Schlagwort-Archive: Brody Dalle

Song des Tages: Starcrawler – „Chicken Woman“ (Live Session)


Header_1459697_16.9-1024x575

Mein erster Gedanke: Die gruselige dürre Horror-Uschi vom Dachboden des ersten „[REC]“-Streifens (und hiermit sei bitte explizit das spanische Original gemeint!) hat’s nach draußen geschafft und im sonnigen L.A. eine tieftönende Glamrock-Band gegründet…

coverIst natürlich Quatsch. Dennoch mag einen die groß gewachsene, mit „schlaksig“ noch mild umschriebene Statur von Frontdame Arrow De Wilde gut und gern das Fürchten lehren. Und die Musik, die die Tochter von Star- und Szene-Musikfotografin Autumn De Wilde (die in der Vergangenheit unter anderem Größen von Beck, Fiona Apple, die White Stripes, Wilco, die Raconteurs bis hin zu Elliott Smith vor die Linse bekam) mit ihrer Band Starcrawler auf dem selbstbetitelten, im vergangenen Jahr erschienenen Debütwerk durch die Lautsprecherboxen jagt? Klingt, „als hätten die Cramps mit Joan Jett im Schlepptau die B-52’s im Proberaum überfallen“ (meint etwa der „Musikexpress„). Oder wie ein zwischen somnambul und Sonnenstich pendelnder Mix aus Ozzy Osbourne, den Runways, Misfits, Yeah Yeah Yeahs und Patti Smith. Klar wäre das Quartett aus dem Los-Angeles-Viertel Echo Park, wo Arrow De Wilde ihre drei milchbübigen Mitstreiter einst auf dem Schulpausenhof rekrutierte, gern so manisch, bissig und gefährlich wie einst Iggy Pop und seine Stooges, oder meinetwegen – um auch ein weibliches Role Model ins Feld zu führen – wie Brody Dalle und ihre seligen Distillers. Dafür baden die zehn Glam’n’Punk’n’Roll-Songs des Debütalbums, welches übrigens von einem gewissen Ryan Adams mit reichlich fachmännischem Retro-Chic produziert wurde, jedoch zu genüsslich im Pop. Da können de Wilde und Band-Nesthäkchen-Gitarrist Henry Cash noch so sehr ihre Liebe zu Oralsex und der Stadt der Engel besingen, pausbäckigen Hass ausspeien, juvenile Tränen vergießen und verkünden: „I don’t wanna be anything but me. I don’t wanna be cause I will do what I want.“ Da kann man noch so viele prominente Fans und Fürsprecher von Dave Grohl (Foo Fighters) über Shirley Manson (Garbage) bis hin zu Elton John vorweisen und auf der Bühne manische an das „Der Exorzist“-Mädchen (oder eben „[REC]“) gemahnende Posen und Verrenkungen aufs Parkett legen. Es bleibt düster scheppernder Pop. Der jedoch? Unterhält.

 

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Auf dem Radar: Mobina Galore


mobinagalore

Fotos: Sven Hoppmann / Promo

Normalerweise erwartet man bei musikalischen Duos einen Sound, der im weitesten Sinne als bluesbasierter Rock durchgeht – The White Stripes, The Black Keys, Two Gallants oder Royal Blood mach(t)en es vor, und auch andere Zweiergespanne wie The Dresden Dolls, Japandroids, The Kills oder Blood Red Shoes haben bereits unter Beweis gestellt, dass man auch ohne die „klassische“ Kombo aus GitarreSchlagzeugBass ordentlich für (Bühnen)Radau sorgen kann. Dass mit zwei Instrumenten aber aber auch kratzig-druckvoller Punkrock a la The Distillers, L7 oder auch Against Me! und Propagandhi möglich ist, beweisen Mobina Galore aus dem kanadischen Winnipeg.

Winnipeg… Winnipeg… War da nicht mal was? Genau. Zumindest auf lyrischer Ebene ist die 660.000-Einwohner-Stadt unweit der US-Grenze seit dem Weakerthans-Song „One Great City!“ längst unsterblich. Dass der Verfasser dieser wenig schmeichelhaften Zeilen, John K. Samson, seines Zeichens bis 1996 Teil von Winnipegs Vorzeige-Punkern Propagandhi (nicht, dass es da allzu viele gäbe) und später Frontmann der Weakerthans, seine Heimatstadt für einen recht deprimierenden Ort halten dürfte, bleibt kein Geheimnis:

„Late afternoon, another day is nearly done
A darker grey is breaking through a lighter one
A thousand sharpened elbows in the underground
That hollow hurried sound of feet on polished floor
And in the dollar store the clerk is closing up
And counting loonies trying not to say
I hate Winnipeg“

Ganz ähnlich dürfte es auch Gitarristin/Sängerin Jenna Priestner und Schlagzeugerin Marcia Hanson gegangen sein, als sie sich vor sieben Jahren dazu entschlossen, fortan möglich lautstark gegen die kanadische Eintönigkeit anzuspielen. Mobina Galore waren geboren, die bald schon eine erste, mit massig Garagen-Spirit zusammengeschusterte EP (die „Skeletons EP„) sowie 2014 den Debüt-Langspieler „Cities Away“ aufs kopfschüttelhungrige Punkrock-Publikum losließen. Die Musik? Melodisch, wütend, meist schnell, kraftvoll, tritt ordentlich Ärsche. Die Texte? Erzählen vom Älterwerden („You’re Not 23 Anymore“, „2002“) und der tollen, blöden Liebe („Restless Nights“). Typische, mit Spuren von Emo durchzogene Adoleszenz-Lyrik eben, die zwar keine Preis für allzu hoch angesetzte Kreativität erhalten will, dafür aber ihre Topoi aus dem Leben greift. (Und mal ehrlich: besonders schlaue Texte hatten Größen wie die Rolling Stones oder Led Zeppelin ja auch nie.)

2017-04-26_mobina_galore_FB

„I didn’t think that it would cut so deep…“ (aus „Ready To Let Go“)

Genau diesen Weg greift das im Februar erschiene zweite Album „Feeling Disconnected“ nun auf – und denkt den Erstling musikalisch weiter. Entstanden sind dabei zehn Stücke, die, jedes für sich, eine in schwarzen Lack getauchte Kerze für die Schutzheilige Brody Dalle anzünden und sich erneut allesamt dem schnellen Punkrock zuschreiben lassen, jedoch auch klare Hardcore-Einflüsse offenlegen. Trotz einiger Rhythmuswechsel klingen hierbei alle Songs nach einer Menge Moshpit-Potential. Klar, einige Grundelemente wiederholen sich in nahezu jedem Lied auf „Feeling Disconnected“ – insbesondere die rotzige „Fuck off!“-Aggressivität in der Stimme von Sängerin Jenna Priestner und auch der Doppelgesang mit Marcia Hanson fallen hier auf. Durch diese Homogenität im Songwriting bleibt das Album – bis auf wenige Ausnahmen – wenig abwechslungsreich, geht aber auf Grund der sehr eingängigen Hooks und simplen Melodien schnell ins Ohr. Gefällt einem dieser Musikstil, der durchaus auch Parallelen zu Against Me! (mit denen Mobina Galore auch bereits auf Tournee waren), No Use For A Name, Lagwagon, Bad Religion oder den Petrol Girls aufweist, kann man an den neuen, trotzig in die Saiten geschreddert und mit mental geballter Faust ins Mikrofon gebrüllten Coming-of-Age-Hardcorepunkrüplern aus dem Hause Mobina Galore schnell Gefallen finden. Feine kurzweilige Punkrock-Songs, die für sich selbst sprechen.

 

Hörproben gefällig? Hier gibt’s die Musikvideos zu „Skeletons“ und „Bad Love Song“ (vom Erstling „Cities Away“)…

 

…sowie zu „Spend My Day“ und „Suffer“ (vom aktuellen Album „Feeling Disconnected“):

 

Via Bandcamp kann man sich alle bisherigen EPs und Alben von Mobina Galore zu Gemüte führen:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Conor Oberst – Hundreds Of Ways

conor oberst

Glaubt man dem eigenen (digitalen) Plattenschrank, so war es in letzter Zeit ruhig um Conor Oberst. Dabei war das einstige „Wunderkind des Folk“ keinesfalls untätig, immerhin hat Oberst neben seiner seit mehr als 15 Jahren betriebenen Stammband Bright Eyes auch Soloaktivitäten oder die Alt. Country-„Supergroup“ Monsters Of Folk, zu welcher auch My Morning Jacket-Frontmann Jim James, Singer/Songwriter M. Ward oder Langzeitproduzentenkumpel Mike Mogis zählen, fest im Auge. Zudem reaktivierte er im vergangenen Jahr seine Post-Hardcore-Indierocker Desaparecidos, um mit ihnen ein paar – freilich politisch höchst relevante – Singles zu veröffentlichen und karitative Konzerte zu spielen.

Nun jedoch soll es wieder Zeit für ein neues Soloalbum sein. „Upside Down Mountain“, der Nachfolger zum 2008 erschienenen selbstbetitelten Plattenalleingang, wird am 20. Mai via Nonesuch Records veröffentlicht, wurde vom auf archaisch große Folk-Traditionen spezialisierten Musikerbuddy Jonathan Wilson produziert und wird wohl den ein oder anderen Gastauftritt, wie den des schwedischen Folk-Schwesternpaares First Aid Kit, die sich damit wohl bei Oberst für dessen Gastspiel auf ihrem zwei Jahre zurückliegenden Album „The Lion’s Roar“ revanchieren, bereithalten. Schon jetzt gibt es mit „Hundreds Of Ways“ einen ersten Vorgeschmack aufs kommende Conor Oberst-Werk, und der weist mit seinen ebenso introspektiven wie melancholischen und weitsichtigen Textzeilen, seiner country’esken Stimmung und Obersts markanter Stimme durchaus Dylan’sche Qualitäten auf…

„What a thing to be a witness to the sunshine / What a dream to just be walking on the ground / What a time to live among the ash and remnants of our love / That came before and I’m still looking for that now…“

 

 

 

The Notwist – Kong 

the notwist

Wesentlich weniger Geduld müssen alle Freunde der deutschen Elektronik-Frickel-Indierocker The Notwist aufbringen, immerhin erscheint deren neues Album „Close To The Glass“ bereits in wenigen Tagen. Bevor Platte Nummer sieben ab dem 21. Februar in Gänze in die Regale wandert, stellt die international geschätzte Band aus dem beschaulichen oberbayrischen Weilheim, deren Album in den USA vom feinen Indie-Label Sub Pop Records vertrieben wird, mit „Kong“ einen der heimlichen Hits auf „Close To The Glass“ vor und schickt das Stück samt einem Animationsvideo von Regisseur Yu Sato ins Rennen. Das macht auch durchaus Sinn, erzählt der Song doch die Geschichte eines Superhelden namens „Kong“, der eine Familie aus dem Ausnahmezustand rettet und auf ein autobiografisches Erlebnis von Notwist-Sänger Markus Achter anspielt, der als Kind viele Comics las und sich während eines regnerischen Tages in Weilheim – als Hochwasser die Stadt bedrohte – vorstellte, dass ein Superheld kommen und ihn und seine Familie aus den bedrohlichen Fluten retten würde…

 

(Wer den Song als Live-Version hören mag, der kann sich hier einen Mitschnitt von „Kong“, den die Band während eines Konzerts in Düsseldorf im Kotober 2012 zum Besten gab, ansehen…)

 

 

Marcus Wiebusch – Konfetti

marcuswiebusch_andreashornoff_600.png?w=600&h=333

Das hat aber gedauert, Herr Wiebusch! Immerhin ein Jahr Zeit hat sich der hauptberufliche Kettcar-Bandchef und (zu einem Drittel) Labeleigentümer des geschätzten Grand Hotel van Cleef nach der Veröffentlichung seines Drei-Song-Solo-EP „Hinfort ! Feindliche Macht“ gelassen, um mit dem längst versprochenen Soloalbum in die Pötte zu kommen. Dass nun sowohl das Cover als auch die Tracklist und ein Veröffentlichungsdatum (der 18. April) vom Marcus Wiebusch-Debüt „Konfetti“ stehen, ist umso erfreulicher. Und falls auch nur ein Teil der elf Stücke so großartig gerät wie „Nur einmal rächen“, im vergangenen Jahr bereits Bestandteil der EP, nun freilich auch auf dem Debüt vertreten und außerdem eine meiner persönlichen Lieblingssongs 2013, dann steht uns ein wahrlich famoses Album von einem der sympathischsten und gewieftesten bundesdeutschen Musik-Lyriker ins Haus…

„Wenn ich abends einschlafe oder morgens aufwache / Ein gutes, cooles Leben wird die beste Rache / Eure Welt programmieren, meine leichteste Sache / Ein gutes, cooles Leben ist die beste Rache….“

 

 

 

Brody Dalle – Meet The Foetus / Oh The Joy

brodydalle_promo_fkp.jpg?w=600&h=304

Rückblick 2003: Marcus Wiebuschs Hauptband Kettcar hatte damals unlängst ihr vielgelobtes und seitdem – sowohl in Punkto „Referenzwerk“ als auch als „Meilenstein“ – oft zitiertes Debütalbum „Du und wieviel von deinen Freunden“ in Label-Eigenregie in die Plattenregale gebracht, und auch aus den US of A vernahm man ein gewaltiges Brausen und Grollen. „All my friends are murder / Hey, all my bones no marrows in / All these fiends want teenage meat / All my friends are murderers“ zischte die damals 24-jährige Brody Dalle in „Drain The Blood„, der Leadsingle des dritten Albums „Coral Fang“ ihrer damaligen Band The Distillers, höchst pissed’n’angry in Mikro. Auch heute noch verursachen der Song und seine zehn Albumkumpane energetische Punkrock-Fallstricke in den Magengruben all jener, denen das Album in bester Rancid-Tradition (mit Tim Amstrong, dem Frontmann der kalifornischen Punktocker, war Dalle übrigens bis 2003 für ganze sechs Jahre verheiratet) damals in die Karten der adoleszenten Wirren spielte. Dann jedoch machten die Distillers unvermittelt Schluss, Dalle bandelte mit Queens Of The Stone Age-Mastermind Josh Homme an, heiratete ihn 2007 und zog sich als zweifache Mutter weitestgehend aus dem Musikgeschäft zurück – Windeln und Fläschchen statt Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Und obwohl der erneute Versuch der gebürtigen Australierin, im Jahr 2009 mit dem selbstbetitelten Debüt ihrer neuen Band Spinnerette an die alte Klasse anzuknüpfen, eher Alternative Rock-mäßig mau ausfiel, beweist etwa Caspers Textreferenz im Song „230409“ („Du warst nie Brody Dalle / Und ich war nie dein Wes Eisold“ – vom Album „XOXO“), dass die Dame auch heute noch als Inbegriff der „Bonnie & Clyde“-mäßig abgefuckten Erotik des Punkrock gilt…

Nun also wagt die mittlerweile 35-jährige Brody Dalle, die auch optisch kaum noch etwas mit dem kaputten Twentysomething-Ich ihrer Selbst gemein hat (blonde Mähne statt buntem Mohawk), einen erneuten Anlauf im Musikgeschäft. „Meet The Foetus / Oh The Joy“, der erste Song ihres kommenden Soloalbums, das von QOTSA-Intimus Alain Johannes produziert wurde, lässt dabei freilich all die Bissigkeit der Distillers vermissen und erinnert mit seinem verrockten Hall und den derben Riffs eher an Achtziger-Jahre-Darkwave-Heroen wie Bauhaus oder – natürlich – die Queens Of The Stone Age. Kein großes Ding also, und man hofft, dass Dalle mit dem Rest des Albums mehr überzeugen kann als mit diesen ersten fünf Minuten. Ein kleines Ausrufezeichen kommt jedoch aus dem Hintergrund, immerhin lotste die ehemals „sexiest woman in punkrock“ keine Geringeren als Emily Kokal (Warpaint) und Shirley Manson (Garbage) für die Backing Vocals ins Studio…

 

 

 

Karen O – The Moon Song

the moon song

Ein nicht eben unähnlicher Ruf eilt auch Karen O voraus. Seit dem elf Jahre zurückliegenden Debütalbum ihrer Band, den Yeah Yeah Yeahs, gilt die 35-jährige New Yorkerin als feministische Stil-Ikone, die mit ihren Outfits mal Trends setzt, mal aneckt und mit ihrer Musik kaum bis keinerlei Anbiederei oder Kompromisse an den Zeitgeist zulässt, sondern diesen schlichtweg selbst mitdefiniert. Dass dieser Weg durchaus von Erfolg gekrönt sein kann, zeigen einerseits die vielfachen Grammy-Nominerungen des Yeah Yeah Yeahs, andererseits jedoch auch, dass Karen O für „The Moon Song“, ihren Beitrag zum – im Übrigen sehr zu empfehlenden – neuen Film „Her“ von Kultregisseur Spike Jonze, nun für den Oscar als „bestes Titelstück“ nominiert wurde.

Wer das bezaubernde „The Moon Song“, im Film selbst von den beiden Hauptdarstellern Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson gesungen, noch nicht kennt, der sollte dies schleunigst nachholen. In dieser Version gab Karen O den Song gemeinsam mit Regisseur Spike Jonze und Produktdesigner KK Barrett bei der Online-Radioshow von KCRW „Morning Becomes Electric“ zum Besten:

 

 

20140210-her-x600-1392073735Außerdem nahm Karen O „The Moon Song“ noch im Duett mit Vampire Weekend-Frontmann Ezra Koenig auf – in eben der Variante, die der Sängerin im Grunde von Anfang an vorschwebte: „It’s wild because ‚The Moon Song‘ was written and recorded in the most humble of circumstances; at my dining room table, a few paces away from the couch I read the script for Her for the first time“, wie Karen O dem Rolling Stone erzählte. „I was really excited at the prospect of getting to record it with a male vocalist. Ezra was super cool and open, he slipped into character like a champ and damn he’s got the goods.“

 

 

The National – I Need My Girl + Live from the Sydney Opera House

The-National-I-Need-My-Girl

Und allwöchentlich grüßen The National… Nachdem die US-Band in der vergangenen Woche noch zum Cover-Contest ihres Songs aufrief (das Rennen machte am Ende übrigens jene Multiinstrumental-Version von Kai Keefe), präsentierten die Mannen um Frontstimme Matt Berninger am Freitag – und damit passend zur Feier des Valentinstags – das Musikvideo zur Ballade „I Need My Girl“, in welchem die Kamera vor einem komplett in schwarz getauchten Hintergrund um zum Tanz aufgestellte Paare kreist, die sich vertraut in die Augen blicken und aneinander schmiegen. Romantik pur – und das von den wohl größten Indierock-Melancholikern unserer Zeit…

 

 

Und als ob das noch nicht genug wäre, bietet die Band all denen, die es bis dato noch nicht zu einer Show von The National geschafft haben (so wie ich, leider) oder diese intensiven Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen wollen, den kompletten zweitstündigen Auftritt im ebenso berühmten wie ehrwürdigen Opernhaus von Sydney, Australien, welcher jüngst am 8. Februar stattfand und bei dem The National ganze 26 Songs zum Besten gab, im Stream an:

 

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Auf dem Radar: Louise Distras


Louise Distras #1

Man führe sich einmal folgendes – natürlich rein fiktives – Verwandtschaftsverhältnis vor Aug‘ und Ohr: Uneheliche Tochter des ewig guten Punkgewissens Patti Smith und Billy Bragg, dem stets mit einer Gitarre bewaffneten Sozialmahner Englands, Nichte von The Clash-Ikone Joe Strummer, Schwester vom kumpeligen Punkrock-Sympathikus Frank Turner. Dabei klingt sie wie Ex-Distillers-Röhre Brody Dalle, bevor diese sich entschloss, das tägliche Rotz-und-Blut-Rock’n’Roll-Leben gegen jenes gemeinsame mit Queens Of The Stone Age-Frontmann Josh Homme zu tauschen und fortan die Kinder zu hüten. Oder wahlweise wie Courtney Love (auf eine gute Art und Weise!). Ganz klar: Louise Distras ist ein Kind der Neunziger!

Foto: Mike Distras

Foto: Mike Distras

Dabei ist die Mittzwanzigerin aus dem englischen Wakefield ebenso mit Nirvana wie mit üblichen musikalischen Verdächtigen jener Zeit – man denke nur an selige „Nu Metal“-Tage á la Korn oder Deftones zurück – aufgewachsen, und entdeckte danach, Album für Album, Bands wie Hole, Screaming Trees, Butthole Surfers, Mudhoney, Pearl Jam, Alice In Chains, Silverchair, Black Flag, die Sex Pistols oder The Clash für sich. Distras war angefixt! Bald schon schrieb sie eigene Stücke über ihr Leben und ihre Alltagsbeobachtungen, über Recht und Unrecht, über persönliche Gefühle und soziale Missstände. Im Alter von 14 Jahren spielte sie ihre erste Show, schloss sich mal hier, mal da diversen Bands an, zog mit 22 Jahren nach London und entschloss sich dort, fortan im Alleingang aufzutreten. Für ihren weiteren Weg machte sie sich die Vorzüge des weltweiten Netzes zunutze und veröffentlichte 2011 zwei erste Solo-EPs mit Demos im Internet. Und die blieben keineswegs unbemerkt! Doch das beständig steigende Interesse an ihrer Person und jedem neuen Stück dürfte wohl keineswegs nur in der puren Qualität von Songs wie „The Hand You Hold“ begründet liegen, sondern auch und vor allem, dass Louise Distras seit 2010 nicht müde wird, sich in Großbritannien und dem europäischen Festland einen Namen als junge Künstlerin „zum Anfassen“ zu machen – als eine, die gleichsam Herz und Hirn auf jede noch so winzige und verrauchte Kellerclubbühne bringt. Als eine, die eben nicht den schnellen Aufzug hinauf zu den Einweg-Verwertungsmechanismen der großen Plattenfirmen nehmen möchte. Dass England eben solche Künstlerinnen fernab von Castingeinerlei á la „X Factor“ bitter nötig hat, zeigte in der Vergangenheit bereits das gesteigerte Interesse an Musikerinnen wie Kate Nash. Und auch Louise Distras verdiente sich bereits Lob von Tageszeitungen wie dem Guardian, während das ein oder andere erste Stück auf BBC Radio 1 landesweit gespielt wurde. Dabei steht ihre erste kleine Sternstunde noch vor der Tür: Das gemeinsam mit Produzent Steve Whale (Ex-The Business) in den Londoner Perry Vale Studios aufgenommene Debütalbum „Songs From The Factory Floor“ erscheint am 30. September.

Louise Distras #2

Was man in Zukunft von Louise Distras erwarten darf? Vor allem wohl eine Musikerin, die „den Mund aufmacht“, markigen Worten wie „never let the hand you hold, hold you down“ (aus dem nicht zufällig am 8. März 2012, dem internationalen Weltfrauentag, veröffentlichten Song „The Hand You Hold“) auch Taten folgen lässt. Denn unter Distras‘ vermeintlich harter, von den typischen Punkrock-Tattoos überzogener Haut, schlägt ein Herz, dass nicht anders kann, als für Ideale zu kämpfen. Und so schlägt sich die wahlweise als „weiblicher Joe Strummer des 21. Jahrhunderts“ (Shattered Glass Media) oder als „neues Gesicht des Akustikpunk im UK“ (Street Sounds Magazine) bezeichnete Künstlerin Nacht für Nacht in Vans oder auf Sofas in den Backstagebereichen kleiner Clubs um die Ohren. Und will am Ende doch nur eins: Spielen. Für sich, für andere, für „DIY“-Ideale. Und um damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Klingt altmodisch? Ist es auch! Doch solange dabei tolle Songs und hehre Absichten herauskommen, sind Patti Smith, Joe Strummer, Frank Turner, Brody Dalle oder Courtney Love sicher stolz auf sie. Und Billy Bragg? Mit dem durfte sich Louise Distras sogar schon eine Bühne teilen…

Banner

 

 

Hier gibt’s die 4-Track-EP „Shades Of Hate“ auf die Ohren, welche ihr euch auf Louise Distras‘ Homepage auch – im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse – aktuell (noch) herunterladen könnt – natürlich punkrockig kostenlos…

 

Wer’s visuell mag, bekommt hier die Videos zu den Songs „The Hand You Hold“…

(Wer muss hier noch an die Distillers denken? Egal, verdammter Hit, das Ganze! Und einer von ANEWFRIENDs Songs des Jahres…)

 

…dem bereits zwei Jahre alten Kleinstadt-Abgesang „Blue On Black“…

 

…und dem Anfang 2013 veröffentlichten, gemeinsam mit Oi!-Punk-Ikone Jenny Woo eingesungenen Stück „Stand Strong Together“:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Das Album der Woche


Queens Of The Stone Age – …Like Clockwork (2013)

QOTSA - _Like Clockwork (Cover)-erschienen bei Matador/Beggars/Indigo-

Eines steht fest: Josh Homme ist ein schlaues Kerlchen. Da streut diese 40-jährige, seit jeher arschcoole Rocksau, die bereits vor der Gründung ihrer jetzigen Hauptband, den Queens Of The Stone Age (kurz: QOTSA), auf eine legendenumwobene Quasi-Karriere mit den dröhnenden Wüstenrockern von Kyuss zurückblicken konnte, und obendrein noch das ehemals Blut und Galle spuckende Punkrock-Pin-Up Brody Dalle geehelicht, – scheinbar – gezähmt und mit ihr zwei Kinder gezeugt hat (Tochter Camille Harley Joan kam 2006 zur Welt, Sohn Orrin Ryder 2011), von Zeit zu Zeit spärliche Detail zum ersten QOTSA-Album seit sechs Jahren unter die medial vernetzte Fanschar. Und allein schon die Nachricht, dass kein Geringerer als Dave Grohl, eben jener Typ, der – neben Homme – den Beinamen „Mr. Rock“ im aktuellen Alternative Rock-Zirkus am ehsten verdient hätte und beim noch immer legendär guten Queens-Konsensalbum „Songs For The Deaf“ bereits vor elf Jahren schon einmal als Gastdrummer mit von der Partie war, nun – erneut erstklassig aushilfsmäßig – mit an Bord sei und die Trommelstöcke des kürzlich ausgestiegenen Joey Castillo in die Hand nehmen würde, löste wahre Begeisterungsstürme aus. Und dabei war Grohl nur die erste Personalie in einer langen, langen Liste… Dass Workaholic und Band-Intimus Mark Lanegan wieder seine Grabesstimme erklingen lassen würde? Obligatorisch, natürlich. Dass ausgerechnet Nick Oliveri, jener 2005 im Streit gefeuerte Bass-Weirdo, wieder ins bandeigene Wüstenstudio unweit von Joshua Tree gelassen wurde? Überraschend. Dass Nine Inch Nails-Vorsteher Trent Reznor den ein oder anderen Gastauftritt haben würde? Folgerichtig, immerhin treffen er und Homme sich bereits seit Jahren zu gemeinsamen Jam Sessions. Dass UNKLE-Mastermind James Lavelle fürs neue Album an den Reglern drehen würde? Nicht weniger folgerichtig, denn ähnlich wie bei Reznor verbindet auch ihn und Homme eine langjährige kreative Freundschaft. Dass Arctic Monkeys-Sänger Alex Turner eingeladen wurde? Nun, immerhin produzierte Josh Homme das 2009 erschiene dritte Monkeys-Album „Humbug“. Brody Dalle, Alain Johannes (Eleven)? Klar, Familie und Freunde. Verwunderter durfte man da schon zur Kenntnis genommen haben, dass auch der queere Jake Shears (Scissor Sisters) und – jawoll! – Sir Elton John mit von der Partie sein würden – letzterer soll sich sogar mit den Worten „Was deiner Band fehlt, ist eine echte Queen.“ selbst per sonntäglichem Spontananruf eingeladen haben… Was sollte also die Summe dieser namenhaften Einzelkönner, zu denen die festen Bandgrößen Troy Van Leeuwen (ehemals A Perfect Circle – Gitarre), Dean Fertita (The Dead Weather – Keyboard, Gitarre), Michael Schuman (Wires On Fire – Bass), und irgendwann gegen Ende des Aufnahmeprozesses auch der neue Band-Schlagzeuger Jon Theodore (ehemals The Mars Volta) als großes Ganzes ergeben? Ein in Rock gegossenes All-Star-Album, das selbst das bisherige Opus MagnumSongs For The Deaf“ in den Schatten stellen sollte? Eine zwar stargespickte, jedoch unausgegorene Masse an Namen und Potential, die alles, was bisher den staubig riffenden Charme der Queens ausmachte, platt zu walzen drohte? Homme, dem seine Gigantomanien endgültig Brian Wilson-like zu Kopf gestiegen schienen? In jeder Hinsicht: weit gefehlt! Denn „…Like Clockwork“ scheint als Ganzes anders als alles, was man wohl von Josh Homme und seinen Queens Of The Stone Age erwartet hätte…

QOTSA #1

Dabei geht schon nach wenigen Sekunden etwas hörbar zu Bruch. Ist es der Stein, der dem Frontmann im Studio – nach sechs Jahren des Neuveröffentlichungsschweigens (der höchst unausgegorene Vorgänger „Era Vulgaris“ erschien 2007) – vom Herzen fiel? Wer weiß. „Don’t look / Just keep your eyes peeled“ – bereits „Keep Your Eyes Peeled“ entpuppt sich als albtraumhaft stoisch dröhnender Opener, der erst gegen Ende ein wenig aufbricht – als Hommes eigene kleine Schmerzensagonie. „I Sat By The Ocean“ ist darauf einer dieser typischen riffrockenden QOTSA-„Fuck Off“-Ohrwürmer (siehe auch: „The Lost Art Of Keeping A Secret“ vom 2000 erschienen zweiten Album „Rated R„), den Homme mit nicht eben untypischen Textzeilen kontrastiert: „I sat by the ocean / And drank a potion, baby, to erase you / Face down in the boulevard / Yet I couldn’t face you“ – der böse Teufel Alkohol, der die zerbrochene Liebe hinfort spülen soll, und schlussendlich doch nur zum bösen, schwerschädeligen Erwachen im Rinnstein führt. Josh Homme jedoch frohlockt auch – und gerade! – in Schattensituationen wie diesen, und fügt dem Ganzen noch eine derbe Portion Glam Rock á la David Bowie hinzu. Weitaus weniger typisch ist da schon „The Vampyre Of Time And Memory“. „I want God to come and take me home / ‚Cause I’m all alone in this crowd / Who are you to me? Who am I supposed to be? / Not exactly sure anymore“ – zu Synthesizerschleifen und Pianotastenanschlägen schält sich der Frontmann nur langsam aus der sonnengegerbten Trägheit, die diesen Song umgibt, und lässt seine Gitarre lediglich sporadisch effektvoll zum Solo aufheulen. Nur gut, dass das Doppel aus „If I Had A Tail“ und „My God Is In The Sun“ dann wieder Melodien bietet, mit denen die Queens bereits auf „Songs For The Deaf“ völlig zu recht zu begeistern wussten, wobei Ersterer mit dadaistischem Text und brachial eingängigem Stampfbeats eiskalt lächelnd mit dem American Dream abrechnet und Zweiterer als kompromissloser Brecher mit durchgetretenem Gaspedal durch den Wüstensand rast: „Godless heathens always waltz on the sky“. „Kalopsia“ lässt den Motor des rostigen, mit Einschusslöchern übersäten Queens-Tourbusses darauf ein wenig stottern, nur um am gefühlten Klippenrand ein letztes Mal alles zu geben und das Stück in einen manisch zwischen innerer Gelassenheit und perversen Schrei-und-Gewalt-Fantasien wankenden Saufkumpan zu verwandeln. Als wahre Überraschung des sechsten QOTSA-Albums darf jedoch „Fairweather Friends“ gelten, das alles aufbietet, um als epische Wüstenrock-Pophymne gar zu den selten erreichten Queen oder Beatles aufzuschließen: treibende, verschachtelte Schlagzeugbeats, Gitarren, die zum einen den Ton klar vorgeben und sich im Hintergrund auch noch selbst duellieren, Josh Homme, der hier stimmlich wohl eine seiner bisherigen Glanzleistungen abliefert – inklusive Backgroundchören und abseitigen Begleitstimmen -, und keinem Geringeren als Sir Elton John, der sich für die Band nicht zu schade war, im Hintergrund (!) die astrein antreibende Pianobegleitung einzuspielen. „Smooth Sailing“ kann direkt im Anschluss an ein solches Überstück natürlich nur verlieren, überzeugt dennoch als überdrehter Kopfstimmen-Wah-Wah-Boogie straight out of hell: „If reason is priceless / There’s no reason to pay for it“. „I Appear Missing“, welches die Queens als ersten Vorgeschmack aufs Album bereits vorab präsentierten, setzt danach sprichwörtlich noch einmal alles auf eine Karte, taucht in seinen sechs Minuten in psychedelische Sphären ein, steigert sich in immer neue dramatische Höhen, riffrockt mit Stakkatorhythmen, hallenden Soli, weiter hallenden Gesangsharmonien mitten in der Wüste das letzte aus sich heraus: „Deeper I sleep / Further down / A rabbit hole never to be found / It’s only falling in love / Because you hit the ground“. Und wer dachte, dass Homme dieser Epik nichts mehr entgegenzusetzen habe, sieht sich mit dem Rausschmeißertitelsong, der dezent an die „Abbey Road“-Spätphase der Beatles erinnern mag, eines besseren belehrt: Ein sanftes Piano und die noch sanftere Singstimme des Frontmanns leiten das wehmütige „…Like Clockwork“ ein, ehe eine ganze Armada verschiedenster Gitarren und Streicher das Album zu unheilvoll vielsagenden Textzeilen gen staubigem Sonnenuntergang geleiten: „Not everything that goes around comes back around you know / One thing that is clear / It’s all down hill from here“ – Alles nur Jammern auf hohem Niveau, oder gar der Schwanengesang der Queens Of The Stone Age? Man mag es nicht hoffen. Und wenn doch: großartiger hätte er kaum ausfallen können…

QOTSA #2

Was also ist „…Like Clockwork„? Nun, zunächst ist es zum einen das QOTSA-Album mit dem – im Vorfeld – höchsten Staraufgebot, dessen größte Überraschung wohl zum anderen ist, dass sich Album Nummer sechs wohl ausschließlich und vor allem nach einer Person anhört: Josh Homme selbst. Denn der charismatische Gitarrenvirtuose hat sich in den 16 Jahren, denen er den Queens nun schon als Frontmann vorsteht, zum wahren Bandleader gemausert, entlässt Bandmitglieder nach eigenem Messen und Ermessen, stellt neue ein, bittet Freunde und Kollegen zu gemeinsamen Jam Sessions ins Studio (die bekannten „Desert Sessions“ sind wohl nur eines der Ergebnisse dieser kreativ fruchtbaren Zusammenkünfte) – und hat dabei stets die Zügel fest in der Hand und die Zukunft seiner Band im Blick. Ihn also spürt man in jeder Sekunde der insgesamt 44 Minuten Spieldauer. Ob nun gerade Grohl, Castillo oder Theodore – ja ohnehin und zweifelsohne alles Könner ihres Fachs – hinterm Drum Kit sitzt? Worin nun die jeweiligen Verdienste von Mark Lanegan, Nick Oliveri, Trent Reznor, James Lavelle, Alex Turner, Brody Dalle, Alain Johannes, Jake Shears oder Sir Elton John liegen? All diese Gastbeiträge lassen sich wohl nur als marginale Feinschliff-Nuancen und/oder nach tausendfachem Hören ausmachen (ein weiteres Indiz für die beabsichtigte Teaser-Wirkung der Vorabnennung all dieser Namen dürfte wohl in dem Fakt zu sehen sein, dass dem Album kein Booklet beiliegt, und auch keiner der Namen in der offiziellen Erscheinung genannt wird). Alles in allem zeigt „…Like Clockwork“ einen im Bandverbund gewachsenen Josh Homme, der mit dem aktuellen Album das wohl beste und persönlichste seit dem 2005 veröffentlichten „Lullabies to Paralyze„, und das als Gesamtwerk überzeugendste seit „Songs For The Deaf“, jenem elf Jahre zurückliegenden großen Wurf, abliefert. Auch anno 2013 klingen die Queens Of The Stone Age noch frisch, energetisch, höllisch hookline-groovend, spannend und – bei aller Eingespieltheit: relevant. Josh Homme, dieses schlaue, glückliche Kerlchen, darf sich derweil süffisant grinsend zurücklehnen – in dem Wissen, mit „…Like Clockwork“ eines der potentiellen Top Drei-Alben seiner Karriere aufgenommen zu haben. Understatement in Rock? Mission accomplished.

Josh Homme 2013

 

 

Hier gibt’s die visualisierte 15-minütige Albumvorschau, die zu wunderbaren Animationen akustische Einblicke in die Songs „I Appear Missing“, „Kalopsia“, „Keep Your Eyes Peeled“, „If I Had A Tail“ und „My God Is In The Sun“ liefert…

 

…und das komplette zweistündige (!) Konzert, das die Queens Of The Stone Age zur Einstimmung auf „…Like Clockwork“ am 23. Mai diesen Jahres im The Wiltern in Los Angeles gegeben haben:

 

Dass sich Josh Homme allerdings auch ganz gut selbst – und den im Rockgeschäft (zu) oft vorherrschenden „heiligen Ernst“ – ein wenig auf die Schippe zu nehmen versteht, bewies er unlängst in dieser Fake-Studiodokumentation mit dem feinen Titel „Secrets Of The Sound“:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: