Song des Tages: The Callstore – „The Letting Go“


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Nanu, denkt sich da Mancher – hat sich der Zwillingsbruder von The National-Frontstimme Matt Berninger nun auch dazu entschlossen, sein Seelenheil in der Musik zu suchen? Doch obwohl vor allem bei der ganz vorzüglich gelungenen – und wenn auch bitteren – Beziehungsabrechnung  „The Letting Go“ der Eindruck entstehen könnte, dass hinter The Callstore ein weiterer Spross der Berninger-Clans stecken könnte (seit der abendfüllenden Dokumentation „Mistaken For Strangers“ kennen wir ja auch Matt Berningers jüngeren Bruder Tom), hat Simon Bertrand außer seiner wohlmöglichen Verehrung im Grunde so gar nichts mit der Band aus Cincinnati, Ohio gemein…

Nun, nicht ganz. Denn die Liebe fürs Melancholische, fürs Fallen in den Rinnstein, Abputzen und Weitermachen durchzieht auch die zwölf Songs des kürzlich beim französischen Label Talitres erschienenen Debütalbum „Save No One„. Der seit 15 Jahren in London lebende Mittdreißiger Bertrand sammelt darauf Balladen zwischen Schmutz und Fragilität, zwischen großem Reinemachen und kleiner Geste, wie ein düster-kalter Tag und ein wohlig-warmer Nachmittag am Kamin, zwischen Playstation (die Rhythmen wurden laut Auskunft der Plattenfirma samt und sonders mit so einem Ding programmiert) und hintergründigem Charme, zwischen Lo-Fi-Folk und muckerhafter Spielerei, zwischen Feuer und Flamme, mittendrin, zwischen Dunkelheit und Melancholie, zwischen Hoffnung und ergreifender Traurigkeit, die vom Leben erzählen will. Das weckt Erinnerungen, die auch vor dem großen Altmeister Leonard Cohen nicht Halt machen. Und ach, fast könnte man denken, dass auf dem Albumcover der traurige Joy Division-Fronter Ian Curtis durch Alltagsgrau marschiert…

 

 

„You’re right
We’re not the same any longer
Your chest holds no room for me
You worked hard building this altar
Now do what you believe needs to be
Done to me
Take it all away
I know this loss is mine to take in
Now that I have become
This man for whom you feel nothing
So please, forgive me when I’m holding back on to you
Please, forgive me
It’s the letting go that’s hard you know…

The end is not a new beginning
And as thorough as you may be
Without and within
Your siege of silence echoes through me
Already
Already
And your shadow lies beside me
And though I know
That when my arms are full, they’re empty
The letting go
The letting go
It’s the letting go that’s hard you know…

Take it all away
It’s the letting go that’s hard you know
Take it all away
It’s the letting go that’s hard you know
It’s the letting go that’s hard you know…“

 

Rock and Roll.

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