Schlagwort-Archive: Country

„Angel From Montgomery“ – US-Country-Legende John Prine ist tot.


John_Prine_885

John Prine, Sänger von Hits wie „Angel From Montgomery“, „Sam Stone“ oder dem Anti-Vietnamkrieg-Song „Your Flag Decal Won’t Get You Into Heaven Anymore„, ist tot. Der US-amerikanische Country-Star verlor im Alter von 73 Jahren den Kampf gegen eine Coronavirus-Infektion. Seine Angehörigen teilten der Öffentlichkeit mit, dass er am gestrigen 7. April 2020 in einem Krankenhaus in Nashville, Tennessee, starb.

Am 20. März wurde bekannt, dass seine Ehefrau und Managerin, Fiona Whelan Prine, positiv auf das Virus getestet wurde und sich beide in Selbstisolation befinden würden. John Prines Test soll zu dem Zeitpunkt noch „unklar“ ausgefallen sein. Doch schon kurz darauf musste der Singer/Songwriter ins Krankenhaus verlegt und intubiert werden. Am 29. März gab die Familie die Information heraus, er würde sich in einem „kritischen Zustand“ befinden. Zum 3. April eine weitere schlechte Nachricht: Prine habe in beiden Lungen eine Lungenentzündung. Jetzt ist der Weltstar gestorben.

Noch im Februar verlieh man John Prine einen Grammy für sein Lebenswerk. Im Laufe seiner Karriere erhielt er zwei weitere für die besten zeitgenössischen Folk-Alben: 1991 für „The Missing Years“ sowie 2005 für „Fair & Square„. 2015 wurde Prine zudem in die „Grammy Hall of Fame“ aufgenommen.

Der Künstler wurde am 10. Oktober 1946 in Maywood, Illinois geboren. Country-Urgestein Kris Kristofferson entdeckte John Prine, der seine ersten musikalischen Gehversuche als Folk-Sänger in Chicago machte und bald zu einem Teil der Folk-Revival-Szene in der Gegend avancierte. 1971 erschien dann sein selbstbetiteltes Debüt-Album – darauf sind auch die Hits „Angel From Montgomery“ und „Sam Stone“, welcher die Geschichte eines drogenabhängigen Vietnamveteranen erzählt, zu finden. Insgesamt veröffentlichte er in seiner Karriere 17 Studioalben. Das letzte, „The Tree Of Forgiveness„, kam 2018 heraus. Auf diesem stellte sich Prine auch vor, was er eines Tages im Paradies tun würde: „Ich würde einen Cocktail trinken – Wodka und Ginger Ale – und eine 15 Kilometer lange Zigarette rauchen…“

Im Jahr 1998 wurde bei Prine ein Plattenepithelkarzinom auf der rechten Seite seines Halses diagnostiziert. Nach einer größeren Operation und einem Jahr mit Reha und Sprachtherapie konnte er jedoch glücklicherweise wieder auftreten. 2013 schließlich stellte man Lungenkrebs bei ihm fest. Und einmal mehr zeigte Prine trotz dieser Diagnose seine Kämpfer-Qualitäten: Schon sechs Monate nach einer OP konnte der Country-Star wieder auf Tour gehen.

Alle Gesesungswünsche von Freunden und Kollegen wie etwa Joan Baez haben leider wenig genützt. Schade, dass das Coronavirus – nach der US-Jazzikone Ellis Marsalis, US-Country-Star Joe Diffie oder Afro-Jazz-Legende Manu Dibango – mit John Prine ein weiteres prominentes Opfer gefordert hat…

Nur logisch, dass auch etliche Musiker-Kollegen um Prine trauern, dessen Texte oft poetische Qualitäten und einen grundmelancholischen Charakter hatten, während wiederum andere keinen Hehl um ihre politischen Positionen machten. So bezeichnete niemand Geringeres als Folk- und Rock-Superstar Bob Dylan ihn einmal als einen seiner liebsten Songwriter. Auch der ehemalige Pink-Floyd-Vorsteher Roger Waters rühmte Prine für seine „außerordentlich wortgewandte Musik“.

Bruce Springsteen, dessen Karriere etwa zur selben Zeit wie die von John Prine begann, trauert um seinen alten Weggefährten und schreibt auf Twitter: „Hier in der E Street sind wir vom Verlust von John Prine erschüttert. John und ich waren Anfang der 70er Jahre zusammen die ‚New Dylans‘ und er war nie etwas anderes als der liebste Kerl der Welt. Ein wahrer nationaler Schatz und ein Songwriter für die Ewigkeit. Wir senden unsere Liebe und Gebete an seine Familie.”

Und US-Poprockerin Sheryl Crow schreibt: „Mein Herz tut weh. Nun singt er mit den Engeln“.

Mach’s gut, John Prine.

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: My Sister, My Brother – „Nothing Without You“


My-Sister-My-Brother-2020-cr-Joshua-Black-Wilkins-billboard-1548-compressed

Foto: Joshua Black Wilkins

Newcomer im klassischen Sinne sind My Sister, My Brother keineswegs, schließlich hat etwa Sean McConnell über die letzten zwei, drei Dekaden verteilte Songwriter-Credits für namenhafte Auftraggeber wie Christina Aguilera, Meat Loaf, Tim McGraw oder Martina McBride vorzuweisen, während Garrison Starr bereits mit Country-Größen wie Melissa Etheridge, Steve Earle oder Mary Chapin Carpenter auf der Bühne stand und ihre Musik in bekannten Serien wie „Grey’s Anatomy“, „Pretty Little Liars“ oder „Nashville“ platzieren konnte und Peter Groenwald schon mit John Mayer, O.A.R. oder The Civil Wars auf Tournee ging oder unlängst die Nashville-Indie-Folk-Band Hush Kids ins Leben rief. Nee, musikalische Newbies sind alle drei beileibe nicht.

Trotzdem fand das Trio erst vor knapp zwei Jahren im Rahmen eines Songwriter-Camps im heimischen Nashville, Tennessee zusammen. Das Ergebnis: der Song „Nothing Without You“, ein von Starrs und McConnells Harmoniegesang getragenes und Groenwalds Pianonoten flankiertes Alt.Country-Stück, nach dessen Fertigstellung sie unisono feststellten: „Wow, das ist etwas, das wir wieder machen sollten!“ 

9966863Das neu formierte Dreiergespann schrieb schließlich ein halbes Dutzend Songs bei vier oder fünf aufeinanderfolgenden Treffen in Nashville und nahm diese hauptsächlich in Groenwalds Heimstudio auf. „Wir alle haben produziert, aber [Groenwald] hat die meiste Arbeit geleistet“, berichtet Sean McConnell. Und der so Gelobte meint, dass ihre weitere Zusammenarbeit, welche My Sister, My Brother nun als selbstbetitelte EP veröffentlichen, in ungefähr so geschmiert lief wie bei „Nothing Without You“.

„Es war einer dieser Songs, die einfach aus uns heraus strömten“, erinnert sich auch McConnell. „Es war der erste Tag, an dem ich einen der beiden getroffen habe, und es ging sehr schnell. Auf der Fahrt dorthin hatte ich ein paar Ideen, die in einigen der Refrains mündeten, wir schrieben die Texte in jeweils ein oder zwei Stunden und waren dabei, sie sozusagen sofort aufzunehmen. Die Geschichte ist nicht allzu interessant, außer dass sie einfach vom Himmel fiel und wir das Glück hatten, dort zu sein, um sie gemeinsam aufzufangen.“

Sean McConnell, der unlängst auch mehrere Lieder für Little Big Towns neues Album „Nightfall“ schrieb, sagt, dass er, Starr und Groenwald beabsichtigen, My Sister, My Brother am Leben zu erhalten, wenn auch mit Rücksicht auf ihre anderen Projekte: „Es fühlt sich im Moment gut an. Es ist ziemlich stressfrei, macht viel Spaß und fühlt sich wirklich natürlich an. Wir werden sehen, was passiert, aber in naher Zukunft werden wir damit anfangen, dieses [EP] in die Welt hinauszutragen und hoffen, dass die Menschen es genießen.“

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Chip Taylor & The New Ukrainians – „F**k All The Perfect People“


chip-800x445

Chip Taylor. Nie gehört? Keine Sorge, ging mir genauso.

Vielleicht klingeln ein paar Glöckchen mehr, wenn man weiß, dass der Mann eigentlich James Wesley Voight heißt und damit der jüngere Bruder von Hollywood-Eminenz Jon Voight und der Onkel von Angelina Jolie ist. Da schau her! Und damit nicht genug, denn außerdem gehen sogar einige *hust* recht bekannte Songs auf sein Songwriter-Konto: etwa „Wild Thing„, das er in den Sechzigern innerhalb weniger Minuten komponierte und daraufhin der britischen Garage-Rock-Band The Troggs überließ, die das Stück wiederum 1966 zum immergrünen Millionenseller machten. Oder „Angel Of The Morning„, geschrieben für Merrilee & the Turnabouts, und später, 1981, sehr erfolgreich von US-Country-Popsängerin Juice Newton gecovert. Oder „Try (Just A Little Bit Harder)„, das anno 1969 eine gewisse Janis Joplin aufnahm. Oder…

Nach all diesen Quasi-Ghostwriter-Erfolgen für andere Künstler versuchte Chip Taylor, der eigentlich professioneller Golfspieler werden wollte, in den Siebzigern selbst sein Glück im Musikgeschäft, hängte Ende des Jahrzehnts diesen Traum (vorübergehend) wieder an den tönenden Nagel, und schlug wiederum einen neuen Karriereweg als professioneller Glücksspieler – beim Black Jack und bei Pferderennen – ein.

Long story short: Besonders viel Fortune schien er damit nicht gehabt zu haben, denn 1996 nahm Chip erneut die Gitarre zur Hand, und interpretierte auf seinem Comeback-Album „Hit Man“ einige seiner alten Songs – unter anderem „Wild Thing“, „Angel Of The Morning“ oder „Son Of A Rotten Gambler“, einst geschrieben für seinen Sohn Kristian und 1974 durch eine Version der Hollies erfolgreich geworden – neu. Seitdem blieb der mittlerweile 79-jährige Chip Taylor seiner alten Liebe, der Musik, treu, veröffentlicht beinahe im Jahrestakt neue Alben und tourt ebenso emsig durch die Weltgeschichte (und tritt gar ab und an mit dem älteren Bruder und den Enkelkindern auf).

getImage

81CgzmrGKML._SY355_Ich selbst bin durch den Song „Fuck All The Perfect People“ auf Chip Taylor gestoßen, welcher unlängst Teil des Soundtracks der Netflix-Serie „Sex Education“ war (ebenso übrigens wie eine feine Coverversion des Regina Spektor-Stückes „On The Radio“). Ebenjenes „Fuck All The Perfect People“ stammt von Chip Taylors 2012 veröffentlichten Album gleichen Titels, welches er gemeinsam mit deiner skandinavischen Tour-Band The New Ukrainians aufnahm. Darauf zu hören: 16 Songs, die mal spontan durchgeklampft, mal nach rauem Country, mal nach erdigem Roots Rock klingen. Songs über das Unterwegssein und das Leben im Schatten (von dem Chip Taylor ja schon allein seiner Verwandtschaft und seiner Songwriting-Credits wegen das ein oder andere Lied singen kann). Oft wirkt das Storytelling-Ergebnis düster, aber nie verzweifelt, manchmal mit bluesigem Unterton, dann wieder honkytonk-mäßig. Und wenn der ein oder andere Song dann noch mit einem so tollen, so sympathischen Musikvideo wie zu „Fuck All The Perfect People“, welches Menschen im alltäglich-urbanen Gewusel von New York City zeigt, daher kommen, dann gerät das eigene Leben für knapp fünf Minuten zur Nebensächlichkeit… Eine Entdeckung, der Mann – und lieber spät als nie!

 

 

„To be or not to be
To free or not to free
To crawl or not to crawl
Fuck all those perfect people!

To sleep or not to sleep
To creep or not to creep
And some can’t remember, what others recall
Fuck all those perfect people!

Sleepy eyes, waltzing through
No I’m not talking about you!

To stand or not to stand
To plan or not to plan
To store or not to store
Fuck all those perfect people!

To drink or not to drink
To think or not to think
Some choose to dismember, you’re rising your thoughts
And fuck all those perfect people!

Sleepy eyes, waltzing through
No, I… I’m talking about you!

To sing or not to sing
To swing or not to swing
(Hell) He fills up the silence like a choke on the wall
Fuck all those perfect people!

To pray or not to pray
To sway or not to sway
Jesus died for something – or nothing at all
Fuck all those perfect people!

Sleepy eyes, waltzing through
No, I… I’m talking about you!“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Lilly Hiatt – „Records“


LILLY HIATT

Lilly Hiatt? Na, da war doch was? Richtig! Ihr Vater ist kein Geringerer als John Hiatt, seines Zeichens in den Siebzigern ebenso wie heute noch eine recht umtriebige US-amerikanische Country- und Southern-Rock-Legende. Und als dessen Tochter wurde Lillian „Lilly“ Alice Hiatt die Musik gewissermaßen in die Wiege gelegt. Konsequenterweise begann Lilly, nachdem ihr ihr Senior eine Gitarre schenkte, bereits im zarten Teenager-Alter damit, eigene Songs zu schreiben. Ob die Große-Fußstapfen-Reputation des bekannten Vaters da eher Segen oder Fluch ist? Mag man sehen wie man möchte (und im Zweifel auch mal bei den Geschwistern Rufus und Martha Wainwright nachfragen, denen es mit dem renommierten Erzeuger Loudon Wainwright III wohl lange Zeit ganz ähnlich ging). So oder so hat die 35-jährige Singer/Songwriterin nicht nur eine bewegende Biografie (ihre Mutter Isabella Wood beging Selbstmord, als Lilly gerade einmal ein Jahr alt war, sodass sie auf der Farm ihres Vaters und seiner dritten Frau Nancy Stanley in Nashville, Tennessee aufwuchs), sondern auch eine durchaus respektable Diskografie vorzuweisen.

0607396639526Ihr aktuelles, drittes Album „Trinity Lane“ erschien 2017. Der Titel nimmt Bezug auf die Straßenanschrift ihrer Wohnung in East Nashville, in welcher ein Großteil der Kompositionen entstanden ist. Ebenjene Trinty Lane ist für Lilly Hiatt eine Art Sehnsuchtsort. Nach einer langen Periode, in der sie nicht nur mit ihrem Mitmusiker John Moreland auf Tour war, sondern auch eine schmerzvolle Trennung verarbeiten musste, erfuhr sie hier Ruhe und Besinnung – bitter nötig, um nach einem ohnehin recht unsteten Leben und nach fünf Jahren erfolgreicher Abstinenz nicht wieder dem „bösen Teufel Spiritus“ zu verfallen. All das sind schlussendlich Themen, die die studierte Psychologin persönlich nicht nur viel Kraft und Energie kosteten, sondern auch in die Stücke von „Trinity Lane“ einflossen und die nicht selten intensiven Texte beeinflussten. Und obwohl die Songs durchaus die ein oder andere Tradition des Soulful Country pflegen (immerhin wurde das Album gemeinsam mit Produzent Michael Trent in Nashville aufgenommen), kommt ein Gros des Nachfolgers zum 2015er Werk „Royal Blue“ mit Elementen, die weit über klassische Southern-Rock- und Singer/Songwriter-Strukturen hinaus weisen, deutlich rockiger ums Eck. Man höre etwa das Titelstück (das schon mit den Eröffnungszeilen “I get bored, so I wanna get drunk” harten Confessional-Tobak touchiert), „The Night David Bowie Died“ (welches nur am Rande eine Hommage an den Thin White Duke darstellt und dessen Tod im Januar 2016 mit Zeilen wie „I wanted to call you the night David Bowie died / But I just sat in my room and cried / I wanted to be perfect for you, everything you wanted me to / Believe me baby, I tried“ vielmehr biografisch unterfüttert) – oder eben das tolle Vinyl-Nerd-Tribut „Records“: „I’ll take lonely if it means free / It’s never how you thought it’d be / But that record waited up for me / That record waited up for me…“.

Obwohl man „Trinity Lane“ zu jeder seiner gut 45 Minuten die Stars’n’Stripes anzuhören glaubt, beweist Lilly Hiatt ein feines Näschen für tolle Mitwipp-Melodien, während die Songs mit ihren kleinen, ausreichend rauen Jam-Session-Momenten auch Ryan Adams zu dessen besten Alt.Country-Whiskeytown- oder The Cardinals-Zeiten in den inspirierten Sinn hätten kommen können. Gefällt auch ohne Redneck-Roots und die obligatorischen Accessoires wie Cowboy-Hut und -Stiefel im Kleiderschrank, versprochen!

 

 

„I’m thirty-two, I feel twenty-three
Got no husband next to me
I just wanna rock’n’roll
Scream out my lungs and burn real slow

I’ll take lonely if it means free
It’s never how you thought it’d be
But that record waited up for me
That record waited up for me

Six years ago, hope was nothin‘ much
Wakin‘ up to a stranger’s touch
I gave up vodka, I chilled out on weed
That record still hung on to me

I’ll take lonely if it means free
It’s never how you thought it’d be
But that record waited up for me
That record waited up for me

Lookin‘ out a window pane
Wonderin‘ why I still feel the same
I put the needle down – hey, Mr. Young
You know our work is never done

I saw that boy I loved so hard
He passed me in his beat-up car
Desire doesn’t know it’s wrong
So I came home and put the record on

I heard the backbeat, I sank into the groove
And suddenly I wasn’t worried about you
I turned it up so loud that it buzzed my ears
And that’s okay, ‚cause I’m the only one here

I’ll take lonely if it means free
It’s never how you thought it’d be
But that record waited up for me
That record waited up for me…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Noah Cyrus – „July“


no-capo-ukulele-of-july-by-noah-cyrus-with-lyrics-and-reviews

Miley Cyrus? Ja, schon klar: „Wrecking Ball“ und nackt auf der Abrissbirne und ein kleiner Twerk-Skandal damals, 2013, auf der VMA-Bühne und dieses Jahr wieder mal ein Ohrwurm mit „Nothing Breaks Like A Heart“ und kürzlich das Ehe-Aus mit Hollywood-Beau Liam Hemsworth. Wer Pop-Musik mag, ist wohl – ob man möchte oder nicht – bestens über den Karriereweg der einstigen, ach so niedlichen „Hannah Montana“-Disney-Darstellerin informiert. Und wenn schon ihr Vater Billy Ray Cyrus ein alter Hase im US-Country-Pop-Bizz ist (und wiederum eine nicht unbedeutende Aktie am diesjährigen Sommerhit „Old Town Road“ hatte), wieso sollte dann nicht auch der Rest des Cyrus-Clans sein Unwesen im Musikgeschäft treiben? Eben.

julyUnd genau hier kommt Noah Cyrus, der jüngste Spross aus der umtriebigen Künstlerfamilie, ins Spiel. Denn Mileys kleine Schwester, die die Verwandtschaft schon rein optisch kaum leugnen kann, hatte bis vor kurzem nicht nur – Fräulein muss ja auch auf ihre Instragram- und Street-Cred-Tauglichkeit achten – einen dieser so fies gesichttätowierten Cloud Rapper als Freund (Lil Xan, if anyone cares), die 19-jährige verfolgt seit einigen Jahren selbst eine der großen Schwester nicht unähnliche Solo-Karriere – könnte man zumindest meinen, wenn man ihre recht formidable Single „July“ hört. In ebenjenem Song singt sie über eine toxische Beziehung und die Angst vor Veränderungen: „Du erinnerst mich jeden Tag daran, dass ich nicht genug bin / Aber ich bleibe trotzdem“ heißt es in dem Chorus der Country-Pop-Ballade.

Das dazugehörige Musikvideo zu dem irgendwo zwischen Miley und Lana Del Rey einzuordnenden „summertime sadness“-Banger spielt denn auch stilecht im rural USA, in einer verlassenen Gegend, wo Noah Cyrus well dressed up vor einem Stapel voller Gepäck sitzt und lässig, mit einem Cowboyhut ins Gesicht gezogen, in die Ferne trällert. Auf Twitter schreibt die Sängerin zu ihrer Single: „Ich habe das über eine Zeit geschrieben, in der ich das Gefühl hatte, dass ich jemandem nichts bedeutete und mich nie gut genug für ihn fühlte.“ Und obwohl „July“ am Ende kaum mehr als zweieinhalb Minuten balladesker Herzschmerz-Teenie-Pop sein mag, ist die Nummer allerdings verdammt eingängig. Und singen kann der ganze Cyrus-Clan ja ohnehin…

 

Hier gibt’s erwähntes Musikvideo…

 

…sowie den Song noch einmal als Live-Session-Version:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Willie Nelson, reloaded


71263757_10217785944177563_1986555685889900544_n

(gefunden bei Facebook)

 

Selbes Bild, anderer (Kon)Text – aber Willie Nelson ’n‘ Kiffer-Witze gehen ja eh nie aus der Mode. Arschcoole Socke mit nun stolzen 86 Räucherjahren, da machste nix.

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: