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Die Woche in Bild und Ton…


Damit ihr nicht vollkommen den Überblick über alle hörens- und sehenswerten Neuerscheinungen der letzten Woche(n) verliert, hat ANEWFRIEND hier wieder einige der Video- und Songneuerscheinungen der letzten Tage für euch aufgelesen…

 

Elbow – New York Morning

new york morning

Das im März erscheinende sechste Elbow-Studioalbum „The Take Off And Landing Of Everything“ wirft weiter seine Schatten voraus. Nach „Fly Boy Blue / Lunette“ hat die Band aus Manchester mit „New York Morning“ nun einen zweiten Song vorab ins Rennen geschickt. Im dazugehörigen Musikvideo finden, dem Titel gemäß, zwei Dinge zusammen: Einerseits stellte der nie zur Ruhe kommende „Big Apple“ laut Elbow-Frontmann Guy Garvey für ihn und seine Bandkollegen eine der größten Inspirationsquellen der neuen Platte dar, andererseits begleitet der knapp fünfminütige Clip im Dokustil die beiden Punkrock-Fans Lois und Dennis aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn, die seit ihrer ersten Begegnung im Jahr 1975 – der Blütezeit von Bands wie den Ramones – quasi  eine untrennbare Leidenschaft zu den krachigen drei Power-Akkorden verbindet und denen die Happy Mondays im Jahr 1990 gar einen eigenen Song namens „Dennis and Lois“ widmeten, bei Betrachtungen ihrer New Yorker Heimat im Gestern und Heute: „Hier war die Musik, hier waren die intelligenten Leute, hier war einfach das Leben. Die meisten der Dinge, die wir kannten und liebten, sind inzwischen weg, aber wir sind immer noch da“. Und wieder einmal kann man fast gar nicht anders, als Elbow für ehrlich empfundene Sentimentalitäten wie diese einfach zu lieben…

 

 

 

William Fitzsimmons – Fortune

william fitzsimmons - fortune

Auch der singende klingende Zauselbart William Fitzsimmons hat, wie bereits auf ANEWFRIEND zu sehen und zu hören war, ein in zwei Wochen erscheinendes neues Album in den Startlöchern. Nach Akustikversionen von „Centralia“ und „Sister“ schickt der US-Singer/Songwriter mit „Fortune“ einen dritten neuen Song seines fünften Albums „Lions“ ins weltweite Netzrund, zu dem ihr euch nun das Musikvideo und die Akustikvariante anschauen und anhören könnt…

 

 

 

Elliott Smith – neue Songs mit UUL

elliott

Auch über zehn Jahr nach seinem tragischen (Frei)Tod sind Elliott Smith und seine Musik freilich weit davon entfernt, in Vergessenheit zu geraten. Auch bezweifelt kaum einer, dass sich auf der ein oder anderen Tonspule oder der ein oder anderen Schublade von befreundeten Produzenten und Musikern noch so einige bislang unveröffentlichte Schätze in Form von unvollendeten Elliott Smith-Aufnahmen befinden könnten…

Trotzdem dürften Fans der 2003 verstorbenen Singer/Songwriter-Ikone anhand drei „neuer“ Stücke sich verwundert die Augen gerieben (respektive: Ohren geputzt) haben: In den späten neunziger Jahren schrieb und komponierte Elliott Smith Stücke für den Gus van Sant-Kinofilm „Good Will Hunting“ in Los Angeles. Als der ehemalige Soul Coughing-Frontmann Mike Doughty von Smiths Aufenthalt in der Stadt der Engel Wind bekam, wollte dieser unbedingt mit dem sensiblen Musiker ins Studio: „Er [Smith] sagte: ‚Ich mache da diese Sache für einen Film. Ich kann nicht glauben, dass ich das tue‘. Aber ich glaube, er hat nur auf cool gemacht. Er dachte bestimmt, dass ich sagen würde: ‚Das ist so langweilig, Mann. Es ist ein verdammter Film.‘ Aber so etwas hätte ich niemals gesagt.“

Die beiden verstanden sich gut und gingen tatsächlich gemeinsam ins Studio. Völlig ohne Instrumente sang Smith dort ein paar Gesangsparts ins Mikrofon. Dabei entstanden sogenannte binaurale Tonaufnahmen, die einen möglichst realistischen Stereoklang erzeugen sollten. Ärgerlicherweise kam es bisher nie zu einer Veröffentlichung, noch im Oktober sagte Doughty: „Ich wüsste zu gerne, wo ich die Aufnahmen hingetan habe.“

Einen Monat später, im November des vergangenen Jahres, tauchten die alten Tonbänder dann doch noch auf. Doughty verschwendete keine Zeit und bastelte aus dem mehr als 15 Jahre alten Material neue Songs. Eine „reine“ Rock-Kollaboration erschien beiden Künstlern schon damals als zu langweilig, etwas Spannenderes sollte es sein. Unter dem Künstlernamen UUL entstanden aus dem A-Capella-Gesang Smiths drei tanzbare Elektro-Tracks (!). Und weil das Material lange genug verschollen auf Halde lag, stellt Doughty die Songs nun via Soundcloud als Gratis-Downloads (im *.wav-Format) zur Verfügung.

 

 

 

Clare Maguire – MixTape

Clare Maguire

Apropos „kostenlos“: Auf die stimmlichen Qualitäten der 26-jährigen britischen Musikerin Clare Maguire wies ANEWFRIEND bereits im vergangenen Jahr hin, als ihre Version des gut 50 Jahre jungen Peggy Lee-Jazzstandards „Black Coffee“ hier als „Song des Tages“ Erwähnung fand. Dieses Stück bietet Maguire – nebst acht weiteren Songs (unter anderem ihre wunderschöne Interpretation von Joni Mitchells „The Last Time I Saw Richard“ und die des Jeff Buckley-Klassikers „Lilac Wine„) auf ihrer Homepage als kostenfreies „MixTape“ zum Download an. Zuschlagen und herniederladen, Lädiletten und Dschäntelmänner, bitte!

 

 

 

Spaceman Spiff – Akustik Session für lamosiqa.com

spaceman-neu2

..und weil Spaceman Spiffs kürzlich erschienenes drittes Album „Endlich Nichts“ in letzter Zeit immer öfter den Weg in die ANEWFRIEND’schen Gehörgange gefunden hat, gibt es zum Abschluss der „Bild und Ton“-Woche noch „Teesatz“ und „Wände“, im Original beide auf dem neuen Album zu finden, die Hannes „Spaceman Spiff“ Wittmer und Band während ihrer vor wenigen Tagen beendeten Tournee für lamosiqa.com in reduzierten Akustikvarianten darboten…

 

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Clare Maguire – „Black Coffee“


Clare Maguire

Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber an einem so grauen und nasskalten Sonntag wie diesem (der sich nun auch schon wieder dem Ende neigt), hilft nichts besser als ein, zwei Tassen schwarzer Kaffee… Ohne käme man sonst wohl gar nicht aus dem Bett.

Wie schön, wenn eine so wunderschöne Stimme wie die von Clare Maguire dazu den passenden, mental wolkenverhangenen Soundtrack liefert. „Black Coffee“ stammt jedoch nicht aus der Feder der 26-jährigen Britin, sondern erfuhr seine Erstveröffentlichung bereits 1956 auf dem gleichnamigen Debütalbum der US-amerikanischen Jazzsängerin Peggy Lee. Aber was machen schon 50, 60 Jahre, wenn es um etwas so Zeitloses geht wie Melancholie, oder?

 

 

I’m feelin‘ mighty lonesome 
Haven’t slept a wink 
I walk the floor from nine to four 
In between I drink 
Black coffee 
Love’s a hand-me-down brew 
I’ll never know a Sunday 
In this weekday room 

I’m talkin‘ to the shadow 
One o’clock ‚til four 
And Lord, how slow the moments go 
And all I do is pour 
Black coffee 
Since the blues caught my eye 
I’m hangin‘ out on Monday 
My Sunday dreams to dry 

Now man was born to go a lovin‘ 
But was a woman born to weep and fret 
And stay at home and tend her oven 
And down her past regrets 
In coffee and cigarettes 

I’m moonin‘ all the mornin‘ 
Moanin‘ all the night 
And in between it’s nicotine 
And not much heart to fight 
Black coffee 
Feelin‘ low as the ground 
It’s drivin‘ me crazy 
This thinkin‘ ‚bout my baby 
Might maybe come around 
Come around

 

Rock and Roll.

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