Song des Tages: Hunter As A Horse – „Disarm“


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Dark Electronica ist ja momentan – oder gar seit einiger Zeit? – der vielbeschworene „heißeste Scheiß“ der krediblen Indieclubszene, wie’s scheint…

Da passen denn auch Hunter As A Horse ganz gut ins Bild. Im Grunde bilden die beiden aus dem südafrikanischen Johannesburg stammenden Mia Van Wyk und Paul Galanakis das weiblich-männliche songschreiberische Gerüst des Bandprojekts und holen sich erst auf Bühnenbrettern weitere Hilfe hinzu (etwa die argentinische Schlagzeugerin Laura Fares). Gut ins Multikulti-Bild in Zeiten der Globalisierung passt außerdem, dass Mia und Paul bereits vor einigen Jahren gemeinsam nach Richmond upon Thames in den Südwesten Londons zogen, da sie damals genau dort, in Englands pulsierender Metropole, die Keimzelle für aufstrebende neue Electronica-Projekte vermuteten. Ihre Musik lässt sich klanglich wohl irgendwo im mystischen Dickicht zwischen Bat For Lashes und Lana Del Rey verorten, oder um eine ausgesprochen schwurbelige Selbstbeschreibung zu bemühen: „Hunter As a Horse draw inspiration from sources as diverse as astral travel, shamanism, psychedelia and the macabre, as well as from an eclectic collectanea including Stephen King, Nina Simone, Chopin, Clive Barker, Jimi Hendrix, Johnny Cash and Jan Bartell’s ‘Spindrift’‘.

Kaum weniger ungewöhnlich klingt demnach auch das, was das Dark Folk Electronica-Duo aus „Disarm“, im Original vom 1993 erschienenen Smashing Pumpkins-Album „Siamese Dream“ stammend, macht. Statt Akustikgitarren und Glockenpiel ertönen pop- und Eighties-affine Synthesizerlinien, die so auch ganz gut zum Soundtrack-Outfit von Nicolas Winding Refns stilbildendem Film „Drive“ (mit Ryan Gossling als wortkarger Auftragsfahrer) gepasst hätten, während Billy Corgans quengeliger Gesang durch das verführerisch düstere Hauchen von Mia Van Wyk ersetzt wird. Dass da bereits die artverwandten Schotten von CHVRCHES interessiert ums Eck lugen zeigt lediglich, dass Van Wyk und Galanakis damals mit ihrer Entscheidung, nach England zu gehen, gar nicht mal so falsch lagen…

 

 

Mehr von Hunter As A Horse gibt’s via Soundcloud, während man via Facebook immer auf dem Laufenden bleibt…

 

Rock and Roll.

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