Like A Hurricane – Happy Birthday zu 70 Lenzen, Onkel Neil!


Email sent from: "Rayner, Ben" brayner@thestar.ca Subject: Neil Young photo Date: 3 June, 2015 4:46:51 PM EDT Neil Young joins forces with a new combo called Promise of the Real for a headlining performance at the WayHome festival this July. Photo credit: Pegi Young.

Photo credit: Pegi Young.

Wenn ich an Neil Young denke, dann kommen mir so viele Dinge in den Kopf…

Mein Vater freilich, der mir den kanadischen Rockstar irgendwann während meiner Teenagerzeit ans Herz legte. Und logischerweise stieß er damit auf fruchtbaren Boden, hatte ich nicht ohnehin mein Herz längst an eine Musikrichtung verloren, die andere Leute nichtsachtend „Grunge“ schimpf(t)en… Und mir kommen freilich Pearl Jam in den Sinn, deren Karriere Young früh förderte, mit denen er 1995 das gemeinsame Album „Mirrorball“ auf den Markt brachte, mit denen er in dieser Zeit auf gemeinsame Tournee ging und auch über die Jahre immer eng verbunden blieb (so treten Eddie Vedder und Co. etwa in regelmäßigen Abständen in Youngs Charity-Konzertreihe „Bridge School Concert“ auf). Überhaupt: Young und der Grunge – war es nicht Kurt Cobain, Frontmann der anderen Grunge-Heroen Nirvana, der „Onkel Neil“ und seien Song „My My, Hey Hey (Out Of The Blue)“ mit der Zeile „It’s better to burn out than to fade away“ in seinem Abschiedsbrief zitierte, diese Worte zu seinen potentiell letzten und das Stück endgültig unsterblich machte? Mir kommt ein Familienfreund in den Sinn, den man, mit seiner grauen Mähne und seinem Enthusiasmus für (Rock)Musik, der dem meinigen nicht ganz unähnlich ist, ohne Zweifel und mit Fug und Recht als „Neil-Young-Ultra“ bezeichnen darf. Freilich darf man auch Youngs Engagement für den Umweltschutz und für soziale Gerechtigkeit nicht vergessen, sein Kampf gegen den multinationalen „Saatgut-Teufel“ Monsanto (kürzlich wieder aktuell geworden durch das so offensichtlich betitelte letzte Album „The Monsanto Years„, welches im vergangenen Juni erschien), sowie seine innige Liebe zu US-amerikanischen Oldtimern.

Neil-YoungUnd freilich ist da ja noch Neil Youngs Musik. „After The Gold Rush„, „Harvest„, „Rust Never Sleeps“ – nur drei von so einigen großen Alben. „The Needle And The Damage Done“, „Helpless“, „Like A Hurricane“, „Rockin‘ In A Free World“, „Cortez The Killer“, „Birds“, natürlich der unvermeidliche Lagerfeuer-Gassenhauer „Heart Of Gold“ – alles Songs, die nie schlecht werden. Dass der 1945 in Toronto, Ontario geborene Musiker bereits bei Formationen wie Buffalo Springfield, seiner elektrifizierten Stammtruppe Crazy Horse oder Crosby, Stills, Nash & Young (mit denen er seinerzeit auch beim legendären „Woodstock Festival“ auftrat) und in mehr als fünfzig Jahren Karriere schon mit so ziemlich allem, was im Geschäft Rang, Namen und Kredibilität zu haben scheint, auf gefühlt allen Bühnenbretter stand, bleibt da kaum aus.

Dass Neil Young heute stolze 70 Lenze jung wird, macht einem selbst wohl am meisten bewusst, wie die Zeit ins Land geht. „Onkel Neil“ war irgendwie schon immer alt, klar. Aber er wirkte nie so, war und ist eine Rampensau mit nimmermüdem Enthusiasmus und übers Herz gelegten Saiten. Für meine eigene Sozialisation gehörte er immer dazu, wird er immer tun. Gerade deshalb – und auch wenn ich jedes neue Album nur noch irgendwie am Rande mitverfolge – bleibt zu wünschen, dass es ihn, den selbsternannten „Hippie“, noch viele weitere Jahre auf den Bühnenbrettern halten wird. Denn alles andere wäre ein herber Verlust, ehrlich…

 

 

 

 

Rock and Roll.

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