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Made of Bricks – Musikikonen als LEGO-Makeovers


Lego Beatles

Vielleicht noch Barbie, Ken und ihre Puppenschwestern, die Spielzeugeisenbahn und – natürlich – die guten alten Holzklötzer – ansonsten ist wohl kaum ein Spielzeug derart auf beständiges Klassikertum getrimmt wie die bunte, vielfältige Klötzer- und Männchenarmee von LEGO. Nicht umsonst verzeichnet das 1932 gegründete dänische Plastikbausteinimperium, dessen Name sich – vorsichtig, der Klugscheißermodus ist aktiviert! – aus der Abkürzung des dänischen „leg godt“ (deutsch: „spiel gut“) ergibt, seit einigen Jahren Rekordgewinne (2013 konnte man gut 820 Millionen Euro an Ertrag verbuchen) und -produktionszahlen (46 Milliarden neue Steine wurden allein im vergangenen Jahr hergestellt). Längst bietet der Spielzeughersteller – neben dem gewohnten Sortiment aus Piratenschatzinseln, Feuerwehstationen oder Ritterburgen – auch umfassende Produktpaletten zu Filmklassikern wie „Star Wars“, „Ghostbusters“ oder „Zurück in die Zukunft“ an, und selbst der wohl berühmtesten gelben Zeichentrickfamilie der Welt, den „Simpsons“, spendierte LEGO kürzlich eine Sonderedition ihres Eigenheims in der 742, Evergreen Terrace, welche Fans für schlappe 200 Euro käuflich erwerben können. Und wer kann es dem Spielwarenkrösus verdenken, dass die kindliche Zielgruppe nun auch – freilich höchst erfolgreich und samt den Eltern und Großeltern – in die Kinos gelotst wird, um auch diese Grauzone der Vermarktung gewinnbringend zu schließen…

Dass mittlerweile auch der ein oder andere Musikverrückte an den bunten Plastiksteinchen Gefallen gefunden hat (oder sich bei deren Anblick vielmehr irgendwann zurück in seine unbeschwert fantasievolle Kindheit zurück geträumt hat), dürfte wohl den meisten von euch längst unter die Augen gekommen sein – etwa durch die vor einiger Zeit veröffentlichten Plattencovernachbildungen des britischen Künstlers Aaron Savage, der für seine in kindlicher Manier entstandenen Plastikkopien lediglich LEGO-Steine und -Männchen benutzte. Doch auch in den Zeiten des Twitterhochs ebbt der Hype um das „Apple der Spielzeuge“ (Zitat focus.de von vor wenigen Tagen) nicht ab. Stattdessen geht der malaiische Künstler Adly Syairi Ramly, der sich selbst als „Musik- und Spielzeug-Junkie“ bezeichnet, gestaltungstechnisch sogar noch ein klein wenig weiter und hat sich die ein oder andere Größe aus dem rock- und popmusikalischen Bereich vorgenommen, um diesen ein kleines „LEGO-Makeover“ zukommen zu lassen… für manch ein Spielzeug ist man(n) wohl nie zu alt. Na denn: leg godt!

 

Hier hat ANEWFRIEND einige von Aaron Savage und anderen Künstlern nachgestellte – und teils weltbekannte – Coverartworks, bei denen wohl keines passender erscheint als Kate Nashs Debütalbum „Made Of Bricks“…

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…und die kürzlich erschienenen Bandkonterfeits von Adly Syairi Ramly für euch zusammengetragen:

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(alle Bilder dieser Galerie: Adly Syairi Ramly)

 

Und als kleiner Nachschlag dürfen die derzeit omnipräsente Miley Cyrus und ihre „Abrissbirne“ natürlich nicht fehlen:

 

 

Rock and Roll.

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Strahlen für die Popkultur, leuchten für die Ewigkeit – Storm Thorgerson ist tot.


Storm & the Dark Side

Wie soeben bekannt wurde ist Storm Thorgerson, einer der bekanntesten, besten und einflussreichsten Grafikdesigner der Musikhistorie, heute seinem Kampf gegen den Krebs erlegen.

Bekannt wurde der 1944 im englischen Potters Bar, Middlesex geborene Thorgerson vor allem durch die Coverentwürfe der Pink Floyd-Alben „Dark Side Of The Moon“ (1973) und „Wish You Were Here“ (1975). Überhaupt: Pink Floyd – die Mitglieder der Band kannte er seit Kindheitstagen, und vor allem mit Gitarrist Roger Waters verband ihn bis zum heutigen Tag eine enge Freundschaft. „He has been a constant force in my life, both at work and in private, a shoulder to cry on and a great friend. I will miss him,“ wie Waters schrieb.

Doch auch nach dem Erreichen von internationaler Bekanntheit, Gefragtheit und Weltruhm blieb Storm Thorgerson ebenso umtriebig wie relevant, und konnte – neben fortwährender Tätigkeit für Pink Floyd und deren (Ex-)Mitglieder – höchst zufriedene Musikbusinessgrößen wie Led Zeppelin, Peter Gabriel, Genesis, The Cranberries, Alan Parsons, Dream Theater, Muse, The Mars Volta, Audioslave oder The Offspring in der Kundenkartei seiner Grafikdesign-Firma „Hipgnosis“ verbuchen, und ließ sich auch von einem 2003 erlittenen Schlaganfall nur in begrenztem Maße beeindrucken. Über die Jahre entwickelte er einen für Albumartworks so simplen wie effizienten und einzigartigen Stil, der andererseits auch wahnsinnig opulent und beeindruckend ausfallen durfte, schon „Meilen gegen den Wind“ als sein Trademark identifiziert werden konnte, und ob seiner surrealen Wesenszüge wohl nur mit den höchst eigenen Werken von Salvador Dalí zu vergleichen ist. Man erinnere sich nur an das fliegende Schwein über dem Londoner Battersea Station Kraftwerk!  Oder die beiden brennenden, händeschüttelnden Männer! Oder dieses Meer aus Betten! Oder dieses gigantische, einen nackten Mann anstarrende Auge! Oder den goldenen, einen Lichtschein werfenden Schädel! Oder… Seine letzte Arbeit lieferte er wohl mit dem Coverartwork zum kürzlich erschienenen Biffy Clyro-Doppelalbum „Opposites“ ab. Für die Schotten-Rocker entwarf er zuvor bereits die Cover der Vorgänger „Puzzle“ und „Only Revolutions“…

Storm Thorgerson schlief, wie berichtet wurde, am heutigen 18. April im Alter von 69 Jahren friedlich im Kreise seiner Familie ein. Mit ihm geht eine stille, kreative Design-Ikone – ein Visionär, dessen Prismastrahl-Cover (die Idee hierzu stammte übrigens, insofern man Thorgersons bescheidener Aussage trauen kann, vom ebenfalls bereits verstorbenen Pink Floyd-Keyboarder Richard Wright) noch von Hörergeneration zu Hörergeneration neugierig staunend weitergegeben wird.

„We are saddened by the news that long-time Pink Floyd graphic genius, friend and collaborator, Storm Thorgerson, has died. Our thoughts are with his family and many friends.“ (Statement auf pinkfloyd.com)

 

Hier gibt’s den Trailer zur Dokumentation „Taken by Storm: The Art of Storm Thorgerson and Hipgnosis“:

 

Rock and Roll.

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