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Song des Tages: Lisa Hannigan – „Weile Waile“


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Dass Lisa Hannigan mit einer der wohl wunderbarsten, zeitgleich rauen und doch herrlich samtigen Stimmen im Folk-Singer/Songwriterinnen-Spektrum gesegnet ist, dürfte außer Frage stehen. Und wer sich an dieser Stelle nicht auf (m)eine bloße Lobhudelei allein verlassen möchte, der hat auf den bislang drei Solo-Alben der 38-jährigen irischen Musikerin (oder meinetwegen dem jüngst erschienen Live-Album „Live in Dublin“ sowie anhand ihrer Gastbeiträge zum aktuellen The National-Album „I Am Easy To Find„) auf Wunsch ausreichend Beweismaterial.

61o6iteAYZL._SS500_Und so wundert es kaum, dass Lisa Hannigan, deren Karriere vor gut 15 Jahren als Damien Rices Muse, die den Vorzeige-Barden wohl nicht nur zu dem ein oder anderen Tearjerker inspirierte, sondern dessen ersten Alben-Evergreens „O“ und „9“ mit ebenjener Ausnahmestimme veredelte, auch Film-Soundtracks eine besondere Note verleihen kann. Hier als Nachweis ins Feld zu führen wäre „The Hole In The Ground„. Und auch hier passt die Wahl, denn auch bei der risch-finnisch-belgischen Koproduktion von Regisseur Lee Cronin handelt es sich um einen nicht ganz alltäglichen Horror-Film der Marke „Teenager von irrem Mörder blutig-vorausschaubar durch die Hinterwälder gejagt“, sodass sich Hannigans Version des irischen Kinder-Singalongs „Weile Waile“ (hier kann man zum Vergleich etwa eine Variante der Dubliners hören) umso gespenstischer ins atmosphärische Gesamtbild aus Grusel und Paranoia einfügt…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Daughter – „Poke“


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Wie bereits kürzlich erwähnt erschien am vergangenen Freitag mit „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“ ein Tribute-Sampler zu Ehren des zehnten Geburtstages des zweiten Frightened Rabbit-Albums „The Midnight Organ Fight“ (welcher, genau genommen, allerdings bereits im April 2008 war), mit welchem der schottischen Indierock-Band damals der Durchbruch hin zu einem größeren Publikum gelang. Und obwohl diese Veröffentlichung wohl unweigerlich unter dem Schatten des Todes von Frontmann Scott Hutchison im vergangenen Mai steht, ist das Cover-Werk keineswegs ein Tribute an ihn selbst, schließlich war Hutchison bis zu seinem Tod noch fest in die Entstehung und Organisation involviert und bat viele der Bands und Künstler, welche mal freundschaftlich, mal durch gemeinsame Tourneen mit den Angsthasen aus Glasgow verbunden sind und sich nun in der illustren Tracklist wiederfinden, noch selbst um einen Beitrag.

177082Neben The Twilight Sad, Manchester Orchestra, Julien Baker, Biffy Clyro, Josh Ritter, Craig Finn (The Hold Steady), Benjamin Gibbard (Death Cab For Cutie), Aaron Dessner (The National) oder Wintersleep haben sich auch Daughter die Zeit genommen, ein Stück von „The Midnight Organ Fight“ neu zu interpretieren. Und wie beim Großteil der anderen Coverbeiträge, denen man deutlich anmerkt, dass sich die jeweiligen Künstler viele Gedanken gemacht haben, um „ihren“ Song würdig einzuspielen (und diesem oft noch völlig neue Facetten hinzufügen), ist auch Daughters Version von „Poke“ großartig geraten. Mehr noch: Das Stück scheint dem britischen Trio um Frontfrau Elena Tonra wie auch den Leib geschneidert und könnte sich mit dem ohnehin herzzerreißenden Text und all den Instrumentalschichten, welche Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella behutsam zusammenschustern, auch nahtlos in den eigenen Songkatalog einfügen. Scott wäre stolz gewesen… 💔

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Melodicka Bros – „Chop Suey!“


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Man mag’s auf die definitiv sommerliche Affenhitze draußen schieben, aber diese recht einfache, jedoch durchaus ungewöhnliche Coverversion des System Of A Down-Klassikers „Chop Suey!“ hat was.

Die Melodica Bros, die laut Facebook „weird covers for weird people“ produzieren, schnappen sich den gerade einmal knappe, schlappe 18 Jahre jungen Song von „Toxicity„, dem wohl besten Album der kalifornischen Alternative-Metal-Band um Serj Tankian, Daron Malakian und Co., und basteln ein humoriges „Way Too Happy Acoustic Cover“, welches mit Natur-Setting und Spökes näher beim poppig-fröhlichen Chill-Out-Modus eines Jason Mraz wegdöst als dass es zum durchgeschwitzten Aggro-Pogo ansetzen würde…

 

 

„Wake up (wake up)
Grab a brush and put a little makeup
Hide the scars to fade away the shake up
(Hide the scars to fade away the shake )
Why’d you leave the keys up on the table?
Here you go create another fable

(You wanted to)
Grab a brush and put on a little makeup
(You wanted to)
Hide the scars to fade away the shake up
(You wanted to)
Why’d you leave the keys up on the table?
(You wanted to)

I don’t think you trust, in, my,
Self-righteous suicide,
I, cry, when angels deserve to die

Wake up (wake up)
Grab a brush and put a little makeup
Hide the scars to fade away the shake up
Why’d you leave the keys up on the table?
Here you go create another fable

(You wanted to)
Grab a brush and put on a little makeup
(You wanted to)
Hide the scars to fade away the shake up
(You wanted to)
Why’d you leave the keys up on the table?
(You wanted to)

I don’t think you trust in my
Self-righteous suicide,
I cry, when angels deserve to die
In my self-righteous suicide,
I cry, when angels deserve to die

Father (brother)
Father (mother)
Father (fucker)
Father (aaah!)
Father into your hands, I commend my spirit
Father into your hands, why have you forsaken me?
In your eyes, forsaken me
In your thoughts, forsaken me
In your heart, forsaken me

Oh, trust in my, self-righteous suicide
I cry when angels deserve to die
In my self-righteous suicide
I cry when angels deserve to die“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lennon Stella – „Kids“


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Kinners, wie die Zeit vergeht – über eine Dekade hat „Kids„, wohl der Song der verlässlich stets leicht neben der Spur musizierenden US-Indie-Synth-Popper MGMT, die zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Album „Little Dark Age“ ein musikalisches Lebenszeichen absetzten, nun auch schon wieder auf dem Buckel.

Als der Überraschungshit vom ersten MGMT-Album „Oracular Spectacular“ 2008 als Single erschien, war Lennon Ray Louise Stella selbst gerade einmal zarte zehn Jahre alt. Mittlerweile ist die gebürtige Kanadierin, der die Musik als älteste Tochter des Country-Music-Duos MaryLynne und Brad Stella (aka. The Stellas) mit großer Wahrscheinlichkeit derart in die Wiege gelegt wurde, dass sie bereits in jungen Jahren gar nicht anders konnte, als gemeinsam mit Schwester Maisy als „Lennon & Maisy“ ebenfalls auf sich aufmerksam zu machen, selbst drauf und dran, die Pop-Charts zu stürmen. Nachdem die beiden zuerst an der Seite der Eltern und auf kleineren Festival-Bühnen rund ums heimische Ontario auftraten, ergatterten sie (ebenfalls als Schwesternpaar) Rollen in der US-Musik-Drama-Serie „Nashville“ – und spielten dort künftig an der Seite von Connie Britton, Hayden Panettiere oder Eric Close. Der Country-Nachwuchs in einer erfolgreichen Country-Serie – Mama und Papa waren wohl stolz wie Bolle auf den Lennon und Maisy…

Und zumindest über Lennon Stella lässt sich mutmaßen, dass sich die mittlerweile 20-Jährige nicht als Country-Music-Jungstar festnageln lassen möchte, denn die Songs, welche die Newcomerin mit der klaren, angenehm angerauten Stimme mittlerweile als Singles ins weltweite Netz gestellt hat (etwa „BITCH“ oder „La Di Da„), sind lupenreine Radio-Pop-Stücke mit Beats und einem feinen Gespür für die richtige Melodie und den optimalen Hook. Und dass Lennon Stella nicht nur um sich herum die Ohren spitzt, sondern auch ab und an einen Ohr zurück in der Pop-Historie riskiert, beweist die gutaussehende „Nashville“-Darstellerin und Pop-Novizin mit ihrer feinen, reduzierten Piano-Coverversion von MGMTs „Kids“. Und der mag zwar schon zehn Lenze jung sein – aber: toller Song bleibt toller Song.

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Wir sind Helden – „Wenn dein Herz zu schlagen aufhört“


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Verflucht noch eins eingängigen US-Poppunk ins Deutsche überführen? Keine gute Idee? Denkste! Zumindest haben die ohnehin selten miesen Wir sind Helden anno 2007 ein feines Gegenbeispiel geliefert…

268x0wIm Rahmen der „iTunes Foreign Exchange #1„-Single (welche später leider lediglich einen Nachfolger fand) nahmen sich Judith Holofernes, Mark Tavassol, Jean-Michel Tourette und Pola Roy den nur ein Jahr zuvor veröffentlichten schmissigen Drei-Minuten Poppunk-Kracher „When Your Heart Stops Beating“ von +44 vor, zogen der Nummer ein wenig den Punk-Zahn – und fabrizierten mit „Wenn dein Herz zu schlagen aufhört“ ein Stück, das mit all seinen typischen Trademarks ebensogut auf einem der bis heute vier Wir sind Helden-Alben erschienen sein könnte.

Im Gegenzug übernahmen +44, im Übrigen mit nur einem Album ein recht kurzlebiges Band-Projekt, dem mit Mark Hoppus und Travis Barker zwei Drittel von Blink-182 angehörten, darauf den Helden-Klassiker „Guten Tag“ – und zogen, wie sollte es anders sein, dem Song ihrerseits ein wenig die bunt besprayte, gammelige Punkrock-Kutte über. So lässt man sich ’nen Austausch gern gefallen…

 

 

„Mach lauter, ich will noch nicht gehen
Ich will dabei sein, wenn du K.O. gehst
Der Beat hält dich fest, ich will seh’n
Wie er dich fallen lässt und du nicht mehr aufstehst

Und ich kann an nichts anderes denken
Soll’n die Leute um uns ‚rum
Sich die Hälse verrenken
Egal, wie hoch der Preis ist
Man soll brennen, solange man heiß ist
Und du brennst lichterloh

Wenn dein Herz zu schlagen aufhört
Werd‘ ich ganz dicht neben dir sein
Wenn kein Stern die dunkle Nacht stört
Mach Licht und
Wir geh’n beide hinein

Wenn dein Herz zu schlagen aufhört
Werde ich ganz dicht neben dir sein
Wenn kein Stern die dunkle Nacht stört
Mach Licht und
Wir geh’n beide hinein

Du sagst die Wahrheit ohne vorher zu fragen
Du sagst die Wahrheit und du drückst mich gegen die Wand
Ein kleines bisschen hilft den Schmerz zu ertragen
Ein bisschen mehr und du weißt ich verlier‘ den Verstand

Wenn dein Herz zu schlagen aufhört
Werd‘ ich ganz dicht neben dir sein
Wenn kein Stern die dunkle Nacht stört
Mach Licht und
Wir geh’n beide hinein…“

 

Rock and Roll.

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