Song des Tages: Tessa Rose Jackson – „The Pretender“


Tessa_Rose_Jackson

Dass die Coverversion eines schmissigen Rocksongs nicht immer und nicht zwangsläufig auch im selben klanglichen Raum und Genre angesiedelt sein muss, haben schon viele Künstler eindrucksvoll bewiesen – man denke nur an sämtliche Vereinnahmungen einer Dame namens Tori Amos, die sich an so ziemlich alles von Slayers „Raining Blood“ über Jimi Hendrix‘ „If 6 Was 9“ bis hin zum Nirvana-Smasher „Smells Like Teen Spirit“ herangewagt hat und diese Titel samt und sonders am Bösendorfer-Piano in ganz eigene Welten entführt hat…

A propos Nirvana, beziehungsweise deren Irgendwie-Nachfolgeband Foo Fighters, in der der ehemalige Nirvana-Schlagwerker Dave Grohl bekanntlich den allseits beliebten Vorsteher gibt: Auch da haben ja bereits Künstler wie Glen Campbell (mit einer Country-Variante von „Times Like These“) oder Kate Rogers (mit einer Singer/Songwriter-Variation des frühen Foo-Hits „Big Me“) bewiesen, dass Grohls Rocksongs auch reduzierter noch gut und interessant klingen können.

Einen weiteren Beweis hierfür erbringt nun Tessa Rose Jackson, die sich ausgerechnet das energetisch nach vorn gehende „The Pretender“ (vom 2007er Foo Fighters-Album „Echoes, Silence, Patience & Grace„) vorgenommen hat. Leise spielt das Banjo, das die Jungs von Mumford & Sons für ihre Coldplay-meets-U2-Stadiorockwerdung des aktuellen Albums „Wilder Mind“ kürzlich in einer staubigen Studioecke zurückgelassen haben, vor sich hin, vor sich hin, bevor Jacksons Stimme einsetzt und nur allzu lieblich die bislang aus Dave Grohls Mund gewohnten Zeilen vorträgt: „Send in your skeletons / Sing as their bones go marching in, again / The need you buried deep / The secrets that you keep / Are ever ready? / Are you ready?“. Klar zieht auch bei der 22-jährigen Musikerin das Tempo irgendwann leicht nach oben, während sich ein dezentes Bisschen elektronisches Beiwerk unter die dreieinhalb Minuten mischt, aber insgesamt kommt ihre kürzlich veröffentlichte Version um einiges luftiger daher als die große Rocks(ch)au der Foos. Auch ließe sich beim Namen der Künstlerin kaum vermuten, dass Jackson, die vor zwei Jahren mit ihrem Albumdebüt „(Songs From) The Sandbox“ erstmals von sich hören ließ, nicht aus den USA oder Großbritannien, sondern aus dem holländischen Amsterdam stammt. Wenn man dann auch noch hört, dass die Singer/Songwriter-Multiinstrumentalistin, die sich selbst einmal als eine Mischung aus „einer zugänglicheren Feist, poppigen Fleet Foxes, einer Prise Ray LaMontagne und ein wenig Edward Sharpe“ beschrieb – so ganz nebenbei – bereits einen Abschluss an einer renommierten Musiktalentschmiede (der Brit School) in der Tasche hat, lässt sich erahnen, wieviel Talent da wohl noch schlummern mag…

 

Hier gibt’s das Musikvideo zur Coverversion von „The Pretender“…

 

…oder die Variante von Tessa Rose Jackson hier im Stream:

 

Rock and Roll.

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