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Song des Tages: Mac Miller – „Lua“


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Eigentlich braucht es keinen Grund, täglich eine Coverversion eines Bright Eyes-Songs zu posten (und das könnte ich, glaubt mir – allein mit Neuinterpretationen von einem der wohl schönsten Stücke über Liebe ever ever ever – „First Day Of My Life“ – könnte ich über eine Woche füllen). Oder eben eines von Conor Obersts Originalen. Weil: einer der besten Singer/Songwriter überhaupt, dessen Lieder fast immer gehen. Isso? Isso.

Diese Meinung vertritt übrigens auch Mac Miller, seines Zeichens Rapper aus Pittsburgh, Pennsylvania. Deshalb nahm sich der 23-Jährige vor nicht allzu langer Zeit auch unter anderem „Lua“, im Original vom 2005 erschienenen Bright Eyes-Werk „I’m Wide Awake, It’s Morning„, vor und erwies dem Song seine Ehre – allerdings nicht mit dicken Beats und Battle-Sprech, sondern lediglich zu Akustikgitarrenbegleitung. Dass Millers Version dabei etwas windschief daher torkelt, passt umso mehr zu einem Sonntag wie diesem…

 

 

„I know that it is freezing but I think we have to walk
I keep waving at the taxis, they keep turning their lights off
But Julie knows a party at some actor’s west side loft
Supplies are endless in the evening, by the morning they’ll be gone.

When everything is lonely I can be my own best friend
I get a coffee and the paper, have my own conversations
With the sidewalk and the pigeons and my window reflection
The mask I polish in the evening, by the morning looks like shit.

And I know you have a heavy heart, I can feel it when we kiss
So many men stronger than me have thrown their backs out trying to lift it
But me I’m not a gamble you can count on me to split
The love I sell you in the evening, by the morning won’t exist.

You’re looking skinny like a model with your eyes all painted black
You just keep going to the bathroom always say you’ll be right back
Well it takes one to know one, kid, I think you’ve got it bad
But what’s so easy in the evening, by the morning is such a drag.

I’ve got a flask inside my pocket we can share it on the train
If you promise to stay conscious I will try and do the same
We might die from medication, but we sure killed all the pain
But what was normal in the evening, by the morning seems insane.

And I’m not sure what the trouble was that started all of this
The reasons all have run away but the feeling never did
It’s not something I would recommend, but it is one way to live
Cause what is simple in the moonlight, by the morning never is
What’s so simple in the moonlight, now is so complicated
What’s so simple in the moonlight, so simple in the moonlight…“

 

Rock and Roll.

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Das Album der Woche


Animal Flag – EP1 + EP2 (2014/2015)

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Kinder, wie die Zeit vergeht… Indiz No. 1: Die Veröffentlichung von „LIFTED or The Story is in the Soil, Keep Your Ear to the Ground“, dem vierten Album von Conor Obersts damaliger Haupt- und Herzensband Bright Eyes, liegt bereits mehr als dreizehn Lenze zurück. (Wirklich so lang schon? Ja, so lang schon!) a3729195544_5Indiz No. 2: Morgen jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem ANEWFRIEND ein Band gewordenes Ein-Mann-Projekt „auf den Radar“ schob: Animal Flag. Der regelmäßige Leser diesen bescheidenen Blogs (oder die mit ausgeprägt gutem Erinnerungsschatz… oder die, die um die Funktionalität eines Links wissen) ahnt es ja bereits: da besteht durchaus ein Zusammenhang.

Und natürlich lässt das nahezu entsetzte Räuspern der Conor-Oberst-Jünger bei Vergleichen mit ihrem „Messias“ nicht lang auf sich warten. Götzenschindluder! Blasphemie! Übertreibung! Anmaßung! Wer sich jedoch die Zeit und Ruhe nimmt, genauer hinzuhören, der wird in der Tat so allerhand Parallelen entdecken. Versprochen? Versprochen.

So hat auch Animal Flag, das aus Boston/NY stammende Bandprojekt von Frontmann Matthew „Matt“ Politoski, – ganz ähnlich wie Bright Eyes – seit seinen ersten (digitalen) Gehversuchen im Jahr 2009 so einige Wandlungen vollzogen, die mal lo-fi-instrumental verspielt (das Albumdebüt „Flood of Sunlight„), mal singer/songwriter-mäßig und in Bright Eyes’scher Tradition verhaftet (das Album „Everything Will Be Okay“ von 2012 – manch einer mag auch Elliott Smith raushören), mal wie eine folkloristische Variante von Sufjan Stevens mit einigen elektronischen Versatzstücken (das Album „The Sounds of Sleep“ von 2013) ausfielen. (S)Ein letztes Update erfuhr der Bandsound mit der Veröffentlichung der beiden „Animal Flag EPs“ (Teil eins erschien im September 2014, Teil zwei im November diesen Jahres), auf welcher Politoski und seine Bandkumpane – ordentlich produziert und abgemischt – den indierockenden Livesound von Animal Flag in den Fokus stellen. Einfache Begründung: „Mein Ziel bei der EP war es, etwas herauszubringen für die Leute, die zu unseren Shows kommen und danach noch etwas mit nach Hause nehmen können, das das Erlebnis während der Show repräsentiert. Für eine ganze Weile kamen Menschen zu unseren Auftritten und sahen da diese laute Rockband, oder wie auch immer du es nennen magst, und kauften eine CD von einem Folk- oder Elektronik-Album, die wir in der Vergangenheit aufgenommen haben, von denen wir jedoch keinerlei Songs gespielt haben.“.

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Foto: Nick DiNatale / Facebook

Mehr Parallelen gefällig? Gern! Man nehme nur Matt Politoskis Gesangorgan, das dem von Conor Oberst erstaunlich nahe steht. Oder dessen Texte, die mal zwischen Melancholie und Außenbetrachtung, mal zwischen Hoffen und Bangen, Lieben und Leiden pendeln, und auch – dies dürfte wohl Politoskis religiösem Elternhaus geschuldet sein – die ein oder andere nicht unkritische Glaubensmetapher nicht aussparen. Wer’s bei Conor Oberst und all seinen Haupt- und Nebenprojekten (solo, Bright Eyes, Desaparecidos, Monsters Of Folk) kritisch sieht, der darf gern behaupten, dass nicht wenige von Politoskis Songs die Qualität liefern, die der 35-Jährige (also Oberst) seit Jahren zu selten hinbekommt. Klar sollte man von einem Thirtysomething – obendrein glücklich verheiratet und Familienvater – nicht dieselben Teenage-Angst-Hymnen der Jugend erwarten. Klar verändern sich mit den Jahren Geschmäcker wie Weltsichten. Aber trotz allem ließen vor allem Obersts letzte (Solo-)Veröffentlichungen der letzten fünf Jahre – von „Outer South“ bis „Upside Down Mountain“ – den Schwung vermissen, den früher noch beinahe jedes Stück um die Ecke brachte (die letzten Bright-Eyes- und Desaparecidos-Alben waren glücklicherweise weitaus besser). Abschreiben sollte man Conor Oberst ja ohnehin nie. Aber wenn das eine Triebwerk versagt, so ist es durchaus legitim, sich Ersatz zu besorgen, oder?

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Und den bieten Animal Flag in der Tat in adäquater Weise, vereinen sie doch spätestens mit ihrem jüngst komplettierten EP-Doppel so ziemlich alle Klangwelten des großen (potentiellen) Vorbilds: Oberst Singer/Songwriter-lastige Alt.Folk-Ausflüge (der Anfang von „Borrowed Bones“ und das von Streichern getragene „Mercy“ auf EP1), der derb ausfransende Hauruck-Rock der Desaparecidos (der Großteil der EP2), die tiefe, stille Melancholie, die etwa dem zehn Lenze jungen Bright-Eyes-Werk „Digital Ash In A Digital Urn“ innewohnte („Prone“, das Schlussstück der EP2). An allen Ecken und Enden haben Politoski und seine Band Haken und Ösen versteckt, die jedes der zehn Stücke interessant machen – der Fahrtwind, den bereits „St. Cecilia’s“, der Opener der ersten EP, aufnimmt, vollmundige Bandchöre wie bei „Sensation“ oder „Mercy“, den Wandel vom Pedal-Steel-Alt.Folker zum Gitarrensolo-Brecher, welchen etwa „Borrowed Bones“ innerhalb seiner knapp fünf Minuten nimmt, die zehnminütige Stop-and-Go-Karthasis von „Cathedrals“, den stillen Ausklang mit „Prone“. Ausfälle? Fehlanzeige. Und auch für die, die Wert auf feines Textgut legen, hat Politoski Einiges an Bord, wie etwa in „St. Cecilia’s“ („Iʼve over heard a number of conversations  / Of people bitching about the rain / So Iʼve learned to love the storm clouds and hazy weather / Cause Itʼs just another thing we canʼt change / Iʼve been listening to prophets, the broken hearted Iʼve been learning something new everyday / And thereʼs a lesson thatʼs been ringing for weeks in my head / Donʼt ever trust a heart you canʼt break“) oder in „Cathedrals“ („I’ve been a slave for most of my life / 
To the things that I want, I am chained tight / It’s true that the punishment must fit the crime / Some call this living, I’m just doing time“).

Innerhalb der zusammengefasst ordentlichen Langspielerlänge einer Dreiviertelstunde decken Animal Flag damit eine gehörige klangliche Bandbreite ab und mausern sich mit diesen zwei EPs wohl endgültig von Politoskis Ein-Mann-Schlafzimmer-Projekt zur vollwertigen Band, die vor allem auf der zweiten EP Referenzen wie Manchester Orchestra näher steht als Conor Oberst. Aber lassen wir noch die Vergleiche – verstecken müssen sich Animal Flag mit diesen Songs nämlich keinesfalls.

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Auf der Bandcamp-Seite von Animal Flag kann man sich beide EPs in Gänze anhören…

 

…und für Freunde des schmalen Geldbeutels hält die Band alle Veröffentlichungen – die zweite EP einmal außen vor – im „Pay what you want“-Prinzip zum Download aufs heimische Abspielgerät parat.

 

Wer sich auch einen optischen Eindruck machen möchte: hier gibt’s das offizielle Musikvideo zur Eröffnungsnummer von EP1, „St. Cecilia’s“…

 

…und eine Live Performance von „Sensation“:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Bright Eyes – „First Day Of My Life“


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Zugegeben: Es gäbe sicherlich deutlich kreativere Auswahlmöglichkeiten für den heutigen „Song des Tages“ als das Stück vom bereits zehn Jahre zurückliegenden Bright Eyes-Meisterwerk „I’m Wide Awake, It’s Morning„, welchem selbst die Kollegen von „NPR – All Songs Considered“ unlängst den Spitzenplatz ihre Liste der „Love Songs You Love To Love“ zukommen ließen…

Apropos „thematische Liste“: Wer gern und oft Spotify frequentiert, für den haben die Online-Schreiberlinge des VISIONS Magazins bunt gemischte Playlisten erstellt – wahlweise unterteilt in „Hurra, Valentinstag!“ und „Igitt, Valentinstag!“ (wo sich bei ersterer ebenfalls der Bright Eyes-Evergreen wiederfinden lässt). Selbst der ein oder andere auf Herzschmerz-Oden spezialisierte Musiker, wie etwa Keaton Henson, lässt es sich nicht nehmen, aus gegebenem Anlass seine persönliche Top Ten der „Heartbreak Songs“ zu kuratieren…

Am Ende nimmt sich jeder am heutigen 14. Februar das raus, was ihm (oder ihr) gerade am besten in den Kram passt. Für die einen ist’s nur ein alter Brauch, mit dem sie sowieso nichts anfangen können, andere nutzen den Tag zur Feier ihres Singledaseins, und wieder andere konsultieren das weltweite Netz, weil sie selbst zu schüchtern sind, dem oder der Liebsten die berühmten drei Worte ins Gesicht zu sagen (nennt man das dann „digitale Befangenheit“?), während Floristen genau diesem Tag des Jahres sehnlichst entgegen fiebern… Aber man muss schon ein besonders kalter Stein sein, um beim ewig tollen Musikvideo zu „First Day Of My Life“, dessen Text ja sowieso und an sich schon herzerweichend ist, keinen wohligen Kloß im Hals zu bekommen…

 

 

Bright-Eyes-First-Day-Of-My-L-320061„This is the first day of my life
Swear I was born right in the doorway
I went out in the rain, suddenly everything changed
They’re spreading blankets on the beach

Yours was the first face that I saw
I think I was blind before I met you
I don’t know where I am, I don’t know where I’ve been
But I know where I want to go

So I thought I’d let you know
That these things take forever, I especially am slow
But I realized how I need you
And I wondered if I could come home

I remember the time you drove all night
Just to meet me in the morning
And I thought it was strange, you said everything changed
You felt as if you just woke up

And you said, this is the first day of my life
Glad I didn’t die before I met you
Now I don’t care, I could go anywhere with you
And I’d probably be happy

So if you wanna be with me
With these things there’s no telling, we’ll just have to wait and see
But I’d rather be working for a paycheck
Than waiting to win the lottery

Besides maybe this time it’s different
I mean, I really think you like me…“

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Animal Flag


animal flagMann, was war das für ein Gefühl, als man damals zum ersten Mal „LIFTED or The Story is in the Soil, Keep Your Ear to the Ground„, das vierte Album von Conor Obersts damaliger Hauptband Bright Eyes, hören durfte, und danach in den nicht minder tollen Backkatalog des Twentysomethings („Fevers and Mirrors“! Die „Every Day and Every Night EP“! etc. pp.) eintauchen konnte… Klar ließ das schüchterne Kerlchen aus Omaha, Nebraska, dessen Personalie stets eng mit dem Label Saddle Creek verknüpft war, auch danach – qualitativ wie quantitativ – nicht nach, veröffentlichte etwa 2005 den genialisch-widersprüchlichen Album-Doppelschlag aus „I’m Wide Awake, It’s Morning“ und „Digital Ash in a Digital Urn“, der ihm zu noch größerer Bekanntheit verhalf, aber jede Magie nutzt sich leider irgendwann ein wenig ab. Selig waren die Zeiten, als die VISIONS Oberst ob seiner trauerklosig-melancholischen Texte schon das gleiche Schicksal wie weiland Kurt Cobain prophezeite…

Schlappe zwölf Jahre sind seit der Veröffentlichung von „LIFTED…“ vergangen. Und wie ein großer Teil seiner damaligen Hörerschaft hat sich auch Conor Oberst verändert, ist seit einigen Jahren glücklich verheiratet und mehr unter eigenem Namen denn unter dem Banner seiner Bands (Bright Eyes, Desaparecidos) unterwegs. Aus den Singer/Songwriter-Großtaten eines adoleszenten Schmerzensmannes wurde in Americana getränkter Folkrock, der in einigen Momenten – etwa auf seinem im Mai erschienenen neusten Soloalbum „Upside Down Mountain“ – zwar noch immer zu begeistern weiß, aber längst nicht an jene besonderen Momente von „LIFTED…“ oder „Fevers and Mirrors“ heran reicht. Ob nun ein Blick durchs Milchglas der Nostalgie oder einfach das Leben selbst Ursache für diese Einschätzung sind, ist ebenso müßig wie das Rennen vom Huhn und Ei. Alles ändert sich, ständig und immer wieder. So ist’s eben.

Aimee_Design_AF_INVERTUmso besser, dass all diejenigen, die noch einmal dieses „LIFTED…“-Gefühl suchen, in den Weiten des weltweiten Netzes ausreichend Alternativen finden. Eine davon könnte auf den Namen Animal Flag lauten. Das aus Boston/NY stammende Bandprojekt von Frontmann Matt Politoski hat seit seinen ersten (digitalen) Gehversuchen im Jahr 2009 so einige Wandlungen vollzogen, die mal lo-fi-instrumental verspielt (das Albumdebüt „Flood of Sunlight„), mal singer/songwriter-mäßig und in Bright Eyes’scher Tradition verhaftet (das Album „Everything Will Be Okay“ von 2012 – manch einer mag auch Elliott Smith raushören), mal wie eine folkloristische Variante von Sufjan Stevens mit einigen elektronischen Versatzstücken (das Album „The Sounds of Sleep“ von 2013) ausfielen. (S)Ein letztes Update erfuhr der Bandsound mit der Veröffentlichung der „Animal Flag EP“ im September diesen Jahres, auf welcher Politoski und seine Bandkumpane – ordentlich produziert und abgemischt – den indierockenden Livesound von Animal Flag in den Fokus stellen. Einfache Begründung: „Mein Ziel bei der EP war es, etwas herauszubringen für die Leute, die zu unseren Shows kommen und danach noch etwas mit nach Hause nehmen können, das das Erlebnis während der Show repräsentiert. Für eine ganze Weile kamen Menschen zu unseren Auftritten und sahen da diese laute Rockband, oder wie auch immer du es nennen magst, und kauften eine CD von einem Folk- oder Elektronik-Album, die wir in der Vergangenheit aufgenommen haben, von denen wir jedoch keinerlei Songs gespielt haben.“.

Klingt interessant? Via Bandcamp kann man sich alle Veröffentlichungen von Animal Flag – drei Alben, mehrere Singles und EPs – in Gänze zu Gemüte führen und bei Gefallen auch im freundlich-demokratischen „Pay what you want“-Prinzip zum Immerwiederhören aufs heimische digitale Abspielgerät laden. Und für all jene, die noch nach neuer Beschallung für die Weihnachtstage, abseits der „Last Christmas“- und „Driving Home For Christmas“-Folter, suchen, hat die Band sogar einige „Christmas EPs“ auf Lager…

 

 

Hier ein Auftritt von Animal Flag beim regionalen US-Morgenmagazin „Good Morning Emerson“…

 

…und bei allstonpudding.com findet man, da Informationen abseits der Facebook-, tumblr– und Bandcamp-Seiten der Band recht rar gesät sind, ein Interview mit Frontmann Matt Politoski zur Veröffentlichung der „Animal Flag EP“.

 

Rock and Roll.

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Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Machester Orchestra – Cope (live at Letterman)

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Was war das letzte Gastspiel von Manchester Orchestra bei Late Night Talk-Legende David Letterman im Jahr 2011 doch beeindruckend, als man keinen geringeren Song als „Virgin“ vom Album „Simple Math„, dem Vorgänger von ANEWFRIENDs aktuellem „Album der Woche“, „Cope„, samt komplettem Teenagerchor und Bläsersektion live präsentierte! Nun kehrt die fünfköpfige Band um Frontmann Andy Hull zurück in die prestigeträchtigen Fernsehstudios am Manhattaner Broadway, um das Titelstücks ihres kürzlich erschienenen Albums live vorzustellen…

 

Außerdem kann man sich „Top Notch“, die Eröffnungsnummer von „Cope“, hier in der reduzierten Acoustic-Variante anhören, in welcher das im Original recht druckvolle Stück kaum wiederzukennen ist – wenn da nicht Hulls Stimme als bestimmendes Element wäre…

 

 

Conor Oberst – Governor’s Ball

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Langsam kommt Bewegung in die Sache: Nach „Hundreds of Ways“ präsentiert Teilzeit-Bright Eyes- und Mystic Valley Band-Bandsleader (sic!) und Supergroup-Mitglied (als ein Fünftel der Monsters Of Folk) Conor Oberst mit „Governor’s Ball“ den zweiten Song aus seinem im Mai erscheinenden neuen Soloalbum „Upside Down Mountain„. Mehr noch: Der 34-Jährige Singer/Songwriter reicht gleich noch Trackliste und Cover des Werkes nach, welches er gemeinsam mit Folk-Traditionalist und Produzent Jonathan Wilson aufnahm, und verrät die ein oder andere Innenansicht zum insgesamt 13 neue Songs umfassenden Album:

„Es markiert eine Rückkehr zu der Art, wie ich früher Songs geschrieben habe. Es ist intimer oder persönlicher, wenn man so will. Denn auch wenn meine Songs natürlich alle den selben Ursprung haben, trifft man doch ästhetische Entscheidungen entlang es Weges. Für mich ist die Sprache ein Hauptgrund dafür, wieso ich Musik mache. Ich bin nicht der größte Gitarren- oder Klavierspieler – und auch nicht der größte Sänger. Wenn ich aber mit Melodien komme, die ich mag und sie mit Poesie verbinde, auf die ich stolz bin, dann ist es genau das, was ich beitragen kann.“ 

 
UDM01  Time Forgot
02  Zigzagging Toward the Light
03  Hundreds of Ways
04  Artifact #1
05  Lonely at the Top
06  Enola Gay
07  Double Life
08  Kick
09  Night at Lake Unknown
10  You Are Your Mother’s Child
11  Governor’s Ball
12  Desert Island Questionnaire
13  Common Knowledge

 

 

 

Cloud Nothings – I’m Not Part Of Me

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Reisfrage: Wie gut passen Cloud Nothings und ein ausgelassen-pinker Teenie-Mädchen-Pyjamaabend zusammen? Ganz und gar nicht, möchte man denken… Trotzdem tritt das Indierocktrio aus Cleveland, Ohio, welches 2012 mit ihrem von Steve Albini – selbstredend! – herrlich roh produzierten dritten Album „Attack On Memory“ für wohlwollend hochgezogenen Augenbrauen gesorgt hatte, mit dem Musikvideo zu „I’m Not Part Of Me“, seines Zeichens der Abschlusssong vom neuen Album „Here And Nowhere Else„, das vor wenigen Tagen erschien, den Gegenbeweis an. Und siehe da: Der schrammelige Viereinhalbminüter fügt sich tatsächlich gut zwischen das Bemalen von Fingernägeln und Selfie- Sessions ein – vor allem weil die Protagonistinnen des Videos so energisch die Zeilen von Bandvorsteher Dylan Baldi mitsingen. Nachdem die Mädchensclique den Abend durch einen mit besonders viel glitzernden Videoeffekten präsentierten Zaubertrank anschiebt, driftet das Video in eine okkultere Richtung ab: schwarze Pupillen, ein Ouija-Brett und eine von Pentagrammen und Herzen gerahmte „Rock Band“-Session inklusive…

„But I’m not, I’m not you / You’re a part of me, you’re a part of me…“

 

 

Wer die Band selbst beim Spielen des Songs begutachten mag, der findet hier einen aktuellen Live-Mitschnitt von „I’m Not Part Of Me“, welches auf der Bühne freilich noch ein klein wenig rotziger daher kommt als in der Studioversion:

 

 

Maxïmo Park – Midnight On The Hill

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Natürlich könnten auch die fünf Herren von Maxïmo Park die Gitarren krachend Schrammeln lassen und bissig-pissig ins Mikrofon nölen. Aber erstens haben dies bereits Pete Doherty und seine Libertines in den „Nuller-Jahren“ zur Genüge exerziert (und sich damit genüsslich in die Trennung befördert) und zweitens würde solch‘ ungehobeltes Benehmen  dem Fünfer um Englands wohl agilsten Melonenträger Paul Smith kaum gut zu Gesicht stehen…

Nach „Leave This Island“ veröffentlichen Maxïmo Park in Kürze bereits die nächste Single aus ihrem aktuellen, im Februar erschienenen fünften Album „Too Much Information„. Ausgewählt habt die Band „Midnight On The Hill“, ein Stück mit starken Hooks und einem Interlude, das beinahe an die englischen Landsleute Field Music erinnert. Im dazugehörigen Musikvideo sind, passend zur Thematik des Songs, ein Jugendlicher und seine Freunde beim Feiern und Herumstreunen zu sehen. Die Single erscheint am 12. Mai und bereits am 19. April 2014 – also am diesjährigen Record Store Day – veröffentlichen Maxïmo Park die 7-Inch „On The Sly“ / „Random Regrets“ in limitierter Auflage…

 

 

 

Nick Drake – Reckless Jane

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Kaum zu glauben, aber wahr: Da ist doch mit „Reckless Jane“ tatsächlich ein bislang unveröffentlichtes Stück des legendären, 1974 an einer Überdosis Antidepressiva gestorbenen englischen Singer/Songwriters Nick Drake erschienen… Der Song entstand im November 1974 kurz vor Drakes Tod in Zusammenarbeit mit der Folk-Sängerin Beverley Martyn in deren Haus in Hastings, England. Das Lied wird auf Martyns kommendem Album „The Phoenix And The Turtle“ veröffentlicht, welches am 25. April auf Les Cousins Music erscheint. „Das Lied entstand aus einer Laune heraus“, so die Sängerin. „Wir haben nach Worten gesucht, die sich auf ‚Jane‘ reimen, aber die Zeile ‚Hear Her Laughing Like A Drain‘ hat einfach nicht gepasst!“

 

 

 

Die Coverversionen der Woche…

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…stammen in dieser Woche von Horse Feathers und Ásgeir. Und passend zum heute auf ANEWFRIEND veröffentlichten wortreichen Artikel zum 20. Todestag von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain nehmen sich sowohl die Band als auch der Solo-Künstler Songs von Nirvana zur Brust…

Horse Feathers, die 2004 gegründete, nach einem Marx Brothers-Film benannte und von Portland, Oregon aus musizierende US-amerikanische Indiefolk-Kapelle um Sänger Justin Ringle, deren letztes Album „Cynic’s New Year“ vor zwei Jahren beim ebenfalls von der vor allem bei Künstlern und Freigeistern hoch im Kurs stehenden Metropole Portland aus operierenden Indielabel Kill Rock Stars erschien, nahmen sich bereits 2010 „Drain You“ vor, dessen Originalversion auf Nirvanas 1991 veröffentlichtem Millionenseller „Nevermind“ zu finden ist, und verabreichen den aggressiven Nirvana’schen Ursprüngen mit Akustikgitarren und Streichern eine Entspannungskur.

Gar nicht mal so anders geht auch der Isländer Ásgeir zu Werke, welcher kürzlich auf ANEWFRIEND noch „auf dem Radar“ zu finden war und mit seinem internationalen Debütalbum „In The Silence“ nun so langsam aber sicher auch jenseits seiner nordischen Heimat, wo er längst eine musikalische Größe ist, Land für Land von sich überzeugt. Piano, ein paar Moog-Sythie-Beats und sein ebenso hohes wie zartes Stimmchen – mehr braucht der 21-Jährige nicht, um den vom letzten Nirvana-Album „In Utero“ stammenden Song in eine bewegende Ballade zu verwandeln. (Wer mag, der darf hier gern Parallelen zur „Heart-Shaped Box“-Variante von Kawehi ziehen, die erst kürzlich auf ANEWFRIEND zu sehen war…) Ásgeirs Versuch der Verneigung vor Kurt Cobain & Co. wird übrigens am diesjährigen Record Store Day (19. April) als exklusive und limitierte 7-Inch Picture Disc Single mit dem Song „Here It Comes“ als B-Seite erscheinen…

 

 

 

 

Rock and Roll.

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Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Conor Oberst – Hundreds Of Ways

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Glaubt man dem eigenen (digitalen) Plattenschrank, so war es in letzter Zeit ruhig um Conor Oberst. Dabei war das einstige „Wunderkind des Folk“ keinesfalls untätig, immerhin hat Oberst neben seiner seit mehr als 15 Jahren betriebenen Stammband Bright Eyes auch Soloaktivitäten oder die Alt. Country-„Supergroup“ Monsters Of Folk, zu welcher auch My Morning Jacket-Frontmann Jim James, Singer/Songwriter M. Ward oder Langzeitproduzentenkumpel Mike Mogis zählen, fest im Auge. Zudem reaktivierte er im vergangenen Jahr seine Post-Hardcore-Indierocker Desaparecidos, um mit ihnen ein paar – freilich politisch höchst relevante – Singles zu veröffentlichen und karitative Konzerte zu spielen.

Nun jedoch soll es wieder Zeit für ein neues Soloalbum sein. „Upside Down Mountain“, der Nachfolger zum 2008 erschienenen selbstbetitelten Plattenalleingang, wird am 20. Mai via Nonesuch Records veröffentlicht, wurde vom auf archaisch große Folk-Traditionen spezialisierten Musikerbuddy Jonathan Wilson produziert und wird wohl den ein oder anderen Gastauftritt, wie den des schwedischen Folk-Schwesternpaares First Aid Kit, die sich damit wohl bei Oberst für dessen Gastspiel auf ihrem zwei Jahre zurückliegenden Album „The Lion’s Roar“ revanchieren, bereithalten. Schon jetzt gibt es mit „Hundreds Of Ways“ einen ersten Vorgeschmack aufs kommende Conor Oberst-Werk, und der weist mit seinen ebenso introspektiven wie melancholischen und weitsichtigen Textzeilen, seiner country’esken Stimmung und Obersts markanter Stimme durchaus Dylan’sche Qualitäten auf…

„What a thing to be a witness to the sunshine / What a dream to just be walking on the ground / What a time to live among the ash and remnants of our love / That came before and I’m still looking for that now…“

 

 

 

The Notwist – Kong 

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Wesentlich weniger Geduld müssen alle Freunde der deutschen Elektronik-Frickel-Indierocker The Notwist aufbringen, immerhin erscheint deren neues Album „Close To The Glass“ bereits in wenigen Tagen. Bevor Platte Nummer sieben ab dem 21. Februar in Gänze in die Regale wandert, stellt die international geschätzte Band aus dem beschaulichen oberbayrischen Weilheim, deren Album in den USA vom feinen Indie-Label Sub Pop Records vertrieben wird, mit „Kong“ einen der heimlichen Hits auf „Close To The Glass“ vor und schickt das Stück samt einem Animationsvideo von Regisseur Yu Sato ins Rennen. Das macht auch durchaus Sinn, erzählt der Song doch die Geschichte eines Superhelden namens „Kong“, der eine Familie aus dem Ausnahmezustand rettet und auf ein autobiografisches Erlebnis von Notwist-Sänger Markus Achter anspielt, der als Kind viele Comics las und sich während eines regnerischen Tages in Weilheim – als Hochwasser die Stadt bedrohte – vorstellte, dass ein Superheld kommen und ihn und seine Familie aus den bedrohlichen Fluten retten würde…

 

(Wer den Song als Live-Version hören mag, der kann sich hier einen Mitschnitt von „Kong“, den die Band während eines Konzerts in Düsseldorf im Kotober 2012 zum Besten gab, ansehen…)

 

 

Marcus Wiebusch – Konfetti

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Das hat aber gedauert, Herr Wiebusch! Immerhin ein Jahr Zeit hat sich der hauptberufliche Kettcar-Bandchef und (zu einem Drittel) Labeleigentümer des geschätzten Grand Hotel van Cleef nach der Veröffentlichung seines Drei-Song-Solo-EP „Hinfort ! Feindliche Macht“ gelassen, um mit dem längst versprochenen Soloalbum in die Pötte zu kommen. Dass nun sowohl das Cover als auch die Tracklist und ein Veröffentlichungsdatum (der 18. April) vom Marcus Wiebusch-Debüt „Konfetti“ stehen, ist umso erfreulicher. Und falls auch nur ein Teil der elf Stücke so großartig gerät wie „Nur einmal rächen“, im vergangenen Jahr bereits Bestandteil der EP, nun freilich auch auf dem Debüt vertreten und außerdem eine meiner persönlichen Lieblingssongs 2013, dann steht uns ein wahrlich famoses Album von einem der sympathischsten und gewieftesten bundesdeutschen Musik-Lyriker ins Haus…

„Wenn ich abends einschlafe oder morgens aufwache / Ein gutes, cooles Leben wird die beste Rache / Eure Welt programmieren, meine leichteste Sache / Ein gutes, cooles Leben ist die beste Rache….“

 

 

 

Brody Dalle – Meet The Foetus / Oh The Joy

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Rückblick 2003: Marcus Wiebuschs Hauptband Kettcar hatte damals unlängst ihr vielgelobtes und seitdem – sowohl in Punkto „Referenzwerk“ als auch als „Meilenstein“ – oft zitiertes Debütalbum „Du und wieviel von deinen Freunden“ in Label-Eigenregie in die Plattenregale gebracht, und auch aus den US of A vernahm man ein gewaltiges Brausen und Grollen. „All my friends are murder / Hey, all my bones no marrows in / All these fiends want teenage meat / All my friends are murderers“ zischte die damals 24-jährige Brody Dalle in „Drain The Blood„, der Leadsingle des dritten Albums „Coral Fang“ ihrer damaligen Band The Distillers, höchst pissed’n’angry in Mikro. Auch heute noch verursachen der Song und seine zehn Albumkumpane energetische Punkrock-Fallstricke in den Magengruben all jener, denen das Album in bester Rancid-Tradition (mit Tim Amstrong, dem Frontmann der kalifornischen Punktocker, war Dalle übrigens bis 2003 für ganze sechs Jahre verheiratet) damals in die Karten der adoleszenten Wirren spielte. Dann jedoch machten die Distillers unvermittelt Schluss, Dalle bandelte mit Queens Of The Stone Age-Mastermind Josh Homme an, heiratete ihn 2007 und zog sich als zweifache Mutter weitestgehend aus dem Musikgeschäft zurück – Windeln und Fläschchen statt Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Und obwohl der erneute Versuch der gebürtigen Australierin, im Jahr 2009 mit dem selbstbetitelten Debüt ihrer neuen Band Spinnerette an die alte Klasse anzuknüpfen, eher Alternative Rock-mäßig mau ausfiel, beweist etwa Caspers Textreferenz im Song „230409“ („Du warst nie Brody Dalle / Und ich war nie dein Wes Eisold“ – vom Album „XOXO“), dass die Dame auch heute noch als Inbegriff der „Bonnie & Clyde“-mäßig abgefuckten Erotik des Punkrock gilt…

Nun also wagt die mittlerweile 35-jährige Brody Dalle, die auch optisch kaum noch etwas mit dem kaputten Twentysomething-Ich ihrer Selbst gemein hat (blonde Mähne statt buntem Mohawk), einen erneuten Anlauf im Musikgeschäft. „Meet The Foetus / Oh The Joy“, der erste Song ihres kommenden Soloalbums, das von QOTSA-Intimus Alain Johannes produziert wurde, lässt dabei freilich all die Bissigkeit der Distillers vermissen und erinnert mit seinem verrockten Hall und den derben Riffs eher an Achtziger-Jahre-Darkwave-Heroen wie Bauhaus oder – natürlich – die Queens Of The Stone Age. Kein großes Ding also, und man hofft, dass Dalle mit dem Rest des Albums mehr überzeugen kann als mit diesen ersten fünf Minuten. Ein kleines Ausrufezeichen kommt jedoch aus dem Hintergrund, immerhin lotste die ehemals „sexiest woman in punkrock“ keine Geringeren als Emily Kokal (Warpaint) und Shirley Manson (Garbage) für die Backing Vocals ins Studio…

 

 

 

Karen O – The Moon Song

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Ein nicht eben unähnlicher Ruf eilt auch Karen O voraus. Seit dem elf Jahre zurückliegenden Debütalbum ihrer Band, den Yeah Yeah Yeahs, gilt die 35-jährige New Yorkerin als feministische Stil-Ikone, die mit ihren Outfits mal Trends setzt, mal aneckt und mit ihrer Musik kaum bis keinerlei Anbiederei oder Kompromisse an den Zeitgeist zulässt, sondern diesen schlichtweg selbst mitdefiniert. Dass dieser Weg durchaus von Erfolg gekrönt sein kann, zeigen einerseits die vielfachen Grammy-Nominerungen des Yeah Yeah Yeahs, andererseits jedoch auch, dass Karen O für „The Moon Song“, ihren Beitrag zum – im Übrigen sehr zu empfehlenden – neuen Film „Her“ von Kultregisseur Spike Jonze, nun für den Oscar als „bestes Titelstück“ nominiert wurde.

Wer das bezaubernde „The Moon Song“, im Film selbst von den beiden Hauptdarstellern Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson gesungen, noch nicht kennt, der sollte dies schleunigst nachholen. In dieser Version gab Karen O den Song gemeinsam mit Regisseur Spike Jonze und Produktdesigner KK Barrett bei der Online-Radioshow von KCRW „Morning Becomes Electric“ zum Besten:

 

 

20140210-her-x600-1392073735Außerdem nahm Karen O „The Moon Song“ noch im Duett mit Vampire Weekend-Frontmann Ezra Koenig auf – in eben der Variante, die der Sängerin im Grunde von Anfang an vorschwebte: „It’s wild because ‚The Moon Song‘ was written and recorded in the most humble of circumstances; at my dining room table, a few paces away from the couch I read the script for Her for the first time“, wie Karen O dem Rolling Stone erzählte. „I was really excited at the prospect of getting to record it with a male vocalist. Ezra was super cool and open, he slipped into character like a champ and damn he’s got the goods.“

 

 

The National – I Need My Girl + Live from the Sydney Opera House

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Und allwöchentlich grüßen The National… Nachdem die US-Band in der vergangenen Woche noch zum Cover-Contest ihres Songs aufrief (das Rennen machte am Ende übrigens jene Multiinstrumental-Version von Kai Keefe), präsentierten die Mannen um Frontstimme Matt Berninger am Freitag – und damit passend zur Feier des Valentinstags – das Musikvideo zur Ballade „I Need My Girl“, in welchem die Kamera vor einem komplett in schwarz getauchten Hintergrund um zum Tanz aufgestellte Paare kreist, die sich vertraut in die Augen blicken und aneinander schmiegen. Romantik pur – und das von den wohl größten Indierock-Melancholikern unserer Zeit…

 

 

Und als ob das noch nicht genug wäre, bietet die Band all denen, die es bis dato noch nicht zu einer Show von The National geschafft haben (so wie ich, leider) oder diese intensiven Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen wollen, den kompletten zweitstündigen Auftritt im ebenso berühmten wie ehrwürdigen Opernhaus von Sydney, Australien, welcher jüngst am 8. Februar stattfand und bei dem The National ganze 26 Songs zum Besten gab, im Stream an:

 

 

 

Rock and Roll.

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