It’s not a perfect day… – Lou Reed ist tot.


lou reed

Wie der US-amerikanische „Rolling Stone“ vor wenigen Minuten vermelden musste, ist Lou Reed, einer der letzten großen Rock’n’Roll-Rocker, heute im Alter von 71 Jahren verstorben.

Reed, der seit jeher – sowohl unter Musikerkollegen als auch unter Journalisten – einen Ruf als durchaus streitbarer Zeitgenosse inne hatte, erlangte in den sechziger Jahren Weltruhm, als er gemeinsam mit John Cale, Sterling Morrison und Angus MacLise (der bald schon von Maureen Tucker ersetzt wurde) die Avantgarde-Rockgruppe The Velvet Underground gründete. Bereits deren von keinem Geringen als Andy Warhol produziertes Debütalbum „The Velvet Underground & Nico“ gilt mit seinem ikonographischen Bananencover sowie Songs wie „Sunday Morning“, „I’m Waiting For The Man“, „Femme Fatale“ oder „Venus In Furs“, bei denen sich Reed die Gesangsparts mit der deutschstämmigen Künstlerin Nico teilte und diese als Kontraste zu nicht selten verstörenden Instrumentalteilen setzte, auch heute noch als Meilenstein der Musikhistorie.

Lou Reed (4. v.l.) als Teil von The Velvet Underground, mit Nico und Andy Warhol (1. u. 2. v.l.)

Lou Reed (4. v.l.) als Teil von The Velvet Underground, mit Nico und Andy Warhol (1. u. 2. v.l.)

Nach der Trennung von The Velvet Underground startete Lou Reed Anfang der Siebziger seine Solokarriere, in deren Verlauf er sowohl zeitgemäße Glam-Rock-Alben (das von David Bowie produzierte „Transformer“ aus dem Jahr 1972) als auch sozialkritische Werke („Berlin„, ein Jahr darauf erschienen, handelt von der gescheiterten Liebesbeziehung zweier Junkies in der damals geteilten deutschen Stadt), Produktionen, welche sich der Hochgeistigkeit zuwandten („The Raven“ von 2003, auf dem er, mithilfe von anderen Künstlern wie David Bowie, Laurie Anderson, Willem Defoe oder Antony, Edgar Allen Poe vertonte) und Kollaborationen (zuletzt das mäßig gelungene „Lulu“ gemeinsam mit Metallica) veröffentlichte.

Nach der Kollaboration mit Metallica im Jahr 2011 sowie einer Tour im vergangenen Jahr, welche ihn im Juni auch noch einmal nach Berlin führte, war es ruhiger im Lou Reed, dessen letztes Soloalbum „Hudson River Wind Meditations“ 2007 erschien, geworden. Gemeinsam mit seiner Frau, der Performance-Künstlerin Laurie Anderson, lebte er in New York City. Ob sein Tod aus einer Lebertransplantation im April 2013 resultierte, ist bislang unbekannt.

Sein stets abseitiger Gitarrensound, seine unvergleichlich markante Stimme, seine vor Bitterkeit und – nicht selten – Zynismus nur so triefenden Texte – all das machte Lou Reed, der 1996 als Teil von The Velvet Underground in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, bereits zu Lebzeiten zur launischen Legende.

Mach’s gut Lou, Du letzte griesgrämig große Rockdiva Deiner Art.

 

 

 

 

Rock and Roll.

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