Mixtape Madness: Dylan Covered


car bob dylan

Wer oder was ist Bob Dylan? Ein Musiker, ein Mysterium, ein lebendes Kulturgut, gar: ein Phänomen? All das ist wohl mehr als richtig… Doch keine Angst, hier und heute soll gar nicht im Ansatz der klägliche und wohlmöglich im Selbstlauf zum Scheitern verurteilte Versuch unternommen werden, der Figur des Robert Allen Zimmermann auf die Schliche zu kommen. Fest steht jedoch, dass der 72-Jährige als Folk- und Rockmusiker sowie Lyriker (seine Nebenschauplätze als Autor, Radiomoderator und Schauspieler lassen wir einmal außen vor) Großes geschaffen hat, eine Karriere vorzuweisen hat, deren Formkurve seit den frühen sechziger Jahren nur leichte Abwärtsausläufer zieren und bereits vor vielen, vielen Jahren Evergreens wie „Blowin‘ In The Wind“, „Like A Rolling Stone“ oder „Mr. Tambourine Man“ schrieb, die auch in den heutigen Tagen nichts, aber auch gar nichts von ihrer Zeitlosigkeit und Brisanz eingebüsst haben. Mehr noch: Dylans Stücke schaffen es auch im 21. Jahrhundert mit einfachsten Mitteln (bei ihm meist: Akustikgitarre, ein wenig Percussion und Mundharmonika), durch das gefühlte digitale Zerstreuungsdickicht der Dauerberieselung zu dringen und den Hörer im Innersten zu berühren, nicht selten gar aufzurütteln. Bob Dylan ist zweifelsohne einer der Chronisten – wenn nicht sogar der Chronist – der Vereinigten Staaten, der seine salzigen Finger in moralische wie gesellschaftliche Wunden legt und den Hörer ebenso mit Spott und Zynismus wie mit Versen von innerer Liebe überschüttet. Dabei hat es Dylan zu jeder Zeit geschafft, sich selbst eine Aura des Mysteriösen und Ominösen zu bewahren, die die Menschen zwar fasziniert, jeder nie abschreckt. Ist er selbst der gebeutelte Sklave, von dem er da singt? Oder ist er der Lebemann, der Lonesome Cowboy, der Outlaw? Und wer ist dann der lange Arm des Gesetzes, der Moralapostel, der gläubige Weltweise, der Greiner und Zweifler? Bob Dylan ist all das, natürlich. Und: Bob Dylan ist nichts von alledem. Fest steht jedoch in jedem Falle, dass sein Beitrag für die Pop- und Rockmusik, wie sie heute ist, gar nicht hoch genug einzuschätzen ist, denn wohl kaum ein Singer/Songwriter, kaum ein Liedermacher, der in den heutigen Tagen eine E- oder Akustikgitarre in den Händen hält, um sich durch sie von tausend und mehr Gedanken frei zu schreiben, täte dies wohl ohne Bob Dylan…

Natürlich wurden die Songs eines so einflussreichen wie bedeutenden Musikers tausendfach mit mehr oder minder großem Erfolg, Aufwand und mal unter beeindruckender, mal unter mäßiger Aufmerksamkeit gecovert – man erinnere sich nur an Jimi Hendrix‘ „All Along The Watchtower“, die Byrds-Variante von „Mr. Tambourine Man“ oder die eindrucksvoll schöne Version von The Band, als sich diese „I Shall Be Released“ vornahmen. ANEWFRIEND hat deshalb seinen eigenen Versuch unternommen, die – freilich höchst subjektiv – besten Bob Dylan-Coverversionen zusammenzustellen. Hier also vier Stunden Variationen von Dylan’schen Originalen zum Aufstöbern, Entdecken und Nachbasteln, bei denen die „üblichen Verdächtigen“ (also: Hendrix, Manfred Mann, Bords, The Band etc.) einfach mal außen vor bleiben…

 

…The Man In Me – Dylan Covered…

One

1.  Audra Mae – Forever Young (a cappella)One

2.  Jim James & Calexico – Goin’ To Acapulco

3.  Jackson Browne – Love Minus Zero / No Limit

4.  Cat Power – Stuck Inside Of Mobile With The Memphis Blues Again

5.  Bettye LaVette – Most Of The Time

6.  Conor Oberst – Corrina, Corrina (live)

7.  Eastern Conference Champions – Don’t Think Twice, It’s All Right

8.  Rise Against – Ballad Of Hollis Brown

9.  Timesbold – Masters Of War

10. Straylight Run – With God On Our Side

11. Ani DiFranco – Hurricane

12. Hole – It’s All Over Now, Baby Blue

13. Green Day – Like A Rolling Stone

14. My Chemical Romance – Desolation Row

15. Patti Smith – Changing Of The Guards

16. The Format – Simple Twist Of Fate

17. Heartless Bastards – You Ain’t Going Nowhere (live) (bonus track)

 

Two

1.  Low – Blowin’ In The WindTwo

2.  Jack’s Mannequin – Mr. Tambourine Man

3.  The Tallest Man On Earth – I Want You

4.  The White Stripes – One More Cup Of Coffee (Valley Below)

5.  Selig – Knockin’ On Heaven’s Door

6.  Jerry Garcia – I Shall Be Released (live)

7.  Jimmy LaFave – Not Dark Yet

8.  Sheryl Crow – Mississippi

9.  The Airborne Toxic Event – Boots Of Spanish Leather

10. Charlotte Gainsbourg & Calexico – Just Like A Woman

11. The Veils – You Belong To Me (live)

12. We Are Augustines – Mama, You Been On My Mind

13. Antony & Bryce Dessner – I Was Young When I Left Home

14. The Low Anthem – Dignity

15. Chuck Ragan – The Times They Are A-Changin’

16. Vandaveer – The Man In Me

17. Heart – Ring Them Bells (feat. Layne Staley)

18. Eddie Vedder & The Million Dollar Bashers – All Along The Watchtower

 

Three

1.  Villagers – Love Minus Zero / No LimitThree

2.  Frederik Konradsen – Subterranean Homesick Blues

3.  Black Rebel Motorcycle Club – The Lonesome Death Of Hattie Carroll (live)

4.  Matthew Ryan – Mama, You Been On My Mind (live)

5.  Hyacinth House – Masters Of War

6.  Bruce Springsteen – Chimes Of Freedom (live)

7.  Eddie Vedder – Forever Young (live)

8.  David Gray – One Too Many Mornings (live)

9.  The Gaslight Anthem – Changing Of The Guards

10. Rage Against The Machine – Maggie’s Farm

11. Silversun Pickups – Not Dark Yet

12. Sarah Jarosz – Simple Twist Of Fate

13. Joaquin Phoenix & Reese Witherspoon – It Ain’t Me, Babe

14. Nina Simone – I Shall Be Released

15. The Lumineers – Boots Of Spanish Leather

16. Adele – Make You Feel My Love (live)

17. Jeff Buckley – Just Like A Woman (live)

18. Sophie Zelmani – Most Of The Time (bonus track)

19. Ke$ha – Don’t Think Twice, It’s All Right (bonus track)

 

 

Rock and Roll.

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