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„One Great Tribute!“ – Der Weakerthans-Tribute-Sampler im Stream


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Die Weakerthans mögen zwar seit etwa vier Jahren auf Eis liegen, nichtsdestotrotz erfreuen sich John K. Samson und seine Band-Buddies immer noch großer Beliebtheit – kaum verwunderlich für mich, verfalle ich Alben wie „Left and Leaving“ oder „Reconstruction Site“ doch bei jedem Mal, wenn sich diese von Zeit zu Zeit (und vor allem bei heimeliger Herbst-Atmosphäre) in meine Playlist schleichen, aufs Neue. Und auch Thees Uhlmann verewigte die Band aus dem kanadischen Winnipeg nicht ohne Grund zu Tomte-Zeiten in einem seiner schönsten Songs (für alle, die zu faul zur Google-Recherche sind: „Walter & Gail“ war’s)…

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Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der beliebten Indie-Rock-Band aus dem Ahorn-Staat ein ganzer Tribute-Sampler gewidmet wird. Spoiler: Dies ist nun mit „One Great Tribute! – a love letter to The Weakerthans“ passiert. Die Macher dahinter schrieben während der Entstehung Folgendes:

„Our Mandate is simple: We’re putting together a Tribute Album, have gotten the OK from the band […]. We aim to present proceeds both to CAMH (Centre for Addiction and Mental Health) & CMHA (Canadian Mental Health Association) and will be crowdfunding for the eventual production of the album.“

Das fertige Endergebnis, welches ganze 23 Cover-Beiträge von teils (noch) recht unbekannten Bands und Künstlern, aber auch namenhafteren Weakerthans-Fans wie etwa Frank Turner enthält (dieser nimmt sich den Song „Bigfoot“, im Original auf dem letzten, 2007 erschienenen Weakerthans-Studiowerk „Reunion Tour“ zu finden, vor), lässt sich nun in Gänze via Bandcamp streamen. Feine, kurzweilige Sache mit so einigen Neuinterpretation von Klassikern wie „One Great City!“, „Night Windows“ oder „Left & Leaving“, die dem ein oder anderen Song von John K. Samson und Co. sogar noch manch‘ neue Nuance entlocken.

 

 

Rock and Roll.

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„Tiny Changes“ – eine Dokumentation zum Frightened Rabbit-Tribute-Sampler


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Recht oft war und en letzten Wochen von „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“, dem feinen Tribute-Sampler zu Ehren des zehnten Geburtstages des zweiten Frightened Rabbit-Albums „The Midnight Organ Fight“ (welcher ja, genau genommen, allerdings bereits im April 2008 war), auf ANEWFRIEND die Schreibe.

Nun haben die verbliebenen Bandmitglieder der „Angsthasen“ (Frontmann Scott Hutchison verstarb im vergangenen Mai bekanntermaßen viel zu früh) eine 24-minütige Mini-Dokumentation zur Tribute-Compilation, auf der zahlreiche befreundete Künstler und Bands wie The Twilight Sad, Manchester Orchestra, Julien Baker, Biffy Clyro, Josh Ritter, Craig Finn (The Hold Steady), Benjamin Gibbard (Death Cab For Cutie), Aaron Dessner (The National), Daughter oder Wintersleep die Songs des Albums, mit welchem der schottischen Indierock-Band damals der Durchbruch hin zu einem größeren Publikum gelang, neu interpretieren, veröffentlicht. Diese zeichnet den Werdegang des Albums vom Konzept über die Songauswahl bis hin zu den Aufnahmen nach und lässt auch die teilnehmenden Künstler selbst zu Wort kommen.

Wer also weiter in die persönlichen wie kreativen Geschichten rund um „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“, deren Einnahmen an die von Scott Hutchisons Familie ins Leben gerufenen Organisation „Tiny Changes“ gehen, hinein horchen mag, der nehme sich das knappe halbe Stündchen Zeit…

 

 

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Rock and Roll.

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„Eine Million gegen Rechts!“ – Eine Aktion gegen den Rechtsruck und für eine Zukunft der Jugendzentren


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Heinz Ratz, nimmermüder Frontmann der Ska-meets-Punk-meets-Polka-meets-Walzer-meets-Rock-Band Strom & Wasser, hat bereits seit seiner Jugendzeit eine stark ausgeprägte Ader. Das lässt sich nicht nur aus seinen Texten heraus lesen, sondern auch aus dem Handeln des mittlerweile 50-jährigen „Punks by heart“.

Das neuste Bespiel: Die ambitionierte Aktion „Eine Million gegen Rechts!„, mit der sich der vielseitige Indie-Musiker – übrigens nebst anderen „Alt-Linken“ wie Konstantin Wecker – nicht nur gegen Verblödung, Angstschürer und den bundesdeutschen Rechtsruck, sondern auch für den Erhalt von soziokulturellen Zentren und Jugendhäusern stark macht.

Unterstützenswert? Absolut. Aber lassen wir Heinz Ratz am Besten selbst zu Wort kommen:

„Seit über 30 Jahren bin ich nun, wie Tausende andere Musiker und Bands auch, auf den Bühnen der Soziokulturellen Zentren und selbstverwalteten Jugendhäuser unterwegs. Orte der Weltoffenheit, basisdemokratisch, tolerant, jung und fernab vom Mainstream auch immer bereit, ein Zuhause für diejenigen zu sein, die es sonst schwer haben in der Gesellschaft. Diese Orte sind bedroht und brauchen unsere Unterstützung.

Wer meint, es sei utopisch, die Summe von 1 Million zusammenzukriegen – klar, kann natürlich sein! Warum wir es trotzdem versuchen?

» Die AfD hat in einer Spendenaktion 2,1 Millionen Euro in kürzester Zeit sammeln können.

» Ein Leopard-2 Panzer kostet etwa 3 Millionen Euro.

» 100 Meter Autobahn kostet im Schnitt 1 Million Euro.

» Mit einer Staffel „DSDS“ verdient Dieter Bohlen rund 1 Million Euro.

Das Problem: Von der sogenannten Identitären Bewegung werden mittlerweile Ferienfreizeiten angeboten, die garantiert ‚ausländerfrei, frei von Gender-Diskussionen und patriotisch‘ sind. Geleitet von ausgebildeten Sozialpädagoginnen und -Pädagogen. Studien belegen, dass viele Studenten mit rechter Gesinnung in Erziehungsberufe streben. Gleichzeitig entstehen überall neue rechte Jugendzentren. Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg lassen sich schon heute recht gut prognostizieren und man muss das Schlimmste befürchten. (In der sächsischen Schweiz z.B. hat die AfD laut Umfrage zur Zeit 40%, die NPD kommt mit 7% noch obendrauf.) Das bedeutet, diese Parteien werden höchstwahrscheinlich in alle kommunalen Kulturgremien rein kommen, Kultur- und Bildungsentscheidungen treffen und auf jeden Fall alles tun, die ohnehin angeschlagenen Soziokulturellen Zentren und selbstverwalteten Jugenhäuser zu schließen oder umzugestalten.

Das wird wiederum dazu führen:

» dass Alternative Kultur nicht mehr angeboten werden kann,

» dass weltoffene Künstler keine Auftrittmöglichkeiten finden,

» dass der kulturelle Underground verödet und

» dass Jugendliche, vor allem solche, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen, nur noch von rechten Einrichtungen ‚abgeholt‘ werden und dort auch ein entsprechendes weltanschauliches Zuhause finden. Ich denke, das ist eine Entwicklung, der wir mit allen unseren Möglichkeiten entgegentreten sollten.

Unser Plan: 100 Konzerte in 100 Städten.

» Neben der abendlichen Konzerteinnahmen bitten wir auch Unternehmen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Banken und die Stadt selbst um Unterstützung.

» Die Unterstützung kann anonym erfolgen. Gerne veröffentlichen wir aber auch, wer uns hilft.

» Die gesammelten Gelder sollen den Jugendzentren und Kultureinrichtungen zugute kommen, damit die evtl. ihre Häuser kaufen können, Sicherheiten gegen Kündigungen haben oder mit den Geldern entsprechende Anwaltskosten, Werbung für Überlebensaktionen, wichtige Kulturprogramme, notwendige Sanierungen usw. tragen können.

Die Aktion: Eine Million gegen Rechts.

Bis 31. Dezember 2019 soll sich die Aktion hinziehen. Ich denke, das muss vorbereitend geschehen und nicht erst nach der Wahl, denn dann bleibt keine Zeit mehr. Unser Ziel: Eine Million Euro für gefährdete selbstverwaltete Jugenzentren oder soziokulturelle Einrichtungen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen zu erwirtschaften, um damit ihr Überleben zu sichern.

In der Hoffnung auf eure Unterstützung, grüße ich euch, Euer Heinz“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages #2: Neck Deep – „Torn“


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Spätestens seit den Suiziden von Soundgarden-Frontmann Chris Cornell oder Linkin Park-Sänger Chester Bennington im vergangenen Jahr beschäftigt das Thema psychische Gesundheit intensiv auch die Musikwelt…

Das in Los Angeles beheimatete Label Hopeless Records leistet nun seinen Beitrag zur Aufklärung: Mit der am 9. November erscheinenden Compilation „Songs That Saved My Life“ wollen das Label und die beteiligten Künstler Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und verschiedene Hilfsorganisationen unterstützen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Platte gehen an die Hilfsorganisationen Crisis Text Line, Hope For The Day, The Trevor Project und To Write Love On Her Arms, die sich allesamt für psychische Gesundheit und Suizidprävention einsetzen.

stsml_bands_sq_neck+deep-FPassend dazu haben die beteiligten Musiker Songs für Coverversionen ausgewählt, die ihnen durch schwere Zeiten geholfen haben. So interpretieren Against Me! „People Who Died“ von der Jim Carroll Band neu, Taking Back Sunday nehmen sich den Smashing Pumpkins-Klassiker „Bullet With Butterfly Wings“ vor, und Dance Gavin Dance covern die Third Eye Blind-College-Film-Hymne „Semi Charmed Life“.

Auch sonst finden sich mit Stücken von Death Cab For Cutie, R.E.M., The Postal Service oder – passenderweise – Linkin Park zahlreiche Songs aus dem (mal mehr, mal minder) Indie- und Alternative-Rock-Kosmos auf der Compilation. Ebenjene kann man bereits auf der Webseite zum Album vorbestellen.

Als Vorgeschmack gibt es – Vorsicht, ohrwurmiger Karaoke-Klassiker! – Neck Deeps recht original interpretierte Version des von Natalie Imbruglia populär gemachten Ednaswap-Songs „Torn“ zu hören – und um’s rund zu machen, hat die britische Pop-Punk-Band dafür sogar das Video des 1997er Hits nachgestellt…

 

 

Hier die vollständige Tracklist der Compilation:

01. Neck Deep – „Torn“ (Natalie Imbruglia/Ednaswap)
02. Movements – „Losing My Religion“ (R.E.M.)
03. Stand Atlantic – „Your Graduation“ (Modern Baseball)
04. Dance Gavin Dance – „Semi Charmed Life“ (Third Eye Blind)
05. Against Me! – „People Who Died“ (The Jim Carroll Band)
06. Taking Back Sunday – „Bullet With Butterfly Wings“ (The Smashing Pumpkins)
07. Dream State – „Crawling“ (Linkin Park)
08. As It Is – „Such Great Heights“ (The Postal Service)
09. Oceans Ate Alaska – „Shape Of My Heart“ (Sting)
10. Too Close To Touch – „Let It Be“ (The Beatles)
11. Dan Campbell & Ace Enders – „Broom People“ (The Mountain Goats)
12. The Maine – „Transatlanticism“ (Death Cab For Cutie)

 

Rock and Roll.

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„Maxdonna“ – Fotograf Vincent Flouret macht seinen Hund Max zu Madonna


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Der Pariser Mode-Fotograf Vincent Flouret hat es beruflich mit jeder Menge bekannten Künstlern, Stars und Celebrities zu tun. Ähnlich wie seine prominente Kundschaft, setzt der französische Profi-Knipser jedoch auch liebend gern seinen Hund Max in Szene. Im Rahmen seines Projektes „Maxdonna“ verwandelt er seinen vierbeinigen Freund in Madonna und stellt Szenen berühmter und bekannter Musikvideos oder Album-Cover aus der bereits vier Jahrzehnte langen Karriere der Pop-Queen nach.

Doch das Ganze dient nicht nur als reiner Popkultur-Spaß: So wurden Prints aus diesem erfolgreichen Austellungs-Projekt von Flouret außerdem zu Gunsten von Madonnas Charity-Stiftung Raising Malawi veräußert…

 

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(via Bored Panda)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Frightened Rabbit – „No Real Life“


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Foto: Alan MacGregor Ewing / The Sun Glasgow

Nachdem Frightened Rabbit im September vergangenen Jahres ihrem 2016 erschienenen letzten Album „Painting Of A Panic Attack“ mit „Recorded Songs“ noch eine EP mit drei neuen Stücken nachschoben (unter anderem, mit „How It Gets In„, ein tolles Duett zwischen Scott Hutchison und Julien Baker), legte das Indierock-Quintett aus dem schottischen Glasgow im Dezember 2017 noch ein letztes Mal nach und veröffentlichte mit „No Real Life“ einen Song, in dessen beigelegter Twitter-Nachricht die Band ihre Fans dazu aufrief, für die schottische Alzheimer-Stiftung zu spenden: „With your help, their aim is to make sure that nobody in this country faces dementia alone.“

Auch thematisch beschäftigt sich „No Real Life“ anhand von Textzeilen wie „There’s a hole at the back of the wardrobe / There’s another at the base of my brain“ mit der traumatischen Erfahrung, Stück für Stück all seine Erinnerungen zu verlieren, während der Song mit einer dezenten Akustikgitarre beginnt und sich langsam aber sicher – mit allerlei Band-Feedback und Streichern – majestätisch steigert. Ein gut vierminütiger Schwanengesang von und für Scott Hutchison und Frightened Rabbit, wie er kaum besser gewählt sein könnte: melancholisch, traurigen Herzens, kämpferisch, groß.

 

 

„There’s a hole at the back of the wardrobe
There’s another at the base of my brain
There’s a code word and does he answer it
I can make my swift escape

I see light in the crack of the door way
That extra-terrestrial glow
So cocoon my body, transport me
I don’t care to live in this world anymore

Soaking the midnight songs in the half light or real life
I just want to make believe
Given hope in the form of a Christmas light, no real life
I just want to make believe…“

 

Rock and Roll.

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