Schlagwort-Archive: 1999

„Tausend Jahre sind ein Tag…“ – ANEWFRIENDs Top 10 der Jahreszahl-Songs


How-to-Promote-Mixtape

Kürzlich kam mir beim Hören von Frank Turners neustem Album „Be More Kind“ (welches kein schlechtes, jedoch bei weitem nicht sein bestes ist) ein spontaner Gedanke: Wie wäre es mit einer Top 10 der – spontan, freilich! – persönlich liebsten und tollstbesten Songs mit einer Jahreszahl im Titel?

Gedacht? Getan! Natürlich (ich schrob „spontan“, Ladies und Gentlemänner!) ohne Gewähr auf Vollständigkeit, jedoch feinstsäuberlich-deutsch chronologisch geordnet: hier ist meine eigene Liste…

(Falls euch noch das ein oder andere Stück in den Sinn kommen sollte: lasst es ANEWFRIEND und die internetze Welt da draußen in den Kommentaren wissen!)

 

 

The Gaslight Anthem – „1930“ (vom Album „Sink Or Swim“, 2007)

 

„And I see you like you were there

And I know just how you’d smile

Mary, you looked just like it was 1930 that night…“

 

 

 

Frank Turner – „1933“ (vom Album „Be More Kind“, 2018)

 

„The first time it was a tragedy

The second time is a farce

Outside it’s 1933 so I’m hitting the bar…“

 

 

 

Neutral Milk Hotel – „Holland, 1945“ (vom Album „In The Aeroplane Over The Sea“, 1998)

 

„The only girl I’ve ever loved

Was born with roses in her eyes

But then they buried her alive

One evening 1945

With just her sister at her side

And only weeks before the guns

All came and rained on everyone

Now she’s a little boy in Spain

Playing pianos filled with flames

On empty rings around the sun

All sing to say my dream has come…“

 

 

 

The Stooges – „1969“ (vom Album „The Stooges“, 1969)

 

„Well, it’s 1969 – OK all across the USA

It’s another year for me and you

Another year with nothing to do…“

 

 

 

The Smashing Pumpkins – „1979“ (vom Album „Mellon Collie And The Infinite Sadness“, 1995)

 

„Shakedown 1979, cool kids never have the time

On a live wire right up off the street

You and I should meet…“

 

 

 

Sophie Hunger – „1983“ (vom Album „1983“, 2010)

 

„Guten Morgen, 1983

Wo sind deine Kinder?

Ich bin zu Dir zurückgekehrt

Nur kurz, noch nicht für immer

1983, zeig mir deine Finger

Und frag nach deinem Abdruck…“

 

 

Prince – „1999“ (vom Album „1999“, 1982)

 

„Say, say two thousand zero zero party over, oops, out of time

So tonight I’m gonna party like it’s nineteen ninety-nine…“

 

 

 

Silverchair – „Anthem For The Year 2000“ (vom Album „Neon Ballroom“, 1999)

 

„We’ll make it up to you

In the year 2000

Build it up for you

In the year 2000

Make it up to you

In the year 2000

Build it up for you

In the year 2000 with you…“

 

 

 

Pearl Jam – „4/20/02“ (vom Album „Lost Dogs (Rarities & B-Sides)“, 2003)

 

„So all you fools

Who sing just like him

Feel free to do so now

‚Cause he’s dead…“

 

 

 

The World is a Beautiful Place & I am No Longer Afraid to Die – „January 10th, 2014“ (vom Album „Harmlessness“, 2015)

 

„But don’t you quiver

I am an instrument

I am revenge

I am several women…“

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Bree Sharp – „David Duchovny“


david duchovny stencil by iamfox

Die Neunziger, was war – fernsehtechnisch gesehen – jenes Jahrzehnt, in welchem sich Hans Meiser oder Ilona Christen durch alle möglichen tiefen und untiefen Themengebiete dailytalkten, Marijke Amado kleinen „Wonneproppen“ vorgaukelte, nach dem Gang durch ihre „Zaubertür“ pop-pop-populären Größen wie Michael Jackson, Madonna oder der Kelly Family (kennt die noch jemand?) quietschbunt playbackend nacheifern zu können, David Hasselhoff sprechende Autos und Bademeister-Föhnwellen salonfähig machte und Pamela Anderson als dessen „Baywatch“-TV-Kollegin zum weiblichen Sturm auf Schönheitschirurgien anregte. Anderswo sprossen Daily Soaps wie platt getretenes Debilunkraut aus der Sendelandschaft, amüsierten die „Simpsons“ auf höchstem Cartoon-Niveau, erklärten sich die „Friends“ Liebe und Leben im Big Apple und jagte das „Akte X“-FBI-Ermittlerduo Mulder und Scully unerklärlichen Morden, mysteriösen Fabelwesen, UFOs und der eigenen Regierung hinterher…

All das ist in dem immer schnelllebigeren Unterhaltungsgeschäft freilich längst TV-Geschichte und wirkt im Rückblick nicht selten seltsam befremdlich. Diese Klamotten, diese Farben, diese Dialoge! Manch ein einstiges TV-Duell verschwand (glücklicherweise) schon schnell wieder in der Sendeversenkung, nur wenige schafften es, sich dauerhaft zu etablieren. Zu Letzteren darf durchaus David „Fox Mulder“ Duchovny gezählt werden, der nach dem ein oder anderen Durstjahr abseits der großen Sendefläche vor nunmehr sechs Jahren in der Erfolgsserie „Californication“ sein großes Comeback als Rock’n’Roll-Autor Hank Moody feierte.

Dass der mittlerweile 53-Jährige auch in den Neunzigern – und trotz biederem Anzug, jedoch wohl vor allem seines traurigen Hundesblicks wegen – als äußerst populäres Sex-Symbol verschrieen war, beweist etwa der direkt „David Duchovny“ betitelte Song von Bree Sharp. Im dazugehörigen Musikvideo der 1999 auf dem Debütalbum „A Cheap And Evil Girl“ veröffentlichten Single der US-Musikerin, die inzwischen als Teil der Band der Band Beautiful Small Machines aktiv ist, zollen allerlei Neunziger-Größen von Brad Pitt über Melissa Etheridge, Sarah Michelle „Buffy“ Gellar, Whoopi Goldberg, George Clooney, Pamela Anderson oder Jerry Springer dem damaligen „Akte X“-Star Tribut und stellen – freilich augenzwinkernd – die ach so essentielle Frage: „David Duchonvy, why won’t you love me?“. Hach ja – die Neunziger…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: