Das Album der Woche


Gisbert zu Knyphausen & Band – Live im Konzerthaus Dortmund (2012)

Auch auf die Gefahr hin, dass der Eine oder die Andere mittlerweile denken mag, dass ANEWFRIEND zu einer heimlichen Gisbert zu Knyphausen-Fanseite „verkommen“ ist, stellt Musikdeutschlands (zurecht) derzeit wohl liebster Liedermacher das aktuelle „Album der Woche“.

Live im Konzerthaus Dortmund“ wurde im Februar 2011 vor voll besetzten Rängen im Rahmen der „Pop-Abo“-Reihe aufgenommen, unter der auch schon andere Bands und Künstler von nationaler und internationaler Güteklasse, wie etwa Kettcar, Kinderzimmer Productions, Blumfeld oder William Fitzsimmons, auftraten. Die Vorgabe: es soll akustisch und möglichst spannend instrumentiert musiziert werden. Das stellt für Herrn zu Knyphausen, bei dem seit jeher fast alle Stücke auf der Akustischen fußen, natürlich keine Hürde dar. Und statt der elektrischen Gitarre werde so eben andere Instrumente, wie das Vibraphon, Glockenspiel oder die Trompete (welche übrigens von Gisbert selbst gespielt wird) ins Spiel gebracht.

Die für dieses Live-Album (übrigens die erste offizielle von zu Knyphausen, 2009 lag einer Ausgabe des deutschen Rolling Stone eine Live-CD mit einem in den Hamburger Fliegenden Bauten aufgenommenem Konzert bei) ausgewählte Setlist besteht aus Titeln von beiden bisher erschienenen Alben („Gisbert zu Knyphausen“ von 2008, „Hurra! Hurra! So nicht.“ von 2010), mit Schlagseite zum zweiten Album. Nun könnte man meinen, dass man ja alle Stücke schon gefühlte tausendmal gehört und mittlerweile hinreichend verinnerlicht hat. Doch Knyphausen und Band können den meisten der zehn auf „Live im Konzerthaus Dortmund“ zu hörenden Lieder durchaus noch neue Facetten abgewinnen und interessante Klangfarben hinzufügen. So wird „Kleine Ballade für zwischendurch“ als Banjo-Stampfer dargeboten, „Erwischt“ mit Piano und Vibraphon angereichert, bei „Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten“ das Glockenspiel zum Klingen gebracht oder „Nichts als Gespenster“ mit wilder Free Jazz-Improvisation im finalen Konzertnirvana versenkt. „Morsches Holz“ und vor allem „Dreh dich nicht um“ sind und bleiben zeitlos schön. Auch wer bereits mit den von Fern- und Heimweh, Kopf- und Herzschmerz, Sehn- und Rachsucht, Frauen in Teufelskostümen und tanzenden kleinen Piraten handelnden, melancholischen Texten des Wiesbadeners vertraut sein mag, kann auf „Live im Konzerthaus Dortmund“ so einiges Interessantes entdecken. Und sollte sich beeilen, denn die CD-Variante des Live-Albums ist auf lediglich 8.000 Stück limitiert!

Das einzige Manko stellt die mit lediglich 45 Minuten (für zehn Songs) doch recht kurze Laufzeit dar. Und auch hier hat ANEWFRIEND gute Neuigkeiten, denn Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen wird im März (die Daten findet ihr nachstehend) noch einige Konzerte mit seiner Band spielen (ich selbst werde in Dresden dabei sein und zeitnah berichten), bevor es danach wieder ins Studio geht, um weiter an der Fertigstellung des gemeinsamen Projektes mit Nils Koppruch zu werkeln. Es bleibt spannend.

24. März 2012 Dresden Beatpol (mit Band)
23. März 2012 Magdeburg Moritzhof (mit Band)
22. März 2012 Heidelberg Halle 02 (mit Band)
21. März 2012 Innsbruck Weekender (mit Band)
20. März 2012 Graz Orpheum (mit Band)
18. März 2012 Wien Szene (mit Band)
17. März 2012 Zürich Exil (mit Band)
16. März 2012 Thun Café Mokka (mit Band)
15. März 2012 Basel 1. Stock (mit Band)
14. März 2012 Konstanz Kulturladen (mit Band)
13. März 2012 Saarburg Casino (mit Band)
12. März 2012 Bochum Bahnhof Langendreer (mit Band)
11. März 2012 Bielefeld Forum (mit Band)
Rock and Roll.
Getaggt mit , , , , , , , , , ,

2 Gedanken zu „Das Album der Woche

  1. ART IST | Agentur sagt:

    Oh, ein paar sehr schöne Konzerte im Gepäck. Das macht Freude!

  2. Hartmut sagt:

    Mahlzeit, ich bin mal so frei und schreibe was auf der Seite. Sieht super aus! Ich nutze seit kurzem auch WordPress kapiere aber noch nicht alles. Deine Seite ist mir da immer eine willkommene Motivation. Weitermachen!

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