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Song des Tages: Jenny Lewis – „Heads Gonna Roll“


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Jennifer „Jenny“ Diane Lewis mag zwar „erst“ 43 Jahre jung sein, kann aber bereits auf ein ganzes Leben im Showgeschäft zurückblicken – erst als Kinderstar in diversen, mal mehr, mal weniger bekannten US-TV-Shows, dann als Indierock-Darling mit ihrer damaligen Band Rilo Kiley (of Saddle Creek fame). Schon vor deren langsamen Ende (erst mit Auszeit 2010, dann der finale Schlussstrich vier Jahre später) schwang sich die gebürtige Kalifornierin zu einer Solo-Karriere auf, die seit 2006 (und dem Solo-Debüt „Rabbit Fur Coat„) mit „Acid Tongue“ und „The Voyager“ zwei weitere Werke voll mit Songs, die stilistisch ab und an noch im milde indierockenden Gewässer á la Kilo Kiley unterwegs waren, viel öfter jedoch die musikalischen Fühler nach Alt.Country, Americana und Co. ausstreckten. Less Punkrock, more LA Lounge Bar.

jennylewisDas kann man nun auch über das jüngste, vierte Album, „On The Line„, behaupten. In ihren besten Momenten tönt Jenny Lewis so verspielt wie Kate Bush im Rockmodus oder so verlebt wie Stevie Nicks, in seichteren Minuten gerät manch eines der elf neuen Stücke immerhin noch zu bubblegumigem Westcoast-Pop, der einerseits die Sonne scheinen lässt (ohne in den Gehörgängen haften zu bleiben), andererseits schließlich auch keinem weh tut.

Einen guten ersten Eindruck von Jenny Lewis‘ neusten Ergüssen kann man sich bereits mit dem Opener verschaffen: „Heads Gonna Roll“, mit einem gewissen Ringo Starr am Schlagzeug (nicht, dass dies ins Gewicht fiele), klingt nach dezent gefühliger, semi-melancholischer Americana-Musik, die – ganz amerikanische Topoi, allesamt – von Liebe und Sünde, von Himmel und Hölle erzählt – vom Willen, sich bis zum letzten Glockenschlag nicht unterkriegen zu lassen. Immerhin packt der Refrain zu: Köpfe werden rollen, singt Jenny Lewis, und ihre zumeist markant-sanfte Stimme wird brüchiger an dieser Stelle, so ganz will sie, bei allem durchaus vorhandenem Referenzwucher von Elliott Smith und Bob Dylan bis Duluth und Marrakesh, nicht ablassen von diesen feinen, zwischen den Zeilen versteckten doppelten Böden, auf denen sie sich als Sängerin von Rilo Kiley gerne bewegt hat.

Und auch wenn auf „On The Line“ wenig zwingend und mehr nach dem modus operandi „Easy Listening an einem Sonntagvormittag“ gerät, ist und bleibt Jenny Lewis eine Gute, der man auch diesmal gern zuhört. Denn mit einem Leben im Showbiz in petto hätte man freilich noch die ein oder andere interessante Anekdote parat…

 

 

„Since I haven’t talked to you I dream about your baby blues
And wonder why you stopped getting high
Even though we were just friends, I think of us as bookends
And I’m gonna love you till I die

And you think you’re going to heaven
And that I am going to hell
And that I’m gonna keep on dancing
Till I hear that ringing bell

Heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls
Heads gonna roll

Took a little trip up north
In a borrowed convertible red Porsche
With a narcoleptic poet from Duluth
And we disagreed about everything
From Elliott Smith to Grenadine

He fell asleep and I put up the roof
And he took me to a graveyard
I thought he’d kill me there
And he kissed me on the corner
While the nuns of Harlem stared

Oh, heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls
Heads gonna roll

Smoking Marlboro cigarettes
Almost makes me forget about riding on a private jet with you
I hope the sycophants in Marrakesh
Make you feel your best
Anonymity must make you feel blue
And you think I’m going to heaven and you are going to hell
With your back to the Medina as if you were in jail

Heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls

Heads gonna roll
Ladies, we’re gonna drink until they close

And maybe a little bit of hooking up is good for the soul
Heads gonna roll…“

 

Rock and Roll.

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