Kurzfilm-Sonntag: vom Leben, Lieben, Suchen, Finden und Sterben


Vimeo – immer wieder eine wahre Fundgrube für tolle kleine Filmmomente. Hier mal ein paar Anregungen, die ANEWFRIEND für euch herausgefischt hat – vom Leben, Lieben, Suchen, Finden und Sterben…

 

„Momentos“ (2011)

Momentos

Product Placement hin oder her, dieser lediglich rund sieben Minuten kurze Film des portugiesischen Regisseurs Nuno Rocha, welcher das Motto des Elektronikherstellers LG, „Life Is Good“, in einfachen Bildern, die komplett ohne Dialoge auskommen, transportiert, ist durchaus sehenswert. Es lebe der Moment!

(Das Musikstück, welches den Kurzfilm zum Großteil untermalt, heißt übrigens „Tokyo Girl“ und stammt vom ebenfalls portugiesischen Musikprojekt Noiserv.)

 

 

 

„The Beautiful Fate“ (2011)

The Beautiful Fate

Nach einem Autounfall verliert Steven ein gutes Stück seiner Erinnerung. Eines Tages trifft er – zufällig? – eine junge Frau in einem Café. Er und Monica verbringen den Rest des Tages gemeinsam, er begleitet sie nach Hause, schleicht sich am Ende gar in ihr Appartement. Denn irgendwoher kennt er sie! Doch was er da vorfindet…

An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht zuviel verraten, denn den Ausgang dieses kleinen Schauspiels über Träume, (alternative) Realitäten und Schicksalswendungen, zu welchem Ian Changhee Lee Drehbuch und Regie ablieferte, sollte sich jeder selbst ansehen.

 

 

 

„Foolishly Seeking True Love“ (2009)

Foolishly Seeking True Love

A propos Schicksal: manchmal sollte man diesen kleinen Zeichen, die einem das Leben (respektive: das Schicksal) sendet, Beachtung schenken. So wie Handsome und Belle im Kurzfilm von Jarrett Lee Conaway, der die beiden potentiell füreinander Bestimmten zuerst gefühlte tausend Male unachtsam aneinander vorbei laufen und leben lässt, bevor das Schicksal quasi mit dem Holzhammer nachhilft…

 

 

 

„Back To Solitude“ (2011)

Back To Solitude

Klar, das Zueinanderfinden mag durchaus seine Tücken haben, doch das Zusammenleben ist definitiv weitaus schwieriger. Ist die erste Zeit auch noch gefüllt mit Schmetterlingen, Neuanfängen und kleinen Liebesbeweisen, so schleicht sich nach und nach der Alltag in die Herzen und stellt Sie wie Ihn im Hinblick auf das dauerhafte Miteinander auf eine harte Probe. Da werden Kleinigkeiten bereits zu elefantösen Stimmungskillern, da blähen sie Nichtigkeiten zu endlosen Streitorgien aus, während der er schweigt und sich still der Eifersuchtsparanoia von letzter Nacht hingibt…

Der Kurzfilm „Back To Solitude“ des aus Hamburg stammenden Filmemachers Joschka Laukeninks, der sonst vor allem Werbeclips dreht, erzählt in schönen Bildern von eben jenen hässlichen (Selbst)Zweifeln, die über Kurz oder Lang wohl so ziemlich jeder Beziehung einmal zusetzen. Das Besondere hier ist jeder die Erzählweise. The end is the beginning is the end…

 

 

 

 

„Above And Below“ (2011)

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“Manila is one of the most overpopulated places on Earth. There are over 2000 families living above the dead in the Navotas Cemetery. Babies are born and the dead are buried in the same place. Life goes on.”

Diesen Worten des freischaffenden Filmemachers und Kameramanns Stefan Werc ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Den Rest besorgen die rund drei Minuten stiller Bildgewalt über den Navotas Friedhof in der philippinischen Hauptstadt Manila, wo Leben und Sterben auf engstem Raum eine pragmatische Symbiose eingeht. Die Welt ist grausam. Und wunderschön.

 

 

 

„Iota“ (2004)

Iota

Der wohl emotionalste Kurzfilm in dieser Reihe ist „Iota“. In diesem preisgekrönten Zehnminüter erzählt der schottische Regisseur Simon Dennis, der kürzlich unter anderem am Actionthriller „Pusher“ mitarbeitete, eine Geschichte vom Verlust und Wiederfinden der Sprache, deren mysteriöses Ende ebenso viele Schlüsse zu und offen lässt wie der Anfang… „How you define the ending is how you define yourself.“ (Simon Dennis)

(Ein Hinweis von den Machern selbst: „Please note that the sound design is subtle so the film-makers would advise watching using headphones.“)

 

 

 

Rock and Roll.

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