Song des Tages: Dan Mangan + Blacksmith – „Ex-Factor“


Foto: Norman Wong

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Adé, Singer/Songwritertum. Was sich auf Dan Mangans dritten Album, dem 2011 veröffentlichten „Oh Fortune„, noch ganz sacht und in Zwischentönen angedeutet hatte, ist mit dem am 9. Januar erscheinenden neuen Werk „Club Meds“ Gewissheit: der 31-jährige Musiker aus dem kanadischen Vancouver hat – zumindest vorerst – keinen Bock mehr auf die Schublade aus Indierock, Folk und Kammermusik, in die ihn nicht wenig bereits langfristig verfrachtet hatten – allen Preisen und guten Kritiken zum Trotz.

Stattdessen hat sich Dan Mangan nun passenderweise den Namenszusatz „+ Blacksmith“ aufs Cover geschrieben und verschiebt den neugewonnenen Bandsound gleich um mehrere Nuancen in dunklere und experimentellere Gefilde, sodass dem Hörer stellenweise – und das nicht nur aufgrund von Mangans stimmlicher Klangfarbe – Peter Gabriel oder die Engländer von Fink in den Sinn kommen könnten. Und auch textlich ist „der musikalische Gegenentwurf zum Luxusurlaub in der Sonne“ (VISIONS) weit von den vorangegangen Alben des Kanadiers entfernt, auf welchen er beispielsweise davon sang, dass auch Roboter Liebe brauchen. Die elf Songs auf „Club Meds“ beherbergen so einige düstere Gedanken übers Leben, Lieben und die Vergänglichkeit („Everybody’s pissing in the well of our suffering“ heißt es etwa im tollen „Mouthpiece“). Damit versperrt sich Mangan ganz bewusst höheren Chartsweihen und den Positionierungen im Hintergrund allabendlicher wie wöchentlicher TV-Shows, grenzt sich jedoch kaum weniger bewusst von all den „Hey Ho“-Folkies in der Musiklandschaft ab – und von denen gibt’s ja eh schon genug…

Bevor „Club Meds“ in etwa zwei Wochen das Licht der Plattenläden erblickt, schicken Dan Mangan + Blacksmith schon einmal ihre ganz eigene Variation vom 1998 erschienenen Lauryn Hill-Evergreen „Ex-Factor“ voraus, über die der Kanadier gegenüber dem englischen NME folgendes zu sagen hatte: „I’ve always loved this song. I couldn’t think of having heard any covers of Lauryn Hill. Maybe it’s because she’s too amazing and I’m a fool and nobody really should cover Lauryn Hill, but this chorus has been in and out of my head since the 90s. It says so much with just a handful of words.“.

 

 

Rock and Roll.

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