Song des Tages: Snow Patrol – „What If This Is All The Love You Ever Get?“


snow-patrol-2018

Ja, die letzten Jahre mögen keine einfachen gewesen sein für Gary Lightbody: ein Burn-out, gefolgt von einer Schreibblockade, Depressionen, einem Alkohol-Problem, schlußendlich ein Zusammenbruch (mehr dazu erfährt man etwa in diesem aktuellen Interview). Eventuell hatte der Frontmann des nordirisch-schottischen Indie-Poprock-Fünfers Snow Patrol in der Zeit davor mit immerhin fünf Alben in zehn Jahren mit seiner Stammband (welche freilich jeweils auch betourt werden wollen) sowie Songwriter-Credits für keine Geringeren als zum Beispiel Ed Sheeran und Taylor Swift einfach den sprichwörtlichen kreativen Bogen überspannt. Eventuell klingen daher auf dem neuen, heute erschienenen Snow-Patrol-Werk „Wildness„, dem ersten seit dem reichlich mediokren „Fallen Empires“ von 2011, trotzige Durchhalteparolen wie „Don’t give in – don’t you dare quit so easy“ an.

Sieben Jahre Wartezeit also. Und? Hat man Snow Patrol vermisst?

105608Nun… nicht wirklich. Und das neue Album bestätigt dies noch einmal. Wie schon auf den letzten Langspielern zirpen immer wieder Synthies, pluckern und wummern sich durch einen guten Teil der zehn neuen Stücke. Zwar sind diese nicht mehr ganz so aufdringlich wie noch auf dem 2011er Vorgänger ins Klangbild integriert, an herrlich rockige Album-Großtaten wie „Final Straw“ (2003) oder „Eyes Open“ (2005), auf denen das Quintett grandios-leichtfüßig einen Bogen von Herzhymnen im Indie-Club („Run„) zu Schmuse-Melodien für Stadionmillionen („Chasing Cars„) spannte, reichen Snow Patrol 2018 jedoch kaum heran. Und was an den neuen Stücken so „wild“ sein soll, weiß wohl nur die Band selbst…

Dass Gary Lightbody nichtsdestotrotz – schwere Zeiten hin, Schreibblockaden her – noch immer ein begnadeter Songwriter ist, der es vortrefflich versteht, mit einfachsten Mitteln direkt ins Herz zu reichen, beweist das Stück „What If This Is All The Love You Ever Get?“. (S)ein einsames Piano, seine mit dem gewohnten zarten (jedoch merklich in Mitleidenschaft gezogenen) Schmelz belegte Stimme, erstaunlich direkte Textzeilen über die Liebe – mehr braucht der 41-jährige gebürtig nordirische Musiker, der im Musikvideo zum Song mit seinem Klavier auf einem Floß mutterseelenallein auf offener See schippert, im Grunde nicht. Und hat damit – das durchschnittliche Album dazu sei ihm gestattet – bereits jetzt eines der tollsten Stücke des Musikjahres geliefert…

 

 

„Woah woah, what if this is all the love you ever get?
Woah woah, you’d do a couple things so differently, I bet
Woah woah, what if this is all the love I ever know
Woah woah, I’d say the words that were so hard to say: don’t go

So you’ve fallen in love
So you’ve fallen apart

What if it hurts like hell
Then it’ll hurt like hell
Come on over, come on over here
I’m in the ruins too
I know the wreckage so well
Come on over, come on over here

Woah woah, what if this is all the love you ever get?
Woah woah, you’d not worry so much about counting your regrets
Woah woah, what if this is all the love I’m ever shown
Woah woah, I’d not be so scared to run into the unknown

So you’ve fallen in love
So you’ve fallen apart

What if it hurts like hell
Then it’ll hurt like hell
Come on over, come on over here
I’m in the ruins too
I know the wreckage so well
Come on over, come on over here

What if this is all the love you ever get?
What if this is all the love you ever get?
What if this is all the love you ever get?“

 

Rock and Roll.

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