Das lange Warten auf die Biester – das neue Afghan Whigs-Album „Do To The Beast“ im Stream


the-afghan-whig-summer-2014

Bereits im Februar gab es auf ANEWFRIEND – im Zuge des Veröffentlichung des Musikvideos zu „Algiers“ – folgende Zeilen zu lesen:

1998… scheinbar ewig her ist das. Damals standen die Twin Towers des World Trade Centers im “Big Apple” noch, Bill Clinton war noch Präsident der US of A (und mitten im Straucheln der “Lewinsky-Affäre” begriffen) und Gerhard “Gert” Schröder hatte soeben Helmut Kohl, die bundesrheinische Wiedervereinigungsverdienst”birne”, im Amt des Bundeskanzlers abgelöst. Und: 1998 war auch das Jahr, in dem Greg Dulli und seine Afghan Whigs ihr bislang letztes Album “1965” veröffentlichten. Drei Jahre später ließ die Band aus Cincinnati, Ohio – nach 15 gemeinsamen Jahren – offiziell ihre Auflösung “auf Zeit” verlauten, um sich ihren Familien oder anderen Dingen widmen zu können. Danach war es vor allem Reibeisenstimme Greg Dulli, der solo oder – vor allem – in anderen Formationen und Konstellationen für gespitzte Ohren sorgte. So knüpften ebenso die fünf bislang erschienenen Alben seiner neuen Stammband, den Twilight Singers, mit ihren schummrig-schönen Southern Soul Alternativrockern da an, wo die Afghan Whigs offene Enden hinterließen, wie sein Zusammenschluss mit Lieblingsbuddy Mark Lanegan als The Gutter Twins. Dass man den Afghan Whigs bei all den Dulli’schen Aktivitäten trotzdem ein klein wenig nachtrauerte, dürfte wohl nur für deren einstige Qualitäten sprechen…

Das Schöne: Alle jene, die 2006 nach Meldungen über vereinzelte Aufnahmesessions (etwa für zwei neue Songs als Beitrag zur Best Of-Retrospektive “Unbreakable: A Retrospective 1990–2006“) und Konzerte gehofft haben, dass Greg Dulli und seine sechs Afghan Whigs-Kumpel doch noch einmal mit einem komplett neuen Album um die Ecke biegen würden, haben seit einigen Wochen Gewissheit: “Do To The Beast“, seines Zeichens Album Nummer sieben und das erste seit – eben! – ganzen 16 Jahren, wird am 16. April beim ehrwürdigen Indielabel Sub Pop Records erscheinen. Und wie immer wird auch zu den neusten Ergüssen aus Greg Dullis bislang verlässlich qualitativ hochwertigen Klangfeder seitens der Presstexte kaum mit großen Zitaten gespart: “Viele Alben die ich gemacht habe, stammten von epochalen Erlebnissen in meinem Leben – und diesmal habe ich sie alle benutzt”, so Dulli. “Diese neuen Songs sind sehr visuell für mich. Sie kommen aus den Nachbarschaften meines Verstands. Es ist wie Rashomon, wobei die Geschichte aus verschiedenen Winkeln des Gedächtnisses erzählt wird.” Kryptische Worte, die – zumindest klanglich – bald aufgelöst werden…

Nun, das „Bald“ dürfte, ebenso wie die 16-jährige Wartezeit auf ein neues Album der Afghan Whigs, hiermit der Vergangenheit angehören, denn hier kann man sich die zehn Songs von „Do To The Beast“, das zu Großteilen im Studio von Queens Of The Stone Age-Kopf Josh Homme aufgenommen wurde, in voller Länge anhören.

 

 

 

Und wer im Februar noch mit den Langzeitwirkungen (s)eines Winterschlafs zu kämpfen hatte, der kann sich hier (noch einmal) das von Langzeit-Afghan Whigs-Kollaborateur Phil Harder in Szene gesetzte Musikvideo zu „Algiers“ zu Gemüte führen:

 

(Just in case: einen Alternativlink zum Musikvideo auf Vimeo gibt’s hier…)

 

Rock and Roll.

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