„The drones work hard before they die“ – Neues Live-Video von The Faint


The Faint (Promo)

„Agenda suicide / Drones work hard before they die / And give up on pretty little homes…“

Was haben wir damals getanzt! Seit seinem Erscheinen im Jahr 2001 fand „Danse Macabre„, das dritte Album der Indie-Elektrorocker The Faint aus Omaha, Nebraska, an jedem Abend, an dem ich den musikalischen Beschaller (sprich: DJ) gab, Verwendung. Egal, ob nun der fantastisch tanzbare Titeltrack lief, oder etwa „Glass Danse“, oder… – sobald sowohl der Fade-In  als auch der Einstieg in den Song absolviert waren, stürmte ich selbst auf die Tanzfläche und mischte mich unter die frenetisch zuckenden Leiber. Hätte mich das nicht selten zu guten Teilen aus – im Grunde freundlichen – langhaarigen, provinziellen Metalhörern bestehende Publikum gelassen, ich hätte gern das lediglich neun Songs und knapp 35 Minuten kurze Album der Band um Sänger Todd Fink, welcher in den Anfangstagen auch der damals blutjunge Bright Eyes-Frontmann Conor Oberst angehörte, durchlaufen lassen. Diese hypnotische Mischung aus technoiden Klängen und angespannt rockenden Gitarren, in welche gar klassisches Streicherinstrumentarium sorgsam eingeflochten wurde! Diese herrlich giftende Stimme, die mir Heranwachsendem da böse Geschichten vom eintönigen Arbeitsalltag und der Hölle des Hamsterrades vortrug! Und obwohl mindestens der drei Jahre später veröffentlichte Albumnachfolger „Wet From Birth“ noch toll war – besser waren The Faint (für mich) weder vorher noch nachher.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte ihr famoses Heimatlabel Saddle Creek das monumentale „Danse Macabre“ – wenn auch für’s Zehnjährige mit einem Jahr Verspätung – neu. Und für all jene, die das Album noch nicht ihr Eigen nennen, lohnt sich die remasterte Deluxe Edition in der Tat, enthält sie doch den zuvor nur auf der „Saddle Creek 50“-Compilation erhältlichen Song „Take Me To The Hospital“ (einen weiteren meiner DJ-Favoriten!), das Sonic Youth-Cover „Mute“, das gemeinsam mit den Bright Eyes aufgenommene Stück „Dust“ (beide waren vorher als Doppel-Single erschienen), den Song „Falling Out Of Love At This Volume“ (ein Bright Eyes-Cover von The Faint) sowie zwei Remixe.

Wer damals hierzu nicht tanzen konnte oder wollte, hatte – meines Erachtens – nix gegriffen. Und dazu stehe ich noch heute. Was haben wir damals getanzt…

Danse Macabre

 

Nun haben The Faint ein Live-Video des aus den Songs „Danse Macabre“ und „Glass Danse“ bestehenden Doppel-Albumeinstieges via pitchforktv online präsentiert:

 

Natürlich will ich euch an dieser Stelle jedoch nicht das „menschliche Hamsterrad von einem Video“, nämlich das Originalvideo zu „Agenda Suicide“, vorenthalten…

 

…ebenso wenig wie das zum gleichsam tollen Song „I Disappear“ (vom Nachfolger „Wet From Birth“)…

 

…oder jenes zum Stück „Desperate Guys“ (ebenfalls von „Wet From Birth“):

 

Rock and Roll.

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