Leben am Rande der Musik – „Rock Bottom – Songs Of No Money“ träumt von Armut, Rock’n’Roll und der Leinwand…


Rock Bottom

Musik ist für nicht wenige die wohl schönste Nebensache (oder gar: Hauptsache?) der Welt… Sie umgibt uns beinahe überall und ständig – bewusst wie unterbewusst. Und während die meisten von uns der Musik einen festen Punkt in unserer Freizeit haben zukommen lassen, gibt es wiederum andere, die mit wenig Verstand – und wohl noch viel weniger Plan – in der Hinterhand irgendwann den Entschluss gefasst haben, ihrer inneren Berufung zu folgen und die Musik zum Beruf gemacht haben. Freilich kann das – mit viel Talent, einer guten Schippe Glück, den richtigen Kontakten und der Sache mit der „richtigen Zeit“ sowie dem „richtigen Ort“ – gut ausgehen, und man endet als jemand wie, um mal das ein oder andere spontane Beispiel herauszupicken, Madonna, Adele, Dave Grohl oder Paul McCartney, die sich weißgott nie wieder Gedanken um die nächste Mietüberweisung oder Arztrechnung machen müssen…

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Andere jedoch haben – trotz einer Menge Talent und im Grunde guten Voraussetzungen – weitaus weniger Glück gehabt (denn das ist es tatsächlich, was entscheidet!). Man denke da nur an all die großartigen, zu Herzen gehenden Musikdokumentationen der letzten Jahre wie „Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft„, „Searching For Sugar Man„, „A Band Called DEATH“ oder „Charles Bradley – Soul Of America„, die von Musikern erzählten, die aus einer Fülle von Gründen, die allesamt eben kaum in deren Händen lagen, durchs Erfolgsraster fielen. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt der Berliner Musikvideoregisseur Marc Helfers mit seinem abendfüllenden Filmprojekt „Rock Bottom – Songs Of No Money“: Er möchte denjenigen eine Stimme geben, die zwar – in seinen Augen – eine seltene, geradezu beneidenswerte musikalische Gabe besitzen, jedoch kaum für’s platt-tumbe Mainstreamprogramm zwischen all den Null-Acht-Fünfzehn-Mileys, -Gagas und -Beyoncés geeignet sind. Angefangen bei Super Bad Brad, einen New Yorker Straßenkünstler, der, mit der Stimmlage eines Marvin Gaye und seinem Ghettoblaster bewaffnet, Tag für Tag durch die Straßen und Parks der Metropole zieht, nur um abends zurück in die Enge seines Autos zurück zu kriechen – in Ermangelung von Barem für vier bezahlbare Wände. Oder von Texas Terri Bomb, der „Queen of the Underground“, die mit punkrockroten Haaren und stolzen 58 Jahren in Berlin-Neuköln gestrandet ist, wo sie sich mit ein paar mäßig bezahlten Auftritten über Wasser hält. Plan von Regisseur Helfers, der in der eigenen Vita bereits einige „Echo“-Nominierungen sowie Musikvideos von Bands und Künstlers wie Selig, Sportfreunde Stiller, Unheilig, Sometree, Element Of Crime oder Madsen zu verzeichnen hat, ist es, weltweit vieler dieser Lebensgeschichten in einem (Kino)Film zu versammeln und all diesen unentdeckten Talenten so die verdiente Stimme zu leihen.

Doch „ohne Moss“ ist bekanntlich „nix los“… Da sich Projekte wie „Rock Bottom“ freilich nicht von Luft, Liebe und Enthusiasmus allein speisen und bezahlen lassen, benötigen Helfers und sein Team zumindest einen – vergleichsweise geringen – Betrag von 15.000 Euro, um das unterstützenswerte Unternehmen in die Startlöcher zu bringen (die Gesamtkosten werden laut Helfers um 85.000 Euro herum liegen). Aus diesem Grund wurde auf der Crowdfunding-Plattform „indiegogo.com“ eine vom 11. April bis 10. Juni 2014 laufende „Spenden“-Kampagne ins Leben gerufen, bei welcher den Unterstützern – je nach der Größe des Beitrags – diverse „Goodies“ zugesichert werden (wie man es eben von Crowdfunding kennt). Zu den ersten prominenten Supportern zählen etwa Jan Müller von Tocotronic, Erik Langer von Kettcar, der Musiker Maxim oder die Schauspielerin Katharina Schüttler… und eventuell auch bald der ein oder andere von euch?

 

Hier kann man sich eine erste sechsminütige Vorstellung von Helfers ambitioniertem Filmprojekt anschauen…

 

…und wer mehr über die Hintergründe, Pläne sowie das „Crowdfunding-Drumherum“ zu „Rock Bottom – Songs Of No Money“ wissen möchte, der findet alle Infos auf der Kampagnenseite bei „indiegogo.com“.

 

Ach so, falls sich jemandem von euch die Frage stellen sollte: Ich selbst gehe hier mit gutem Beispiel voran – meinen (finanziellen) Segen hat der Film, dessen Fertigstellung fürs kommende Jahr geplant ist. Und wer schon nicht spenden mag oder kann (macht ja nichts, muss ja nicht), der kann – ja: sollte – wenigstens ein, zwei Klicks dafür aufwenden, dem Projekt via Facebook eine Stimme zu geben… Danke.

 

Rock and Roll.

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