Auf dem Radar: BANKS


BANKS

Das alte Spiel: Sieht jemand gut aus, so neigt der böse Bruder Vorurteil vorschnell dazu, dieser Person jegliches Talent abzusprechen. Frei nach dem Motto: „Noch so jemand, der mit 90-60-90 und einem Paar Rehaugen gut Kasse machen möchte.“ Es kann eben nicht jeder Franck Ribéry sein…

Aber mal ganz ehrlich: In Wirklichkeit macht doch Schönheit – so subjektiv dieser Begriff auch sein mag, gibt es doch in Zeiten der totalen Vernetzung ein mehr oder minder gängiges, globales Verständnisbild dieses hohlen Begriffs – erst das Gesamtpaket erst „so richtig rund“, oder? Und demzufolge müsste auch BANKS in Kürze heftigst durchstarten… Denn die 25-jährige Musikerin Jillian Banks aus dem sonnenverwöhnten Los Angeles bringt alles mit, um das „nächste große Ding“ zu werden: ein bildhübsches Äußeres, eine auf verruchte Weise zärtliche Stimme, massig Talent für das richtige Timing und die Kontakte zu genau den richtigen Produzenten. Und so klingen denn auch das von Totally Enormous Extinct Dinosaurs (aka. TEED) produzierte „Bedroom Walls“ oder „Waiting Game“, das der versierte Leisetreter SOHN (ebenfalls ein Name, den man für die Zukunft auf dem – digitalen – Zettel haben sollte) in eine mit schleppender Elektronik verzierte Pianoballade verwandelt, mal nach sehnsüchtiger, elfenhafter Sirene, mal nach schwerfälligem Tranzflächen-R&B á la Rihanna, oder (meist) nach melacholischem Nachtstunden-Triphop der Marke The xx. Man merkt schnell: Die junge Dame versteht es, Klang und Ästhetik zu einer Einheit zusammenzuführen, die kaum mehr auf der Höhe der Zeit sein könnte. Musik, um sich selbst zu verlieren? Selten war Atemlosigkeit schöner…

„I’m thinking it over / The way you make me feel all sexy but it’s causing me shame / I wanna lean on your shoulder / I wish I was in love but I don’t wanna cause any pain / And if I’m feeling like I’m even, we’ve got nothing to gain…“ („Waiting Game“)

„As for our house, I’ll move out / You can keep the dog we trained / Things soon will be like before I ever met you / Before I ever met you…“ („Before I Ever Met You“)

banks

Übrigens: Wer die ein oder andere berechtigte Lobeshymne mehr lesen mag, dem sei die detailreiche Vorstellung der Kollegen des Noisey Blogs ans Hörerherz gelegt. Die sind sich dann auch schon im Titel sicher: „BANKS wird er nächste große Pop-Star“.

 

Hier kann man sich BANKS‘ im September erschienener „London EP“ in Gänze hingeben…

 

…ebenso wie der Single „Fall Over“ (inklusive der B-Seite „Before I Ever Met You“):

 

Und wer’s audiovisuell mag, der bekommt mit den – freilich in ansprechendem Schwarz-weiß gehaltenen – Szenerien von „Fall Over“, „Waiting Me“ und „Warm Water“ schummrige Sonntagsmelancholien, die noch die komplette nächste Woche im Kopf nachhallen werden. Versprochen? Versprochen.

 

 

Rock and Roll.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: