Hey, Kiddos von heute…


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mixtape

 

Heutzutage haben die *hust* jungen Leute (also all jene, die sich an Geräusche wie dieses oder an eine Zeit, in der man nicht beständig mit diesem Internet verbunden war, nicht erinnern können) ja anhand ihrer Spotify- und Apple Music- und Wasweißichschlagmichtot-Playlisten Abermillionen von Songs von einem Klick auf den anderen verfügbar. Geile Sache, oder? Chillig. (Sagt man das noch? Frage für einen Freund…)

Noch geiler war früher – und da schreibe ich von den Neunzigern, Kiddos – jedoch, dass man, wenn man motorisiert unterwegs war und zur perfekten Untermalung dieses Autoausflugs die passende Musik und nicht das simpel-dröge Radiogedudel haben wollte, eben nicht einfach sein Smartphone mit dem High-End-System seines Autos koppeln konnte, sondern selbst die Musikauswahl treffen musste. Zuerst auf Kassette (kennt ihr wohl nicht mehr – dieses seltsame Ding mit den zwei Löchern und dem Magnetband drin, dass man auch in diesen seltsamen „Walkman“-Apparat stecken konnte), später auf Compact Disc (dieses flache, silberne Ding mit Musik drauf). Und ja, kaum zu glauben und seinerzeit auch ’ne Wissenschaft für sich: bei diesen „Mixtapes“ konnte, sollte, ja musste man sich noch richtig Gedanken  über Wirkung, Aussage und Reihenfolge der draufgepackten Musikstücke machen! Für wen sollte es sein? Was möchte man damit bezwecken? Was kommt gut an, was weniger? Tausende von Fragen, über die sich der oder die Zusammenstellende nicht selten Tage, Wochen, gar Monate den Kopf zerbrechen konnte und viele, viele Bücher geschrieben wurden (wer weniger Zeit und Muse haben sollte, findet hier eine gute Kurzanleitung zum erfolgreichen Mixtape). Und: spätestens alle 90 Minuten musste man wechseln, umdrehen, neu starten – keine Endlosschleife. Und: Auch die Vorbereitung musste passen, denn nur höchst selten konnte man seine komplette Musiksammlung mit ins Vehikel packen. So viele Sachen, von denen ihr verwöhnten kleinen Bälger wohl nur aus den – freilich digitalen – Geschichtsbüchern lesen und euch – verwundert ob dieser analogen Ammenmärchen – ungläubig die entzündeten Äuglein reiben werdet… Those were the days.

 

Rock and Roll.

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