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Song des Tages: Antje Schomaker – „Gotham City“


Antje-Schomaker-Musik

Wer möchte, könnte Antje Schomaker bereits anhand ihrer musikalischen Inspirationsquellen ganz gut einordnen: Thees Uhlmann, Enno Bunger, Clueso oder Bosse. Denn in der Tat suchen sich die Stücke der Mittzwanzigerin, die am Niederrhein aufwuchs und – wohl auch der Kreativität wegen – vor etwa fünf Jahren nach Hamburg und ins schmuddelig-vielfätige St. Pauli ging, genau in dieser Schnittmenge ihre kleine Heimat: Indie-Pop, handgeknüppelt mit meist akustischem Instrumentarium und garniert mit nicht selten melancholischen Texten mitten aus dem kunterbunten Mausgrau des Alltags.

Natürlich schwingt manchmal – Hallo, Herr Uhlmann! – etwas Pathos mit. Ab und an stiehlt sich sogar eine Prise Bitterkeit aus dem Alltag heraus, etwa wenn Schomaker im bereits 2016 veröffentlichten Song „Bis mich jemand findet“ Zeilen wie „Meine Träume sind beschissen / Ich will doch nur einen / Mehr als einmal küssen“ singt – nur um im Refrain das Ganze deftig indiepoppend mit „Bis mich jemand findet / Tanze ich hier / Tanze ich hier“ abzumildern.

51Zg1sTm6kLDass Antje Schomaker, die unlängst im Vorprogramm von Bosse erstmals größere Bühnen außerhalb St. Paulis kennen lernen durfte, nicht auf Teufelkommraus dem Pop verfallen mag, sondern auch reduziert zu überzeugen weiß, stellte die Newcomerin in den vergangenen zwei Jahren bereits mit dem ein oder anderen via YouTube veröffentlichten Akustik-Session-Song unter Beweis.

Das tolle „Gotham City“, welches Teil von Schomakers am 23. Februar erscheinenden Debütalbums „Von Helden und Halunken“ sein wird, weiß mit seinem schnodderigen Text, der vom Ende einer vielleicht kurzen, vielleicht auch intensiven Zweisamkeit erzählt, sowohl in der ausformulierten als auch in der akustischen Variante zu überzeugen. Und macht Lust auf mehr von ebenjenen Indiepop-Songs, deren Herz-Poesie sich mit reichlich Kamikaze-Haltung mitten hinein ins pralle Mausgrau des Alltags stürzt…

 

Hier gibt’s das Musikvideo zu „Gotham City“…

 

…sowie den Song in einer Akustik Session:

 

„Du fragst mich, ob du bleiben sollst
Und ich schüttle den Kopf ganz leicht
Es ist besser, wenn du gehst
Auch wenn ich ein bisschen will, dass du bleibst

Vielleicht ist das ’n Anfang
Eher wohl ’n Ende, um ehrlich zu sein
Denn in mein Löwenherz
Passt nichts mehr rein

Irgendwer kommt und
Irgendwer geht
Wir haben uns doch eh nie ganz gehabt
Du bist nicht Batman
Und ich bin nicht Gotham City
Ich glaub‘, ich komm gut ohne dich klar

Wem ich hier was beweisen will
Weiß ich selbst nicht genau
Aber das, was uns verbindet
Reicht einfach nicht aus

Mein Kontingent an Nähe
Hab ich halt verbraucht
Wir sind zusammen da reingefallen
Jetzt fall‘ ich leise wieder raus 

Irgendwer kommt und
Irgendwer geht
Wir haben uns doch eh nie ganz gehabt
Du bist nicht Batman
Und ich bin nicht Gotham City
Ich glaub‘, ich komm gut ohne dich klar

Ich bin der Held meiner eigenen Geschichte
Ich rette mich selbst und kämpfe gegen Bösewichte
Nein du
Kannst hier wirklich nichts tun

Ich bin der Held meiner eigenen Geschichte
Ich rette mich selbst und kämpfe gegen Bösewichte
Nein du
Kannst hier wirklich nichts tun

Denn
Irgendwer kommt und
Irgendwer geht
Wir haben uns doch eh nie ganz gehabt
Du bist nicht Batman
Und ich bin nicht Gotham City
Ich glaub‘, ich komm gut ohne dich klar“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Vance Joy – „Fire And The Flood“ (acoustic)


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Normalerweise kommen meine Freundin und ich höchst selten auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner. Bei ihr im Auto läuft der immer selbe Mischmasch aus Radiogedudel, R’n’B, enervierenden Pseudo-Spanisch-Strandgebrüll à la Enrique Iglesias, bei welchem der leicht abzählbare Wortschatz von „Bailando“ bis „Te Quiero“ reicht, Allerweltshiphop oder Neunziger-Jahre-Rumms’n’Bumms-Technohits, bei mir eben – wenn’s ich gut mit ihr meine – gitarrenlastige „depressive Musik“ (so empfindet sie’s zumindest). Da kann man nichts machen…

Fire_and_the_Flood_by_Vance_Joy_coverManchmal jedoch können wir uns in der Tat auf einen tollen Song einigen. So mag sie etwa das zum Heulen schöne „Have You Forgotten“ der Red House Painters (wohl aber, weil ich es liebe) oder „Freebird“ von Lynyrd fuckin‘ Skynyrd (hey, größter Song ever – wie kann man den nicht mögen?) – trotz Gitarren, trotz Solo. Und als wir letztens bei Sonnenschein in einem Café in Eindhoven saßen und die Akustik-Version von „Fire And The Flood“, welches wiederum im Original auf der Deluxe Edition von „Dream Your Life Away„, dem Debütalbum des australischen Pop-Singer/Songwriters Vance Joy (ihr wisst schon – der mit „Riptide„, welches man 2015 ob seiner Ohrwurmigkeit kaum mehr aus dem Gehörgang bekam), zu finden ist, hörten, mussten wir beide zugeben, dass das gerade doch ein sehr, sehr schönes Lied ist. Auf Albumlänge mag diese gefühlte Melange aus clever getexteten Mumford & Sons und dem biederen Liebchen-Aussehen eines James „Schwiegermutter mag mich“ Blunt eventuell nerven, doch zumindest „Fire And The Flood“ ist ein derart naiv in den Moment gestelltes Liebeslied, wie es schöner kaum geht. Reicht ja auch, manchmal.

 

Da die von mir angesprochene Akustik-Version von „Fire And The Flood“ leider nur auf iTunes oder Spotify zu finden ist, gibt’s hier das offizielle Musikvideo…

 

…und eine Live-Session-Variante:

 

„I was only walking through your neighborhood
Saw you out loud, honey, in the cold I stood
Anywhere I go there you are
Anywhere I go there you are

I been getting used to waking up with you
I been getting used to waking up here
Anywhere I go there you are
Anywhere I go there you are

There you are
There you are

You’re the fire and the flood
And I’ll always feel you in my blood
Everything is fine
When your hand is resting next to mine
Next to mine
You’re the fire and the flood

Since we met I feel a lightness in my step
You’re miles away but I still feel you
Anywhere I go there you are (anywhere)
Anywhere I go there you are
Late at night when you can’t fall asleep
I’ll be lying right beside you, counting sheep
Anywhere I go there you are (anywhere)
Anywhere I go there you are (anywhere)

There you are
There you are

You’re the fire and the flood
And I’ll always feel you in my blood
Everything is fine
When your hand is resting next to mine
Next to mine
You’re the fire and the flood

‚Now, listen here‘ she said
‚Boy, when you know you’ll know
And I know

You’re the fire and the flood
And I’ll always feel you in my blood
Everything is fine
When your hand is resting next to mine
Next to mine
You’re the fire and the flood'“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Maiday – „Wish You’d Met Me First“


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Der kundige Hörer von Popmusik weiß hinlänglich, dass vor allem ein einziges Thema Charts wie Hirne dominiert: die Liebe. Das war gestern so, vorgestern, und wird wohlmöglich für alle Zeit so bleiben – von den Beatles bis hin zu Taylor Swift (und darüber hinaus).

Dementsprechend sind die Bilder, die Rachel Moulden, besser bekannt als Maiday (oder „MΔîDΔY“ – es geht nunmal nix über eine gute Hipster-Stilisierung), da mit ihrer neusten Single „Wish You’d Met Me First“ aus dem musikalischen Hut zaubert, eben keine neusten… *hust* „Hüte“: „What if my love runs a river deeper than hers? / Oh, my timing, my timing is my curse / I wish you’d met me first“ – allerlei Herzschmerz und Enttäuschung, weil ihr Boy eben bereits ein anderes Girl an der Hand spazieren führt, und die kann noch nicht einmal so richtig gehasst werden, da sie „beautiful as fuck“ ist… Ach, Jugend, du bittersüße Zeit. Dazu ein wenig Synthies, knackige Beats (aus der Produzentendose von Jimmy Hogarth und ARRWS) und emphatischer Gesang, den man im vergangenen Jahr derart schmachtvoll etwa von Banks gehört hat – fertig ist der fein in die Gehörgänge schleichende Popsong. Klar betritt die Electro-Singer/Songwriterin aus dem englischen Worcestershire (ja, sie mag nach Eigenauskunft die Soße!), die nun in – logisch – East London beheimatet ist, damit kein musikalisches Neuland. Muss sie ja auch nicht. Passt dreieinhalb Minuten lang auch so…

 

Hier gibt’s die Originalversion von „Wish You’d Met Me First“…

 

…und die sehr gelungene Live-Akustik-Variante (die man sich via Soundcloud auch mit ein, zwei Klicks kostenfrei laden kann):

 

„I wish she was a bitch
Someone I could contend with
Somebody you
Just ended up with
But boy, it’s just my luck
She’s beautiful as fuck
And we’d probably be friends
If we should ever meet
I’d have to pretend
I didn’t love her man

I wish you’d met me first
What if my love runs a river deeper than hers?
Oh, my timing, my timing is my curse
I wish you’d met me first
Oh, I wish you’d met me first

It’s not in my interest
To put you to the test
I’d never mess
With your happiness, no, no
So friends is where we’re at
I have to accept that
And smile when you say her name
And ask you how she is
And hug you when you say
You’re having your first kid

I wish you’d met me first…

Maybe in another existence
We’ll be together
But till then I’ll keep my distance
Cause you belong to her

I wish you’d met me first…“

 

Rock and Roll.

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„Hey Ho, Let’s Go!“ – Biffy Clyro – live im Ramones Museum, Berlin… das Akustik-Konzert im Stream


Biffy Clyro im Ramones Museum, Berlin

Biffy Clyro?!? Ramones Museum?!? Aber hallo! – Regelmäßige Leser dieses bescheidenen Blogs werden wissen, dass hier von Beiden bereits die Schreibe war (und alle anderen dürfen’s gern hier oder hier nachlesen). Am 23. Januar machten „Mon the Biff“ einen kleinen Zwischenstopp auf ihrer Promo-Tour zum neuen Album „Opposites„, um nach 2009 dem ersten und weltweit einzigen Museum zu Ehren der legendären Pop-Punker Joey, Dee Dee, Johnny und Marky Ramone erneut einen Besuch abzustatten. Und alle, die – sei es nun aufgrund des wahrlich begrenzten Platzes, oder einfach, weil sie nicht rechtzeitig in der deutschen Hauptstadt sein konnten – nicht bei diesem kleinen Akustik-Gig dabei sein konnten, haben nun hier die Gelegenheit, die gut 30-minütige Show des schottischen Trios am beinternetteten Bildschirm mitzuverfolgen…

 

 

Die Setlist des Abends:

1.  Stingin‘ Belle

2.  Biblical

3.  The Rain

4.  Black Chandelier

5.  Opposite

6.  God & Satan

7.  Mountains

8.  Many Of Horror

 

Rock and Roll.

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