Schlagwort-Archive: City At Dark

Song des Tages: City At Dark – „One By One“


city-at-dark

Die Schwarz-Weiß-Motivik in der Kunst mag einerseits als Ursprung von Vielem gelten, andererseits fasziniert sie Menschen auf der ganzen Welt schon seit eh und je – und so auch heute noch. Sei es in modernen Filmen wie „Sin City“ und dem unlängst angelaufenen „The Lighthouse“, in der Fotografie mit Künstlern wie Henri Cartier-Bresson und Ansel Adams – oder eben in der Musik. Mit City At Dark scharrt nun eine weitere Band, der sich derartige Motiviken zueigen macht, mit den Hufen…

R-14431522-1574409995-4369Das in Berlin ansässige Duo, bestehend aus der Wiener Künstlerin Laura Landergott (Ja, Panik) und dem aus Tel Aviv stammende Gitarristen Yair Karelia (Mystical Communication Service), das sich, als sie 2017 ihre erste EP „Hunt Like Lions“ veröffentlichten, noch RÁN nannte, präsentiert mit seinem selbstbetitelten Debütalbum ein atmosphärisches und stellenweise experimentelles Werk, welches von Laszivität und düsterem Art-Pop durchzogen ist. Bewusst träumerische und entschleunigt arrangierte Beats verstärken die Ästhetik, die das Artwork mit sich bringt. Produziert wurde „City At Dark“ von Dirk Feistel, der unter anderem bereits mit Black Rebel Motorcycle Club zusammenarbeitete.

Die zehn Songs, die ihre Inspiration aus dem mysteriösen und abgründigen Nachtleben Berlins beziehen, eint eine einnehmende Tiefe, die nicht nur sehr artsy-fartsy künstlerisch daher kommt, sondern mit seinen Versatzstücken aus Psychedelic, Indie, Dark Wave und ein wenig Post Punk auch irgendwie einzigartig tönt. City At Dark sind ein weiteres Beispiel dafür, wie faszinierend und anziehend die nächtliche urbane Düsterkeit sein kann. Sinnlicher Pop-Noir mit konsequenter Schwarz-Weiß-Ästhetik, der aus treibenden Beats, pochenden Bässen und knarzenden Gitarren einen sogartigen Klangteppich bildet, auf dem sich der (im besten Sinne) einlullende Gesang von Laura Landergott ausbreitet – stellenweise lässt einen diese sinistre Melange an sinnverwandte Bands wie The Kills oder July Talk denken. Und wenn dann noch, wie im tollen „One By One“, eine sympathisch offenkundige Foo-Fighters-Hommage dazukommt, hört man gern etwas näher hin…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: