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Moment! Aufnahme.


Bild: Blank On Blank (Facebook)

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Gestern wäre George Harrison, neben John Lennon schon immer mein Lieblings-Beatle, 72 Jahre alt geworden. Zu Zeiten der wohl „größten Band der Musikgeschichte“ stand der Gitarrist stets im Schatten des alles überragenden und kontrollierenden Duos Lennon/McCartney, wusste aber dennoch, seinen Kopf durchzusetzen. Er brachte, nachdem er in den Sechzigern zum Hinduismus konvertierte – beeinflusst von Ravi Shankar – indische Elemente, insbesondere das Spiel auf der Sitar, in die Musik der Beatles ein – etwa zu hören in dem Song „Norwegian Wood“ oder dem von ihm komponierten „Within You Without You“. Und mit Stücken wie beispielsweise „While My Guitar Gently Weeps“, „Something“ oder „Here Comes The Sun“ stammen – Lennon/McCartney zum Trotz – einige der schönsten Beatles-Kompositionen von ihm.

Klar konnte auch Harrison nach dem Ende der Beatles nie so ganz an die schiere Größe und die alles übertreffende Erfolgshysterie anknüpfen. Dennoch ist vor allem sein erstes Soloalbum „All Things Must Pass„, erschienen 1970 kurz nach der Trennung der Beatles, empfehlenswert, enthält es doch Evergreens wie „My Sweet Lord“, „What Is Life“ oder „Isn’t It A Pity“. Und ohnehin wird Harrison, der im November 2001 in Los Angeles im Alter von 58 Jahren einer Krebserkrankung erlang, der Nachwelt vor allem „The Concert For Bangladesh„, eine von ihm initiierte Benefizveranstaltung im Jahr 1971, bei welcher Künstler wie Bob Dylan, Eric Clapton, Ravi Shankar und er selbst vor mehr als 40.000 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden auftraten, aber auch durch seinen religiösen Sanftmut, sein freundliches Äußeres und sein formidables Gitarrenspiel in Erinnerung bleiben. Und als Mensch, im wahrsten Sinne…

 

(Wer mehr über George Harrison wissen möchte, dem sei die 2011 erschienene, sehr ausführliche Dokumentation „George Harrison – Living In The Material World“ von Starregisseur Martin Scorsese wärmstens ans Herz gelegt.)

 

Rock and Roll.

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Vergessene Interviewsperlen, fein bebildert – „Blank On Blank“ präsentiert ein Elliott Smith-Gespräch aus dem Jahr 1998


e. smith blank on blank

Die vor etwa vier Jahren ins (digitale Netz-)Leben gerufene Seite „Blank On Blank“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, bislang unveröffentlichte oder in Vergessenheit geratene Interviews mit Größen aus dem Musik-, Film- oder Showgeschäft, aber auch mit bekannten Namen aus der Politik aus der Versenkung zu holen, diese ein wenig digital aufzupolieren sowie – und hier wird’s für die Netzgemeinde ansehnlich – diese, dem Erzählten nach, mit bewegten Bildern zu unterlegen. So versammelt die durch den ehemaligen „ABC News“-Produzenten David Gerlach gegründete, durch die „Quoted Studios“ in Zusammenarbeit mit den „PBS Digital Studios“ vom New Yorker Stadtteil Brooklyn aus operierende Homepage in ihrem ständig anwachsenden Fundus mittlerweile über dreißig bebilderte Interviews mit bekannten Namen wie Michael Jackson, David Bowie, Fidel Castro, The Doors-Frontmann Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix, John Lennon, Nirvana-Vorsteher Kurt Cobain, Johnny Cash oder den im vergangenen Jahr verstorbenen Schauspielern Robin Williams und Philip Seymour Hoffman und wurde bereits mehr als fünf Millionen Mal von 229 Ländern aus angeklickt.

Der neuste Beitrag der Web Content-Serie bebildert ein Interview mit dem 2003 im Alter von nur 34 Jahren verstorbenen Singer/Songwriter Elliott Smith, das dieser im Jahr 1998 mit dem britischen Journalisten Barney Hoskyns führte, kurz nachdem ihm mit „Miss Misery„, Smiths tränenreicher Oscar-nominierter Beitrag zum Film „Good Will Hunting“ (wir erinnern uns: 1998 war das Jahr, in dem die wohl erfolgreichste cineastische Filmkatastrophe, „Titanic“, seinen omnipräsenten Siegeszug durchzogen – von daher hatte Smith auch gegen Celine Dions Heuler „My Heart Will Go On“ keinerlei Chance), der internationale Durchbruch gelang. Und obwohl ihm dies zu mehr Bekanntheit, einem höher dotierten Plattenvertrag (mit DreamWorks Records) und den damit einher gehenden besseren Aufnahmemöglichkeiten verhalf, litt Elliott Smith – Fans (wie mir) dürfte die tragische Geschichte hinlänglich bekannt sein – doch am meisten unter dem „großen Scheinwerferlicht“. Von daher ist auch der mit Hoskyns geführte fünfminütige Interviewausschnitt nicht eben ein wahrer Freudenquell, in dem Smith etwa von seiner Entdeckung der Musik von Elvis Costello, die es ihm ermöglichte, sich wie ein „freak amongst other freaks“ zu fühlen, von Drogenabhängigkeit, von seinen Gefühlen und seinen Songs erzählt. Und vom Glücklichsein – ein Thema, das sich, mit Schatten behaftet, irgendwie durch Elliott Smiths gesamte Diskografie zieht…

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Rock and Roll.

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