„Ellis“ – beeindruckender Flüchtlings-Kurzfilm von Nils Frahm, Woodkid und Robert De Niro


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Robert De Niro, Woodkid, Nils Frahm – wenn der Film- und Musikkenner diese Namen liest, dann denkt er wohlmöglich an cineastische Weiten, große Bilder und auf Zelluloid festgehaltene Momente, tolle, melancholische Melodien – in jedem Fall an gute, qualitativ hochwertige Unterhaltung. Nicht jedoch an einen Kurzfilm…

large_Ellis_-_the_movie_-_poster_-_lightGespür für Timing, Tempo und Stimmungen zeichnen herausragende Soundtracks aus, schränken den Musikproduzenten in seiner Arbeit jedoch oft auch ein, denn Film-Editor und Regisseur haben den Film meist schon geschnitten, bevor der Soundtrack den Film „ergänzen“ darf. Dass diese schwierige Aufgabe dennoch, sogar quasi spontan, zu lösen ist, zeigte zuletzt der dauerbeschäftigte deutsche Pianist und Komponist Nils Frahm, der den Soundtrack zum deutschen Indie-Filmhit des Vorjahres, „Victoria„, in einem einzigen Take live einspielte und sich somit in Echtzeit auf den Film einzustellen vermochte.

Für den viertelstündigen Kurzfilm „Ellis“ hat Nils Frahm sich nun um die Umsetzung des von Woodkid komponierten Tracks „Winter Morning I“ gekümmert. Der Film erzählt die Geschichte eines Flüchtlings auf dem Weg in eine angstfreie Zukunft, eine neue Heimat, vorgetragen von keinem Geringeren als Hollywood-Legende Robert De Niro. Regie führte der französische Künstler JR, der als Schauplatz für diesen 15-minütigen Film einen verlassenen Krankenhaus-Komplex auf Ellis Island (New York) wählte. Die Insel im Hafengebiet von New York City war im 19. Jahrhundert die Sammel- und Anlaufstelle für Immigranten in die USA und ist somit ein ebenso gespenstisch umwehter wie passender Schauplatz für den Kurzfilm, welcher – der historischen Patina zum Trotz – aktueller kaum sein könnte.

Nils Frahm, der sich erneut grandiose für die Hintergrunduntermalung verantwortlich zeichnet, hat übrigens Folgendes zu sagen:

„The opportunity to work on JR´s fantastic short film came through my good friend Yoann aka Woodkid. We agreed on recording the piano parts in my studio in Berlin and so it happened that JR and Woodkid were guests at Durton studio on a wonderful late summers day in 2015. We managed to record all the crucial elements that day. The music fell into our laps and melted with the images: a wonderful experience. The film has stuck in my head ever since; it moved my heart and changed my soul.“

 

 

Rock and Roll.

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