Mein Senf: Nils Koppruch ist tot.


46 Jahre. Zu früh gegangen ist er…

 

Diese Zeilen musste ich vor wenigen Stunden über Facebook lesen:

„Am 10. Oktober ist der Hamburger Musiker und Künstler Nils Koppruch (geb. 27.10.1965) friedlich eingeschlafen, wir sind unfassbar traurig. 
Unsere Anteilname gilt seiner Frau Katrin Busch, seinem Sohn Emil, seinen Eltern Heidi und Peter Koppruch, seinen Angehörigen und Freunden.

‚Und erzähl mir die Stille, mach das ich weiß, Du bist immer noch da, auch wenn Du schweigst.‘
(Nils Koppruch – „In die Stille“)“

 

Gestern hat die deutsche Musikszene in dem Hamburger Künstler und Musiker Nils Koppruch einen ihrer wohl sympathischsten und talentiertesten Köpfe verloren.

Noch im September war sein zusammen mit Gisbert zu Knyphausen unter dem Bandverbund Kid Kopphausen veröffentlichtes Debüt „I“ hier das „Album der Woche„. Vorher stand er der Band Fink, welche deutsche Songwriting-Kunst gekonnt mit Elementen aus Country und Americana verbanden und sich 2006 nach zehn gemeinsamen Jahren und etlichen Besetzungswechseln auflöste, vor, veröffentlichte zwei durchaus gelungene Soloalben (das letzte, „Caruso„, erschien 2010) und war unter dem Pseudonym SAM. bildnerisch tätig. Trotz vielerlei Kritikerlob gelang ihm in der Vergangenheit jedoch nie der große Durchbruch, erst seine kürzliche Zusammenarbeit mit dem zurecht erfolgreich musizierende Knyphausen schien sich für den melancholischen Hanseaten zum späten Erfolgserlebnis zu entwickeln, für die kommenden Monate waren etliche Konzerttermine geplant.

Ein Großer hat an einem grauen Herbstmorgen unerwartet seine Nische verlassen. Was bleibt, ist (s)eine Lücke. Und Lieder wie dieses:

 

Folgende Nachrufe, welche wohl aus berufeneren Federn (respektive Tastaturen) als der meinen stammen, lassen erahnen, welche traurigen Kreise Koppruchs Tod durch die herbstlichen Straßen der deutschen Musiklandschaft zieht:

Zeit Online

Spiegel Online

Rolling Stone

Musikexpress

Am Besten bringt jedoch Tino Hanekamp auf Intro seine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck…

 

„Jeder Tag ruft deinen Namen  / Ich wünsch‘ Glück an allen Tagen / Nichts ist besser als eine Liebe auf der Welt. / Kirschen gibt’s an Sommertagen nur solang‘ die Bäume tragen / Und lebend gehen wir nicht mehr aus der Welt.“

Die Kirschbäume blühen längst nicht mehr. Mach’s gut, Nils. Viel Glück auf deiner Reise. Uns bleiben deine Lieder. Danke.

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

4 Gedanken zu „Mein Senf: Nils Koppruch ist tot.

  1. […] Frühlingsoptimismus und Herbstmelancholie pendelnden Kleinode geschrieben hätten… Leider verstarb Koppruch plötzlich und unerwartet im Oktober, noch bevor Kid Kopphausen zur geplanten großen […]

  2. […] Frühlingsoptimismus und Herbstmelancholie pendelnden Kleinode geschrieben hätten… Leider verstarb Koppruch plötzlich und unerwartet im Oktober, noch bevor Kid Kopphausen zur geplanten großen […]

  3. […] (ist der Tod nicht ebendas fast immer?) im Alter von 46 Jahren verstarb. Am 11. Oktober 2012 gingen Meldungen und Beileidsbekundungen durchs weltweite Netz und die sozialen Netzwerke, kurz nachdem die […]

  4. […] Kopphausen, das 2012 sein erstes gemeinsames Album „I“ veröffentlichte. Kurz darauf starb Koppbruch völlig […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: