Vergessene Interviewsperlen, fein bebildert – „Blank On Blank“ präsentiert ein Elliott Smith-Gespräch aus dem Jahr 1998


e. smith blank on blank

Die vor etwa vier Jahren ins (digitale Netz-)Leben gerufene Seite „Blank On Blank“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, bislang unveröffentlichte oder in Vergessenheit geratene Interviews mit Größen aus dem Musik-, Film- oder Showgeschäft, aber auch mit bekannten Namen aus der Politik aus der Versenkung zu holen, diese ein wenig digital aufzupolieren sowie – und hier wird’s für die Netzgemeinde ansehnlich – diese, dem Erzählten nach, mit bewegten Bildern zu unterlegen. So versammelt die durch den ehemaligen „ABC News“-Produzenten David Gerlach gegründete, durch die „Quoted Studios“ in Zusammenarbeit mit den „PBS Digital Studios“ vom New Yorker Stadtteil Brooklyn aus operierende Homepage in ihrem ständig anwachsenden Fundus mittlerweile über dreißig bebilderte Interviews mit bekannten Namen wie Michael Jackson, David Bowie, Fidel Castro, The Doors-Frontmann Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix, John Lennon, Nirvana-Vorsteher Kurt Cobain, Johnny Cash oder den im vergangenen Jahr verstorbenen Schauspielern Robin Williams und Philip Seymour Hoffman und wurde bereits mehr als fünf Millionen Mal von 229 Ländern aus angeklickt.

Der neuste Beitrag der Web Content-Serie bebildert ein Interview mit dem 2003 im Alter von nur 34 Jahren verstorbenen Singer/Songwriter Elliott Smith, das dieser im Jahr 1998 mit dem britischen Journalisten Barney Hoskyns führte, kurz nachdem ihm mit „Miss Misery„, Smiths tränenreicher Oscar-nominierter Beitrag zum Film „Good Will Hunting“ (wir erinnern uns: 1998 war das Jahr, in dem die wohl erfolgreichste cineastische Filmkatastrophe, „Titanic“, seinen omnipräsenten Siegeszug durchzogen – von daher hatte Smith auch gegen Celine Dions Heuler „My Heart Will Go On“ keinerlei Chance), der internationale Durchbruch gelang. Und obwohl ihm dies zu mehr Bekanntheit, einem höher dotierten Plattenvertrag (mit DreamWorks Records) und den damit einher gehenden besseren Aufnahmemöglichkeiten verhalf, litt Elliott Smith – Fans (wie mir) dürfte die tragische Geschichte hinlänglich bekannt sein – doch am meisten unter dem „großen Scheinwerferlicht“. Von daher ist auch der mit Hoskyns geführte fünfminütige Interviewausschnitt nicht eben ein wahrer Freudenquell, in dem Smith etwa von seiner Entdeckung der Musik von Elvis Costello, die es ihm ermöglichte, sich wie ein „freak amongst other freaks“ zu fühlen, von Drogenabhängigkeit, von seinen Gefühlen und seinen Songs erzählt. Und vom Glücklichsein – ein Thema, das sich, mit Schatten behaftet, irgendwie durch Elliott Smiths gesamte Diskografie zieht…

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Rock and Roll.

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