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Song des Tages: Bat For Lashes – „Kids In The Dark“


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Natasha Khan ist zurück. Die 39-jährige britische Indie-Pop-Musikerin, besser bekannt als Bat For Lashes, hat für September ihr fünftes Album „Lost Girls“, den Nachfolger zum 2016er Werk „The Bride„, angekündigt und mit „Kids In The Dark“ einen ersten Vorboten veröffentlicht.

kids-in-the-darkDer Titels von Khans neuem Album ist – Zelluloid-Freunde des Horror-Genres ahnen es wohl bereits – eine Hommage an Joel Schumachers 1987er Vampir-Kult-Film „The Lost Boys“, in dem eine junge Blutsauger-Gang die kalifornische Küste heimsucht. Und wie könnte es passender kaum sein, hätte sich die sanft-verträumte, recht Bat-For-Lahes-typische Dream-Pop-Ballade „Kids In The Dark“ mit ihren Westcoast-New-Wave-Synthies nahtlos in den Soundtrack dieses Films einfügt. Und da Natasha Khan für ihre Soundtrack-Bewerbung gut dreißig Lenze zu spät dran ist, dreht sie nun eben mit dem dazugehörigen Musikvideo eine ganz eigene Blutsauger-Bewegtbild-Untermalung zur Musik – die Achtziger sind ja Dank „Stranger Things“ und Co. ohnehin grad gut en vogue. So oder so ist „Kids In The Dark“ dreieinhalb Minuten feiner Mit-dem-Cabriolet-in-Richtung-Sonnenuntergang-Cruisen-Pop, mit einem Refrain, der in juvenilem Überschwang die (Unter)Welt umarmen könnte…

 

 

„Lying next to you
We could be on the moon
Tell me you’re not leaving
Cause you’re always on my mind
It’s been such a dark night
Boy, I know you’ve been grieving

Riding through the pines
See you in the red light
And everything is on fire
Let’s take it down
To the heart
Let’s take it down
To where the loving starts
Where we’re just kids in the dark

Lying next to you
And I wanna live for two
I tell you I’m never leaving
Cause you’re always on my mind
It’s been such a hard time
But I know it’s the real thing

Riding through the pines
See you in the red light
And everything is on fire
Let’s take it down
To the heart
Let’s take it down
To where the loving starts
Where we’re just kids in the dark“

 

Rock and Roll.

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„The Kate Bush Story: Running Up That Hill“ – ein feministisches Enigma im BBC-Portrait


Kate Bush in concert, 1986. Foto: Fotex/REX

Kate Bush in concert, 1986. Foto: Fotex/REX

Kate Bush? Klar, sollte jedem Pop-Aficionado ein Begriff sein. Ich selbst kam ausgerechnet durch eine Coverversion – Placebos 2003 veröffentlichte Variation von „Running Up That Hill“ – zum ersten Mal bewusst mit der 1958 in englischen Bexleyheath, Kent geborenen Musikerin in Berührung (oder zwei Jahre später durch das „Hounds Of Love“-Cover der Futureheads). Doch wer versteckt sich hinter so oft als Referenzen für heute Künstlerinnen wie Florence and the Machine, Tori Amos St. Vincent oder Bat For Lashes ins Feld getragenen Alben wie „The Red Shoes„, „The Kick Inside“ oder „Hounds Of Love„? Wer ist die Sirene hinter solch einprägsamen Songklassikern wie dem bereits erwähnten „Running Up That Hill“, hinter „Wuthering Heights“, „Babooshka“, „Cloudbusting“ oder dem Peter Gabriel-Duett „Don’t Give Up“ wirklich? Schwer zu sagen, denn immerhin ist es seit den für Bush äußerst produktiven Achtzigern still um die Künstlerin geworden. Lediglich 1993 erschien mit „The Red Shoes“ noch ein einziges Album, auf das nächste – „Aerial“ (2005) – mussten Fans ganze zwölf (!) Jahre lang warten…

Noch rarer als im Plattenregal machte sich Kate Bush nur auf Konzertbühnen. Umso erstaunlicher war also die Meldung vor ein paar Monaten, dass die bis heute die Öffentlichkeit weitestgehend meidende und zurückgezogen lebende Künstlerin zum ersten Mal seit 35 Jahren (!) wieder eine Reihe von 22 (!) Konzerten in London geben würde – alle Karten waren freilich nach rekordverdächtigen 15 Minuten ausverkauft. Und auch im Vorfeld der Konzerte machte Bush ihrem Ruf als scheue Exzentrikern alle Ehre, bat sie ihr Publikum doch, möglichst auf Fotoapparate und iPads zu verzichten

Die BBC nahm sich das am heutigen 26. August im Londoner Hammersmith Apollo stattfindende erste Kate Bush-Konzert seit mehr als drei Dekaden zum Anlass, einen kurzen Blick hinter die Fassade und Historie der heute 56-jährigen Engländerin zu werfen. In den erfreulich kurzweiligen 60 Minuten von „The Kate Bush Story: Running Up That Hill“ kommen dabei ebenso frühe Förderer (etwa Pink Floyd-Gitarrist und Entdecker David Gilmour) wie ehemalige Weggefährten (ihr Exfreund Del Palmer, ihr Tanzlehrer Lindsey Kemp) und Bewunderer (Tori Amos, Annie „St. Vincent“ Clark, Natasha „Bat For Lashes“ Khan, der ehemalige Sex Pistols-Frontmann John „Johnny Rotten“ Lydon, Fantasy-Autor Neil Gaiman…) zu Wort, um die Wichtigkeit und den Einfluss der Künstlerin auf die heutige Popmusik zu unterstreichen. Auch wenn am Ende des einstündigen Portraits das Enigma der Kate Bush (erneut) nicht gelöst werden konnte, so macht die BBC-Doku  – zumindest mir – auf jeden Fall Lust, sich etwas tiefer in die Diskografie der faszinierenden, vielfältigen Musikerin hinein zu hören…

Kate-Bush

 

 

 

 

Rock and Roll.

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Neues Bat For Lashes-Video zu „Laura“


Nanu? Die Dame hatte ich ja so gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt… Umso schöner, dass Natasha Khan alias Bat For Lashes jetzt mit „Laura“, dem wohl bisher schönsten ruhigen Lied des aktuellen Jahres, und gleichzeitig der erste Vorbote zu ihrem am 15. Oktober erscheinenden dritten Album „The Haunted Man„, um die Ecke kommt…

Und auch das dazugehörige, von Noel Paul (das vor nicht all zu langer Zeit hier vorgestellte „Hollywood Forever Cemetery Sings“-Video zum Father John Misty-Song stammt ebenfalls von ihm) in Szene geworfene Video kann sich sehen lassen: Khan wandelt durch eine beinahe einsame Theaterkulisse, tanzt allein im Scheinwerferlicht vor verwaisten Rängen, dann mit einem Tänzer, und schließlich mit der Dragkünstlerin Lavinia Co-op. „Black Swan“ in 60er-/70er-Jahre-Ästhetik meets Antony and the Johnsons – viele Assoziationen werden geweckt und die Textzeilen meisterhaft in atmosphärische Bilder gehüllt. Schön.

Rock and Roll.

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