if I grow old, well I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s growing old with you

But I would walk 500 miles
And I would walk 500 more
Just to be the man who walked a thousand miles
To fall down at your door

But I would walk 500 miles
And I would walk 500 more
Just to be the man who walked a thousand miles
To fall down at your door

When I wake up, well I hope I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s waking up to you
And when I’m dreaming, well I know I’m gonna dream
I’m gonna dream about the time i had with you…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages #2: Neck Deep – „Torn“


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Spätestens seit den Suiziden von Soundgarden-Frontmann Chris Cornell oder Linkin Park-Sänger Chester Bennington im vergangenen Jahr beschäftigt das Thema psychische Gesundheit intensiv auch die Musikwelt…

Das in Los Angeles beheimatete Label Hopeless Records leistet nun seinen Beitrag zur Aufklärung: Mit der am 9. November erscheinenden Compilation „Songs That Saved My Life“ wollen das Label und die beteiligten Künstler Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und verschiedene Hilfsorganisationen unterstützen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Platte gehen an die Hilfsorganisationen Crisis Text Line, Hope For The Day, The Trevor Project und To Write Love On Her Arms, die sich allesamt für psychische Gesundheit und Suizidprävention einsetzen.

stsml_bands_sq_neck+deep-FPassend dazu haben die beteiligten Musiker Songs für Coverversionen ausgewählt, die ihnen durch schwere Zeiten geholfen haben. So interpretieren Against Me! „People Who Died“ von der Jim Carroll Band neu, Taking Back Sunday nehmen sich den Smashing Pumpkins-Klassiker „Bullet With Butterfly Wings“ vor, und Dance Gavin Dance covern die Third Eye Blind-College-Film-Hymne „Semi Charmed Life“.

Auch sonst finden sich mit Stücken von Death Cab For Cutie, R.E.M., The Postal Service oder – passenderweise – Linkin Park zahlreiche Songs aus dem (mal mehr, mal minder) Indie- und Alternative-Rock-Kosmos auf der Compilation. Ebenjene kann man bereits auf der Webseite zum Album vorbestellen.

Als Vorgeschmack gibt es – Vorsicht, ohrwurmiger Karaoke-Klassiker! – Neck Deeps recht original interpretierte Version des von Natalie Imbruglia populär gemachten Ednaswap-Songs „Torn“ zu hören – und um’s rund zu machen, hat die britische Pop-Punk-Band dafür sogar das Video des 1997er Hits nachgestellt…

 

 

Hier die vollständige Tracklist der Compilation:

01. Neck Deep – „Torn“ (Natalie Imbruglia/Ednaswap)
02. Movements – „Losing My Religion“ (R.E.M.)
03. Stand Atlantic – „Your Graduation“ (Modern Baseball)
04. Dance Gavin Dance – „Semi Charmed Life“ (Third Eye Blind)
05. Against Me! – „People Who Died“ (The Jim Carroll Band)
06. Taking Back Sunday – „Bullet With Butterfly Wings“ (The Smashing Pumpkins)
07. Dream State – „Crawling“ (Linkin Park)
08. As It Is – „Such Great Heights“ (The Postal Service)
09. Oceans Ate Alaska – „Shape Of My Heart“ (Sting)
10. Too Close To Touch – „Let It Be“ (The Beatles)
11. Dan Campbell & Ace Enders – „Broom People“ (The Mountain Goats)
12. The Maine – „Transatlanticism“ (Death Cab For Cutie)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Soccer Mommy – „I’m On Fire“


SoccerMommy

I’m On Fire„? Kennt man. Springsteen-Klassiker vom 1984er Megaseller-Album „Born In The U.S.A.“. Kuschelrock in seiner reinsten Form, und in gut. Tausendfach gecovert? Bestimmt.

Sophie Allison aka. Soccer Mommy fügt dieser Liste trotz alledem ihre ganz eigene tausendundeine Indierock-Version hinzu, und garniert den ohnehin sehr geisterhaft wirkenden Text des Boss’schen Originals mit einer einsam gespielten E-Gitarre.

Clean„, das aktuelle (Debüt-)Album von Soccer Mommy, steht seit März in den Plattenläden. Im Oktober erscheint die Coverversionen der LoFi-Indie-Pop-Band aus dem US-amerikanischen Nashville gemeinsam mit einer Neuaufnahme des 2016er Songs „Henry“ als 7“-Single.

 

“I make a version of ‘I’m On Fire’ that connected with the sadness of the song. I think that doing a more stripped down version allowed me to make something that feels emotionally raw.” (Sophie Allison)

 

 

„Hey little girl, is your daddy home?
Did he go away and leave you all alone? Mhmm
I got a bad desire
Oh oh oh, I’m on fire

Tell me now, baby, is he good to you?
And can he do to you the things that I do? Oh no
I can take you higher
Oh oh oh, I’m on fire

Sometimes it’s like someone took a knife, baby
Edgy and dull and cut a six inch valley
Through the middle of my skull

At night I wake up with the sheets soaking wet
And a freight train running through the middle of my head
Only you can cool my desire
Oh oh oh, I’m on fire…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Clueso – „Wenn ein Mensch lebt“


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Klar, zu Clueso, seinen Songs und seinem Werdegang hin zu größerem Publikum und massenkompatiblen Konzert-Venues darf man freilich (s)eine dezidierte, gern auch differenzierte Meinung haben. So richtig scheiße kann man ihn jedoch kaum finden.

Denn immerhin ist der so oft, so freundlich-milde popmusikende Liedermacher, anno 1980 als Thomas Hübner in Erfurt zur Welt gekommen, der einst (und – gerade im Rückspiegel – noch recht unbeholfen) im Rapfach anfing und sich seine zumeist auf melancholischen Balladen und Feelgood-Stücken gebaute Publikums-Fanbase stetig erarbeitet hat, ein Guter. Einer ohne Allüren und großes Tamtam. Sagt man, weiß man. Da mag ein Großteil der letzten Nummer-eins-Alben zwar schnurstracks am eigenen Ohr und Hörerherz ohne bleibende Eindrücke vorbei gerauscht sein (zuletzt „Neuanfang“ von 2016) und sich die Zielgruppe hin zu jüngeren Gefilden bewegt haben. Der Typ bleibt trotzdem ein Sympath.

0602567770794Das zeigt etwa die Clueso’sche Coverversionen des Puhdys-Klassikers „Wenn ein Mensch lebt„, welche der 38-jährige Pop-LiedermacherRapperProduzentenAutor in Personalunion bereits seit Jahren hin und wieder auf seinen Konzerten zum Besten gibt, und nun erstmals auch auf Platte veröffentlicht: auf dem nun erscheinenden neuen Album „Handgepäck I„, welches im Gros Lieder versammelt, die einfach nicht auf vorangegangene Alben passten, der Künstler selbst jedoch nicht als „Outtakes“ verstanden wissen möchte.

Sehr behutsam, ja fast ehrfürchtig-zärtlich nimmt sich Thomas „Clueso“ Hübner den 1974 erschienenen und durch den DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“ bekannt gewordenen Song der *hust* „DDR-Kult-Band“ zur Brust und reduziert ihn mithilfe seiner Akustischen aufs Nötigste, sodass der ewig wunderschöne, von Liebe und Vergänglichkeit erzählende Text sogar noch besser und deutlicher als im Original zum Vorschein kommt.

Ist halt ein Guter, der Cluesen.

 

Hier eine Version, welche Clueso 2015 für die MDR-Reihe „Soundtrack Deutschland“ in Bild und Ton zum Besten gegeben hat:

 

„Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
Sagt die Welt, es ist Zeit.
Meine Freundin ist schön.
Als ich aufstand, ist sie gegangen.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich hab‘ mich in ihren Schatten gelegt.

Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu’n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau’n,
Leben und sterben und Streit.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
Sagt die Welt, es ist Zeit, daß er geht.

Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu’n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau’n
Leben und sterben und Frieden und Streit.

Weckt sie nicht, bis sie selber sich regt.
Ich habe mich in ihren Schatten gelegt.

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,
Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich hab‘ mich in ihren Schatten gelegt.

Meine Freundin ist schön,
als ich aufstand ist sie gegangen.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich habe mich in ihren Schatten gelegt.“

 

Rock and Roll.

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