Archiv der Kategorie: Review

Song des Tages: Avishai Cohen’s Big Vicious – „Teardrop“


_AvivCohenUziRamirezAvishaiCohenYonatanAlbalakZivRavitz

Fotos: Ben Palhov / ECM Records

Sie heißen Oded Tzur, Nitai Hershkovits, Omer Klein oder Adam Ben Ezra – Israels Jazzkünstler sorgen, wie man liest, unter distinguierten Musikfreunden derzeit für Höhepunkte und kleinere Jubelstürme bei gutem Wein oder einem Schwenk Whiskey. Auf „Big Vicious„, dem neuen Album des gefeierten Trompeters Avishai Cohen und seiner gleichnamigen Band, ist ausgeklügelter, elektronischer Jazz zu hören, der sich – da hört her! – wohl perfekt als Soundtrack von Ausgangsbeschränkungen und ausgestorbenen Innenstädten eignen würde.

avishai-cohen-big-vicious-208309Fünf Männer auf einer Bühne zeigt das Cover von „Big Vicious“ – versunken, in sich gekehrt, auf das Innere, die Seele hörend. Zwei Schlagzeuger und zwei E-Gitarristen. Vorne steht der bärtige Trompeter, den Kopf gesenkt, das Instrument in seinen Händen funkelt. Dunkel und freundlich ist diese Grafik – in höchstem Maße ebenso nebulös wie mysteriös, aber keineswegs bedrückend. Geschaffen wurde sie von derselben Künstler-Agentur, die sich auch für die Animation des preisgekrönten Dokumentartrickfilms „Waltz With Bashir“ verantwortlich zeichnet.

Als wäre sie schwarz-weiß, vielleicht auch sepiafarben – so klingt diese Musik, an der lange getüftelt wurde, unter anderem mit dem Elektronica-Produzenten Rejoicer aus Tel Aviv (und schließlich mit Produzent Manfred Eicher in den Studios La Buissonne in Südfrankreich). Rejoicer empfahl den Musikern auch, mehr wegzulassen, sich aufs Wesentliche zu beschränken: „Wir haben uns sehr darauf konzentriert, was wir nicht haben wollten. Nicht zu viele Informationen, das war unsere Richtschnur. Nur nicht wieder zuviel von allem Möglichen – das haben wir beim Schreiben und während der Produktion ständig berücksichtigt. Eine überaus bewusste Entscheidung.“

Es ist feiner, elektronischer Jazz, den Avishai Cohen und seine Mitstreiter präsentieren: melancholisch-gebrochene Musik, in der man sich tagträumend einrichten kann. Ob „Big Vicious“ als Soundtrack zur Corona-Krise taugt? Schließlich wurde auch in Israel eine Ausgangssperre verhängt, ist das öffentliche Leben hier ebenfalls nahezu zum Erliegen gekommen. Der Musiker mit Vollbart, Tattoos am Hals und Ringen an den Fingern, der optisch irgendwie anmutet wie der lange verschollene Bruder von US-Folk-Troubadour William Fitzsimmons, nickt. Jetzt gehe es vor allem darum, sagt er, ruhig zu bleiben und abzuwarten. Wer das nicht könne, solle sich selbst hinterfragen.

Das Kunstvolle an diesen elektroakustischen Klanggebilden ist ihre Reduziertheit. Nur ein Sound-Skelett ist zu hören. Dem setzt Trompeter Cohen mit makellosem Ton funkelnde Glanzlichter auf. Bisher kannte man den Musiker als gefeierten Interpreten von Jazz-Standards, also amerikanischer Musik. Cohen wiegelt ab. Er habe immer schon elektronische Musik gemacht, nur kaum etwas davon veröffentlicht: „Amerikanischen Jazz gibt’s im Grunde gar nicht. Jazz ist amerikanisch, weil er da entstanden ist. Natürlich kann man auch in Europa Jazz spielen.“

1980926-1581824089

Neben einer Variation von Beethovens „Mondscheinsonate“ gibt es wohl kaum Zweifel, welches Stück einen der Höhepunkte des Albums darstellt: es ist die eindrucksvolle Version von „Teardrop„, ein Titel der TripHop-Formation Massive Attack, anno 1998 auf dem Meilenstein „Mezzanine“ erschienen. Die Gruppe aus dem englischen Bristol hatte in den Neunzigerjahren Fusion-Klassiker von Billy Cobham aus den Siebzigern gesampelt, Musik aus den Seventies, als der Jazz erstmals elektronifiziert und futuristisch klang. Mit ihrer „Teardrop“-Interpretation machen Avishai Cohen’s Big Vicious die längst legendären britischen Elektronik-Bastler um Mastermind Robert „3D“ Del Naja zu Wahlverwandten, zu kreativen Geschwistern im Geiste. Der Ansatz erinnert in der Mischung aus Post-Punk-Rock und Groove mit freierer und jazzig komplexer Grundierung ein bisschen an die norwegische Post-Jazz-Fusion-Szene, anderswo an Miles Davis‘ Fusion Jazz der späten Sechziger, machmal funken gar Schlaglichter gen Indie Rock und Pop auf. „Teardrop“ jedoch, bei dem Avishai mit seiner Trompete ganz natürlich die Rolle von Liz Fasers ätherischer Stimme im Original übernimmt, habe Signalcharakter, wie Cohen erläutert: „Ich finde, dieses Stück hat etwas Spezielles. Es öffnet immer unsere Herzen, wenn wir es spielen. Es altert einfach nicht. Wir haben ja schon immer viele Cover-Versionen gespielt, einige kamen, einige flogen raus, einige blieben, aber ‚Teardrop‘ fühlt sich immer frisch an. Es entfacht jedes Mal ein Feuer.“ (Und das meint er, dem unter anderem bereits eine kaum weniger feine Version der Musik gewordenen Radiohead-Dystopie „Pyramid Song“ gelang!)

Mit „Big Vicious“ positioniert sich der Melodiker Cohen gemeinsam mit Uzi Ramirez (Gitarre), Yonatan Albalak (Gitarre, Bass) und den beiden Schlagzeugern Aviv Cohen und Ziv Ravitzsie als primus inter pares in der israelischen Jazz-Szene. Seine Trompete zieht mit kleinen solistischen Ausflügen und Höhenflügen die Melodie in die Tracks, während verschwimmend bearbeite Gitarren und Keyboards, dunkle Bässe und zischelnde Percussion unruhige, zärtliche oder undurchsichtige Atmosphären erschaffen. Und überhaupt feiert die Kunst der Improvisation des nahöstlichen Landes derzeit eine Blüte – so wie es vor einigen Jahren bei norwegischen und skandinavischen JazzkünstlerInnen der Fall war. Das Cover-Artwork von „Big Vicious“ lässt sich auch als Bildnis von fünf Musikern lesen, die gerade ein gelungenes, melodieverliebt-groovendes Stück beendet haben und den Applaus des Publikums erwarten. Ein Augenblick des Glücks, der schon im nächsten Moment wieder vorbei sein mag, in jener Sekunde des Kurzweils jedoch seinen höchst eleganten Gipfel erreicht hat.

 

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Staring Girl – „In einem Bild“


bandfoto-studio-2-staring-girl-victor-kataev

Fotos: Victor Kataev

„Männlicher Deutschpop“ gilt – ganz egal, wie man selbst es nun finden mag – seit einigen Jahren als absoluter Erfolgsgarant. Andreas Bourani, Mark Forster, Wincent Weiss, Max Giesinger, Philipp Poisel, Johannes Oerding und wie diese ganz Formatradio-Einheitsbrei-Ton gewordenen – pardon my French – Luftpumpen, hinter denen nicht selten das gleiche Team aus findigen Managern, Produzenten und Liedschreibern steckt (der Böhmermann brachte da vor einiger Zeit etwas Licht ins Kalkül-Dunkel), nicht alle heißen – die in qualitativem Sinne reichlich egale Liste verlängert sich gefühlt monatlich. Dabei leidet die Kreativität und Einzigartigkeit immer häufiger, sodass nahezu jeder Song der genannten Formatradio-Künstler auch von einem der jeweils anderen präsentiert werden könnte (welch‘ Wunder, wenn man die Hintergründe kennt).

a1131702326_16Weit weg von tagtäglichem Radio-Gedudel und Airplay-Charts spielt seit etwa 15 Jahren die fünfköpfige Hamburger Band Staring Girl, die auch mit ihrem vor zwei Jahren erschienenem Langspieler „In einem Bild“, dessen Veröffentlichung selbst mir bislang durch die musikalischen Lappen ging, eher bei den etwas alternativeren Singer/Songwritern wie Gisbert zu Knyphausen, Niels Frevert und Nils Koppruch (oder meinetwegen auch dem etwas poppiger agierenden Clueso) anzusiedeln sind, gepaart mit – if you may like – ein wenig Tomte und Kettcar sowie den ruhigen Lyrik-Momenten von Wir sind Helden. Treibender, melancholischer, schwermütiger Indie-Pop mit vielen Americana-Gitarren, dezenten (und seltenen) elektronischen Effekten, trifft auf poetische Alltagserzählungen mit einem Auge fürs kleinste Detail. Ein Teil der ehemaligen Band von Gisbert zu Knyphausen ist mittlerweile (auch) hier am Start, was vor allem in den musikalisch ausladenderen Momenten kaum zu überhören ist.

0017610312_10

Wunderbare Tongue-Twist-Komposita wie „Matratzenladenneonröhrenlicht“ berichten von dem Beobachten eines alltäglichen Großstadttreibens und beschreiben etwa eine Fahrt aus Hamburg hinaus so bildhaft und verträumt, dass man meinen könnte, vor dem geistigen Auge neben dem gebürtigen Kieler Frontmann Steffen Nibbe im Bus zu sitzen. Tatsächlich lohnt es sich übrigens, das Album – parallel – in physischer Form zu erwerben, da das Booklet neben ästhetischer Schwarzweiß-Fotografien alle Texte beinhaltet, die beim Zuhören eventuell nicht immer direkt entschlüsselt werden können – quasi Poetry Slam mit musikalischer Untermalung. Der Gesang von Steffen Nibbe, der wie beim 2012er Vorgänger „Sieben Stunden und 40 Minuten“ die Texte im Alleingang verfasst hat, drängt sich dabei nicht auf, sondern stellt neben den Instrumenten nur eine zusätzliche Komponente dar. In „Lächeln und reden“ etwa kommt denn auch gut die Hälfte des Stückes gesanglos daher und schafft stattdessen mit viel Moll und jazzigem Akustikset eine Art hanseatischen Film Noir-Sound. Im Titelsong oder dem tollen achtminütigen (!) Albumabschluss „Schwarz zu weiß“ gipfeln sich Klangwaben in kleinen Epen, lassen sich dabei jedoch zu jeder Sekunde die nötige Zeit zum Reifen und Ankommen beim Hörer –  selbst, wenn es beim Titelstück auch mal kurzzeitig etwas theatralisch und übermetaphorisch wird.

Staring Girl bieten mit den zwölf Songs von „In einem Bild“ unaufdringlichen, tief in sich selbst ruhenden, erwachsenen Liedermacher-Indiepop, dem zwar jegliche Radiohits fehlen mögen, dafür aber einen schönen Folk-Soundtrack für leichte Frühlingsabende unter Freunden bei ein paar Gläsern Rotwein liefert (selbst, wenn man sich aktuell eher via Skype und Co. zuprosten mag). Mal scheinen deutsche Singer/Songwriter-Größen wie Gisbert zu Knyphausen und Niels Frevert nur ein, zwei Studiotüren weit entfernt, mal klingen selbst auf internationalen Bühnenbrettern seit Jahrzehnten Großes bietende Künstler wie Neil Young oder Wilco an (denn was für Neil Young „Down By The River“ ist und für Wilco „Impossible Germany“, das scheint für Staring Girl „Schwarz zu weiß“). Wahlweise aufregend-unaufgeregt und irdisch-echt, wahlweise richtig, richtig toll – genauso übrigens wie die im vergangenen Jahr veröffentlichte „EP„, auf der Staring Girl, nebst dem neuen Song „Autos fahren auf Straßen mit Namen“ auch einige Stücke vom Debütwerk in neuen, nicht selten detailverliebten (Band)Arrangements präsentiert.

 

Vom Piano getragen erzeugt vor allem „In einem Bild“, der Titelsong des jüngsten Langspielers, eine vom ersten Ton an einnehmende, deutlich beklemmende Atmosphäre, die sich auch auf den Text überträgt und von einem Musikvideo unterstrichen wird, das Verlorenheit, Einsamkeit und Orientierungslosigkeit gekonnt zu vermitteln weiß.

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Cable Ties – „Sandcastles“


Cable_Ties_-_new_image_credit_Lisa_Businovski_1290_860_90

Foto: Lisa Businovski

Systemkritik kann – zumindest in weiten Teilen der (westlichen) Welt – gerade heutzutage auf die unterschiedlichsten Arten ausgelebt werden. Stichwort #MeToo, Stichwort „Fridays for Future„.  Im Musikalischen kann sie im Falle von populären Künstlerinnen wie Lizzo oder Janelle Monáe mit empowernden Tänzen den oftmals sexistischen, mit allerlei Machismen überladenen R’n’B revolutionieren, sie kann wie bei den britischen Post-Punkern IDLES lautstark auf den positiven Umgang miteinander pochen, sie kann aber auch stinksauer herausgebrüllt werden (nicht, dass das vor allem letztgenanntere ab und an nicht täten). Freilich, ein absolutes Novum ist all das kaum, da weiß der Musikkundige etwa die Punk-Urväter von Iggy Pop und seinen Stooges in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern oder die kantig den Sozialismus predigenden Crossover-Größen Rage Against The Machine (welche ihre jüngsten Reunions ganz janusköpfig vom schnöden Mammon abhängig machen) und deren jüngste Nachkommen Fever 333 oder Nova Twins aufzuzählen, kurz bevor der Monolog in den „klassischen Punk“ und dessen Riot-Grrrl-Abzweig weiterfährt. Dass sich bei systematischer Benachteiligung ganze Berge von Aggressionen auftürmen, zweifelt wohl niemand an. All diese Emotionen nun herauszulassen, wird aber erneut nur den ohnehin schon Priviligiertesten der Gesellschaft vergönnt sein – wer tagein, tagaus buckeln muss, hat weder Energie noch Muße fürs Kreative… Marginalisierte Gruppen sollten sich hingegen bestmöglich im Zaum halten, damit sie im Optimalfall irgendeine gottverdammte Quote erfüllen können. Cable Ties lassen sich davon erst gar nicht beirren und poltern voller Inbrunst gegen Patriarchat, Kolonialismus und sexuelle Gewalt an. Die größte Kraft des Trios aus dem australischen Melbourne liegt jedoch woanders: Wilde Aggression und tagmüde Depression laufen in den Songs von Jenny McKechnie (Gesang, Gitarre), Shauna Boyle (Schlagzeug) und Nick Brown (Bass) im Zickzack, nehmen selten den direkten Weg. Pop? Ginge irgendwie anders… Ein Statement, das man erst einmal abkönnen muss.

art-8997_cable-ties-far-enoughAber keine Angst vor zerdachter Musik: Die acht Songs von „Far Enough“, dem in dieser Woche erscheinenden zweiten Album der drei Aussie-Post-Punk-Rock’n’Roller, setzt durchaus auf prägnante, eindringliche Riffs, die unaufhaltsam vorantreiben. Auf der Suche nach Transzendenz durch hypnotische Wiederholung entwickelt das Album dabei eine unermüdliche Intensität. Die feurig-coole Hymne „Tell Them Where To Go“ erlangte bereits vor zwei Jahren Popularität, auch da sie in einer Episode der Netflix-Serie „13 Reasons Why“ zu hören war und vom Guardian daraufhin als „an irresistible call to arms“ beschrieben wurde.

Apropos „Ruf zu den Waffen“: Während des gesamten Albums wird rechtschaffener Zorn mit Verwirrung und Selbstzensur gespickt. Songs wie „Self-Made Man“, „Anger’s Not Enough“ oder der sich langsam entfaltende Opener „Hope“ untersuchen den Berührungspunkt zwischen Aktivismus und Fatalismus, Aufschwung und Aussichtslosigkeit, entscheiden sich jedoch letztlich für die Hoffnung. Dabei halten Cable Ties während der gesamten knappen Dreiviertelstunde die Waage zwischen Kampf und Spannungsbogen – gar nicht mal so selbstverständlich, wenn die Band dreiminütige Punk-Brenner zu glühend-hypnotischen Feminismus-Hymnen, die im Geiste der Buzzcocks nicht selten an der Sieben-Minuten-Marke kratzen (auf dem 2017er Debüt waren’s sogar ab und an neun Minuten), ausdehnt. Dabei mischen Cable Ties rhythmisch pulsierenden, knorrigen Post Punk der Güteklasse The Fall oder Wire mit tightem Garage Rock. Jenny McKechnie bündelt ihre Probleme in Songs, die nicht selten tief nachhallen und oft zurückgehaltenen Gefühlen eine Stimme geben. Shauna Boyle und Nick Brown liefern den Rhythmus, der im Primitivismus der Stooges verankert scheint und den Grundstein für McKechnies Gitarren-Feuerwerke und Gesangseinlagen legt. Durch ihre Musik verwandeln die drei Band-Buddies ihre Ängste in Schlachtrufe, welche – ganz ähnlich wie anno dazumal Riot-Grrrl-Genre-Heldinnen wie die Slits oder Le Tigre – auch schonmal die Hörmuscheln strapazieren dürfen. Gut also, dass das Trio im Zweifel noch so knackige Indie-Hits wie den Riot-Grrrl-meets-Post-Punk-Brecher “Sandcastles” oder das wummernde “Tell Them Where To Go” in petto hat.

Und zum eingangs angeschnittenen Thema „Systemkritik ausleben“: Die Band setzt sich folgerichtig seit ihrer Gründung im Jahr 2015 für eine integrative feministische und politische Sichtweise ein und nutzt, wie bereits erwähnt, ihre Songs, um geschlechtsspezifische Gewalt, Kolonialismus und sexuelle Übergriffe zu thematisieren. Die Bandmitglieder veranstalten Benefizshows, DIY-Festivals, riefen unlängst zum Spenden für die Bekämpfung der australischen Buschbrände auf und engagieren sich ehrenamtlich bei Girls Rock!, einer Non-Profit-Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, weibliche, transsexuelle und non-binäre Jugendliche in der Musik zu stärken. 🤘

 

„Hope is a really important theme on the album. In the past, I thought I could change things. I thought I pointed out how messed up everything is, then people would see a clear path to fixing these problems. By the time I started writing this album, I had lost this hope. But it’s about the importance of getting hope back, even when you can see no logical reason to have it. Without hope, anger becomes despair or bitterness.“ (Jenny McKechnie)

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: The Frights – „Leave Me Alone“


The-Frights-Rowan-Daly

Foto: Rowan Daly

Manchmal braucht es nur eine Akustikgitarre und Menschen, die sie cool spielen können. The Frights-Frontmann Mikey Carnevale ist, wie’s scheint, einer von ihnen…

71rZhHj8ulL._SS500_Und er bringt ein gutes Gesamtpaket mit: Die Lo-Fi-Produktion, die mal zu laut und mal zu leise ist, Songs unterbricht, Alltagsgeräusche einstreut und diese zwischen den Liedern ganz offensiv zur Schau stellt. Die lebensmüde Katerstimme, diese Laissez-faire-Gitarre und dazu gesungene Zeilen wie „I was born 20 years ago / I’m not good at being a friend“ aus dem feinen Album-Opener „24“ (passenderweise wird selbiges vom Song „25“ beschlossen). Das vierte Album der vier Surf-Punk-Poprocker aus dem kalifornischen San Diego, welches etwa eineinhalb Jahre nach dem Vorgänger „Hypochondriac“ erscheint, hätte eigentlich ein Soloalbum ihres Sängers werden sollen – und so hört es sich, ganz im Gegensatz zu den bisherigen Songs der Band, auch an. Ist aber völlig egal, weil es gut ist. „Everything Seems Like Yesterday“ ist eine ebenso niedergeschlagene wie optimistische Akustikgitarrenplatte ohne jegliche aufgesetzte Attitüde. Ohne Vollbart, ohne Karohemd – aber auch ohne Surfbrett und Halskette. Stattdessen tönen die zehn Stücke nach der Art Sonntagnachmittag, an dem man keine Cola trinken kann, weil sie noch zu sehr nach dem Schnaps vom Vorabend schmeckt. Klar: Darauf muss man Bock haben oder sich ebenfalls in der gleichen Verfassung befinden. Stimmen die Parameter jedoch, dann belohnen Carnevale und seine Bandmates Jordan Clark (Gitarre), Richard Dotson (Bass) und Marc Finn (Schlagzeug) – allerdings half lediglich Bassist Dotson dabei, das Album innerhalb von nur einer Woche aufzunehmen – den Hörer mit herrlich altmodischem Unplugged-Indie der Güteklasse The Shins, Matt Pryor, The Kooks oder Maritime (kritische Schreiberlinge hören hier gar „a bad Bright Eyes cover band“ heraus). Mit einer Platte, die keine Hits braucht, weil sie stattdessen eine halbe Stunde in die Hängematte einlädt und die Schäden der Woche repariert (oder eben von den Kopfschmerzen des Vorabends befreit). Den trendigen Kram kann man ja auch noch morgen hören… Dann, wenn auch die Cola wieder schmeckt.

 

“A lot of these songs are about friends who are gone now, either in the sense that they passed away or that we don’t speak anymore. Our songs have always involved some kind of looking back over the past, but this one feels like the first time where I’m dealing with those situations and growing from them.” (Mikey Carnevale)

 

 

Via Bandcamp kann man „Everything Seems Like Yesterday“ in Gänze hören:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Auf dem Radar: Bartees Strange


0018989646_0

Bartees Leon Cox, Jr. stand mitten im Publikum eines The National-Konzerts in Washington, D.C., als ihm plötzlich auffiel, wie sehr er auffiel. Der im englischen Ipswich geborene Rapper, Sänger und Multiinstrumentalist hatte als Sohn eines Militärangehörigen und einer Opernsängerin den größten Teil seines Lebens damit verbracht, eine musikalische Community zu finden, in die er hinein passte – von seiner Teenager-Zeit in der Emo-Szene Oklahomas über ein halbes Jahrzehnt in der hippen Folk-Punk-Szene Brooklyns bis hin zur „Flucht“ in die US-Hauptstadt, wo er – mal allein, mal mit befreundeten Künstlern – schreibt, aufnimmt und Musik produziert, wenn er nicht gerade seinem Broterwerbstagesjob bei einem gemeinnützigen Umweltverband nachgeht (Greta Thunberg lässt lieb grüßen). In all dieser Zeit war es Bartees‘ Lieblingsband The National, die ihm mit ihren Songs einen Soundtrack lieferte, zu dem er sich selbst suchen und oft genug finden konnte – und doch fühlte er sich bei ebenjenem Konzert im Jahr 2019 plötzlich so seltsam fehl am Platz…

a2944346038_16Fünfzehn Jahre zuvor hatte Matt Berninger, Frontmann von The National, genau dieses Gefühl beschrieben: “I’m a birthday candle in a circle of black girls”, sang er, wie so oft mit herrlich ironischen Fallböden, im Song „All The Wine„. Damals lebte Berninger selbst in einem mit Starbucks und Co. noch nicht übermäßig gentrifizierten Teil Brooklyns und fühlte sich wohl ähnlich fehlplatziert. Da passt es gut, dass sich Bartees Strange, so Bartees Leon Cox, Jr.’s Künstlername, unter anderem diesen Song vom dritten The National-Album „Alligator“ auf seiner Debüt-EP „Say Goodbye To Pretty Boy“ vornimmt. Auch insgesamt mag die Handvoll neu interpretierter The National-Songs von den Erlebnissen an jenem Abend inspiriert worden sein, jedoch waren die Rollen in diesem Fall vertauscht: „Es hat mich schockiert, wie wenig Schwarze sich im Publikum befanden“, schrieb Bartees kürzlich und reflektierte damit das Konzert, das er besuchte. „Und wie sehr sich dieses Genre [Indie Rock] gegen die Beiträge Schwarzer zu verwehren scheint.“

Auf der „Say Goodbye To Pretty Boy EP“ versucht Strange, diese Geschichte umzukehren und seine eigene Stimme in fünf The National-Songs einzubringen, um sie als aufstrebender Künstler, langjähriger Fan und schwarzer Mann neu zu interpretieren. So stellt jeder Ton in gewisser Weise eine Art Rückgewinnung dar, von den klanglichen Elementen, die Indie Rock und R&B vermengen, bis hin zum Cover, das die Farben der panafrikanischen Flagge und einen kreisförmigen schwarzen Aufkleber zeigt, welcher an den Rändern zerrissen ist: „Sie versuchen, diesen schwarzen Punkt von der Oberfläche abzureißen, aber er ist immer noch da“, so Strange. „Der Kampf gegen die Auslöschung war ein großer Teil meiner Reise als Künstler. Dieser schwarze Punkt steht für den Versuch, die Beiträge der Schwarzen zu Genres wie der Indie-Rockmusik herunterzuspielen.“

https---cdn.evbuc.com-images-92181769-223934004541-1-original.20200212-151258Dieser „Kampf“ scheint auch auf der EP über allem zu stehen. Bartees Stranges Mittel: sich die Songs aus der Feder von Matt Berninger sowie den beiden Brüderpaaren Aaron und Bryce Dessner sowie Scott und Bryan Devendorf ein stückweit zu seinen eigenen zu machen, ihnen neue Facetten zu verleihen. Die anschwellenden Streicher und das Fingerpicking von „About Today“ werden gegen eine Radiohead’eske Soundkulisse inklusive Synthesizer und einer pulsierenden Drum-Machine eingetauscht, wobei Stranges Stimme durch die karge Landschaft schwebt, die von zwei ehemals Liebenden hinterlassen wurde. Dem Refrain von „Lemonworld“ fügt Strange wahre Klangexplosionen hinzu, die dem ansonsten recht distanziert aufspielenden Song Dynamik und rohe Emotionen verleihen. Mag sich Berningers unnachahmlich knurrige Darbietung des Stückes immer so angefühlt haben, als stünde man jemandem direkt gegenüber, als würde knisternde Intimität in der Luft liegen, singt Strange nun, als läge man bereits in jemandes Armen. Sein tiefer, souliger Gesang, der oft genug an TV On The Radios Tunde Adebimpe erinnert (man höre etwa auch den Song „In A Cab“ aus dem vergangenen Jahr), klingt bei den neu interpretierten „About Today“ und „All The Wine“ wie ein Flüstern in den Ohren des Hörers. Derweil fühlt sich das auch aus dem The National’schen Songkatalog hervorstechende „Mr. November„, in dem er seinen eindringlichen Falsett-Backgroundgesang mit sich selbst in Einklang bringt, wie ein persönliches Bittgesuch an – ganz im Gegensatz zum hymnischen Ruf zu den Waffen des Originals (welches in der Vergangenheit nicht ganz ohne Grund von Obama und Co. im demokratischen US-Präsidentschaftswahlkampf verwendet wurde). Aus jedem Stück macht Bartees Strange (s)eine eigene kleine Hommage, jedoch ohne sich zu sehr, zu eng auf das jeweilige Original zu stützen – er nimmt alle Originalzutaten und verwendet (s)ein völlig anderes Rezept, um daraus einen zwar neuen, jedoch ebenso unverwechselbaren Geschmack zu kreieren.

Und genau das ist es wohl, was die „Say Goodbye To Pretty Boy EP“ am Ende zu etwas Besonderem, Gewichtigem macht. Stranges einzigartige Stimme und sein Gespür für neue Soundaspekte sind seine größten Stärken. Weit entfernt von einer simplen Ansammlung von Coverversionen, haben diese neu interpretierten Songs ein Selbstgefühl, welches der EP eine gewisse Tiefgründigkeit verleiht. “I gave my heart to the army / The only sentimental thing I could think of”, singt Strange in „Lemonworld“. Im Original mögen Berningers Zeilen wie aus eine voyeuristisch veranlagten Kurzgeschichte entnommen wirken. Aus der Kehle von Bartees Strange jedoch, der dank seines Soldaten-Vaters mehr oder minder auf der ganzen Welt aufwuchs, klingt nun etwas Persönliches, Ernsthaftes mit.

Auf seiner Debüt-EP tut Bartees Strange weitaus mehr als lediglich die Songs seiner Lieblingsband zu covern – er bringt seine eigene Identität mit ein und setzt seinen Anspruch, in der Welt der Indierock-Musik Gehör zu finden, durch. Die (in der Standard-Version) knapp zwanzigminütige EP ist ebenso ein Liebesbrief an den Soundtrack seiner Vergangenheit – von dem Moment an, als er eine Kopie von „Boxer“, dem 2007 erschienenen vierten Studioalbum von The National, in einem winzigen Plattenladen in Oklahoma fand, bis zu jenem schicksalhaften Konzert im Jahr 2019. Fünf Songs weißer US-Musiker aus Cincinnati, Ohio, die nun zu einem Statement schwarzer Identität werden, in welches sich Ehrfurcht ebenso mischt wie Rebellion – ein gleichsam bunt wie Freihand gesprühter Graffiti-Tag über einem klassischen Kunstwerk, wenn man so mag.

 

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Philip Bradatsch – „Kriege“


p-bradatsch_-peter-reichhart_03-992x560

Foto: Promo / Peter Reichhart

Nun isses raus: Die bundesdeutsche Antwort auf den oll-großen Bob Dylan (so es denn eine braucht) kommt nicht – Sorry, Wolfgang „BAP“ Niedecken! – aus der Domstadt Köln, sondern wohl aus Kaufbeuren, einer knapp 44.000 Einwohner zählenden Stadt am nordöstlichen Rand des bayerischen Allgäus. Liest sich komisch? So lausche man(n) doch einmal Philip Bradatsch

Gut, Bradatsch mag um ein Vielfaches unbekannter sein als Robert Allen Zimmerman, mag weder Folk-Evergreens wie „Blowin‘ In The Wind“, „Knockin‘ On Heaven’s Door“, „Like A Rolling Stone“ oder „Mr. Tambourine Man“ und einen Literatur-Nobelpreis in petto haben. Dennoch eint ihn vor allem eines mit dem weltbekannten Folk-Urgestein aus Duluth, Minnesota: die alternativlose Liebe zur Musik. Nach dem Abi und einer abgebrochenen Koch-Lehre traf Philip Bradatsch so (s)eine Entscheidung: Musik oder nix. Bekam er mal keine Gigs, hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser – auch schon mal als HiWi eines Rohrreinigers. Heute kann er, auch wenn die Millionen freilich ein feuchter Indie-Traum bleiben werden, von und mit seiner Klampfe leben, spielt auch schonmal an die 150 Konzerte im Jahr auf ranzige Kellerbühnen, in schicken Indieläden, bei kleinen und größeren Festivals, in dutzenden von Pubs oder Raucherkneipen an zwielichtigen Ecken.

Und natürlich werden auf den bisherigen Alben von Bradatsch schnell die Vorbilder offensichtlich: Der meist spartanisch angelegte Bluegrass-meets-Folk-Sound des 2015er Debüts „When I’m Cruel“ träumt melancholische Südstaaten-Hobo-Episoden aus einer vergangenen Zeit (von der man im bayrischen Allgäu sicherlich nie gehört hat), der drei Jahre darauf erschienene Nachfolger „Ghost On A String“ zieht weiter ins Herz der US-Midlands hinein, sucht das melodische Gespür eines Tom Petty oder Springsteen, ergänzt alles aber noch um seine Liebe zu den (späten) Beatles und den Fuzz-Rock-Gitarren der späten Sechziger und frühen Siebziger – man höre etwa das feine „Radiator„. Nostalgielevel auf konstanter 11, klare Sache. Mit diesen beständig zwischen romantischer Gestrigkeit und lebensweise-rauer Tiefe changierenden Werken mag sich der Mittdreißiger zwar in den letzten Jahren seine Hörerschaft (die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ein „Rolling Stone“-Abo und eine gut sortierte Vinyl-Plattensammlung besitzt) und musikalische Nische erspielt haben, die Massen mag er trotz alledem kaum von den Öfen weg locken.

Wohlmöglich dürfte eine erneute Rückbesinnung auf das große Idol den Wendepunkt bedeutet haben: Im September 2018 veröffentlichte Philip Bradatsch über den YouTube-Kanal seines Labels Trikont einen Song titels „Der einsame Tod des Ben Ahmad„, der – wer ihn hört, dem wird der Groschen schnell fallen – eine ins Deutsche und die bajuwarische Ländlichkeit übertragene Version des Dylan-Klassikers „The Lonesome Death of Hattie Carroll“ darstellte, die mit ihrer ins Heute überführten Sozialkritik – und trotz des guten halben Jahrhunderts, die das Original bereits auf dem Buckel haben mag – alles andere als unzeitgemäß tönte. So merkte Philip Bradatsch: Hey, das Ganze funktioniert wohl auch prima in meiner Muttersprache!

81p0+A5FeGL._SS500_Also schrieb der Folk-Geschichtenerzähler mit dem in den kommenden Tagen erscheinenden „Jesus von Haidhausen“ zum ersten Mal ein komplettes Album auf deutsch. Freilich mag herzlich bezweifelt werden, dass hinter den neun neuen Stücken ein „neuer Rio Reiser“ oder ein „neuer Udo Lindenberg“ (wie plattentests.de-Autor Martin Makolies in seiner aktuellen Review meint) steckt. Vielmehr lassen einen die irgendwo im weiten Rund zwischen Holzfällerhemden-Folk-Rock, Roots’n’Americana und dylaneskem Country-Blues musizierenden Songs wie „Alte Gebäude“ oder „Rundfunkempfänger“ an deutsche Rock-Eminenzen wie Tom Liwa oder Element Of Crimes Sven Regener, an den eh großen Gisbert Zu Knyphausen, den (zu) oft vergessenen Niels Frevert oder den viel zu früh verstorbenen Nils Koppruch denken. Das  wunderschön karge „Kriege“ legt seine salzigen Finger in Wunden und Versehrtheiten, die aus dem Alltag ein Schlachtfeld machen, der Bäckerin im Café ums Eck jedoch lediglich ein mitleidiges Lächeln entlocken. Und wenn Philip Bradatsch am Ende „Nie irgendwas von irgendwem gewollt oder verlangt / Und ich werf‘ meine Waffen hin wenn’s denn irgendwas hilft / Ich komm‘ nach Haus'“ singt, dann scheint sogar der große Johnny Cash, der selbst einst „Wo ist zuhause, Mama?“ fragte, selig zu lächeln. Hier trifft die große weite Welt auf das piefig-miefige Hinterland, melancholische Alltagsnotizen von Allerweltsmenschen auf Spiegelmomente des Hässlichen, aber auch Schönen und Echten, ewiger Stillstand auf steten Wandel.

 

Philip Bradatsch ist wohl das Ungeheuerlichste, was die deutsche Indie-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Einer mit Attitüde, einer, der Haltung einnimmt. Zwar sind ihm aktuelle Hörgewohnheiten oder Playlists mitnichten egal, nur bedienen will er sie eben nicht. Stattdessen führt er sie mit kryptischen, dylanesken Versatzstücken vor, erschafft einen Sog aus Bildern, Räumen und Stimmen. Und überquert auch mal unverfroren die Wohlfühlgrenze. Dann haut er sie raus, die verwerflichen Gefühle, die so wahrhaftig sind, dass niemand sie zugeben mag. Nicht mal vor der Arroganz hat er Angst, und schon gar nicht vor der deutschen Sprache, wie er nun auf seinem neuen Album ‚Jesus von Haidhausen‘ (Trikont, 20. März 2020) erstmalig eindrucksvoll unter Beweis stellt. Nach dem ersten Zusammenzucken denkt man, der traut sich was, aber sympathisches Understatement ist nicht Philip Bradatschs Sache. Hinterher ist man froh, mit manch unliebsamen Gefühl nicht alleine dazustehen. Und man ist beseelt von der musikalischen Fülle. Denn Philip Bradatsch wartet mit Überraschungen auf, seine Songs ziehen langsam herauf, beklemmen, bäumen sich wütend auf und lösen sich im nächsten Moment in wundervolle Harmonien auf. Zwischen düster-bedrohlichen Klangwelten plötzlich ein lakonischer Schmunzler, im dumpfen Weltschmerz auf einmal eine Zärtlichkeit, die einem warm ums Herz werden lässt. Und hinter ihm rumpeln, ächzen und rocken die fabelhaften Cola Rum Boys, dass es eine wahre Freude ist. Solo oder im Band-Kollektiv, am Ende ist Philip Bradatsch wohl das, was sich so lange niemand zu vermissen getraut hat: Rock’n’Roll.

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: