„Eier aus Stahl“ – Jan Böhmermann nimmt sich die deutsche Musikindustrie vor


maxresdefault

Mittlerweile darf man schon fast seine Uhr danach stellen, dass Jan Böhmermann und sein „NEO Magazin Royale“-Team Woche um Woche für ein kleines Skandälchen sorgen. Mal müssen die Altbier-Punks der Toten Hosen dran glauben, mal die „Schwiegertochter“-Kuppel-Schmalzbirne Vera Int Veen, mal der von nicht eben kleinen Teilen des eigenen Volkes bejubelte türkische Irre vom Bosporus (ganz nebenbei: Liebe Türken, das hatten wir hier in Deutschland auch schon mal – ist nicht gerade gut ausgegangen…), mal das weibliche Selbstverständnis, mal der auch so integre Sänger-Schauspieler-und-jetzt-auchYouTube-Manager Tom Beck, jüngst auch – in gewohnt großartiger Manier – der Bundesvorsitzende der deutschen Polizistengewerkschaft, Rainer Wendt. Was der „blasse dünne Junge“ und seine Crew anpacken, wird meist zu einem ebenso bissigen wie unterhaltsamen Rundumschlag gegen die, die’s verdient haben – und regt darüber hinaus zum Nachdenken an.

In dieser Woche und Ausgabe des „NEO Magazin Royale“ nimmt sich Böhmermann ganze 22 Minuten, um in „Eier aus Stahl: Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“ mit der – jawollja! – deutschen Musikindustrie am Beispiel von Max Giesinger (der Name selbst war mir vorher kein Begriff, ich höre jedoch auch kein Radio), dem Echo und vielen anderen abzurechnen und aufzuklären:

„Uff. Der ECHO – der wichtigste Preis der sehr guten deutschen Musikindustrie – wird leider auch in diesem Jahr wieder verliehen. Wie zu erwarten, regen sich alle auf: FREI.WILD sitzen in der ECHO-Jury, die Onkelz sind sogar nominiert – es ist alles noch mehr Nazi, noch rechter, noch schlimmer als in den Jahren zuvor. Dabei sind die deutschnationalen Norditaliener von FREI.WILD und die Geh-Deinen-Weg-auch-wenn-er-falsch-ist-und-alle-Dich-scheiße-finden-Rock-Onkelz zwar das offensichtlichste, nicht aber das eigentliche Problem des ECHO und der deutschen Musikindustrie. 

Wir müssen reden – über Menschen, Leben, Tanzen, Welt, über ‚einen von 80 Millionen‘ sowie seine Kunst und das große Missverständnis in der deutschen Popmusik.“

Am Ende des Clips zeigen Böhmermann und sein Team noch, wie sie einen Songtext von Schimpansen, die Tweets der YouTuber BiBi und Sami Slimani, aber auch Werbeslogans aneinanderreihen, „schreiben“ lassen und zu einem nahezu perfekten Popsong verarbeiten, welcher im Formatradio zwischen all den Tim Bendzkos, Philipp Poisels, Silbermonds und Helene Fischers (sowas wird doch da gespielt, oder?) gar nicht auffallen würde. Das Musikvideo des fertigen Songs „Menschen Leben Tanzen Welt“ von *hust* Jim Pandzko feat. Jan Böhmermann findet Ihr weiter unten. Herrlich. Nimm das, Matthias Schweigerhöfer! Fick dich, selbstverliebte Echo-Jury!

 

 

 

Rock and Roll.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ein Gedanke zu „„Eier aus Stahl“ – Jan Böhmermann nimmt sich die deutsche Musikindustrie vor

  1. […] vor ein paar Wochen dekodierten Jan Böhmermann und seine „NEO Magazin Royale“-Mannschaft mithilfe von ein paar […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: