Song des Tages: Sons Of The East – „Into The Sun“


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Ein wenig frühlingshaftes musikalisches Kontrastprogramm zum nassgrauen Herbst gefällig? Dann wären Sons Of The East gute Bewerber für diesen Posten…

Das hierzulande noch recht unbekannte Indiefolk-Trio stammt aus dem australischen Sydney, genauer: aus dem Northern-Beaches-Distrikt. Und das macht sich freilich auch an ihrem Soundgewand bemerkbar. Egal bei welchem Song des Newcomer-Dreiergespanns man einen Hörversuch wagt, Dan Wallage, Nic Johnston und Jack Rollins – wohlmöglich jung an Jahren, aber schon reich an Erfahrung – können Einflüsse wie Mumford & Sons oder The Lumineers kaum verleugnen (manch einer mag auch Vergleiche mit Mighty Oaks oder gar Bear’s Den wagen). Gitarre und Banjo, mehrstimmiger und ausgefuchster Harmoniegesang, geradezu klassisch-straightes Songwriting, selbst – Klischee, Klischee! Down Under! Down Under! – ein Didgeridoo: alles da, alles an Bord. Ebenso wie das wohl fast schon standardmäßig lässige Surfer-Dude-Lookalike-Äußere und diese sonnige Lockerheit, die australische Musiker ohnehin oft genug ausmacht (man denke etwa an Ziggy Alberts, den ANEWFRIEND vor einiger Zeit vorstellte)…

51sqxSpgGJLMeist finden Sons Of The East dabei einen guten Mittelweg zwischen dem Pop-Gespür, dass Marcus Mumford und seine Jungs in ihren besten Momenten auszeichnet(e), und Noten, die Leadsänger Jack Rollins mit seinem rauen Crooner-Organ mal mitreißend, mal berührend veredelt. Die weißen und schwarzen Tasten des Pianos unterstützen schon seit der 2013er Debüt-EP die Zupfinstrumente ganz natürlich, und auf den letzten beiden darauf folgenden, acht beziehungsweise sechs Stücke starken EPs „Already Gone“ (2015) und „Burn Right Through“ (2019) variierten Dan Wallage, Nic Johnston und Jack Rollins den Bandsound leicht hin zu einem satt tönenden und (im besten Sinne) radiotauglichen Indiefolk-Mix, der so anziehend wirkt wie – uffjepasst, Bildsprache! – ein Lagerfeuer-Barbecue an einem australischen Strand. Hier schwingt nicht nur der Geist der genannten Bands mit, sondern da schöpft eine Band aus einem ganzen popmusikalischen Folk-Kosmos von Neil Young und Johnny Cash über Fleetwood Mac bis zu The Kinks. Wen wundert’s, dass bei mehr als 80 Millionen Streams und 18 Millionen YouTube-Klicks auch findige Studio-Remixer (in diesem Fall das Stuttgarter Produzenten-Duo von BUNT.) auf die sommerlichen Melodien von Sons Of The East aufmerksam wurden, und anno 2016 aus dem Song „Coming Home“ einen kleinen EDM-Hit gebastelt haben…

 

Einer der wohl schönsten Songs in der bisherigen Diskografie von Sons Of The East ist „Into The Sun“, das mitsamt seinem gelungenen Musikvideo zwischen melancholischen Tagträumereien sowie Fern- und Heimweh hin und her changiert…

 

…und so auch in der reduzierten Variante zu überzeugen weiß:

 

„Stealing Glances at the pavement
The weight it comes too soon
Supposed to keep on rolling
But the race is nothing new

As the train, it starts to go
And it takes our bodies slow
And I know you wanted to for some time now

All this time you’re gone
In your wake I stumble on
But the smoke is nothing that I haven’t seen

So I walk into the sun
I thought you’d be there
But you could fool anyone
In the red water dust
Will I see you soon
Or did we move on?

The crowd begins to break up
They’re calling their goodbyes
My head’s above the water
But I’m drowning in your eyes
So I walk into the sun

I thought you’d be there
But you could fool anyone
Got a head full of dust
Will I see you soon
Or did we move on?
Well the race is long, you can’t relax

And I don’t belong so I’m headed back
It’s getting hard, you feel the fear
I’m seeing red, wish you were here
And I walk into the sun
I thought you’d be there
But you could fool anyone
Got a head full of dust
Will I see you soon
Or did we move?
Will I see you soon
Or did we move on?“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

2 Gedanken zu „Song des Tages: Sons Of The East – „Into The Sun“

  1. Stepnwolf sagt:

    Ich finde die reduziertere Variante sogar besser…

    • Ja, ist in der Tat auch schön. Ich mag vor allem den Song in Kombination mit dem Musikvideo – passend und stimmungsvoll, sodass man (gerade beim Nassgrau da draußen) glatt eine Extraportion Fernweh entwickelt…

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