Song des Tages: Neal Casal – „Sweeten The Distance“


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Neal Casal war keiner, der auf Teufel komm raus das große Scheinwerferlicht für sich beanspruchen wollte. Viel eher lag dem umtriebigen US-Musiker die Rolle als kongenialer Gitarren-Sidekick, in welcher er vor allem in Ryan Adams‘ langzeitiger Begleitband The Cardinals (gemeinsam erschienen zwischen 2007 und 2011 einige feine Alben, den ganzen Cardinal’schen Glanz der brillanten Freispiel-Chemie entfachten sie jedoch vor allem live), aber auch mit den Jazzern von Circles Around The Sun, der Chris Robinson Brotherhood (mit denen er unlängst noch live auftrat) oder eben als Ideen- wie Melodienlieferant für James Iha, Lucinda Williams, Tift Merritt, Willie Nelson, Gin Wigmore, Amanda Shires, Minnie Driver, Mark Olson oder – auch ein Leisetreter mag schließlich ab und an mal ein klein wenig weiter vorn stehen – als Chef seiner Retro-Band Hazy Malaze in Erscheinung trat. Und sobald neben Studioaufnahmen für andere Namen und den Touren zwischen allen möglichen Bühnenbrettern etwas Zeit blieb, nutzte der Mann mit dem starken Händedruck und dem sanften Gemüt aus Denville, New Jersey die Gelegenheit, weitere Soloalben aufzunehmen (das letzte, „Sweeten The Distance„, erschien 2011), oder eben als Filmmusik-Berater („Country Strong“) und Fotograf kreativ zu werden.

Nein, Neal Casal war wohl tatsächlich vor allem einer, dessen Name Kennern des stark vom Americana geprägten melancholisch-romantischen Singer/Songwritertums, aber auch des Westküsten-Seventies-Retro-Rock – oder gar Jazz – ein verräterisches Leuchten in die Augen zauberte, während der traurige Rest zuerst Dr. Google befragen wird…

Am gestrigen 26. August ist Neal Casal im Alter von 50 Jahren verstorben. Und so verliert die Musikwelt einmal mehr einen großartigen, begnadet sidekickenden Musiker viel zu früh, während alle, die ihn kannten, oder zu irgend einem Zeitpunkt seiner Karriere auf ihn trafen, einen bodenständigen, offenen, freundlichen Menschen schmerzlich vermissen werden.

Mach’s gut, Neal Casal. Rest easy.

 

 

„Nothing’s gonna stop you know
Everything you want is coming in good time
No one’s gonna bring you down
It’s just too long to find
I keep… on beside my bed
It gets but through the longest of all minds
I keep this dream inside my head
It’s simple, but without it I would die
I’ll let it sweeten the distance
Sweeten the distance, baby
Sweeten the distance
Sweeten the distance
Between me and you, it’s alright

What’s the sense of looking back
And still remember how I’ve waste so much time
Nothing’s gonna change the facts
And it’s far too late to cry
Love may tear us apart
But it’s never gonna leave us behind
I keep this dream inside my head
It’s simple, but without it I would die
Without it I would die
I’ll let it sweeten the distance
Sweeten the distance, baby
Sweeten the distance
Sweeten the distance
Between me and you, it’s a long ride
It’s a long ride, it’s a long ride
It’s a long ride
So give it time

I hope I didn’t let you down
Got knows I did my very best this time
So if you can’t hear me now, it’s not too late to try
So when you’re feeling far away and wanting much to rewind
It’s just a dream anyway, so simple
Without it, we would die
Without it, we would die 
We’ll let it, sweeten the distance
Sweeten the distance
We’ll let it, sweeten the distance
Sweeten the distance
Sweeten the distance
Sweeten the distance
Between me and you, it’s a long ride“

 

Rock and Roll.

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