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„Vinyl lebt!“ – Eine Dokumentation über die hippe Rückbesinnung aufs Analoge


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Nicht mehr ganz taufrisch, aber aufgrund des auch im vergangenen Jahr weiterhin anhaltenden Vinyl-Revivals noch immer interessant: Für ZDFinfo wurde 2015 die 45-minütige Dokumentation „Vinyl lebt!“ über Schallplatten, Plattenläden und die anhaltende Rückbesinnung einer stetig wachsenden Hörerschaft auf die „guten alten Polyvinylchloridrillen“  produziert. Größtenteils und erwartungsgemäß zwar mit dem ein oder anderen üblichen Verdächtigen zum Thema (die „Vinylfetischisten“ sind halt wie alle ein Völkchen für sich), aber alles in allem doch sehr nett und informativ anzusehen…

 

Vinyl ist hip, Vinyl ist modisch. Doch Vinyl war nicht immer so erfolgreich wie im Moment. In den letzten 30 Jahren hat die Industrie sogar immer wieder den Untergang der Schallplatte prophezeit.

Der Verkauf von Vinylplatten ist 2014 in den USA um 52 Prozent gestiegen, mehr als 9 Millionen Mal ging Vinyl über den Ladentisch. Die Schallplatte ist der einzige physische Tonträger, dessen Umsatzzahlen noch wachsen.

Und er ist damit auch längst wieder ein ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor. Kaum ein angesagter Künstler kann es sich leisten, sein aktuelles Werk nicht auch auf Vinyl zu veröffentlichen. Die Dokumentation macht sich auf die Spur dieses Phänomens: Warum taucht Vinyl wieder aus der Versenkung auf? Wer profitiert davon?

In 45 Minuten geht Filmautorin Lisa Simonis der Frage nach: Was ist eigentlich an dem viel beschworenen Klang der Schallplatte dran? Ein analoger Tonträger, dessen Technik in der digitalen Ära doch völlig aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Das Filmteam besucht Europas größte Plattenbörse in Utrecht, lässt sich im Presswerk von Optimal Media den komplizierten Herstellungsprozess einer Platte erklären – und schaut einfach mal nur beim Plattenauflegen zu.

 

 

Die Dokumentation findet man hier in der ZDF-Mediathek.

 

Rock and Roll.

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Vinyl kills the mp3 industry – die ewige Debatte von analog vs. digital


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„Steve Jobs, the man who invented the iPod and ignited the digital music revolution, never listened to MP3s…“

Wenn ein Artikel mit einem Satz wie diesem beginnt, dann horcht man schonmal auf. Und obwohl die Debatte als solche – Analog vs. Digitalmedien – eine wahrhaft leidige Angelegenheit ist, die bereits tausendfach in Internetforen und an Stammtischen durchdiskutiert wurde, mit zig Doktorarbeiten und kaum weniger wissenschaftlichen Studien wohl hinreichend beantwortet wurde, ist dieser Artikel auf „Music.Mic“ doch recht interessant. Freilich können weder mp3s noch CDs dem Klangerlebnis beim Hören von Schallplatten aus Polyvinylchlorid das Wasser reichen – sei es nun aus rein wissenschaftlichen Gründen (kurz gefasst: beim Abspeichern von Musik in digitalen Daten werden die jeweiligen Datenpakete stark komprimiert und damit gewisse Frequenzen einfach weggeschnitten) oder eben aus purer Nostalgie. Und: Nein, auch FLACs (oder welche digitalen Datenformate auch immer) reichen da, trotz ihrer Güte, nicht ans Vinyl heran.

Am Ende bleibt es, wie so oft, der Einschätzung und den Vorlieben eines jeden Einzelnen überlassen, welches Format er wählt. Denn freilich ist es wenig hilfreich, recht unpraktikabel und mühselig, ständig einen Handwagen nebst Stromaggregat und Vinylstapel neben sich her zu ziehen, nur um mal eben dieses oder jenes Album unterwegs hören zu können. Da lob‘ ich mir doch meinen customizeden iPod Classic mit (s)einer Speicherkapazität von 240 GB (dass Apple dieses Prunkstück portablen Musikspaßes im vergangenen Jahr klammheimlich aus dem Sortiment genommen hat, ist noch immer eine zum Himmel schreiende Schande, mal so am Rande). Auf den passen übrigens, grob gerechnet, schlappe 3.648 Vinylplatten…

 

 

Rock and Roll.

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