Schlagwort-Archive: Country

Song des Tages: Johnny Cash – „Wichita Lineman“


1429889988220

Es gibt tausende von guten Gründen, sich an Johnny Cash zu erinnern.

Einer der besten – und wohl auch häufigsten – ist seine „American Recordings„-Reihe, zu welcher ihn Produzenten-Ikone Rick Rubin ermutigte. Die sechs zwischen 1994 und 2010 erschienenen Alben machten Cash nicht nur wieder salonfähig (denn der Ruf der einstigen Country-Ikone hatte vor allem in den Achtzigern und Neunzigern übel gelitten), er verlieh dem „Man in Black“ sogar die Aura des Alt.Country Elder Statesman, welcher er scheinbar mühelos zustande brachte, Songs wie „Hurt“ (Nine Inch Nails), „Rusty Cage“ (Soundgarden), „The Mercy Seat“ (Nick Cave & The Bad Seeds), „Personal Jesus“ (Depeche Mode) oder „Bridge Over Troubled Water“ (Simon & Garfunkel) eine neue, beinahe schon spirituelle Ebene zu verleihen (tatsächlich war all das jedoch für den damals auch bereits über 60-Jährigen schwere Arbeit, zu der er nur durch Rubins Überzeugungskunst gelange).

Ja, die „American Recordings“-Alben, die Cash bis zu seinem Tod im Jahr 2003 aufnahm, brachten ihn einem jüngeren Publikum nahe. Und das hörte wohl zum ersten Mal auch Songs wie „Wichita Lineman“, 1968 von Jimmy Webb geschrieben und kurz darauf von einem gewissen Glen Campbell aufgenommen, welcher sich über die Jahre selbst zu einer der Galionsfiguren des traditionellen US-Country entwickeln sollte. Und obwohl das Stück im Laufe der Jahrzehnte von so unterschiedlichen Künstlern wie Tom Jones, José Feliciano, Ray Charles, The Troggs, Engelbert Humperdinck, Kool & The Gang, James Taylor, R.E.M., Gomez oder jüngst Villagers (auf dem 2016 erschienenen Album „Where Have You Been All My Life“ im simplen Piano-Arrangement zu hören) gecovert wurde, klang es wohl nur aus Johnny Cashs Mund so echt, so tief, so vertraut, so wehmütig und so nah…

(Verfasst auch im Gedenken an Glen Campbell, welcher am gestrigen 8. August im Alter von 81 Jahren seiner Alzheimer-Erkrankung erlag.)

 

 

„I am a lineman for the county
And I drive the main road
Searchin‘ in the sun for another overload
I hear you singin‘ in the wire
I can hear you through the whine
And the Wichita lineman is still on the line

I know I need a small vacation
But it don’t look like rain
And if it snows that stretch down south won’t ever stand the strain
And I need you more than want you
And I want you for all time
And the Wichita lineman is still on the line

And I need you more than want you
And I want you for all time
And the Wichita lineman is still on the line…“

 

Rock and Roll.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Jason Isbell & The 400 Unit – „If We Were Vampires“


jason-isbell-400-unit

Jason Isbell, singer/songwritender Southern-Rock-Experte vom Dienst, hat den neuen Song „If We Were Vampires“ veröffentlicht. Dieser ist eine wehmütig-melancholische Akustik-Ballade mit Gitarrenbegleitung, bei dem Isbell mit der Sängerin Amanda Shires über die Vergänglichkeit menschlicher Beziehungen singt, die spätestens mit dem Tod enden: „Maybe we’ll get 40 years together / But one day I’ll be gone / Or one day you’ll be gone.“

Das Stück gehört zum kommenden, sechsten Album „The Nashville Sound„, das der ehemalige Drive-By Truckers-Gitarrist, der seit 2011 auch im Country-Rock-Mekka, das der neuen Platte ihren Namen gab, beheimatet ist, mit seiner jetzigen (Begleit)Band The 400 Unit am 16. Juni via Southeastern veröffentlicht. Bisher waren bereits die Songs „Hope The High Road“ und „Cumberland Gap“ erschienen.

 

 

„It’s not the long flowing dress that you’re in
Or the light coming off of your skin
The fragile heart you protected for so long
Or the mercy in your sense of right and wrong

It’s not your hands, searching slow in the dark
Or your nails leaving love’s watermark
It’s not the way you talk me off the roof
Your questions like directions to the truth

It’s knowing that this can’t go on forever
Likely one of us will have to spend some days alone
Maybe we’ll get forty years together
But one day I’ll be gone or one day you’ll be gone

If we were vampires and death was a joke
We’d go out on the sidewalk and smoke
And laugh at all the lovers and their plans
I wouldn’t feel the need to hold your hand

Maybe time running out is a gift
I’ll work hard ‚til the end of my shift
And give you every second I can find
And hope it isn’t me who’s left behind

It’s knowing that this can’t go on forever
Likely one of us will have to spend some days alone
Maybe we’ll get forty years together
But one day I’ll be gone or one day you’ll be gone

It’s knowing that this can’t go on forever
Likely one of us will have to spend some days alone
Maybe we’ll get forty years together
But one day I’ll be gone or one day you’ll be gone“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Besuch vom Mann in Schwarz…


14572821_10211044601100417_4819716850337500630_n

(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Oh Lord, not another Fuckboy…


fuckboy

[Frauenversteher-Modus an] Mädels, ihr kennt das ja: Da lernt ihr abends in einer Bar den vermeintlichen Traumprinzen kennen, der sich dann – gerade bei Tageslicht und ohne Cocktailnebel im Oberstübchen – ruckzuck, mir nichts, dir nichts als rund um die Uhr Spielekonsole zockende, Fastfood in sich hineinstopfende Couch-Potato herausstellt. Oder, kaum weniger schlimm: nach dem ersten Schäferstündchen gar nicht mehr meldet… Männer halt. [Frauenversteher-Modus aus]

Klar ist dieses Thema bereits Stoff für tausende von mal mehr, mal weniger guten RomComs (also: Romantic Comedies) gewesen. Oder eben Inhalt von populären Country-Songs. Nimmt man beides – plus Banjo-und-Co-Instrumentierung – zusammen, könnte das Ergebnis wohl US-amerikanischer kaum sein, oder? Bühne frei für die beiden aus Chicago stammenden Schauspielerinnen und Comedians Maddie Byrne und Lexi Alioto, welche auf iO Comedy Network all den „Fuckboys“ (also dem männlichen Pendant zur „Schlampe“; also jemand, dessen einziges Ziel der fixe Coitus ist) da draußen einen bissigen Song widmen, welcher fast so laut „USA! USA!“ schreit wie Homer J. Simpson oder der 4. Juli…

 

(via whohaha.com)

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Brandon Flowers, Father John Misty & Local Natives – Johnny Cash-Tribute auf  „La Blogothèque“

brandon-flowers-johnny-cash-blogotheque

Zur Feier der Erscheinens des „neuen“ Johnny Cash-Albums „Out Among The Stars„, welches Fertigstellungen von zwölf Songs beinhaltet, die die Country-Legende Anfang der Achtziger gemeinsam mit Produzent Billy Sherrill in Nashville, Tennessee und Los Angeles, Kalifornien aufnahm (ANEWFRIEND berichtete bereits), hat die französischsprachige Musikseite La Blogothèque die LA-Indierocker Local Natives, Ex-Fleet Foxes-Schlagzeuger Father John Misty (aka. Josh Tillman) und Killers-Frontbirne Brandon Flowers zur gemeinsamen Tribute-Jam-Session in die staubige Wüste geladen. Herausgekommen ist ein gut 15-minütiger Kurzfilm, in dem die Künstler Stücke aus dem „neuen“ Cash-Album zum Besten geben und sich so auf ihre Weise vor der Musikikone geneigen…

 

 

 

Jimi Goodwin – Oh! Whiskey

Jimi Goodwin

Keine Frage: Nach dem Erscheinen ihres letzten Albums „Kingdom Of Rust“ im Jahr 2009 und der – beinahe obligatorischen – Best Of-Sammlung „The Places Between: The Best Of“  ist es ein klein wenig still um die drei Britrocker der Doves geworden. Dass zumindest Frontmann Jimi Goodwin recht fleißig im heimischen Studio gewerkelt hat, belegt sein Solodebüt „Odludek„, das nach langer Ankündigung nun endlich erscheint. Und obwohl der Musiker für seinen Erstling das polnische Wort für „Einsiedler“ als Titel wählte, war er beim ersten offiziellen Alleingang wohl kaum so oft einsam im Studio, immerhin schaute sein Kumpel und „fellow Mancunian“ Guy Garvey – seines Zeichens auch Herz und Stimme von Elbow – ab und an vorbei, um beim ein oder anderen Song von „Odludek“ mitzuwirken. Freilich stehen einige der zehn neuen Stücke nicht so fern vom Bandsound der Doves weg (was freilich auch an Goodwins markantem Gesangsorgan liegt), andererseits hätte Jimi Goodwin elektronische Sperenzchen, Gameshow-Jingles („Man v Dingo“) oder gar Manchester Rave-Anleihen (wie im Song „Live Like A River“), mit denen die Spannbreite des Singer/Songwriter-Indierocks deutlich verbreitert wird, wohl schlecht ins Dove’sche Bandkonstrukt integrieren können. Interessant ist’s allemal – auch, da Jimi Goodwin seine Buddies von Elbow – als Konzert-Eröffnungsact – auf deren Tour zum neuen Album „The Take Off And Landing Of Everything“ begleiten wird…

 

 

 

Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen

M. Wiebusch

Ich werde nicht müde zu betonen, dass Marcus Wiebusch seit etlichen Jahren einer der größten und – oft genug und stets gewollt – unbequemsten Lyriker der deutschen Musiklandschaft ist. Ob nun mit den 1999 ad acta gelegten Politpunks von …But Alive, mit seiner Stammband Kettcar oder – aktuell – auf Solo-Pfaden – Wiebusch legt die salzigen Finger in persönliche wie gesellschaftliche Wunden und findet Worte für Gefühle, die jeder kennt und den aufmerksamen Hörer trotz aller Allgemeingültigkeit stets ins Mark treffen.

Nach dem großen „Nur einmal rächen„, welches im vergangenen Jahr Teil der Drei-Song-Solo-EP „Hinfort ! Feindliche Macht“ war, lässt der Hamburger Labelgründer nun mit „Der Tag wird kommen“ einen weiteren Song seines in knapp drei Wochen – endlich! – erscheinenden Soloalbums „Konfetti“ hören. Darin nimmt sich Wiebusch erneut einem Thema an, das aufgrund seiner Aktualität und Brisanz – nicht zuletzt seit dem unlängst erfolgten Outing des Ex-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger – die Gesellschaft spaltet: Homosexualität und Homophobie im Profifussball. Dass der erklärte Freizeit-Kicker und Fan der Millerntor-„Chaoten“ des FC St. Pauli dabei nicht eben auf einen populistischen Zug aufspringt, sondern dem Song durch die Freundschaft zu einem homosexuellen Fussballprofi, der, um seine Profi-Karriere nicht zu gefährden, seine Sexualität verleugnen muss, autobiografische Züge zurechnet, wird im Text klar: „Es war uns vollkommen egal, ob er straight oder schwul war / Wir spielten zusammen seit der F-Jugend Fußball“. Im Refrain – und überhaupt dem ganzen siebenminütigen Stück, das von basslastigen Beats bis zu einem Piano-Zwischenteil Einiges parat hält – fiebert Wiebusch kämpferisch sprechsingend dem Tag entgegen, an dem Homosexualität – auch und vor allem in den Machologen des Profifussballs – endlich als etwas völlig Normales gilt, gibt dann jedoch auch seinem alten Fußballfreund eine resignierte Stimme: „Du bist dann der Erste, der Homo, der Freak/ Es gibt dann keinen, der in dir nur den Fußballer sieht / Aber ja, es wird besser und der Tag ist in Sicht / Einer wird es schaffen, aber ich bin es nicht“

Ganz klar: zeitgeistiger als bei Marcus Wiebusch geht es 2014 kaum. Weitere Hörproben von „Konfetti“ deuten außerdem auf eine Abkehr vom rockigen Bandsound seiner Stammband und hin zu elektronischeren Gefilden. Mein Ohr hat der Mann auf jeden Fall.

 

 

 

Die Coverversionen der Woche…

london grammar

…stammen diesmal von London Grammar und Furns.

Ersteres Trio (Bild oben), bestehend aus Sängerin Hannah Reid, Gitarrist Dan Rothman und Keyboarder Dominic Major, gilt spätestens seit dem Erscheinen des Debütalbums „If You Wait“ im vergangenen November als eine der gelungensten Alternativen zu den minimalistischen Elektro-Atmosphäre-Indierockern von The xx. Nun haben sich London Grammar den Song „Devil Inside“, dessen 1988 erschienenes Original von der australischen Band INXS stammt, vorgenommen, um das Stück perfekt in ihren melancholischen Klangkosmos einzuweben. Freunde der Mittelalter-Spektakel-Serie „Game Of Thrones“ wird der Song übrigens bekannt vorkommen, immerhin war er kürzlich in einem Trailer zur kommenden Staffel zu hören…

 

Ganz ähnlich geht das dänische Duo Furns bei ihrer Coverversion des Kashmir-Songs „Ether“ zu Werke: Rocksound wird in minimale Sythesizer-Elektrobegleitung umgewandelt, über welche sich eine sphärische weibliche Stimme legt. Und so ist das Stück ihrer Landsleute von Kashmir, das 2005 als Teil des Albums „No Balance Palace“ erschien, am Ende kaum wiederzukennen…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Johnny Cash – She Used To Love Me A Lot

cash-11006

Johnny Cash – da haben die meisten sicherlich das gebrechliche Bild jenes Mannes in Erinnerung, der sich im Musikvideo zur großartigen Nine Inch Mails-Coverversion von „Hurt“ über die Tasten des vor ihm stehenden Pianos schaut und auf (s)ein langes Leben zurückblickt… Nicht umsonst gelten Cashs letzte Jahre, für die er sich mit Erfolgsproduzent Rick Rubin zusammentat, um mit der Aufnahmereihe der „American Recordings“ sein eigenes, in all den Jahren leicht country’esk angestaubtes Image aufzupolieren, als seine wohl besten und produktivsten.

Doch der „Man in Black“ war auch vor (und nach) seiner Zeit der Alternative Credibility äußerst umtriebig und veröffentlichte in seiner Karriere zwischen 1954 und 2003 nahezu 100 Alben auf diversen Labels. Dass bei dieser Masse freilich so einiges unters Mischpult rutscht, dürfte nicht verwundern. Dass nun, elf Jahre nach Cashs Tod im Alter von 71 Jahren, nach und nach all die „verschollenen Aufnahmen“ plötzlich (?) das Licht der Plattenläden entdecken, gehört wohl dazu. „Out Among The Stars„, das in Deutschland am 21. März, erscheint, enthält nun Songs, die Johnny Cash zwischen 1981 und 1984 (also in den Jahren seiner Popularitätsflaute) mit dem Country-Produzenten Billy Sherrill aufgenommen hatte. Weil sich sein damaliges Label Columbia Records jedoch weigerte, das Album zu veröffentlichen, verschwanden die Songs und tauchten erst kürzlich wieder auf, als sich Cashs Sohn John Carter Cash deren annahm und ein wenig auf Zeitgeist „polierte“.

Im Musikvideo zur Auskopplung „She Used To Love Me A Lot“ stellt der verantwortliche Film- und Musikvideoregisseur John Hillcoat in eleganten, schwarzweiß und matt farbig gehaltenen Bildern der romantischen Vorstellung des amerikanischen Traumes die Entfremdung und soziale Zwiespältigkeit der Realität entgegen: Ur-amerikanische Landschaftsaufnahmen reihen sich an Bilder von Naturzerstörung, Symbolen des Kapitalismus – auf zwei kämpfende Bisons in der Steppe folgt beispielsweise der Stier der New Yorker Wall Street – und vom Leben gezeichneten und geprüften Menschen mit traurigen Augen. „Der Text des Liedes klang für mich, als hätte er ihn an das heutige Amerika gerichtet“, erklärt Hillcoat seine Interpretation des Cash-Songs. „An die Nation, die ihn liebte, und gegen deren Spaltung er immer gekämpft hat. Diese Spaltung hat sich seit seinem Tod nur noch extrem verstärkt, deshalb wollten Amerika in diesem krassen Licht zeigen, als Hommage an den Grund, aus dem Cash immer schwarz getragen hat: weil es beschämenderweise immer mehr Entrechtete und Ausgeschlossene gibt.“

Gleichzeitig ist das Musikvideo laut Hillcoat auch ein Kommentar zu Cashs persönlichem Leben – nicht umsonst sind immer wieder Bilder des Musikers im Hintergrund auf Wänden zu sehen. „Wir wollten auch den Kampf und die Reise dieses großen Mannes zeigen, von der Liebe seines Lebens hin zu den verbrannten Ruinen seines berühmten Hauses am See, persönliche Fotos, die Höhle, wo er versuchte, sich das Leben zu nehmen und dann sein Leben umkrempelte, den Ort wo er zuletzt aufnahm und das letzte Foto von ihm vor seinem Tod.“ Letzteres bildet denn auch eindrucksvollen Schluss des Videos…

 

 

 

Editors – Sugar

editors_jpg_630x274_q85

Im krassen Gegensatz zu den weiten Landschaften des Cash-Clips stehen die Bilder des neuen Musikvideos zu „Sugar“, der aktuellen Singleauskopplung aus dem im vergangenen Juni veröffentlichten vierten Editors-Studioalbum „The Weight Of Your Love„. Darin finden sich Sänger Tom Smith & Co. inmitten grauen Betons und kühler Neonbeleuchtung wieder. Und während geradezu aggressive Basslinien und Textzeilen wie „You swallow me whole / With just a mumbled hello / And it breaks my heart to love you / It breaks my heart to love you“ mal wieder ordentlich Melancholie ins Hörerherz pumpen, verlieren Schwerkraftgesetze ihre Gültigkeit und kommen die Wände immer näher…

 

 

 

Yesterday Shop – Trees & Games

Yesterday-Shop

Ähnliches Setting inmitten verlassener Industriebauten und den nagenden Zähnen der Zeit, identisches Gespür für schwebende Indie-Schwermütigkeit: Das aus dem schwäbischen Reutlingen stammende und sich mittlerweile auf Hamburg und Berlin verteilende Quintett Yesterday Shop gewährt mit „Trees & Games“ einen ersten Vorgeschmack aufs kommende Album „Parodos“, welches ab dem 9. Mai in den Plattenläden stehen wird. Ob das ähnlich gut wird wie der Ende 2012 erschienene selbstbetitelte Erstling? ANEWFRIEND bleibt am Ball!

 

 

 

Warpaint – Love Is To Die (live at Conan O’Brien)

warpaint_conan-500x280

Indie? Melancholisch? Schwebend? Faszinierend? All diese Attribute treffen freilich auch auf den All-Female-Vierer von Warpaint und deren aktuelles Album zu. Dass die Band aus Los Angeles bei allem Touren rund um die Welt und all den Vorband-Aufritten für The National, Nick Cave & The Bad Seeds oder die Queens Of The Stone Age das heimische (TV-)Publikum nicht vergessen hat, bewiesen Emily Kokal, Theresa Wayman, Jenny Lee Lindberg und Stella Mozgawa kürzlich bei Late Night-Talker Conan O’Brien, bei dem sie eine tolle Live-Version der aktuellen Single „Love Is To Die“ zum Besten gaben…

 

 

 

Joan As Police Woman – Holy City

Joanie

Für den hartnäckigsten Ohrwurm in den ANEWFRIEND’schen Gehörgängen sorgte in der vergangenen Woche übrigens Joan „Joan As Police Woman“ Wasser mit „Holy City“, der aktuellen Single aus dem neuen Album „The Classic„. Dabei sei betont, dass sich der dazugehörige Rest von Platte Nummer fünf der 43jährigen Wahl-New Yorkerin ebenso lohnt, immerhin lässt sich laut.de in seiner knappen Review zu dem euphorischen Urteil hinreißen, das in den zehn neuen – und absolut zeitgemäß mit Elementen aus Soul, Blues, Swing und Sixties-Doo-Wop spielenden – Stücken „das echte Leben tobt“…

 

 

 

Die Coverversion(en) der Woche…

heart-shaped-box

…stammt von der jungen Musikerin Kawehi, die im Rahmen ihrer Kickstarter-Kampagne für das Musikprojekt Robot Heart Cover-Wünsche annahm. Einer dieser Unterstützer-Vorschläge war Nirvanas „Heart-Shaped Box“, das die Künstlerin mit Beatboxing intoniert und nach und nach – mittels Loop-Maschine – Gesangs- und Keyboard-Schleifen einfügt, bis am Ende eine komplett eigene Variante des Kurt Cobain-Angstkleinodes entsteht.

Auch gut ist Sarah Stones A Capella-Handclap-, Tischklopf- und Becherknall-Variante von „Royals“ (das Original von Neuseelands 17-jährigem Shooting Star Lorde dürfte wohl hinlänglich bekannt sein), während Meytal Cohens Drum-Cover des Tool-Evergreens „Forty Six & 2“ beweist, wie *hust* ansehnlich und leichtfüßig weibliches Schlagzeugspiel inmitten schöner Sonnenlandschaften daher kommen kann. Das Auge hört ja bekanntlich auf YouTube mit, oder?

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: