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Das Album der Woche


Manchester Orchestra – The Million Masks Of God (2021)

-erschienen bei Loma Vista/Spinefarm/Universal-

Die Entwicklung von Manchester Orchestra verlief bis hierhin nach den recht typischen Mustern einer Gitarrenband. Die ungestüme Newcomer-Energie ihrer Anfangszeit kanalisierten die Jungs um Andy Hull in ihren 2009 erschienenen Zweitling „Mean Everything To Nothing„, einem späten Meisterwerk des Indie-meets-Emo-Rock der Nullerjahre. Auf „Simple Math“ wurden zwei Jahre drauf die Verstärker an mancher Stelle etwas leiser und die Ambitionen um einiges größer, ehe 2014 mit „COPE“ der unerwartet rohe, indierockig-krachige Rückfall folgte – nicht ohne jedoch ein akustisches Gegenstück namens „HOPE“ hinterherzuschicken und damit keinen verdammten Zweifel am durch „A Black Mile To The Surface“ endgültig festgezurrten Reifeprozess zu lassen. Zudem hatte die Band auf dem 2017er Album mit „The Silence“ mindestens ein Song-Meisterwerk in petto, bei welchem sich der Post Rock schon gefährlich nah ans Monumental-Poppige kuschelte, ohne jedoch je über die Grenze zu kippen. Näher an den nahezu perfekten Langspiel-Grower, der sich einem alsbald näher und näher ans Hörerherz schmiegte, konnten Andy Hull wohl kaum mehr kommen. Da kann man eigentlich nur scheitern – in Schönheit wie in Trauer, im Großen wie im Kleinen.

Dass „The Million Masks Of God“ nun eine ganze Albumhälfte der Reflexion widmet und die lauteren Momente nicht selten unter Beimengung von Elektronica-Bombast und Achtziger-Rhythmen füllt, überrascht wenig, schließlich liegt der Band seit jeher nichts ferner als kreativer Stillstand. Tappen Manchester Orchestra also etwa in die leider oft genug gehörte Falle, das Erwachsenwerden mit dem Abdriften in gut gepflegte, fleißig auf Hochglanz ausproduzierte Langeweile und Beliebigkeit zu verwechseln? Ganz so einfach, ganz so Coldplay, ganz so Mumford & Sons ist’s nun – zum Glück – auch wieder nicht…

Fotos: Promo / Shervin Lainez

Denn gerade zu Beginn tanzt der neue, sechste Langspieler der vierköpfigen Band aus Atlanta, Georgia die oft gesehenen Choreografien mit viel Leidenschaft und vollführt dabei auch ein paar unerwartete Bewegungen. So irritiert der Opener „Inaudible“ zunächst mit mehrstimmigen Vocals über einem synthetischen Sonnenaufgang, bis der Song zum Finale mit ordentlich Anlauf in den Orbit abhebt. Von dort oben lassen sich sicher noch die ausgebreiteten Arme von „Angel Of Death“ erkennen (das mit dem gleichnamigen Slayer-Song rein gar nichts zu tun hat) – astreiner Indie-Stadionrock, aber mit starkem Melodiebogen, leicht psychedelisch-trippigem Schlagzeug-Groove in den Strophen und vernebelter Coda. Auch die erste Vorab-Single „Bed Head“, bei der sich manch langjähriger Band-Kenner über die fehlenden Bratgitarren wunderte durfte, entwickelt im Verlauf seiner vier Minuten einen rauschhaft-mitreißenden Sog und fährt eine grandiose, von Frontmann Andy Hull mit überquellender Inbrunst geschmetterte Bridge auf. Mal schwimmt eine Akustikgitarre im Rhythmus oder treibt ein kleines Piano-Motiv an die Oberfläche, doch insgesamt kapitulieren die Folk-Einflüsse des vier Jahre zurückliegenden Vorgängers im ersten Albumdrittel vor Catherine Marks‘ und Ethan Gruskas fast schon dickflüssiger Produktion, die während der Dreiviertelstunde kaum ein Luftloch lässt. Auch das druckvolle „Keel Timing“ baut sich Stück für Stück auf, bevor es sich in einige Sekunden Introvertiertheit flüchtet, nur um am Ende nochmal richtig aufzudrehen.

Mit dem grazilen „Annie“ ändert sich diese Ästhetik, wirft damit allerdings auch ein Problem auf: Gott (welcher in Andy Hulls Texten nicht eben zufällig oft seinen Platz findet, schließlich ist der umtriebige Frontmann in einer Pastorenfamilie im Süden der US of A aufgewachsen) mag eine Million verschiedener Gesichter haben, doch hier setzt er – trotz der melancholischen Saitenklänge, des polyrhythmischen Schlagzeugspiels, den sphärischen Synthies und Hulls tragischem Gesang – ein wenig die Schlafmaske auf. Auch das kurze, sacht gezupfte „Telepath“, welches schließlich in die folkigere Phase des Albums überleitet, zieht etwas nichtssagend an einem vorbei – schon erstaunlich, konnte das US-Quartett auf früheren Werken der Ruhe eine ebensolche Intensität abringen wie dem Sturm. Mit Chören und plumpem Drumcomputer droht „Way Back“ gar in den seichtesten Folk-Pop-Tümpeln der US-Südstaaten zu verschlammen. You may call it nahende Altersmilde, you may call it Kitsch. Da lugen Mumford und Söhne beinahe schon unschön um Eck… Das ist auch deshalb so schade, weil dieses lose Konzeptalbum über Vergänglichkeit und die Begegnung mit einem Todesengel, welche inmitten des Schaffensprozesses mit dem Tod des Vaters von Gitarrist Robert McDowell aus dem fiktionalen Konzept traurige Realität werden ließ, textlich durchaus über eine Tiefe verfügt, welche das Musikalische dieses Mal zu selten angemessen widerspiegeln kann. Immerhin klingt das irreführend betitelte „Let It Storm“ nur knappe 60 Sekunden lang wie Ed Sheeran, ehe einen der Song mit komplexer Schlagzeug-Arbeit, geisterhaften Keyboards und fuzzig-verzerrtem Gitarrensolo in deutlich majestätischere Gefilde entführt.

Summa summarum zeigt der Daumen für Sänger und Gitarrist Andy Hull, Gitarrist Robert McDowell, Bassist Andy Prince und Schlagzeuger Tim Very dennoch einmal mehr nach oben, weil die Band auch auf der zweiten Hälfte von „The Million Masks Of God“ oft genug ihr Kompositionstalent zeigt. „Dinosaur“ etwa gemahnt tatsächlich an ihre Urzeiten, wenn einem Hull zunächst ins Ohr flüstert und sich dann gemeinsam mit dem Rest im wilden Galopp überschlägt. Auch der feine Abschluss „The Internet“ holt ganz weit aus, beginnt als sphärische, fast schon an Sigur Rós gemahnende Klavier-Ballade, nur um wenig später mit herrlich brutzelnden Saiten und einer ergreifenden Gesangspassage wieder auf dem Boden aufzuschlagen. Momente wie diese zeigen auf, wie organisch gewachsene und immer noch inspirierte Manchester Orchestra in ihrem aktuellen Entwicklungsstadium klingen könnten. Und verweisen damit auf zukünftige Potenziale – insofern die Jungs, pardon, Männer beim nächsten Mal gänzlich das Valium im Proberaum-Schrank lassen. Wem schon der Vorgänger zu viel Konzept, zu viel Weichzeichner und zu wenig Harte-Kerle-Rock war, der darf die Band hiermit hingegen wohl final für sich abschreiben. Manchester Orchestra haben ihre Bestimmung gefunden, in der sie mit groß Gedachtem bewusst gegen die Schnelllebigkeit und Inhaltsleere unserer Zeit angehen. Konzeptionell hat die Arbeit an Soundtracks wie für den Film „Swiss Army Man“ dazu geführt, dass das Quartett nun eher „Movie Albums“ im Sinn hat – vom Soundtrack zum Konzeptalbum, das eine Geschichte erzählt und Charaktere enthält, ist der Weg natürlich nicht mehr weit. Wer bei all dem jedoch sofort an U2 denkt, der hat wohl schon bei oft ganz ähnlich tief schürfend zu Werke gehenden Bands wie Biffy Clyro, Death Cab For Cutie oder Thrice nie richtig hingehört. Und obwohl „The Million Masks Of God“ dem faszinierenden Vorgänger unterm Strich nicht gänzlich Paroli bieten kann (als wenn es das wöllte), so brechen Manchester Orchestras elf neue Stücke mit all ihren großen Momentmelodien und ausgeklügelten Arrangements einmal mehr eine Lanze fürs sich Schicht für Schicht entfaltende Albumformat unterm Kopfhörergenuss.

Hier gibt’s „The Million Masks Of God“ in Gänze im Stream…

…sowie hier die Musikvideos zu „Bed Head“…

…“Keel Timing“…

…und „Telepath“:

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Sarah & The Safe Word


Kurz nach der Jahrtausendwende sorgten so einige Bands für kleine bis mittelgroße Wellen von Begeisterung, die zwar aus verschiedenen Ecken der US of A stammten, deren Songs, in welchen sie augenzwinkernde Theatralik, zur Faust geballte Euphorie und sinistres Geschichtenerzählen vereinten, jedoch durchaus so einige Schnittmengen aufwiesen. Bands wie Panic! At The Disco, My Chemical Romance und The Dresden Dolls. Obwohl sich alle drei wenig später in recht unterschiedliche Richtungen entwickelten, heute teilweise auf Eis liegen (oder, wie im Fall von Panic! At The Disco, gen egalen Formatradio-Pop abbogen), so ist es kaum falsch, im Rückblick von der „heiligen Dreifaltigkeit des Freak-Punk“ zu schreiben, deren Fanbases all jene einsammelten, die sich zu Schulzeiten keiner der offensichtlichen Szenen und Cliquen – den Schönlingen, den Sportlern, den Draufgängern, den Strebern… – so richtig zugehörig fühlten. All hail the outcasts! Diese Mischung aus Haken schlagendem Alternative Rock, ein, zwei Prise Emo und Pop Noir, düstrem Cabaret Punk Rock und nicht selten in weltwundem Zynismus badenden Texten war zweifelsohne besonders, ist es – mit etwas Nostalgie an Bord – heute noch. Jedem nach Orientierung dürstenden Jugendlichen boten Alben wie „A Fever You Can’t Sweat Out“, „Three Cheers For Sweet Revenge“ oder „The Dresden Dolls“ ein ums andere Mal die Flucht in eine Welt voller Vaudeville-Songs, leicht angekitschtem Bombast und Freakshow-Zirkus-Orgien, die größer und oft einladender schien als der vom grauen Alltag getünchte Lebensnebel… All das liegt nun bereits stolze 15 Jahre zurück – und feiert in der Musik von Sarah & The Safe Word (s)ein kleines Revival.

Denn in der Tat vereint die siebenköpfige Band aus Atlanta, Georgia (zu der man hier eine ausführliche Vorstellung findet) so einige Trademarks der Formationen um Brendon Urie, Gerard Way und Amanda Palmer in ihren eigenen Songs. Die wiederum machen die drei bisherigen Alben „Strange Doings In The Night“ (2017), „Red Hot & Holy“ (2019) und „Good Gracious! Bad People.“ (2020) zu durch und durch unterhaltsamen Erlebnissen mit sympathischer DIY-Schlagseite, bei denen einem Einflüsse aus Gothic Rock ebenso zu Ohren kommen könnten wie aus Dark Pop oder Southern Gospel (schließlich steuert jedes der Bandmitglieder mal hier, mal da Gesangseinlagen bei), während die Queer- und PoC-positive Band mal von japanischen Metal-Kapellen wie Dir En Gray inspirierte Moshpit-Steilvorlagen zu Geschichten über diabolische Autorennen liefert („Formula 666“), mal Piraten-Räuberpistolen („Dead Girls Tell No Tales“), mal den süßlichen Duft der jüngsten Halloween’schen Trick-or-Treat-Ausbeute versprühende Geschichten, die so gut und gern auch direkt aus Tim Burtons Oberstübchen stammen könnten, ohne je eine Hookline links liegen zu lassen. Das Ergebnis tönt meist wie ein eskapistisch-würdevoller Revival-Abend im Geiste der „heiligen Dreifaltigkeit des Freak-Punk“ (welcher meinetwegen von Murder By Death organisiert wurde). Gut möglich also, dass in High-School-Tagen das ein oder andere Panic! At The Disco-, My Chemical Romance- oder Dresden Dolls-Poster in den Jugendzimmern von Frontfrau Sarah Rose, Keyboarderin Beth Ballinger, der Violinistinnen Susy Reyes und Courtney Varner, Gitarrist Kienan Dietrich, Bassist Maddox Reksten sowie Schlagzeuger Sam Freeman hing. Sounds good... All hail the freaks!

Rock and Roll.

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Song des Tages: Manchester Orchestra & Brother Bird – „The Maze“ (acoustic)


Bereits drei Jahre jung, aber immer noch eines jener Werke, deren klangliche Vielfalt mit all ihren geschickt eingebauten Klangexperimenten und ungewöhnlichen Hooks beständig zu faszinieren weiß: Manchester Orchestras Langspieler „A Black Mile To The Surface“.

Dass die Platte nie so ganz in der Versenkung der „Ach, die gab’s ja auch noch!“-Schublade verschwindet, mag eventuell auch daran liegen, dass die vierköpfige Indierock-Band aus Atalanta, Georgia um Frontmann Andy Hull immer mal wieder neue Varianten der Songs vom fünften Studioalbum unters Hörervolk schmeißt – etwa im vergangenen Jahr eine mitreißende Live-Version des Album-Closers „The Silence“. Oder nun eben eine Akustik-Variante der Ballade „The Maze“, welche Manchester Orchestra mit gesanglicher Unterstützung von Brother Bird alias Caroline Swon neu aufgenommen haben. Keineswegs die schlechteste Art und Weise, sich auch ohne Konzerte auf dem musikalischen Radar zu halten… 🖤

„I notice you when you’re noticing me
Breaking the habit, you’re watching me sleep, oh
Give me some time, let me learn how to speak
I’m a maze to you

I never mind about bothering you
I’m trying to decide if I’ll bother with you
So, feed me your wisdom and breathe me your truth
I’m amazing

Wish me a wonder and wish me to sleep
You don’t have to wander to hear when I speak
There is nothing I’ve got when I die that I keep
It’s amazing

Somebody said it’s unspeakable love
Somebody said it’s unspeakable love
Well, you don’t believe I can speak well at all
You’re a maze to me

First of a thousand to write on the wall
It’s only beginning, it’s swallowing us
Somebody said it’s unspeakable love
It’s amazing

You lift that burden off of me…“

Rock and Roll.

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Song des Tages: Aree and the Pure Heart – „Fifty Dollar Bottle Of Wine“


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Bock auf ein neues The Gaslight Anthem-Album, welches schön retromäßig vor sich hin rockt und dabei nicht mit Spielereien der Duftmarke Against Me! geizt? Dann empfiehlt euch ANEWFRIEND wärmstens die – na klar! – aus den US of A stammenden Aree and the Pure Heart, die auf ihrem im vergangenen März erschienenen Album „Never Gonna Die“ schwungvoll und euphorisch rock’n’rollnen Heartland-Rock zelebrieren, der sich jedoch auch traut über die Punkrock-Kante hinaus zu lugen (und damit so einige verheißungsvolle Versprechen der 2015er „Heartsongs EP“ einlöst).

a0371789850_16Mit dem herrlich hartnäckigen Singalong-Mini-Hit „Fifty Dollar Dollar Bottle Of Wine“ beginnt das Quartett um Frontmann Aree den bunten Song-Reigen, der nur selten langweilig wird. Auch wenn es zwischendurch mal nachdenklich oder melancholisch vom Piano aus tönt (wie bei der passablen Feuerzeug-Ballade „The Feeling I Get„), ist die Grundhaltung stets eine positive – eine die das Leben mit gereckter Faust feiert, obwohl es vielleicht nicht immer Geschenke für einen parat halten mag. Der erwähnte Opener reißt einen mit seiner Leidenschaft förmlich mit – insofern man poppigen Ambitionen nicht abgeneigt ist, denn der Mix aus Seventies-Springsteen-Rock, der hier und da gern mit Achtziger-Jahre Bläsern aufgepeppt wird, wirkt wie aus der Zeit gefallen und deswegen irgendwie auch zeitlos – zeitlos schön.

Klar, Aree and the Pure Heart sind mehr dem Mainstream zugewandt und hätten wohl perfekt in das Vorprogramm einer Tom Petty-Show gepasst. Zuweilen – wie beim Classic-Rocker „Under The Streetlight“ – erinnert Arees Gesang gar an Meat Loaf – zum Glück allerdings ohne dessen over-the-top’sches Pathos. Als würde der in stylishe Denim-Fashion gekleidete Punkrock-Frontmann eine Armee von Träumern auf die Welt loslassen, vereint Aree diese ganz besonderen Charakteristika der großen, großen Evergreen-Musiker von Springsteen bis Adams, während er sich die Leichtigkeit von Craig Finn (seines Zeichens Frontmann der New Yorker Kaschemmen-Indierocker The Hold Steady) oder einer – vergleichsweise – sehr ausgeglichenen Laura Jane Grace (Against Me!) behält. All das verbindet er wiederum mit viel Emotionalität, Herzblut, Authentizität und den roughen „The ’59 Sound“-Großtaten von The Gaslight Anthem. Es sind eben nicht selten die unscheinbaren – „kleinen“ – Bands, die das Genre weiterhin spannend gestalten – der Vierer aus Atlanta, Georgia reiht sich nahtlos in diese Geheimtipp-Riege ein.

Auch weitere Songs wie „Never Gonna Die„, „Gasoline Heart„, „Black Cats“ oder „Crash Into The Sun“ laufen gut geölt in die Gehörgänge, wobei es manchmal an den berühmt-berüchtigten Ecken und Kanten fehlt, die ein Lied schlussendlich so besonders, so memorabel machen. Freilich sind Aree, PJ, Chris und Dave handwerklich sehr versiert und verstehen es zweifellos, eingängige Songs zu schreiben, die nach mehrmaligen Hören durchaus für Wiedererkennung sorgen, aber konsequent hängenbleiben möchten die wenigsten der lediglich neun Stücke. Dennoch ist das halbstündige Album im Ganzen mehr als solide und dürfte gerade im nahenden Frühling gern noch einige Fans mehr finden…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Manchester Orchestra – „The Silence“


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Zwar liegt die Veröffentlichung bereits gute zwei Jahre zurück, doch ab und an (und trotz  meinen Kritteleien) fasziniert mich der jüngste Manchester Orchestra-Langspieler „A Black Mile To The Surface“ mit all seinen geschickt eingebauten Klangexperimenten und ungewöhnlichen Hooks noch immer – ein sicheres Zeichen dafür, dass Frontmann Andy Hull und seine Bandmates Robert McDowell, Andy Prince und Tim Very mit Studioalbum Nummer fünf tatsächlich ein Werk mit Tiefgang und Substanz in die Regale gestellt haben, welches wohl nur etwas mehr Zeit und Beachtung benötigt. Siehe etwa: der durchaus monumentale Album-Rausschmeisser „The Silence“. Ganz großes Indierock-Tennis, meine Herren…

 

 

„Why do I deserve the silence to feel better about you?
At a loss I lost my cool
I denied that I found you
I tried to be a basket case
I did not surprise you
I’m trying to find a signal fire
Let me know when I should move

But you, amplified in the silence
Justified in the way you make me bruise
Magnified in the science
Anatomically proved that you don’t need me

Why do I desire the space?
I was mourning after you
I was lost and lost my shape
There was nothing I could do
I don’t want to waste away
It was all I gave to you
Take me back and take my place
I will rise right up for you

But you, amplified in the silence
Justified in the way you make me bruise
Magnified in the science
Anatomically proved that you don’t need me

All the while you waste away, you’re asking
‚Did I really need another one to take me down?‘
Everybody knows it’s something that you had to live with, darling
Nobody’s gonna tear you down now
There is nothing you keep, there is only your reflection

There was nothing but quiet retractions
And families pleading, „Don’t look in that cabinet
There’s far more bad than there’s good, I don’t know how it got there“
That was something your father had burned in me
Twenty hours out of Homestake eternity
‚You can go anywhere but you are where you came from‘
Little girl, you are cursed by my ancestry
There is nothing but darkness and agony
I can not only see, but you stopped me from blinking
Let me watch you as close as a memory
Let me hold you above all the misery
Let me open my eyes and be glad that I got here

There is nothing you keep, there is only your reflection“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Blackberry Smoke & Amanda Shires – „You Got Lucky“


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Die Southern-Roots-Rocker von Blackberry Smoke nehmen sich – mit freundlicher Unterstützung von Amanda Shires an der Fiddle sowie am Co-Gesang – den Tom-Petty-Song „You Got Lucky“ vor, der unter der Behandlung der Band aus dem US-amerikanischen Atlanta, Georgia zur (in Nuancen) keltisch angehauchten Akustik-Nummer gerät.

5055006561425Das Original erschien 1982 auf dem Tom Petty and the Heartbreakers-Album „Long After Dark“ (und klingt leider – unter Einsatz von Synthies und Co. – sehr nach dem unseligen Jahrzehnt seiner Entstehung). Der Tribute-Song an Tom Petty, der am gestrigen 20. Oktober seinen 68. Geburtstag gefeiert hätte, am 2. Oktober 2017 jedoch – viel zu früh und unerwartet – verstarb, wird Teil der in den kommenden Tagen erscheinenden „The Southern Ground Sessions EP“ von Blackberry Smoke sein. Feine Version in jedem Fall (übrigens ebenso wie die, die Petal und Kevin Devine kürzlich für No. 9 von Devines „Devinyl Splits“-Reihe aufgenommen haben)…

 

 

„You better watch what you say
You better watch what you do to me
Don’t get carried away
Girl, if you can do better than me, go
Yeah go, but remember

Good love is hard to find
Good love is hard to find
You got lucky, babe
You got lucky, babe, when I found you

You put a hand on my cheek
And then you turned your eyes away
If you don’t feel complete
If I don’t take you all o‘ the way, then go
Yeah go, but remember

Good love is hard to find
Good love is hard to find
You got lucky, babe
You got lucky, babe, when I found you

Yeah go, just go
But remember

Good love is hard to find
Good love is hard to find
You got lucky, babe
You got lucky, babe, when I found you“

 

Rock and Roll.

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