Gravenhurst sind nicht mehr – Nick Talbot ist tot.


Gravenhurst

Endlos lange Spaziergänge durch Madrid. Der Soundtrack zum tollen Jürgen Vogel-und-Daniel Brühl-Zusammenspiel in „Ein Freund von mir„. Eine hervorragend zusammengestellte Retrospektive, gefunden auf einer Website, die es schon längst nicht mehr gibt. Die scheinbar schönste Art der Entdeckung der Langsamkeit. All das sind Dinge und Erinnerungen, die mir bei der Musik von Gravenhurst sofort wieder durch die Synapsen schießen…

Und irgendwie mutet all das wie eine reichlich makabre Promotion-Meldung zur vor wenigen Tagen veröffentlichten Raritätensammlung „Offerings: Lost Songs 2000 – 2004“ an, doch – sollte nicht irgendjemand all die offiziellen Meldungen dies- und jenseits im Internet Lügen strafen – es ist wahr, leider. Am gestrigen 4. Dezember ist Gravenhurst-Frontmann Nick Talbot im Alter von 37 Jahren verstorben.

 

Warp Records, bei dem zwischen 2004 (die „Black Holes In The Sand EP„) und 2012 (das letzte Album „The Ghost In Daylight„) ein Großteil der Veröffentlichungen der Band aus dem englischen Bristol erschien, veröffentlichte folgende Meldung:

„We are shocked and saddened to share the news that Nick Talbot aka Gravenhurst has passed away aged 37. An immensely talented singer-songwriter, multi-instrumentalist, record producer and journalist, he will be hugely missed. Nick’s family and friends request privacy at this difficult time.“

Talbots Managerin Michelle Hilborne gab folgendes Statement heraus:

„I am utterly devastated to confirm that Nick Talbot, also known under the performing name Gravenhurst, has passed away aged 37. The finest, most extraordinary and inspirational songwriter, singer and performer, and a remarkable producer and journalist, Nick’s work has deeply affected so many people all over the world. Outstandingly intelligent, compassionate, fascinating and witty, Nick was the dearest friend and his absence brings indescribable sorrow.“

 

Gravenhurst sind nicht mehr. Ein kühl-grauer Freitagmorgen ist ein wenig grauer als nötig. Uns allen bleibt die Musik – Talbots hellzartes Stimmgewand, das sich aus Fingerpicking von Nick Drake’scher Couleur und dem ein oder anderen Kraut-Elektro-Hirngespinst eine Decke webt, bevor das unscheinbare Männchen in den von Nebel durchzogenen Wäldern verschwindet. Und nie, nie wieder auftauchen wird…

 

 

„And you will never understand the lengths I go to light your way…“

 

Rock and Roll.

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Ein Gedanke zu „Gravenhurst sind nicht mehr – Nick Talbot ist tot.

  1. […] vergangenen Dezember ist Gravenhurst-Mastermind Nick Talbot mit 37 Jahren viel zu früh verstorben. “Fires In Distant Buildings” wird bleiben. Acht Monumente wie “The Velvet […]

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