Schlagwort-Archive: Athens

Song des Tages: Azure Ray – „November“


azure ray

Tegan and Sara? First Aid Kit? Indigo Girls? Nope. Das tollste All-Female-Duo im Indie-Musikbizz sind und bleiben Azure Ray – selbst, wenn Saddle Creeks Vorzeige-Sirenen bereits seit fünf langen Jahren – die EP „As Above So Below“ erschien 2012 – nichts mehr von sich haben hören lassen…

Denn noch immer eignen sich die vier zwischen 2001 und 2010 in die gut sortierten Plattenläden gestellten Azure Ray-Alben perfekt, um Jahresanfänge und Jahresenden einzuläuten. Einen besseren Soundtrack für jene Momente, wenn alles aus einem langen (Winter)Schlaf erwacht oder sich – so langsam, jedoch sicher – wieder in selbigen begibt, als die von Maria Taylor und Orenda Fink meisterhaft in scheinbarer Slow-Motion verfassten und in wunderbarer Melancholie gebadeten Songs kann es kaum geben… Einwände? Sag‘ ich doch!

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Lera Lynn – „Wolf Like Me“


lera_lynn___wolf_like_me_by_disbalance-da9hn6x

Gut, ganz taufrisch sind weder das Original (das dazugehörige Album „Return To Cookie Mountain“ feiert im Juli seinen elften Geburtstag) noch die Coverversion (diese wiederum wurde vor nunmehr sechs Jahren ins Netz gestellt).

Doch die Art und Weise, wie die aus dem US-amerikanischen Athens, Georgia stammende Americana-Folkrockerin Lera Lynn den nervösen Elektrorocker von TV on the Radio in beinahe trügerisch gemächliche Gefilde, in denen ihre Akustische auf die sanfte Banjo-Begleitung von Bandmate Ben Lewis trifft, überführt, hat auch 2017 noch massig Stil. Außerdem bringt Lynns reduzierte Variante des sowieso unkaputtbaren Songs die feinen, sinister-surrealen Lyrics von TVotR-Frontmann Tunde Adebimpe besser zum Vorschein…

 

 

„Say, say, my playmate
Won’t you lay your hands on me
Mirror my malady
Transfer my tragedy

Got a curse I cannot lift
Shines when the sunset shifts
When the moon is round and full
Gonna bust that box, gonna gut that fish

We could jet in a stolen car
Bet we wouldn’t get too far
‘Fore the transformation takes
And the bloodlust takes
And the crave gets slaked

My mind has changed
My body’s frame
But God, I like it

My heart’s aflame
My body’s strained
But God, I like it…

Charge me your daily rate
I’ll turn you out in kind
When the moon is round and full
Gonna teach you tricks that’ll blow your mind

Baby doll, I recognize
Your hideous thing inside
If ever there were a lucky kind
It’s you, you, you

I know it’s strange
Another way
To get to know you
You’ll never know
Unless we go
So let me show you

I know it’s strange
Another way
To get to know you
We’ve got to move
Here comes the moon
So let me show you

Show you…

Dream me, oh dreamer
Down to your core
Open my hands
And let them weave onto yours

Feel me, completer
Down to my core
Open my heart
And let it bleed onto yours

Feedin‘ on fever
Down on all fours
Show you what all that howlin’s for

Hey! Hey! My baby
Let me lay waste to thee
Burn down their hangin‘ trees

(Hah-here-hah-here-hah-here-hah-here)

Gotta curse we cannot lift
Shines when the sunset shifts
There’s a curse, comes with a kiss
The bite that binds
The gift that gives

Now that we’re gone for good
Writhing under your riding hood
Tell your grandma, mama too
It’s true, true, true

My mind has changed
My body’s frame
But God, I like it

My heart’s aflame
My body’s strained
But God, I like it…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sunday Listen: Message To Bears – „Wolves“ (feat. Gemma Alexander)


message-to-bears

Ehrlich gesagt: Es gibt nicht besonders viel, was man den Songs von Matthew Houck noch verbessern könnte… Matthew wer?

Okay, der aus Athens, Georgia stammende Americana-Singer/Songwriter sollte den Meisten wohl eher unter seinem stage name Phosphorescent, unter dem er seit 2003 sechs Studio- und im vergangenen Jahr zuletzt das formidable Live-Album „Live at the Music Hall“ in die Plattenregale gestellt hat, bekannt sein. Nicht? Dann habt ihr ab jetzt einen kleinen Musiktipp mehr auf eurem Zettel…

Einer der wohl schönsten und auch bekanntesten Songs von Phosphorescent ist – spätestens seit es 2011 im Film „Margin Call“ (unter anderem mit Kevin Spacey und Jeremy Irons) Verwendung fand – das vom 2007er Album „Pride“ stammende „Wolves“. Und: Ja, auch Tim „Strand Of Oaks“ Showalter hat sich dieses Stück vor fünf Jahren bereits einmal vorgenommen und ihm seine ganz eigene Note verliehen (und es danach zum freien Download angeboten).

In die Liste der gelungenen Coverversionen des Phosphorescent-Originals reihte sich 2011 auch ein gewisser Jerome Alexander. Und da wir – Phosphorescent, Strand Of Oaks – gerade so schön dabei sind, Eigenbrötler, deren Namen erst einmal kein Glöckchen zum Klingeln bringen, und ihre musikalischen Vehikel aufzuzählen: Der britische Musiker dürfte als Message To Bears dem ein oder anderen etwas sagen. Für alle anderen: Multiinstrumentale Leisetreterei im Ambient- und Postrock-Sphären mit so einigen elektronischen Experimenten, welche unlängst, am 1. Juli diesen Jahres, das durchaus zu empfehlende vierte Album „Carved From Tides“ hervorgebracht hat. Und um einen Kreis von 2011 zu 2016 zu schließen: Wie schon bei der wunderschönen Neuinterpretation des Phosphorescent-Stückes greift auch auf dem aktuellen Message To Bears-Album Alexanders Schwester Gemma dem sonst oft allein im Studio hockenden Sound- und Stimmungstüftler stimmlich unter die Arme…

 

 

„Mama, there’s wolves in the house
Mama, they won’t let me out
Mama, they’re mating at night
Mama, they wont make nice

They’re pacing and glowing bright
Their faces all snowy and white
Bury their paws in the stone
Make for my heart as their home

They tumble and fight
And they’re beautiful
On the hilltops at night
They are beautiful

Blazing with light
Is the whitest and the tallest and the biggest one
She’s muscled and fine
When she runs

They’re tearing up holes in the house
They’re tearing their claws in the ground
They’re staring with blood in their mouths
Mama, they won’t let me out

They tumble and fight
And they’re beautiful
On the hilltops at night
They are beautiful

Blazing with light
Is the whitest and the tallest and the biggest one
All muscled and fine
When she runs

Mama, there’s wolves in the house
Mama I tried to put them out
And m,ama I know you’re too wise
To wait till those wolves make nice“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Allison Weiss – „Wait For Me“


AllisonWeiss2013

Am Anfang ist da nur diese junge Frau namens Josee, der ein Paar Kopfhörer gereicht wird, um sich vor laufender Kamera einen Song anzuhören. Auf ihre Frage „How is that relevant?“ bekommt sie nur ein verschwörerisches „It’s very relevant…“ entgegnet. Und als die ersten Takte von „Wait For Me“, der aktuellen Single des dritten Allison Weiss-Albums „Say What You Mean„, verklungen sind, erfährt der Zuschauer auch den ein oder anderen Hintergrund: Josee ist eine Frankokanadierin aus Quebec, hat einen Verlobten namens Jean-François („She’s very French“) und eine kleine Tochter namens Lily. Just an diesem Morgen hat sie beide in ihrer alten Heimat zurück gelassen, um im fernen US-amerikanischen Connecticut ein Studium zu beginnen – etwas, das ihr bisher nicht möglich war, da sie ihre Tochter bereits mit 19 Jahren bekam und seitdem hart für den Lebensunterhalt der beiden arbeiten musste… Dass Regisseur Trevor Bowman gerade dieser jungen Frau eine so tränenreiche Abschiedsballade wie „Wait For Me“ mit Zeilen wie „I forgot what it felt like; I feel so alive / I’m packing my suitcase and changing my mind / I forgot what it’s like to look the things you want right between the eyes / It’s never been so hard to say goodbye“ vorspielt, hat schon etwas dezent Sadistisch-voyeuristisches. Andererseits: Wer, wenn nicht Josee könnte einen Song wie diesen besser verstehen?

Die 26-jährige, aus dem US-amerikanschen Athens, Georgia stammende Singer/Songwriterin Allison Weiss, taucht in diesem Musikvideo denn auch überhaupt nicht auf. Stattdessen hält die Kamera für knapp vier Minuten als One-Shot die Reaktionen der jungen Frau fest, die „Wait For Me“ zum ersten Mal hört, während im unteren Bildteil ihre Lebensgeschichte erzählt wird. „Wir sind an Trevor Bowman herangetreten, um ein Video für diesen Song zu machen“, wie Allison Weiss über die Entstehungsgeschichte zu „Wait For Me“ erzählt. „Doch anstatt uns lediglich eine Idee zu liefern, schickte er uns das [fertige Video]. Scheinbar besuchte er gerade eine Freundin, die zu diesem Moment eine sehr entscheidende Veränderung in ihrem Leben durchmachte, also gab er ihr ein Paar Kopfhörer und filmte, wie sie den Song zum ersten Mal hörte. Es hätte wohl kaum perfekter sein können: das Timing, die Geschichte… – alles. Das Video gibt genau wieder, wie ich mich fühlte, als ich den Song schrieb.“ Am Ende ist Josee den Tränen wohl genau so wie der Zuschauer am anderen Ende der Welt – und dieses Low-Budget-Video hat wieder einmal gezeigt, dass auch ganz kleine Momente für große Reaktionen und bibbernde Herzen sorgen können…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: