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Sunday Listen: Elliott Smith – live im Terrace Club, 1997


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Dem regelmäßigen Leser dieses bescheidenen Blogs dürfte über die Jahre ja bereits meine zeitweise manische Hingezogenheit zur Musik eines gewissen Elliott Smith unter die Augen gekommen sein. Und da ich bereits an der ein oder anderen Stelle darüber geschrieben habe, möchte ich hierüber auch gar nicht mehr allzu viele Worte verlieren, und viel lieber die Songs des immens einflussreichen, leider viel zu früh verstorbenen Singer/Songwriters selbst sprechen lassen…

Etwa die des Live-Mitschnitts einer Show im Terrace Club der Princeton University in Princeton, NJ, welche Smith im Zuge der Support-Tour zum damals aktuellen Album „Either/Or“, das im vergangenen Jahr und zum zwanzigsten Albumgeburtstag ein Expanded-Edition-Re-release erfuhr, im April 1997 spielte.

Ohne zu übertreiben, könnte man behaupten, dass der nicht eben geräumige Indie-Club der renommierten Universität, für den Begriffe wie „Wohnzimmer-Konzert“ wohl einst erfunden wurden und in dem man in den Neunzigern weniger später große Bands wie At The Drive-In oder Modest Mouse in intimem Ambiente bestaunen durfte, an jenem 12. April das mit Fug und Recht stillste Konzert seiner Historie erlebte, bei dem Elliott Smith nicht nur Stücke von zwei seiner – damals – drei Solo-Alben „Roman Candle„, „Elliott Smith“ und eben „Either/Or“ zum Besten gab, sondern auch herzerweichende Coverversionen der Big Star- beziehungsweise Kinks-Originale „Thirteen“ und „Waterloo Sunset“ – ihr wisst schon: „Stecknadel“, „Magie“ und „Tränenreichtum“

Zu finden ist der fast einstündige Soundboard-Mitschnitt der Show im Terrace Club der Princeton University unter anderem einmal mehr auf archive.org (als Stream oder kostenfreier Download).

 

 

SETLIST
– Division Day
– Alameda
– Angeles
– Alphabet Town
– Between The Bars
– Bled White
– St. Ides Heaven
– Thirteen
– Say Yes
– Needle In The Hay
– Big Decision
– Southern Belle
– 2:45 a.m.
– Waterloo Sunset
– Clementine

(via xpn.org)

 

Rock and Roll.

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Konzerttipp: Mogwai – Live im Gothic Theatre, Denver, 2006


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Wenn es um meine liebste Post-Rock-Band aller Zeiten geht, dann liegen Mogwai seit eh und je sanft und sicher in den Top 3. Punkt.

Und da habe ich die Bonuspunkte, die das Quartett durch seine schottische Herkunft (proudly Glasgow born and raised – aye, Sir!) oder durch seine Namensgebung (benannt nach den flauschigen Horrortierchen aus „Gremlins“ – beide Filmteile gehören seit Kindheitstagen zu meinen All-Time-Favs) inne hat, noch gar nicht mit eingerechnet. Fakt ist, dass  Stuart Braithwaite (Gitarre, sporadischer Gesang), Barry Burns (Gitarre, Piano, Synthesizer, darf ab und an auch mal ans Mikro), Dominic Aitchison (Bass) und Martin Bulloch (Schlagzeug) sowohl auf Platte als auch – gerade – live und auf Bühnenbrettern ohne viele Worte eine emotionale Wucht entfesseln, dass es einem – oder zumindest: mir – nicht selten die Gedankengänge frei die Beine weg bläst.

TRR291_MOGWAI_ECS_cover_hi-res_1500x1500px_640xNoch schöner ist, dass die Die-Hard-Celtic-Glasgow-Fans vor wenigen Tagen mit ihrem nunmehr neunten Studiowerk „Every Country’s Sun“ eine Rückkehr nach Maß gefeiert haben, nachdem mich Stuart Braithwaite und Co. mit allem, was da nach dem 2008er Werk „The Hawk Is Howling“ erschien, ein wenig verloren hatten, und auch nach über zwanzig Bandjahren beweisen, dass man vornehmlich instrumentalen Post-Rock durchaus spannend und emotional mitreißend gestalten kann.

Da Mogwai auch und vor allem eine Live-Band sind, sollten sich alle Interessierten, nebst dem ersten, 2010 erschienenen Live-Album „Special Moves“ (für das die Band im Jahr zuvor eine Show in der Music Hall of Williamsburg im New Yorker Stadtteil Brooklyn mitschnitt), auch die ein oder andere Live-Show aus der langen Karriere der Glaswegians zu Gemüte führen.

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Meine persönliche Empfehlung ist – nebst einer 2001 in Dallas, TX mitgeschnittenen Show (hier zu finden) – eine Aufnahme des Gastspiels von Mogwai im Gothic Theatre von Denver, CO vom 3. Mai 2006. Der Sound: superbe Soundboard-Qualität, die auch für ein höchst offiziell veröffentlichtes Live-Album herhalten könnte – eine professioneller aufgenommen und abgemischte Live-Show findet man sonst nirgends im Netz (und zudem noch als kostenfreier Download). Die Setlist: eine bunte Mischung aus frühen Sachen bis hin zum bis dato neusten Werk Mr. Beast„. Über 90 Minuten feinster Post-Rock. Und am Ende der 23-minütigen Schlussnummer „My Father My King“ dröhnen die Ohren. So soll’s sein.

Die 2006er Show aus Denver findet man hier (via archive.org).

All jenen, die bisher weniger mit der Diskografie sowie dem Schaffen von Mogwai vertraut sein sollten, sei außerdem die immerhin 3 CDs starke, 2015 (zum 20. Bandgeburtstag) erschienene Retrospektive „Central Belters“ ans Hörerherz gelegt.

 

 

Wer zum Ton auch gern bewegte Bilder hat, der findet hier zwei relativ aktuelle Live-Show-Mitschnitte der Rock-Schotten:

 

Rock and Roll.

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Monday Listen: Mother Tongue


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Ich bin mindestens einen Tag zu spät dran, darum wird der Name dieser bescheidenen Rubrik, welche ja eigentlich „Sunday Listen“ heißt, spontan auf den heutigen Montag tituliert.

Im Grunde ist das jedoch egal, denn, wenn ihr mich fragt, dann gibt es nie einen unpassenden Tag, um Mother Tongue zu hören. Selbst wenn sich die kalifornischen Alternative-Rocker – vor allem in Deutschland – in den letzten Jahren äußerst rar gemacht haben…

Die gute Nachricht ist, dass die vier Herren aus Los Angeles kürzlich eine etwas ausgedehntere Tournee durch die deutsche Club- und (Klein-)Festival-Landschaft angekündigt haben (die Termine findet ihr weiter unten). Die schlechte mag sein, dass auch acht Jahre nach Album Nummer fünf, „Follow The Trail“ von 2008, noch kein neues Studiowerk in Sicht ist – was sich bei einer Band, die vor allem auf Bühnenbrettern überzeugt und von dort aus eine ebenso vielfältige wie energetische Melange aus Siebziger-lastigem Bluesrock (im Stil von Jimi Hendrix oder Led Zeppelin), Soul und Funk unters nicht selten begeisterte Konzertpublikum streut, allerdings verschmerzen lassen dürfte.

51UMrk5totLUnd wie könnte man sich besser auf die anstehenden Mother-Tongue-Termine vorbereiten als mit dem Hören eines Konzertmitschnitts? Freundlicherweise haben David „Davo“ Gould (Bass, Gesang), Christian Leibfried (Gitarre, Gesang), Bryan Tulao (Gitarre, Gesang) und Sasha Popovic (Schlagzeug) den Großteil ihrer letzten Tourneen zwischen 1994 und 2010 mitgeschnitten (oder mitschneiden lassen) und teilen diese Bootlegs, welche nicht selten Soundboard-Qualität besitzen, sowohl auf ihrer Homepage als auch auf archive.org zum Hören und Downloaden. Bei dieser Vielzahl an Konzerten wären ein, zwei Empfehlungen nicht schlecht, oder? Nun, ich selbst lege euch etwa die Shows im Forum Bielefeld (vom 30. Oktober 2003) sowie in der Röhre in Stuttgart (vom 4. November 2003) ans Hörerherz, da diese sowohl in Punkto Soundqualität als auch durch Songauswahl und Spielfreude zu überzeugen wissen. Und all jenen, die wohlmöglich noch nie von Mother Tongue gehört haben sollten, empfehle ich die Anschaffung des zwar 22 Jahre jungen, jedoch noch immer taufrisch und großartig aus der Wäsche rockenden selbstbetitelten Debütalbums.

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Wer das audiovisuelle Komplentprogramm bevorzugt, der findet hier einen Mitschnitt der Show beim „VISIONS Festival“ in Dortmund aus dem Jahr 2009 (welchen man sich wiederum hier und hier – Mother Tongue spielten zwei Shows – aufs heimische Abspielgerät laden kann)…

 

…sowie ein paar Musikvideos:

 

 

IN THE BLOOD TOUR 2016

12. Juli GER Hamburg Knust Tickets
13. Juli GER Köln Underground Tickets
14. Juli GER Berlin BiNuu Tickets
15. Juli GER Marburg KFZ Tickets
16. Juli GER Erfurt Stoned from the Underground Festival Tickets
17. Juli GER München Strom Tickets
19. Juli GER Weinheim Cafe Central Tickets
20. Juli GER Dresden Beatpol Tickets
21. Juli GER Leipzig Moritzbastei Tickets
22. Juli GER Karlsruhe Das Fest Tickets
23. Juli AUT Dornbirn Kultursommer @ Conrad Sohm Tickets
24. Juli AUT Aflenz Sublime Tickets
25. Juli AUT Wien Flex Tickets
27. Juli GER Erlangen E-Werk Tickets
28. Juli GER Dortmund FZW Tickets
29. Juli GER Frankfurt (Main) Nachtleben Tickets
30. Juli GER Trebur Trebur Open Air Tickets

 

Rock and Roll.

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Mal laut, mal leise – zwei Ryan Adams-Liveshows als kostenlose Downloadtipps


Foto: iTunes / Facebook

Foto: iTunes / Facebook

All jenen, die diesen Blog mehr oder minder regelmäßig lesen, brauche ich wohl keine ausführlicheren Lobeshymnen über die tolle Medien-Sammelseite archive.org, auf der sich neben massig anderem (etwa Video-, Audio- und Textdokumente) auch so einige tolle kostenfreie Konzertmitschnitte finden lassen, an die Backe schreiben, oder?

Neustes Fundstück, zumindest für mich: Der komplette 90-minütige Mitschnitt von Ryan Adams‚ Auftritt beim iTunes Festival im Londoner The Roundhouse vom 21. September vergangenen Jahres. Natürlich mag es – gerade auf archive.org – viele Konzertmitschnitte des ohnehin nicht für seine künstlerische Faulheit bekannten 40-jährigen Künstlers aus Jacksonville, North Carolina geben (so macht Adams nebenbei noch als Autor zweier Romane und, in Kürze, als Comiczeichner von sich reden). Dafür besticht die Show durch ihre exzellente Songauswahl – bei den 18 Stücken wird fast der Großteil der (gängigeren) Schaffensperioden des Musikers berücksichtigt, neben neuen Songs vom aktuellen selbstbetitelten Album (etwa „Gimme Something Good“ oder „My Wrecking Ball“) kommen freilich auch Fanfavoriten und Klassiker wie „Oh My Sweet Carolina“ oder „Come Pick Me Up“ nicht zu kurz, während Adams und seine unlängst formierte neue Backing Band „The Shining“ glänzend harmonisieren (die andere, „The Cardinals“ – of Grateful Dead fame -, hatte er 2009 zu Grabe getragen). Dass die Audioqualität des Konzertmitschnitts (ein Soundboard-Webstream) ausgezeichnet ist, dürfte sich wohl von selbst verstehen – ansonsten gäbe es freilich keine Empfehlung von mir…

Übrigens: Wer Ryan Adams‘ Stücke in etwas ruhigeren Versionen hören möchte, dem sei – neben der 15 Konzerte starken, 2012 veröffentlichten Akustikshow-Sammlung „Live After Deaf“ – der knapp einstündige Mitschnitt des 2011er Gastspiels des Musikers in den Apogee Berkeley Street Studios des renommierten Radiosenders KCRW in Los Angeles, Kalifornien ans Hörerherz gelegt, bei welchem es Adams’sche Klassiker wie „Let It Ride“ oder „My Winding Wheel“ in Akustikversionen zu hören gibt.

 

 

Rock and Roll.

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Zu kurz gekommen… – Teil 11


Dredg – El Cielo (2002)

dredg-el cielo-erschienen bei Interscope/Motor/Universal-

Salvador fuckin‘ Dalí. Allein durch die bloße Nennung des Namens des spanischen – Halt: explizit katalanischen! – Kunst-Universalgenies tun sich bei dem ein oder anderen kundigen Kunstkenner bereits Tore zu wilden Gedankenwelten auf… Solche, in denen stelzbeinige Elefanten endlos scheinende Wüstenlandschaften durchschreiten, während traumwandelnde Gesichtsschemen gen Horizont blicken, Ziffernblätter im Sande zerfließen und Farben sich mächtige Rauschduelle liefern. Zeitlebens ließen sich die Werke des Surrealisten mit dem dünnen Zwirbelbart kaum (be)greifen, und auch heute noch – 25 Jahre nach seinem Tod – wirken Dalís Malereien, Grafiken, Texte, Bildnisse und Bühnenbilder wie die kreativen Auswüchse eines rauschhaft agierenden Getriebenen, ja: Wahnsinnigen. Oder, wie der streitbare Künstler selbst einst zu Protokoll gab: „I don’t do drugs, I am drugs“. Wie also sollte man sich Salvador Dalí am besten, am einfachsten nähern? Durch Seite um Seite füllende Analysen, welche biografische Eckdaten dann ebenso einbeziehen wie Zeitgeschichte, Politik und – klar! – psychologische Bezüge (immerhin pflegten Dalí und der österreichische Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, eine auf Gegenseitigkeit beruhende Bewunderung)? Wäre freilich möglich. Oder man pickt sich eines von Dalís bekanntesten Bildern heraus und setzt dieses dann in musikalische Klangbilder um… Klingt verrückt? Ist es wohl auch. Doch genau das ist „El Cielo„, das 2002 nach vierjähriger Arbeit erschienene zweite Album des kalifornischen Rock-Quartetts Dredg.

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Dabei ging die 1993 in Los Gatos, einer 30.000-Einwohner-Stadt in der San Francisco Bay Area, gegründete Band um Gavin Hayes (Gesang, Slidegitarre), Mark Engles (Leadgitarre), Drew Roulette (Bass) und Dino Campanella (Schlagzeug, Piano) einerseits ein nicht unbeträchtliches Wagnis ein, immerhin kannte die Gruppe damals noch kaum jemand (also: kreative Herausforderung vs. kleine Fanbase). Andererseits schien dieser Schritt nur der allzu logischste nächste in der Bandbiografie zu sein, lag doch dem 1999 erschienenen Debütalbum „Leitmotif“ bereits eine von Bassist und Teilzeit-Maler verfasste Geschichte über die ebenso essenzielle wie spirituelle Sinnsuche eines todgeweihten Mannes zugrunde, auf welche die Band während der nicht eben anspruchslosen 54 Albumminuten immer wieder Bezug nimmt, während das offensichtliche musikalische Klangbild irgendwo zwischen Alternative und Progressive Rock, zwischen asiatischen Anklängen wie Angejazztem und mäandernden Jams seine berauschenden Spannungsbögen zieht. Ehrgeizig, freilich – nur damals eben kaum mehr als ein erstes Ausrufezeichen unterhalb des Radars der Musiköffentlichkeit. Diese Band also nahm sich ganze vier Jahre Zeit, um mit insgesamt drei Produzenten – und das dann gar in den Aufnahmestudios von George „Star Wars“ Lucas‘ Skywalker Ranch – an einem Album zu arbeiten, welchem Salvador Dalís 1994 veröffentlichtes Gemälde „Dream Caused by the Flight of a Bee around a Pomegranate One Second Before Awakening“ (deutsch: „Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen„) als oberste und innerste Inspirationsquelle zugrunde liegt? Jawollja! Aber „El Cielo“ ist so viel mehr als das…

300x300Natürlich sind es mit diesem Wissen zuerst die Bezüge auf Dalís kunstvolles, im US-amerikanischen Exil entstandenes Werk, die man an allen Ecken und Enden des knapp einstündigen zweiten Albums von Dredg heraushört. So wird das Konzeptalbum immer wieder von fünf nicht eben zufällig mit „Brushstroke“ (deutsch: „Pinselstrich“) betitelten Intermezzo-Zwischenteilen durchbrochen, von denen der erste, „Brushstroke: dcbtfoabaaposba“ (nichts anderes als die Abkürzung des Titels des Dalí-Gemäldes), das Streichen eines Pinsels über eine Leinwand intoniert, welches alsbald in ein bedrohlich mechanisches Summen und Zurren hinüber gleitet. Doch anstatt sich immer „nur“ einzelne Bildbestandteile des wohl herausragendsten Werkes aus Dalís paranoisch-kritischer Schaffensperiode herauszupicken und diese mit Musik zu beleben, dient Dredg das Gemälde nur als Nährboden, als Versinnbildlichung von etwas noch Größerem, etwas Gewichtigerem und – ja – Höherem. Während der Reiz der Farben vielleicht lediglich das wache Auge anzusprechen vermag, ist „El Cielo“, auf Spanisch wohl nicht zufällig ebenso „Firmament“ wie „Himmel“, das Ton gewordene Konzept der Band von Phänomenen wie der Schlafparalyse, dem Luzidtraum oder – aufgepasst, großes Wort! – der Veränderung (letzteres lag, grob umfasst, bereits „Leitmotif“ in Sinnhaftigkeit wie Optik zugrunde). Angefangen beim Booklet zum Album, welches handschriftliche Schlaf- und Traumerlebnisse zu den einzelnen Songs umfasst, ziehen sich diese Begriffe wie rote Fäden durch alle 16 Stücke von „El Cielo“ – schon, wenn Sänger Gavin Hayes im ersten „echten“ Song „Same Ol‘ Road“ (und der ist auch gleich einer der besten des Albums!) mit seiner so charakteristisch sanften wie gleichsam eindringlichen Stimme „Here we go / Down that same old road again / Sympathy unfolds the shell that holds / All the beauty within / Here we go /Down that same old road again / A memory or a regtet… a hope“ intoniert. Die Band spielt dazu mal groß zu manierlichen Alternativerock’ismen auf („Convalescent“), mal lässt sie die Zügel locker und die Gitarren weitläufig mäandern („Triangle“), holt zu (Free) Jazz-Anleihen (die einsame Posaune in „Whoa Is Me“!) Anlauf, nur um daraufhin vorwärts, rückwärts, seitwärts, himmelwärts zu preschen. Obwohl „El Cielo“ alles in allem wie ein (Konzept)Album aus einem bruchfreien Guss wirkt, gibt es darauf doch Highlights en masse: Man höre sich nur den überbordenden Refrain von „Of The Room“ („Night falls beneath candle light / White squalls beneath winter skies“) mit Kopfhörern über den Lauschmuscheln und geschlossenen Augen an! Man lausche einfach dem seltsam bedrohlich – samt Sprachfetzen – schleichenden Mantra „Scissor Lock“! Undsoweiter, undsofort… Auf „El Cielo“ geht – allein schon rein musikalisch – so Einiges, wenn die Band das Rock-Grundgerüst aus GitarreSchlagzeugGesangBass nimmt, um um dieses einen Turm aus Jazz-Versätzen, Pianopassagen (der sowieso schon rhythmisch beschlagene Schlagzeuger Campanella bedient die Tasteninstrumente sogar nicht selten parallel zum Trommelwerk!), Elektronikspielereien, asiatischen Klanganleihen oder Chorälen zu wuchten. Wenn dieser schlafwandelnde Elfenbeinturm im letzten Stück „The Canyon Behind Her“ (benannt nach dem Berg im Hintergrund von Dalís Gemälde, während sich „her“ auf die im Bild zu sehende Dame, Dalís Ehefrau Gala, bezieht) knapp unter der Sechs-Minuten-Marke in sich zusammenfällt und der Hörer für die letzte übrige Minuten allein mit der im Chor singenden Band gelassen wird, dann ist ist wohl längst passiert. Dann ist man längst zutiefst eingenommen von diesem nicht immer einfachen, aber jederzeit fordernden Werk aus Außerweltlichkeit, Faszination und Schemenhaftigkeit, das all jenen seine wahre abgründige  Schönheit offenbart, die sich komplett darin fallen lassen: „Sympathy unfolds the shell / That holds all the beauty within“  (aus „Same Ol‘ Road“).

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In der bis heute fünf Studioalben umfassenden Dredg’schen Diskografie ist „El Cielo“ weder das musikalisch am härtesten – man mag’s auch „progressiv“ nennen –  zu Werke gehende Album (da ist man mit dem Erstling „Leitmotif“ besser bedient) noch das poppigste (diese Tendenzen hin zum eingängigeren Alternative Rock trieb die Band 2005 mit dem ebenfalls – wenn auch auf komplett andere Weise – höchst gelungeneren Nachfolger „Catch Without Arms“ auf die Spitze). Und während das vierte Album „The Pariah, The Parrot, The Delusion„, 2009 in die Plattenläden gestellt, mit seinem vollzogenen Spagat zwischen grob umrissenem Konzept (á la „El Cielo“) und pathetisch empfundener Rock-Poppigkeit (á la „Catch Without Arms“) in Gänze noch einmal die Kurve hin zum positiven Gesamteindruck erwischte, sollte das so seltsam zwischen Alternative Rock und Schlagerrhythmus (!) hin und her taumelnde letzte Album „Chuckles And Mr. Squeezy“ (2011) leider (!) so rein gar nichts mehr mit jenen Dredg zu tun haben, die es einem noch vor Jahren so einfach machten, sie und ihre Kunst so aufrichtig und (annähernd) bedingungslos zu lieben. Was bleibt, ist mit „El Cielo“ das frühe wahrhaftige Meisterwerk des kalifornischen Quartetts, das seine Bahnen zwischen Freuds Psychoanalyse, Dalís surrenden Fantasiewelten, traumhaften bis albtraumhaften Mären, spiritueller Jenseitigkeit und entrückter Diesseitigkeit hin und her zieht (wer tiefer gehen mag, dem liefert die Fanseite „Traversing“ vielerlei Ansatzpunkte). Für mich selbst stellt das Album nach all den Jahren – und auch nach gefühlten 5.000 Durchläufen – eines jener Gesamtkunstwerke dar, das es wie nur wenige andere versteht, zu fesseln, zu bannen, zu emotionalisieren. Wer mag, darf’s in seiner Tiefe gern als den „kürzesten Weg zwischen spiritueller Erfahrung und musikalisch wahrhafter Größe“ nennen. Dabei wird deutlich, dass es Dredg zu keiner Sekunde um etwas wie den Versuch von Perfektion geht, sondern vielmehr um Wahrhaftigkeit. (Ein großes Wort, ich weiß… wer sich jedoch einmal, wie ich so Hals über Kopf in dieses Album gestürzt hat, der wird hoffentlich Ähnliches empfinden.) Und bei aller Zerrissenheit, welche zwischen den Zeilen immer und immer wieder hindurch scheint, spürt man während der 58 Minuten von „El Cielo“ vor allem eines: Liebe. Zur Musik. Zur Rastlosigkeit. Zu Neuem, Unbekanntem. Zum Leben.

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Hier kann man sich „El Cielo“ in Gänze anhören:

 

…und sich hier, da die offiziellen Musikvideos zu „Same Ol‘ Road“ und „Of The Room“ selbst heute digital rar gestreut sind, ein wunderbar geratenes Fanvideo zu nicht weniger tollen Albumabschluss „The Canyon Behind Her“ ansehen:

 

Und zur Feier des Faktes, dass Dredg nach Jahren abseits des Musik- und Veröffentlichungsgeschäfts mal mehr als ein zufällig neues Stück (ANEWFRIEND berichtete) durchschauen lassen und tatsächlich wieder europäische Konzertbühnen betreten, um ihre Alben „El Cielo“ und „Catch Without Arms“ in Gänze live zu präsentieren (die deutschen Konzertdaten gibt’s unten), hat ANEWFRIEND noch eine besonderes Empfehlung für euch: Auf archive.org findet ihr den komplette und ganze 28 Songs starke (beziehungsweise 105 Minuten lange) Show, welche Dredg am 11. Januar 2009 im Konzerthaus Dortmund zum Besten gaben. Das Konzert wurde damals vom „WDR Rockpalast“ mitgeschnitten und ist auf archive.org zum freien Download – und selbstredend in bester Soundboard-Qualität – verfügbar…

 

Dredg – „El Cielo“ live:
30.04 Frankfurt – St. Peter
01.05. Köln – Gloria (18 Uhr)
02.05. Berlin – Kesselhaus (19.30 Uhr)
03.05. Hamburg – Gruenspan (19.30 Uhr)

Dredg – „Catch Without Arms“ live:
29.04. München – Theaterfabrik
01.05. Köln – Gloria (21.30 Uhr)
02.05. Berlin – Kesselhaus (22.30 Uhr)
03.05. Hamburg – Gruenspan (22 Uhr)

(Tickets gibt’s via Eventim…)

 

Rock and Roll.

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Zum zehnten Todestag von Elliott Smith…


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Himmel, zehn verdammte Jahre… Zehn! Und so viele Erinnerungen…

Als Ende Oktober 2003 die Nachricht die Runde machte, dass Elliott Smith tot aufgefunden wurde, fragte ich mich wie viele andere auch: „Elliott wer?“. Allerorts waren sehr persönliche, ja geradezu zu Herzen gehende Nachrufe zu lesen (ich erinnere mich da spontan an einen von Ex-Tomte-Chef Thees Uhlmann), in welchen von einem gefallenen Genie und allerlei Tragik die Schreibe war. Ich kam also kaum umhin, ein Ohr zu riskieren…

Und – machen wir’s kurz, so pathetisch und phrasiert es sich im ersten Moment auch lesen mag: Diese, Elliott Smiths Musik veränderte mein Leben wie kaum etwas davor und danach (ad hoc würde ich noch maximal fünf Namen einen ähnlichen Stellenwert einräumen). Zuerst fiel mir sein viertes, 1998 erschienenes Soloalbum „XO“ in die Hände. „Baby Britain“, „Independence Day“, „Oh Well, Okay“… – im Grunde könnte man hier alle vierzehn Stücke als Highlights aufzählen. Und obwohl ich selbst den Nachfolger „Figure 8“ noch eine Spur inniger liebe, beweist Smith sich schon auf „XO“ als vollkommener Musiker, der scharfkantige, zu Herzen reichende Lyrik mit Harmonien verband, die ich so bislang nur von den Beatles oder Beach Boys kannte (wer mag, darf hier – von mir als „Melodiebögen-Junkie“ – gern ein besonders großes Kompliment sehen). Wer sich im Nachgang mit der Biografie des 1969 als Steven Paul Smith irgendwo im Nirgendwo des US-amerikanischen mittleren Westen geborenen Musikers vertraut machte, der wusste, dass Elliott Smith all seine schmerzlichen Zeilen kaum über Fremde, Freunde oder Bekannte geschrieben hatte. Nein, all seine Songs handelten – mutmaßlich – ganz und sonders von ihm selbst (Ausnahmen wie „Son Of Sam“ bestätigen trotz allem die Regel). Mal zu fingergepickter Akustikgitarre, mal am Piano und – wie schon zu Zeiten seiner Ex-Band Heatmiser – im krachigen Indierock-Outfit – Smith schien es ein Leichtes zu sein, jedem seiner Stücke das nötige emotionale Instrumentalgewand zu verpassen.

Und irgendwie passt auch ins Bild, dass ein Moment, der für 90 Prozent seines Berufsstandes potentiell den Startschuss in eine nahezu rosige Zukunft bedeutet hätte, wohl zum Wendepunkt in Elliott Smiths Leben wurde: Viele staunten 1998 nicht schlecht, als mit „Miss Misery“ eine traurige Ballade als „bestes Titelstück“ für einen Oscar nominiert wurde (als Teil von Gus Van Sants Film „Good Will Hunting„). Leider war dieses Jahr auch jenes, bei welchem ein Film namens „Titanic“ nahezu jeden erdenklichen Preis holte und sämtliche Rekorde pulverisierte… Und gegen einen Welthit wie „My Heart Will Go On“, geschmackssicher schmonziert von der zu Weltruhm gelangten Heulboje Celine Dion, hatte Smith freilich keinerlei Chance. Trotzdem wagte sich am Abend der Oscar-Verleihung ein klammes Männchen im weißen Anzug auf die Preisverleihungsbühne und sang zur Akustischen und mit von brüchigem Vibratio getragener Stimme sein Stück von der Schattenseite des Lebens („I’ll fake it through the day / With some help from Johnny Walker Red / Send the poison rain down the drain / To put bad thoughts in my head“), welches immer und immer wieder in der beinahe spöttischen Frage „Do you miss me, miss misery Like you say you do?“ gipfelte. Ein fraglos seltsamer, surrealer Anblick… Und obgleich Smiths Song ohne Preis blieb, so wurden im Nachgang größere Plattenfirmen auf den Singer/Songwriter, der bis dato zwar stetes Kritikerlob eingefahren, jedoch fernab des breiten öffentlichen Interesses produziert hatte, aufmerksam. Größeres Budget, größeres Studio, mehr (und qualitativ bessere!) Möglichkeiten – welcher Musiker hätte da bitte Nein gesagt? Smith nutzte die Angebote und veröffentlichtes zwei Jahre darauf, 2000, mit „Figure 8“ ein Album, das die kleinen Akustikstücke vergangener Werke im Gros hinter sich ließ und sich klar dem Klanggewand Smiths großer Vorbilder, den Beatles, verschrieb. Ebenso bezeichnend ist wohl auch, dass Elliott Smith eben nicht versuchte, mit einfachen poplastigen Songs und Strukturen nahtlos den nächsten Erfolgssong herauszupressen. Im Gegenteil: „Figure 8“ darf – vom postum veröffentlichten, grandiosen „From A Basement On The Hill“ einmal abgesehen – gut und gern als das sperrigste Werk des Musikers gelten.

 

 

Leider heilt der Erfolg höchstens klamme Geldbeutel und rote Kontostände, jedoch nie die Seele. Und obwohl sich Smith, Freunden und Zeitzeugen nach, kaum um Erwartungshaltungen und Plattenfirmendeadlines zu scheren schien, so kämpfte er bereits seit frühester Jugend, welche er zuerst im konservativen Dallas, Texas, später im weitaus offeneren Portland, Oregon verbrachte, einen Kampf gegen seine eigenen inneren Dämonen. Einerseits war Elliott Smith ein zu allerhand Späßen bereiter Zeitgenosse und Freund, andererseits nie der, der sich ungefragt zum Wortführer aufschwang und von sich aus in den Mittelpunkt drängte. Er suchte sein Heil im kreativen, aber leider auch im drogenbedingten Exzess, und ließ seine Hörer anhand seiner fünf Soloalben als Schaubilder in eine gebrochene Seele daran teilhaben. Er rannte, taumelte – und fiel. Am 21. Oktober 2003 wurde er von  seiner damaligen Freundin Jennifer Chiba nach einem Streit der beiden mit zwei Messerstichen in der Brust tot aufgefunden. Und obwohl alles auf einen Selbstmord hindeutete, konnten die genauen Umstände nie geklärt werden…

Elliott Smiths Tod riss vor zehn Jahren ein Loch in die Musikszene. Keiner vermochte sich auszumalen, zu was dieser schüchterne, nach Außen unsicher auftretende, jedoch in höchstem Maße begabte Kerl – in kreativem Sinne – noch in der Lage gewesen wäre. Allein das postum von Freunden und Wegbegleitern fertig gestellte und ein Jahr nach seinem tragischen Tod veröffentlichte Album „From A Basement On The Hill“, an welchem er bis zuletzt gearbeitet hatte, wirft ebenso viele Fragen wie Antworten für mannigfaltige Schnitzeljagden ins Rund. Kein Zweifel, dass Smith in einer Reihe mit Größen wie John Lennon, Paul McCartney oder Brian Wilson zu sehen ist. Nur leider endete sein Leben im Alter von 34 Jahren – und damit ähnlich früh und nebulös wie das eines Jeff Buckley (dieser ertrank), Nick Drake (nah eine Überdosis Antidepressiva zu sich), Jim Morrison (Überdosis von Wasauchimmer) oder Kurt Cobain (Rauschmittel und Schrotflinte). Eins zu null für Elliott Smiths Dämonen, der Treffer fiel viel zu früh…

Elliott Smith

Gern hätte ich mich bei Elliott Smith für all die Stücke bedankt, die mich vor Jahren durch eine harte Zeit gebracht haben. Dass ich nicht im Stande bin, unter all den Glanzlichtern einen persönlichen Favoriten auszuwählen, dass massig Stücke nach all den Jahren noch immer lebhafte Erinnerungsfetzen vor meinem inneren Auge vorbei ziehen lassen, dass ich einfach fühle, dass ein Freund zu mir singt, als ob er sagen möchte „Mir geht’s ebenso wie dir, du bist nicht allein in diesem Moment“ – all das sagt so Einiges, zumindest für mich. Nicht ohne Grund trage ich seit Jahren die selbe Tätowierung wie Elliott Smith am Arm (die Coverzeichnung von Ferdinand dem Bullen). Ich habe es nie bereut. Und auch wenn ich die Alben von „Roman Candle“ bis „From A Basement On The Hill“ nicht mehr täglich hören kann (nicht, weil ich’s nicht möchte, sondern einfach, weil so viele Erinnerungen daran geknüpft sind), so weiß ich doch auch heute noch, dass – und warum! – ich mich damals Hals über Kopf in diese Lieder verliebt habe. Schonungslos offene Geständnisse, Lyrik auf meisterlichem Niveau, Melodien wie tausend kleine Geniestreiche – all das findet man bei Elliott Smith. Ich würde so gern „Danke“ sagen, mein Freund, den ich nie kennen lernen durfte… Du wirst vermisst.

 

Bevor ich die ein oder andere weiterführende Empfehlung ausspreche, möchte ich meinen Nachruf mit Elliott Smiths kaum grundlos bereits hundertfach von anderen Künstlern interpretiertem Song „Between The Bars“ (unter anderem geben sich hier mit Metric, Agnel Obel, Chris Garneau, The Civil Wars, Good Charlotte oder gar Madonna Licht und Schatten die musikalische Klinke in die Hand) beschließen. Nie wurde ein nächtlicher Kneipenstreifzug schöner besungen (Nimm das, Tom Waits!)…

 

 

„Drink up baby, look at the stars
I’ll kiss you again between the bars
Where I’m seeing you there with your hands in the air
Waiting to finally be caught
Drink up one more time and I’ll make you mine
Keep you apart, deep in my heart
Separate from the rest, where I like you the best
And keep the things you forgot…“

 

Allen Neulingen seien – neben der halbwegs gelungenen Zusammenstellung „An Introduction to Elliott Smith“ und Smiths sieben Soloveröffentlichungen (allen voran meine Lieblinge „Figure 8„, „From A Basement On The Hill“ und „XO„) – auch die Biografie „Elliott Smith and the Big Nothing“ von Benjamin Nuget und der großartige Bildband von Fotografin Autumn de Wilde (welche sich auch für das Musikvideo zum Song „Son Of Sam“ verantwortlich zeichnete) ans Herz gelegt.

Wer darüber hinaus noch Genussmaterial für die Gehörgänge sucht, der findet auf archive.org Einiges an kostenfreien Konzertmitschnitten in mal mehr, mal weniger toller Qualität. Um euch die Arbeit des Suchens und Vergleichens zu ersparen, hier meine Favoriten:

– Elliott Smith live at Black Cat, Washington, DC, USA, April 17, 1998 (hier)

– Elliott Smith live at Studion, Stockholm, Sweden, June 2, 1998 (hier)

– Elliott Smith live at Maxwell’s, Hoboken, NJ, USA, August 12, 1998 (hier)

– Elliott Smith live at Maxwell’s, Hoboken, NJ, USA, December 30, 1999 (hier)

– Elliott Smith live at The Steamboat, Austin, TX, USA, May 3, 2003 (hier)

 

Des weiteren hat Pretty in Noise zu Elliott Smiths zehntem Todestag eine reichhaltige Playlist mit massig Live-Versionen und alternativen Mixen von Songs des „leisen Helden des Indie-Rocks“ (Zitat laut.de) ins weltweite Netz gestellt:

elliott smith

 

Rock and Roll.

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